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Ausstellung: "Zwischen Himmel und Erde – 1000 Jahre Dom zu Worms"

Wann: 13.06.2018 - 14.10.2018 | 10:00 Uhr - 18:00 Uhr
Wo: Museum der Stadt Worms im Andreasstift & Nibelungenmuseum
Fischerpförtchen 10
67547 Worms
Worms-Zentrum
Eintritt/Kosten: Entsprechend den Eintrittspreisen im jeweiligen Museum
Veranstalter: Museum der Stadt Worms im Andreasstift & Nibelungenmuseum
E-Mail: presse@kvg-worms.de

Informationen

Aus Anlass der 1000-jährigen Domweihe widmen das Museum der Stadt Worms im Andreasstift und das Nibelungenmuseum dem Dom zu Worms eine zeitgleiche Sonderausstellung in Kooperation mit dem Bistum Mainz und dem Haus am Dom.

Das Ausstellungsbüro Correll und Glass kuratierten und inszenierten unter der Gesamtleitung des Leiters Dr. Olaf Mückain diese Sonderschau. Die Objekte wurden fachkundig von den Doktoranden Tina Schöbel und Aquilante De Filippo ausgewählt, die von Professor Dr. Matthias Untermann vom Kunsthistorischen Institut der Universität Heidelberg betreut wurden. Dr. Erich Pelzer, Professor für Geschichte an der Universität Mannheim fungierte in beiden Häusern als wissenschaftlicher Berater.

Während das Stadtmuseum im Andreasstift spektakuläre Elemente der Baugeschichte des Kaiserdoms mit historisch spannenden Ereignissen ergänzt, thematisiert das Nibelungenmuseum den berühmt-berüchtigten „Streit der Königinnen“ zwischen Kriemhild und Brünhild am Nordportal des Domes als akustische Raumperformance.

In der Andreaskirche werden bauhistorische Sammlungshighlights des Doms St. Peter aus der Romanik, der Spätgotik und der Zeit um 1900 gezeigt. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der 1807 abgerissenen, nur noch auf Plänen und Ansichten sowie in Bauelementen überlieferten Taufkirche St. Johannes auf der Südseite der Bischofskirche. Das Herzstück bilden innovative, animierte 3D-Rekonstruktionen, die für diese Sonderausstellung von einem jungen wissenschaftlichen Team neu recherchiert und von Julian Hanschke visuell umgesetzt wurden. Der junge Historiker Maximilian Krüger ergänzt die baugeschichtlichen Einblicke durch historische Ereignisse in informativen und unterhaltsamen auditiven Inszenierungen. Das Publikum bekommt so einen Einblick in die Wechselwirkungen von Kirche, Architektur und Politik.

Das Nibelungenmuseum widmet sich erstmals zentralen Szenen des Nibelungenliedes in der Originalfassung der Handschrift B. Der berühmte Königinnenstreit wird im Original gelesen und durch eine monoinstrumentale Komposition so ergänzt, dass der Text entsprechend neuesten literaturhistorischen Erkenntnissen auch für Laien unmittelbar verständlich wird. Ergänzt wird diese 3D-Raumkomposition durch ein Gespräch mit der Mediävistin Frau Dr. Bender, die Handlungsmotive in der 'Provokationsszene' zwischen Brünhild und Krimhild bei einem Ritterturnier auf dem Domplatz unter Genderaspekten in ein neues Licht rückt. Diese performative Rauminstallation im „Mythenlabor“ bildet die optimale Erweiterung der bisherigen, fast ausschließlich rezeptionsgeschichtlichen Darstellung des Nibelungenliedes. Mit der Konzentration auf das Hörerlebnis knüpft das mediengestützte Nibelungenmuseum an sein Herzstück, die Hörtour auf den Spuren des unbekannten Dichters, an und knüpft damit auch an die Tradition der mündlichen Überlieferung und des mündlichen Vortrags an.

Ein malerischer Blick auf die von der frühen Denkmalforschung geretteten Objekte im Garten beendet die Sonderausstellung ‚Zwischen Himmel und Erde’ im Andreasstift. Im Nibelungenmuseum wird das Publikum eingeladen durch einen Bauzaun einen Ausblick auf den Dom zu im 21. Jahrhundert genießen.