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Positiver Effekt nach innen und außen

03.06.2018

Die "größte Fußgängerzone des Landes" lockte rund 320.000 Besucher nach Worms - eine positive Bilanz für den diesjährigen Rheinland-Pfalz-Tag.

Ob Familientag oder losgelöste Partystimmung - der Rheinland-Pfalz-Tag war ein großartiger Erfolg! (Foto: Bernward Bertram) 
Ob Familientag oder losgelöste Partystimmung - der Rheinland-Pfalz-Tag war ein großartiger Erfolg!
(Foto: Bernward Bertram)

Unvergesslicher Rheinland-Pfalz-Tag in Worms

Der 34. Rheinland-Pfalz-Tag 2018 war ein großartiger Erfolg für die Ausrichterstadt Worms. „Nicht nur, dass wir dem Land Rheinland-Pfalz eine perfekte Bühne für ihre Präsentationen bieten konnten. Wir haben es auch geschafft, die fünf Kulturprofile der Stadt in zahlreichen Programmpunkten vorzustellen und damit einem großen Publikum weit über die Landesgrenzen hinaus näher zu bringen“, so Oberbürgermeister Michael Kissel. Rund 320.000 Besucher erlebten die Nibelungenstadt von ihrer schönsten Seite. Auf einer Veranstaltungsfläche von 340.000 verteilten sich 32 Veranstaltungs- und Aktionsflächen, 13 Bühnen, 250 Info- und 20 Weinstände und vieles mehr. Besonderer Höhepunkt des letzten Veranstaltungstages war der Festumzug mit mehr als 70 Teilnehmern, der bis zum Beginn am Sonntagmittag alleine 100.000 Besucher anlockte.

 

Hunderte Akteure tragen zu einem gelungenen Fest bei

„Vor allem die Zusammenarbeit zwischen Staatskanzlei, Stadt, Kultur und Veranstaltungs GmbH, Polizei und Sicherheitsdiensten hat wesentlich dazu beigetragen, dass das Landesfest so reibungslos und erfolgreich ablief. Einen weiteren maßgeblichen Anteil daran haben die unzähligen ehrenamtlichen Akteure aus Vereinen, Institutionen, Gemeinden sowie den Hilfs- und Sanitätsorganisationen, ohne deren Unterstützung wir diese immense Herausforderung nicht hätten meistern können“, betont Kissel. So zogen zum Beispiel 300 Volunteers das gesamte Wochenende über das riesige Veranstaltungsgelände und standen in blauen Polos und grünen Baseballmützen den Besuchern mit Rat und Tat zur Seite. Alleine diese Helfer brachten es zusammen auf 1.500 Arbeitsstunden. DRK und ASB hatten zusammen knapp 400 Ehrenamtliche im Einsatz, das Technische Hilfswerk weitere 180.

„Wir von RPR1. und bigFM sind ganz besonders dem THW und dem EBWo dankbar. Denn nach dem Unwetter von Donnerstag auf Freitag stand der Festplatz teilweise unter Wasser. Nur durch deren schnellen und ganz unbürokratischen Einsatz – teilweise mit schwerem Gerät – konnten wir den Besuchern in Worms unvergessliche Konzerte von Max Giesinger, Mike Singer und Matthias Schweighöfer in dieser Form präsentieren“, so Anna Sapper, Projektleiterin für den RLP-Tag 2018 bei RPR1.

Besonders stolz sei er auf die hohe identitätsstiftende Wirkung des Festes innerhalb der Bevölkerung, so der Wormser Oberbürgermeister. „Schon seit einigen Wochen durfte ich erleben, wie das Rheinland-Pfalz-Tags-Fieber die Wormser zusammengeschweißt und einen neuen Stolz auf die Heimatstadt hervorgebracht hat“, so der Oberbürgermeister. Musterbeispiele hierfür seien der Auftritt der Band „Worms‘ 35“, in der sich Wormser Musiker der verschiedensten Genres und Altersgruppen extra für das Landesfest zusammengefunden hatten. Auch die „größte Sportmeile, die es je auf einem Rheinland-Pfalz-Tag gab“ mit rund 40 beteiligten Vereinen auf fast einem Kilometer Länge sei eine tolle Gemeinschaftsaktion und Werbung für die Stadt gewesen.

Im Zuge des Rheinland-Pfalz-Tages konnten zudem Wormser Firmen unterschiedlichster Branchen viele Aufträge generieren, etwa Grafiker, Produktionsfirmen, Kreativwirtschaft, Hotellerie, Gastronomie, um nur einige Beispiele zu nennen. So waren alle 1200 Betten in den Wormser Hotels und Herbergen schon seit Monaten ausgebucht, vor allem auch für Aktive und Teilnehmer. Man schätzt, dass pro Besucher circa 20 bis 30 Euro in der Stadt gelassen wurden.

Das Thema Sicherheit stellte für das Organisationsteam die größte Herausforderung da. Kissel: „Ich danke deshalb ganz besonders allen Anwohnern und Anliegern des innerstädtischen Veranstaltungsgeländes für ihre Geduld und das Verständnis.“

Spiele-App schaz und zugehörige VR-Stationen begeistern

Auch die im Rahmen eines interdisziplinären Forschungsprojekts der Hochschule Worms entwickelte Spiele-App „schaz“ begeisterte die Besucher. Rund 60 Studierende der Fachbereiche Touristik/Verkehrswesen und Informatik hatten in den letzten zwei Jahren die kostenlose digitale Schatzjagd konzipiert und programmiert. Bis zum Sonntagnachmittag wurde die App 4500 Mal downgeloadet und im Durchschnitt mit 4,7 von 5 Sternen in den App-Stores bewertet. Durch das Mitwirken von 27 Partnern konnten die Spieler insgesamt 5.500 Preise gewinnen, darunter unter anderem ein Auto oder ein Jahr freier Strom.

„Es freut mich sehr, dass dieses innovative Konzept so gut angenommen wird. Im Sinne eines nachhaltigen Projekts wird die App auch weiterhin für die touristische Vermarktung der Stadt Worms zum Einsatz kommen “, erläuterte Kissel.

Die Spiele-App schaz überzeugt und Besucher konnten an acht Virtual-Reality-Stationen in spannende Welten eintauchen. (Foto: Bernward Bertram) 
Die Spiele-App schaz überzeugt und Besucher konnten an acht Virtual-Reality-Stationen in spannende Welten eintauchen.
(Foto: Bernward Bertram)
 

Prof. Dr. Jan Drengner: „In vielen Gesprächen mit schaz-Suchern kam deren Begeisterung zum Ausdruck. Das ist für uns ein schöner Lohn für zwei Jahre Projektentwicklung.“

Prof. Dr. Werner König: „Es war bemerkenswert, wie die schaz-App nicht nur die Vielfalt der Stadt den Bürgern und Besuchern spielerisch nähergebracht hat, sondern dass über die App auch fremde Menschen zusammengekommen sind, Gespräche entstanden und Wissen über die Stadt und das Fest ausgetauscht wurde.

An acht Virtual-Reality-Stationen auf dem Rheinland-Pfalz-Tag konnten die Besucher ergänzend in virtuelle Welten eintauchen. Prof. Dr. Alexander Wiebel: „Das Festwochenende hat in Bezug auf Virtual Reality für uns gleich zwei Effekte: Die Besucher konnten durch schaz-VR Worms neu entdecken und sich unter anderem in Luthers Zeiten versetzen. So war das virtuelle Worms für viele auch gleich der erste Kontaktpunkt mit dieser innovativen Medientechnologie. Praktisch alle VR-Neulinge waren sehr begeistert."

Der 34. Rheinland-Pfalz-Tag in Worms in Zahlen

DAS FEST

  • 340.000 Quadratmeter Veranstaltungsfläche
  • 900 Objekte
  • 32 Veranstaltungs- und Aktionsflächen
  • 13 Bühnen
  • 9 Ausstellungen in städtischen Gebäuden
  • 2 Kinder- und Jugendfeste
  • 1 Riesenrad
  • 8 VR-Stationen
  • 250 Infostände
  • 45 Gastro- und Marktstände
  • 20 Weinstände
  • größte Sportmeile, die es je gab (knapp 1 km lang)
  • Festzug mit über 73 Beiträgen, 2000 Teilnehmern, 2,8 km Zugstrecke
  • Parkplätze für 10.000 Fahrzeuge

DIE AKTEURE

  • 300 Volunteers mit insg. 1500 Einsatzstunden
  • Hunderte weitere Wormser Ehrenamtliche aus Vereinen, Verbänden etc.
  • 900 Polizisten im Einsatz
  • 60 Feuerwehrleute
  • 180 Helfer beim THW
  • DRK: 300 Ehrenamtliche
  • ASB: 150 Ehrenamtliche
  • Die rund 95 Personen im Vollzugsdienst der Stadt

DIE BILANZ

  • Freitag: 70.000 Besucher
  • Samstag: 120.000 Besucher
  • Sonntag: bis Umzugsbeginn 100.000; bis zum Abend werden nochmals 30.000 Besucher erwartet
  • Insgesamt also rund 320.000 Gäste
  • Knapp 200 Einsätze der Sanitätsorganisationen
  • 0 Einsätze der Feuerwehr aufgrund des Landesfestes
  • 58 abgeschleppte Fahrzeuge
  • Shuttle-Parkplätze temporär bis zu 80 Prozent ausgelastet
  • Bereits im Vorfeld hatte die Stadt 35.000 Programmhefte verteilt, beim Fest an sich noch einmal weitere 35.000.
  • 100.000 Abreißpläne wurden am Fest selbst an die Besucher verteilt

DIE SPIELE-APP „SCHAZ“

  • entwickelt von einem Hochschulteam mit 60 Studierenden der Fachbereiche Touristik/Verkehrswesen und Informatik
  • Auftraggeber: Stadt Worms, gefördert vom Land Rheinland-Pfalz
  • Entwicklungszeit: 2 Jahre
  • 27 Mini-Spiele, die im Rahmen einer Schatzjagd durch die Stadt führen
  • 4.500 Spieler bis Sonntagnachmittag
  • ca. 35.000 schäze (Minispiele) gespielt
  • 26 Mio. Goldstücke wurden von Spielern gesammelt
  • Dank 27 Partnern wurden über 5000 Preise über das Wochenende ausgeschüttet.
  • Bewertung in den App-Stores: ca. 300 Bewertungen mit durchschnittlicher Note 4,7 von 5, zeitweise Platz 1 bei Trends im Google Play Store für Kategorie "Reisen & Lokales"
  • ca. 250 Spieler, welche alle Teile des Rütelins zusammengesetzt und die geheime schaz-Truhe am Ende des Spiels gefunden haben
  • hierfür mehr als 6 Stunden Spielzeit und 10 km Laufwege notwendig
  • 8 VR-Stationen über die ganze Stadt verteilt: ca. 1.500 Bürger, welche Worms 1521 oder die Nibelungenfestspiele in Virtual Reality genossen haben
  • Die VR-Stationen wurden in 70 Schichten von 40 VR-Betreuern organisiert