Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
Schriftvergrößerung
AAA

Tag des offenen Denkmals 2015

Aktionstag der Deutschen Stiftung Denkmalschutz

am 13. September 2015 unter dem Motto "Handwerk, Technik, Industrie"

Das Handwerk bildet die Grundlage unserer Denkmallandschaft, daneben veränderte die Industrialisierung ganze Stadtbilder, Berufszweige als auch das soziale Leben. Die geschichtsträchtige Reichsstadt und Industriestadt Worms hat trotz zahlreicher Zerstörungen auch zu dieser Thematik wieder viel zu bieten.

 
 
 
 

Das Programm 2015 in Worms:

Alle Veranstaltungen zum Tag des offenen Denkmals sind kostenfrei.

Die Liebfrauenkirche umgeben von Weinreben 
Die Liebfrauenkirche umgeben von Weinreben
Liebfrauenkirche im Abendlicht (Foto: R. Uhrig) 
Liebfrauenkirche im Abendlicht (Foto: R. Uhrig)

Liebfrauenkirche (nördlich der Innenstadt)

Zur Blüte der alten Reichsstadt haben die in Zünften organisierten Handwerker beigetragen. Diese Zünfte haben den Bau der Liebfrauenkirche unterstützt und deswegen sind dort in den Gewölbeschlusssteinen ihre Handwerkszeichen abgebildet.

Die katholische Liebfrauenkirche ist eine bedeutende gotische Wallfahrtskirche im Norden der Stadt, von Weinbergen umgeben. 1276 wurde sie begonnen und mit Unterstützung der Wormser Zünfte 1465 fertiggestellt. Deswegen zieren zahlreiche Zunftzeichen die Schlusssteine im Gewölbe. 

Infos

Ort: Liebfrauenstift 22, 67547 Worms

Kirchenbesichtigung:  außerhalb der Gottesdienste möglich; Messen: 9.30-10.30 Uhr und 15.30-16.30 Uhr. 

Führungen: 

  • 11 und 14 Uhr; Themen: „der burgerschaft wapen in dem gebauwe, in fynstern gewelbe und maurenn“, Zunftzeichen und Wappen in der Liebfrauenkirche; 
  • ein Angebot der Interessengemeinschaft der Wormser Gästeführer; 
  • Treffpunkt ist am Westportal
 
 
 
 
Die Magnuskirche (Foto: R. Uhrig) 
Die Magnuskirche (Foto: R. Uhrig)

Ev. Magnuskirche (Innenstadt)

Zur Ausstattung der Kirchen gehören unter anderem Orgeln und Glocken sowie Heiligenfiguren und Kanzel. Diese von Handwerkern geschaffenen Objekte, aber auch die Restaurierung der hölzernen Kleinodien, werden in der ev. Magnuskirche und in der kath. Kirche St. Martin gezeigt.

Die evangelische Magnuskirche, Weckerlingplatz, ist die älteste und kleinste der romanischen Kirchen in Worms; sie ist eine flachgedeckte Pfeilerbasilika des 11. Jh. unter Einbeziehung von karolingischen Bauteilen des Vorgängers. 

Bereits 1520 wurde hier im lutherischen Sinne gepredigt und somit gilt sie als erste evangelische Kirche in Südwestdeutschland. Bemerkenswert sind das Chorfenster und die Westrose, mit „Christus Pantokrator“ 1952/53 von Harry MacLean. 

Infos

Ort:  Weckerlingplatz, 67547 Worms
geöffnet:  11 - 16.30 Uhr

Führungen:

  • 11 und 14.30 Uhr, Thema "Glocken"
  • 15 und 16 Uhr, Thema "Orgel"

Besonderheiten:
Vepflegungsstation

 
 
 
 
Martinskirche 
Martinskirche

Kath. Pfarrkirche St. Martin (Innenstadt)

Die katholische Pfarrkirche St. Martin wurde im 1. Viertel des 11. Jahrhunderts begonnen. Ihr Erscheinungsbild ist überwiegend durch die spätromanische Erneuerung um 1200 zur Gewölbebasilika bestimmt. Nach mehrfachen Zerstörungen durch Brände, zuletzt nach dem Zweiten Weltkrieg, wurde sie immer wiederhergestellt. 

Hervorzuheben sind das prachtvolle frühgotische Westportal mit Renaissance-Rahmung und zahlreiche Grabsteine, unter anderem der Kämmerer von Worms. 

Infos

Ort: Martinsgasse 6 (am Ludwigsplatz), 67547 Worms
geöffnet: 14 - 18.30 Uhr

Führungen: 

  • Die angekündigten Führungen/Vorträge entfallen krankheitsbedingt. 
 
 
 
 
Stadtmauer am Nibelungenmuseum (Torturmplatz / Fischerpförtchen) 
Stadtmauer am Nibelungenmuseum (Torturmplatz / Fischerpförtchen)

Stadtmauer am Nibelungenmuseum (Innenstadt)

Über den Bau der Stadtmauer erfährt man Wissenswertes am Nibelungenmuseum, und hier zeigt zudem ein Steinmetz seine Fertigkeiten. 

Die Stadtmauer am Nibelungenmuseum stammt aus dem hohen Mittelalter. Eine Wormser Stadtmauer ist seit dem frühen Mittelalter bezeugt und noch heute in großen Abschnitten erhalten. 

Infos

Ort: Fischerpförtchen 10, 67547 Worms
Stadtmauer mit Türmen geöffnet zur Besichtigung: 10 – 18 Uhr

Führungen:

  • 11 und 15 Uhr: Dipl.-Ing. Olaf Wagener M.A. zeigt exemplarische Stellen der hauptsächlich im hohen und späten Mittelalter errichteten, mehrfach erweiterten und ausgebauten Mauer; mit Vorstellung der Bauphasen im Kontext der städtischen Entwicklung. 

Besonderheiten:
Von 11-15 Uhr informiert Steinmetz- und Bildhauermeister Martin Schäfer über Arbeitsweise und Werkzeuge der Steinmetze; mit Vorführung.

 
 
 
 
Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Lederwerke Dörr & Reinhart in der Schönauer Straße 5. 
Das ehemalige Verwaltungsgebäude der Lederwerke Dörr & Reinhart in der Schönauer Straße 5.

Lederindustrie Worms (Innenstadt)

Gerber gab es allen Orts, aber in Worms entwickelte sich eine Lederindustrie, die im 19. und 20. Jahrhundert florierte. Ihren Spuren wird nachgegangen in einer Führung "Von der Gerbergasse zur Lederindustrie", veranstaltet durch die Interessengemeinschaft der Wormser Gästeführer in Zusammenarbeit mit dem Lederverein. 

Von der Lederindustrie, dem im 19. Jh. bedeutendsten Wirtschaftsfaktor der Stadt, sind noch Spuren erhalten, unter ihnen das Verwaltungsgebäude der Firma Dörr & Reinhart von 1923/24, einem klassizierenden Bau mit dekorativen Details in späten Jugendstilformen (Schönauer Straße 5). Es handelt sich um den einzigen erhaltenen Industriebau dieser Qualität in Worms. Unter anderem wird dieses Gebäude im Rahmen der Führung besichtigt. 

Infos

Führung:  

  • 11 Uhr, Thema "Von der Gerbergasse zur Lederindustrie"
  • Treffpunkt ist an der Tourist Information, Neumarkt 14, 67547 Worms
  • ein Angebot der Interessengemeinschaft der Wormser Gästeführer in Zusammenarbeit mit dem Lederverein.
 
 
 
 
Das alte Kesselhaus mit Turbinenhalle in der Klosterstraße (Quelle: Stadtarchiv). 
Das alte Kesselhaus mit Turbinenhalle in der Klosterstraße (Quelle: Stadtarchiv).

Elektrizitätswerk (Innenstadt)

Ein Meilenstein der technischen Entwicklung war die Erzeugung und Nutzung von Strom. Vom ehemaligen Elektrizitätswerk in der Klosterstraße sind der Kesselbau und die Turbinenhalle erhalten und zu besichtigen, heute EWR, Klosterstraße 23. 

Das ehemalige Elektrizitätswerk wurde 1901 von Stadtbaumeister Georg Metzler erbaut. In der Turbinenhalle wurde bis 1958 elektrische Energie für die Stadt erzeugt. Ein Teil der technischen Anlagen ist in einem fast unveränderten Zustand. Der Kesselbau befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft. 

Infos

Ort: Klosterstraße 23, 67547 Worms (gegenüber Einkaufspark WEP)
geöffnet: 13 - 17 Uhr

Führungen: 

  • 14 - 14.45 
  • 16 - 16.45 Uhr

Besonderheiten:
Ausstellungen, Dokumentaion aus Stadtarchiv (Diashow), EWR-Image-Film, kleine Erfischungen mit Wasser & Brezel

 
 
 
 
Die Abenheimer "Klausenbergkapelle" inmitten von Weinbergen. 
Die Abenheimer "Klausenbergkapelle" inmitten von Weinbergen.

St.- Michaels-Kapelle auf dem Klausenberg (Worms-Abenheim)

Außerdem ist seit Jahren in Worms-Abenheim die St. Michaels-Kapelle auf dem Klausenberg mit dabei, ein spätgotischer Saalbau von 1572 in den Weinbergen bei Abenheim. Erstmals wurde die Klause 1299 erwähnt.

Infos

Ort: Worms-Abenheim, Klausenberg
geöffnet: 14 – 17 Uhr

Führungen: 

  • 14, 15, 16 und 17 Uhr

Besonderheiten:
Mal-Ecke für Kinder

 
 
 
 

Deutscher Beitrag zu den European Heritage Days

Der Tag des offenen Denkmals ist der deutsche Beitrag zu den European Heritage Days unter der Schirmherrschaft des Europarats. Alle 50 Länder der europäischen Kulturkonvention beteiligen sich im September und Oktober an dem Ereignis. Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz den Tag des offenen Denkmals bundesweit.Ziel des Tages ist es, Denkmale für ein breites Publikum zu öffnen, die sonst nicht zugänglich sind. Mit dieser Idee zählt die Aktion zu den erfolgreichsten Kulturveranstaltungen in Deutschland.

 

Kontakt

Info-Button

Untere Denkmalschutzbehörde

(Bei Fragen zum Programm in Worms)

Bei allgemeinen Fragen zum Aktionstag bzw. zum bundesweiten Programm:

Deutsche Stiftung Denkmalschutz
Tag des offenen Denkmals
Koblenzer Straße 75
53177 Bonn
Telefax: (02 28) 3 90 63 43

Weitere Informationen zum bundesweiten Denkmaltag finden Sie unter
www.tag-des-offenen-denkmals.de