Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
Schriftvergrößerung
AAA

Konversion "Liebenauer Feld"

Die amerikanische Wohnsiedlung "Thomas-Jefferson-Village" wurde 1999 von den amerikanischen Streitkräften an die Bundesrepublik Deutschland zurückgegeben. Von der Stadt Worms wurde das Gelände der Schule erworben und die Westend-Grundschule dorthin verlagert. Das übrige Gelände wurde 2002 von der Liebenauer Feld GmbH gekauft.

 
 
 

Bebauungsplan

Die Stadt Worms erstellte einen Bebauungsplanes für das Gebiet. Hierzu wurde zunächst vom Büro Müller, Benzing und Partner, Esslingen ein städtebaulicher Entwurf erarbeitet. Ebenfalls wurden vorbereitender Untersuchungen durchgeführt, anhand derer die Ausweisung eines Sanierungsgebietes geprüft werden sollte. Diese Arbeiten wurden vom Büro Göttnauer und Partner, Schlüchtern-Ramholz durchgeführt.


Erste Leitlinien

Ziel der Planungen war es, das Liebenauer Feld als attraktives Wohngebiet zu entwickeln. Hierzu wurden im Vorfeld von Seiten der Stadt folgende erste Leitlinien erarbeitet:

  • Erhaltung und Aufwertung der grünen Freiräume
  • Aufwertung und verkehrsberuhigter Ausbau der Straßenräume
  • Abrundung durch Neubebauung entlang der Bebelstraße


Voraussetzungen

Die Rahmenplanung ging insbesondere von folgenden Voraussetzungen aus:

Gebäudeabbruch, Schadstoffsanierung:

Die Gebäude entlang der Bebelstraße (ehemals PX-Laden, Verwaltung, Tankstelle, Club und Appartmentgebäude) und nördlich der Von-Steuben-Straße wurden abgebrochen. Dadurch wurde es möglich, diese Bereiche entsprechend der städtebaulichen Zielvorstellungen neu zu ordnen und differenzierte Wohnangebote zu machen. Die übrigen Gebäude wurden saniert, dabei insbesondere vorhandene Schadstoffe (z.B. Parkettkleber) beseitigt und modernisiert.

Verkehr:

Bebelstraße und Von-Steuben-Straße haben die Funktion von Hauptverkehrsstraßen. Hierzu wurde die Bebelstraße verbreitert und die Von-Steuben-Straße verlängert, an den Bahnhof angebunden und über die Brunhildenbrücke mit der Innenstadt verbunden. Beide Straßen haben zwei Fahrspuren und beidseitig jeweils Radwege, Parkstreifen und Bürgersteige erhalten. Die vorhandenen Bäume wurden zu Alleen ergänzt. Alle übrigen Straßen im Gebiet haben lediglich Erschließungsfunktion. Um Durchgangsverkehr zu vermeiden sind verkehrsberuhigende Maßnahmen mit niveaugleichem Ausbau geplant.

Bebauung:

In der Würdweinstraße standen bis vor langem noch drei Wohnblöcke aus den 50er Jahren. Diese wurden nacheinander abgerissen und an ihrer Stelle 100 neue Sozialwohnungen erbaut, da sich der Neubau gegenüber einer Sanierung als günstiger erwies.

Weiterhin sind in der Von-Steuben-Straße das neue Verwaltungsgebäude der Wohnungsbau, ein Kindergarten und verschiedenen Wohnhöfen entstanden.

An der Ecke zur Bebelstraße entstand das emporwachsende Ärztehaus, das auf 5500 Quadratmetern eine barrierefreie Praxislandschaft bietet.

Auch das große Eckgelände zwischen Liebenauer- und Bebelstraße wird jetzt mit einem Seniorenzentrum und einem Supermarkt geschmückt.

Für die Brachflächen an der Ecke Von-Steuben- / Seidenbenderstraße wurde das Projekt „Stadtvilla“ geplant und umgesetzt.  Aber egal ob „Stadtvilla“, Energieeffizienzhaus, Lebenszyklushaus oder Eigentumswohnung hier im Liebenauer Feld ist für jeden das richtige dabei.

All diese Neubauten sind an das Nahwärmenetz angeschlossen, das von der Liebenauer Feld. GmbH und von EWR betrieben werden. Gesteuert wird alles im „Green Office“ in der Liebenauer Straße.

Für die inneren Erschließung des Wohngebiets zwischen Bebel- und Von-Steuben-Straße wurden zwei Straßen, ein Rad- und Fußweg sowie eine komplette Kanal-Neuverlegung von der Liebenauer Feld GmbH in Angriff genommen.

Der Fuß- und Radweg, auch Sickingenweg genannt, kommt vom Seniorenwohnheim Casa-Reha im Norden des Liebenauer Felds und führt zwischen Ärztehaus und Wohnungsbau-Verwaltung auf die Von-Steuben-Straße. Gleichzeitig dient er auf einem kurzen Stück als Zufahrt zu den neuen Tiefgaragen beider Gebäude sowie zu den neu erstellten Kurzzeitparkplätzen für Patienten. 

Auf einer der Straßenseiten wurden in diesem Zuge auch Bäume gepflanzt und die dazwischen liegenden einzelnen Parkflächen erwirbt die Wohnungsbau GmbH, die diese Stellplätze vermieten wird.

Freiräume:

Die grünen Blockinnenbereiche wurden erhalten und privatisiert, da sie nicht zur Lösung von Parkierungsproblemen zerstört werden sollten. Auch gibt es eine direkte Zuordnung von privaten Freiräumen zu den Erdgeschosswohnungen. Daneben wurde durch eine hochwertige Gestaltung der übrigen Freiflächen als private Gemeinschaftsräume eine angemessene Wohnumfeldqualität erreicht.

Ruhender Verkehr:

Je Wohnung ist ein Stellplatz auf dem Privatgrundstück nachzuweisen. Darüber hinaus ist ausreichend Parkraum für Besucher im öffentlichen Raum anzubieten. Bei der Wiedernutzung der vorhandenen Wohnungen sind grundsätzlich die Stellplätze im Straßenraum geblieben, jedoch wurden diese privat zugeordnet und gestalterisch aufgewertet.

Bei den Neubauten ist das jeweilige Parkierungskonzept abhängig von der Nutzung. Ziel war es dabei, die Stellplätze so weit wie möglich in Tiefgaragen unterzubringen.

Weitere Themen finden Sie hier:

Ärztehaus

Kindertagesstätte

Seniorenpflegeheim

Green Office

Wohnen ohne Barrieren im Grünen


Über das Angebot an Grundstücken, Häusern, Stadtvillen und Eigentumswohnungen informiert die Liebenauer-Feld-GmbH unter

www.liebenauer-feld.de