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Konversion in Worms – eine Erfolgsgeschichte

20.01.2014

Ab 1993 wurden die ersten Nutzungen der insgesamt 15 von den US-Streitkräften und der Bundeswehr militärisch genutzten Liegenschaften in Worms aufgegeben. Die Konversion, also die Umwandlung militärischer in zivile Nutzung, war eine große Herausforderung für Worms.

21 Jahre Stadtentwicklung mit vielen genutzten Chancen

„Es galt, diese Chance zur Stadtentwicklung planerisch und zukunftsorientiert umzusetzen“, so Oberbürgermeister (OB) Michael Kissel, der die klugen strategischen Weichenstellungen seines Amtsvorgängers Gernot Fischer und der Verwaltungsfachleute hervorhebt. „Mit maßgeblicher finanzieller Unterstützung des Landes und zum Teil in Kooperation mit privaten Investoren ist die Konversion sinnvoll und im Interesse der Stadt genutzt worden“, zieht OB Kissel ein vorläufiges Fazit. Die Liste der Konversionsflächen finden Sie hier.

Lediglich für zwei Liegenschaften ist die Entwicklung noch zu bewältigen: der frühere „US-Motorpool“ an der Bensheimer Straße und das ehemalige Bundeswehr-Depot in Pfeddersheim. Mit der ehemaligen Bundeswehrliegenschaft wurde Ende letzten Jahres das letzte ehemalige Militärgelände von der Stadt Worms erworben. Derzeit betreibt die Verwaltung ein Interessenbekundungsverfahren, um leistungsfähige Investoren für den Erwerb und die Entwicklung zu einem attraktiven Wohngebiet zu gewinnen. Für den bereits erworbenen „US-Motorpool“ hat der Stadtrat die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen, um dort Bedarfsparkplätze für Großveranstaltungen auf dem Festplatz schaffen zu können. Allerdings gibt es für dieses Gelände auch Nutzungsinteressen der DiTiB-Gemeinde.

Auf den 13 nahezu komplett umgenutzten Flächen konnten nachhaltige Entwicklungen für Bildungseinrichtungen, Dienstleistungs- und Gewerbenutzungen, Wohnen und Versorgung erreicht werden. OB Kissel erinnert an den Erwerb und die Modernisierung der Westend-Grundschule und an die Erweiterung der Fachhochschule als wichtige bildungspolitische und städtebauliche Elemente. Herausragend sei auch die Umwandlung der Taukkunen-Kaserne in die „Prinz-Carl-Anlage“ mit dem gelungenen Branchenmix aus Hotel, Dienstleistungsangeboten und Vereins- und Kultureinrichtungen. Eine ausgezeichnete Entwicklung nimmt nach Ansicht des Oberbürgermeisters auch das Liebenauer Feld (frühere „Thomas-Jefferson-Village“) mit den verschiedenen Facetten von Wohn- und Dienstleistungseinrichtungen. Auch das „WEP“, der Wormser Einkaufspark auf dem früheren Ruinengelände an der Schönauer Straße, habe das Stadtbild bereichert und ein zentrumsnahes Fachmarktangebot ermöglicht, fährt OB Kissel fort.

„Die Stadt hat jede Chance einer Umnutzung und Aufwertung konsequent genutzt“, erklärt Michael Kissel weiter und verweist unter anderem auf die Übernahme der US-Sporthalle (heute „Nikolaus-Doerr-Halle“) an der Mainzer Straße ebenso wie auf das Gründerzentrum in Pfeddersheim oder die Nutzung des Geländes an der Monsheimer Straße für den städtischen Bauhof. „Auch mutige Investoren haben etwas gewagt und eine Reihe kleinerer Liegenschaften übernommen und entwickelt“, freut sich OB Kissel.

Im Laufe der Konversion in Worms sind für insgesamt etwa 21 Millionen Euro Grundstücke vom Bund an private Investoren und Entwickler sowie an die Stadt Worms verkauft worden, teilt Ulrich Vollbracht vom Bereich 7 - Stadtentwicklung mit, der die Konversion als Beauftragter der Stadt Worms jahrelang begleitet hat.

Doch alleine der Grundstücksumsatz macht den Prozess der Konversion für die Stadt Worms nicht aus. Vielmehr sind auch die dadurch entstehenden Impulse für die heimische und regionale Wirtschaft als belebendes Moment willkommen gewesen. Der OB schätzt die durch private Investoren und die Stadt getätigten Investitionen auf eine Summe von mehreren hundert Millionen Euro. „Eine enorme wirtschaftliche Wertschöpfung wurde in Gang gesetzt, vor allem sind dadurch auch viele neue Arbeitsplätze entstanden“, hebt der Oberbürgermeister als weitere Gewinne der Konversionspolitik hervor.


Erfahren Sie hier mehr über die Konversion in Worms