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Veranstaltungen

der Gleichstellungsbeauftragten der Stadtverwaltung Worms:

 

Equal Pay Day am 22. März 2019

Von Lohngleichheit noch weit entfernt: Aktionstand zum Equal Pay Day am 22. März 2019 am Winzerbrunnen in der Innenstadt.

Am 18. März 2019 ist es wieder soweit und Frauen haben 77 Tage umsonst gearbeitet, während Männer schon seit dem 1. Januar 2019 für ihre Arbeit bezahlt werden. Frauen in Deutschland verdienen im Durchschnitt 21 Prozent weniger als Männer. Die Ursachen für die Lohnlücke liegen unter anderem darin begründet, dass viele Frauen Berufe erlernen, die schlechter bezahlt sind, häufiger unbezahlte Sorgearbeit erledigen, sowie seltener in Führungspositionen und häufiger in Teilzeit oder in Minijobs arbeiten. Doch selbst wenn man diese Faktoren herausrechnet und Frauen und Männer vergleicht, die in der gleichen Branche und gleichen Position gleich viel arbeiten, dann ergibt sich in Deutschland immer noch eine nicht zu erklärende Lohnlücke von sechs Prozent.

Der Equal Pay Day markiert damit symbolisch den Tag, bis zu dem Frauen umsonst gearbeitet haben und ist ein bundesweiter Aktionstag, um auf die bestehende Lohnungleichheit aufmerksam zu machen.  Am 22.03.2019 von 14-16 Uhr informieren deshalb ver.di, die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen AsF und Christlich-Demokratische-Arbeitnehmerschaft CDA zusammen mit der Gleichstellungsstelle vor dem Winzerbrunnen in der Wormser Innenstadt über die vorhandene Lohnlücke. Alle Frauen und Männer sind eingeladen, sich am Aktionsstand über den Equal Pay Day zu informieren und zu diskutieren. „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit ist leider immer noch nicht Realität. Es ist wichtig, solch verlässliche BündnispartnerInnen für diesen Aktionstag zu haben. Wir glauben an Solidarität: Dass man gemeinsam etwas erreichen kann“, so die Gleichstellungsbeauftragte Melanie Schiedhelm. Die Presse ist herzlich eingeladen zu berichten.

Weitere Infos gibt es bei der Gleichstellungsbeauftragten Melanie Schiedhelm unter der Telefonnummer (0 62 41) 8 53 - 74 01 oder E-Mail an die Adresse gleichstellungsstelle@worms.de

 

Frauenpolitischer Abend am 24. Januar 2019 im WORMSER

100 Jahre Frauenwahlrecht in Worms - das bedeutende Jubiläum wurde gebührend gewürdigt

Seit 100 Jahren können Frauen wählen und gewählt werden – ein Grund zum Feiern und Innehalten, aber kein Grund sich zurückzulehnen.

Am 24.1.2019 fand deshalb im WORMSER Kultur- und Tagungszentrum ein erster frauenpolitischer Abend der Gleichstellungsstelle und dem Stadtarchiv in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz statt, der sowohl Historisches in Worms, aber auch aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen beleuchtete. Etwa 90 Personen folgten der Einladung, darunter auch viele ehemalige und aktuelle Stadträtinnen.

Denn um diese Frauen ging es an diesem Abend: Frauen, die die erkämpfte Gleichstellung nutzen, um die Gesellschaft zu verändern und die sich gesellschaftlich oder  politisch engagieren. Nach einem Glas Sekt und den schönen Klängen der Jazz Band „Get it!“ der Lucie Kölsch Musikschule, deren Jungs unter Leitung von Gary Fuhrmann für gute Unterhaltung beim Ankommen sorgten, standen die Worte der ersten Rede einer Frau im Bundestag, zitiert von Oberbürgermeister Michael Kissel, im Fokus. Nach dem Grußwort des Oberbürgermeisters im Foyer ging es weiter in den bis auf den letzten Platz gefüllten Luther/Burchardsaal, wo die Stuhlreihen mit pinken Stofftaschen bestückt waren. Die Aufschrift auf den Taschen lautete „Demokratie braucht Frauen“ und stimmte auf den feministischen Abend ein.

Zu Beginn berichtete die Gleichstellungsbeauftragte Melanie Schiedhelm anhand von Zitaten von männlichen Abgeordneten, welchen Anfeindungen Frauen in politischen Gremien ausgesetzt waren und bis heute sind. Die Historikerin Katharina Gernegroß erzählte in ihrem Vortrag über den Beginn der ersten bundesweiten emanzipatorischen Bestrebungen und deren Auswirkungen auf Worms – vom Zugang der Wormser Mädchen und Frauen zur Bildung, erste Hilfsvereine und die Gründung politischer Frauenvereinigungen. Auch über einen Verein, der sich in Worms für das Frauenstimmrecht stark machte, gab es zu berichten. Auf dem Podium diskutierten im Anschluss Frau Judith Rahner, Leiterin der Fachstelle Gender und Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit der Amadeo Antonio Stiftung und Dr. in Antje Schrupp, Journalistin, Autorin und Bloggerin. Frau Johannah Illgner ging der Leitfrage „Sind Frauen demokratischer“ als Moderatorin mit klarem Ziel auf den Grund und leitete das von den ZuhörerInnen mit Beifall begleitete Gespräch zwischen den beiden Diskutantinnen stets zielgerichtet.

Frau Schrupp vertrat den Standpunkt, dass es auch 100 Jahre nach Einführung des Frauenwahlrechts noch gewisse Antipathien zwischen dem repräsentativen Parteiensystem und Frauen bestünden und folgerte, dass (Frauen)Politik auch außerhalb von Parteien „auf der Straße“ und im öffentlichen Raum stattfinden könne. Beide Rednerinnen waren sich darüber einig, dass Gleichberechtigung noch immer nicht erreicht ist und zwar aufgrund von immer noch vorherrschenden Verhinderungsmechanismen. Frau Rahner merkte dabei an, dass wir zusätzlich in Zeiten leben, in denen bereits Erkämpftes verteidigt werden muss, damit es nicht „rückwärts“ geht. Auch das Thema Frauenquote wurde andiskutiert. Frau Schrupp argumentierte, dass ihrer Meinung nach die Quote mit problematischen Nebenwirkungen einhergeht. Zwar würden Symptome (hier im Vergleich dann die Unterrepräsentanz) bekämpft allerdings nicht die Ursache der Unterrepräsentanz von Frauen langfristig gelöst. Dementsprechend plädierte sie provokativ für eine Feministinnenquote, denn aus ihrer Sicht seien zehn Prozent Feministinnen effektiver als 50 Prozent Frauen, denen es ausreiche, lediglich dabei sein zu dürfen.

Beim Ausklang mit Getränken und Häppchen wurde die Möglichkeit mit den Diskutantinnen noch in den Austausch zu gehen, rege genutzt.

 

100 Jahre Frauenwahlrecht - Die Suffragetten kommen nach Worms

Szene aus dem Theaterstück "Suffragetten - eine kleine Anleitung zum Volkszorn"
Szene aus dem Theaterstück "Suffragetten - eine kleine Anleitung zum Volkszorn"

Am 30. November 1918 trat in Deutschland das Reichswahlgesetz in Kraft, das Frauen erstmals das aktive und passive Wahlrecht zusprach. Zu verdanken ist die Einführung des Frauenwahlrechts vielen mutigen Frauen, die sich (nicht nur in Deutschland) bereits um die Jahrhundertwende in Vereinen organisierten und für das Frauenstimmrecht auf die Straße gingen. 

Suffragetten nannte man diese Vorkämpferinnen für das Frauenwahlrecht in der britischen Presse ursprünglich abfällig, doch die mutigen Frauen schafften es, die verächtlich gemeinte Bezeichnung zu vereinnahmen und nannten sich schlicht selbst so.

 

Suffragetten - eine kleine Anleitung zum Volkszorn

Anlässlich der Geburtsstunde des Frauenwahlrechts vor knapp 100 Jahren veranstaltet die Gleichstellungsstelle einen Theaterabends am Freitag, den 21. September 2018 um 20 Uhr im LincolnTheater Worms.

In "Suffragetten - eine kleine Anleitung zum Volkszorn" entführt das Ensemble der Gassensensationen aus Heppenheim an der Bergstraße die Zuschauerinnen und Zuschauer in die Geschichte der ersten weiblichen Volksbewegung und weit darüber hinaus. 

Erzählt wird die Geschichte der zunächst bürgerlich konservativen, später aber immer militanter werdenden Frauenrechtlerinnen, die vor einhundert Jahren in England für das Frauenwahlrecht und für bessere Lebensbedingungen der Frauen kämpften und am Ende zur Keimzelle der Emanzipationsbewegung in der ganzen Welt wurden.

In bunten, schrillen und bittersüßen Charakteren, malen die Spielerinnen und Spieler unter der Leitung von Danilo Fioriti nicht nur ein Kaleidoskop der Jahrhundertwende, sie gehen auch der Frage nach, was geschehen muss, damit ein Mensch politisch aktiv wird und beginnt, für seine Überzeugungen zu kämpfen. 

  • "Suffragetten- eine kleine Anleitung zum Volkszorn"
  • Freitag, den 21. September 2018 um 20.00 Uhr
  • LincolnTheater, Obermarkt 10, 67547 Worms
  • Eintritt: 7 €, ermäßigt 5 €, nur Abendkasse

Alle Interessierten sind herzlich zu der Veranstaltung eingeladen!

Auf der Homepage der Kampagne Endlich Frauenwahlrecht finden Sie weitere Informationen zu Veranstaltungen in Worms anlässlich der Geburtsstunde des Frauenwahlrechts vor 100 Jahren.

 

Weltfrauentag 2018 - Ausstellung "Wer braucht Feminismus?"

In der Ausstellung “Wer braucht Feminismus?” werden Motive der gleichnamigen Kampagne gezeigt. Ziel der Aktion ist es, einen Beitrag zum Imagewandel von Feminismus zu leisten. Seit 2012 sammelt die Kampagne Argumente für die soziale Bewegung, die sich für Frauenrechte und Gleichstellung stark macht.
In rund 5 Jahren sind über 2.000 ganz individuelle Statements zusammen gekommen. Einen Teil davon wird im Rahmen der Ausstellung gezeigt um mit alten Vorurteilen aufzuräumen. Denn die persönlichen Aussagen zeigen ein Bild fernab des Klischees auf. Wir laden alle ein, sich ein eigenes Bild vom Feminismus zu machen.

Die Ausstellung gastiert vom 6.-20. März 2018 im Rathaus Worms.

 

Die Ausstellungseröffnung findet am Mittwoch, den 07. März 2018 um 17.00 Uhr im Rathaus Worms, 2. Obergeschoss statt! 

Alle Interessierten sind zur Veranstaltung herzlich eingeladen!