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Bildungskoordination für Neuzugewanderte (BiKo)

Ob Kindergarten, Schule, Beruf & Arbeit oder Alltägliches: Bildung und die deutsche Sprache sind entscheidende Faktoren für eine gelungene Integration und Teilhabe in unsere Gesellschaft. 

In Worms gibt es bereits viele gut funktionierende Bildungsangebote und Beratungsmöglichkeiten. Für einen besseren Überblick, sowohl für Zugewanderte als auch für Bildungsträger und engagierte Helfer, zum Ausbau vorhandener Strukturen und Anstoßen neuer Projekte wurde im September 2016 die zentrale Stelle der Bildungskoordinatorin geschaffen. Sie wird vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und ist auf zwei Jahre befristet. 

Gefördert vom:

Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)
Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement

Unterstützung erhält die Stadt Worms durch die

Transferagentur Kommunales Bildungsmanagement Rheinland-Pfalz–Saarland

Ende 2015 wurde eine entsprechende Kooperationsvereinbarung geschlossen.

 

 

Passende Angebote schaffen und finden

Neuzuwanderer, die nach Worms kommen, sollen unkompliziert einen Weg zu einem passenden Bildungsangebot finden, gleichgültig, ob es um Sprache oder berufliche Orientierung geht. 

Es gibt bereits viele gut funktionierende Bildungsangebote und Beratungsmöglichkeiten. Dennoch stehen Zuwanderer und Multiplikatoren vor der Herausforderung:

Wie kann man das passende Angebot für jeden einzelnen finden?

Bildungskoordination umfasst die Aufgabe, Überblickswissen über Bildungsangebote für Neuzugewanderte zu schaffen und Transparenz für Interessenten, Institutionen und Multiplikatoren herzustellen. Gleichzeitig werden Bedarfe erkannt, Angebotslücken identifiziert und neue Projekte initiiert. Dazu müssen sich die Bildungsakteure miteinander abstimmen.

Eine weitere zentrale Aufgabe der Bildungskoordination besteht somit darin, vorhandene Vernetzungsstrukturen aufzugreifen, ggf. auszubauen und gemeinsam neue Projekte im Themenfeld „Integration durch Bildung“ für die Stadt Worms anzustoßen.

Wie kann man diesen Prozess unterstützen?

Bitte denken Sie das Thema "Bildungskoordination für Neuzugewanderte" in Ihrer Arbeit mit. Vielleicht möchten Sie mich anrufen, ansprechen oder die Vorstellung in einem Ihrer Netzwerke anregen. Meinerseits werde ich zu verschiedenen Projektgruppen einladen. 

Ich würde mich sehr freuen, wenn wir gemeinsam versuchen könnten, gleichberechtigte Teilhabe an unserem Leben in Deutschland und Bildungsgerechtigkeit für alle zu ermöglichen.

Katja Meyer-Höra, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte der Stadt Worms 
Katja Meyer-Höra, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte der Stadt Worms

Ihre Ansprechpartnerin

Bei Fragen, Anregungen oder Wünschen wenden Sie sich gerne an die Bildungskoordinatorin im Bildungsbüro:  

Kontakt

Info-Button

Katja Meyer-Höra

Telefon: 0 62 41 / 8 53 - 40 04

E-Mail Kontaktformular

Über mich

Als Germanistin habe ich zuvor den Fachbereich Deutsch der Volkshochschule Worms geleitet. Es ist mir seit Jahren berufliches Ziel und ein persönliches Anliegen, gleichberechtigte Teilhabe an Bildung und Gesellschaft für alle (neu) zugewanderten Menschen zu ermöglichen. Hier sehe ich Sprache als zentralen Motor. Vom Spracherwerb ausgehend müssen weitere Bildungsangebote folgen, die den Einstieg in Arbeit ermöglichen.

 
 

Angestoßene und begleitete Projekte 

Abschluss der SchauSelbstTour mit Oberbürgermeister Michael Kissel (rechts außen) und Lehrer Michael Steiner (hintere Reihe, 3.v. rechts)
Abschluss der SchauSelbstTour mit Oberbürgermeister Michael Kissel (rechts außen) und Lehrer Michael Steiner (hintere Reihe, 3.v. rechts)

 "Schau-selbst"-Ferienkurs für neu zugewanderte Jugendliche  

Neues Format der Berufsorientierung  

Die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Katja Meyer-Höra und die Beauftragte für Migration und Integration Sabine Müller haben zusammen für neu zugewanderte Jugendliche der Sprachklassen in den Berufsbildenden Schulen in Worms einen neuen Weg der Berufsorientierung entwickelt. Den Jugendlichen wurde während der Herbstferien ein Einblick in das deutsche duale Ausbildungssystem und in fünf unterschiedliche Berufsfelder vermittelt. Dabei konnten die Jugendlichen in Begleitung des ehrenamtlich engagierten Lehrers Michael Steiner sich erste Eindrücke über Berufe mit Fachkräftemangel verschaffen und die Verantwortlichen im Rahmen der Berufsfindung (IHK, HWK, Arbeitsagentur) kennen lernen. 

Großes Engagement und Lob von allen Beteiligten  

Dreh- und Angelpunkt war das Bildungszentrum Thilo Müller in Worms, wo die Jugendlichen an mehreren Tagen einen beruflichen Schnupperkurs absolvieren und mit den handwerklichen Materialien Holz, Farbe und Metall erste Erfahrungen sammeln konnten. Ergänzt wurde die berufliche Informationstour mit Besuchen bei der Logistikfirma Fiege und dem Malteserhilfsdienst. Vor allem in den Gesundheitsberufen sind Bewerber mit Zuwanderungsgeschichte stark nachgefragt, da sie die kultursensible Ausrichtung der Pflege nachhaltig unterstützen können. 

Pilotprojekt als landesweites Vorbild  

Diese SchauSelbstTour hat den Jugendlichen wegen der persönlichen Betreuung nicht nur zufriedene Gesichter und einen großen Motivationsschub in Richtung Schulabschluss und Ausbildung gebracht, sondern als Modell auch dazu beigetragen, die beteiligten institutionell Verantwortlichen nachhaltig einzubinden und das Projektformat vielleicht zu verstetigen. Als weiteren Input hat die Firma Fiege unter der Federführung von Michael Suden und Ronni Jankowski versprochen, zu gegebener Zeit „echte“ Bewerbungsgespräche mit den Jugendlichen als Training zu simulieren. Durch die durchgängige persönliche Begleitung der Jugendlichen durch eine pädagogische Fachkraft konnten auch Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und korrektes Benehmen angesprochen werden.