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Louise Otto-Peters (1819-1895)

wurde in ein bürgerliches liberales Elternhaus in Meißen geboren. In der Familie wurde mit den Töchtern viel diskutiert, auch über Politik und die Rechte der Frauen.

Louise Otto-Peters, 1819-1895 Quelle: Wikimedia commons 
Louise Otto-Peters,
1819-1895
Quelle: Wikimedia commons

"Dem Reich der Freiheit werb’ ich Bürgerinnen"

Louise Otto Peters wurde 1879 in Meißen als Tochter einer wohlhabenden Familie des gehobenen Bürgertums geboren. Im Alter von 17 Jahren wurde sie Vollwaise. Schon früh begann sie schriftstellerisch und journalistisch tätig zu sein und sich für die Rechte von Arbeiterinnen einzusetzen. Dabei schrieb sie anfangs unter dem Pseudonym Otto Stern. Sie betätigte sich auch als Dichterin und war Autorin sozialkritischer Romane.

Während der Märzrevolution beschäftigte sie sich weiter mit dem Thema Frauenarbeit und gab ab 1849 ihre Frauenzeitung „Dem Reich der Freiheit werb’ ich Bürgerinnen“ heraus. Dies war der Anstoß zur Organisierung von Fraueninteressen und Frauenvereinen, die jedoch mit dem Scheitern der Revolution verboten wurden.

1865 gründete sie den „Allgemeinen Deutschen Frauenverein“ als ersten Frauenverein in Deutschland überhaupt. Ab 1866 gab dieser die Vereinszeitschrift „Neue Bahnen“ heraus. Ziel des Vereins war die Verbesserung der Bildungschancen und der Arbeitsbedingungen für Frauen. Auch die Einführung des Frauenwahlrechts war ein wichtiges Thema des Vereins. Den Allgemeinen Deutschen Frauenverein gibt es noch heute – er nennt sich seit den 1920er Jahren „Deutscher Staatsbürgerinnenverband“.

Ein halbes Jahrhundert lang war Louise Otto Peters eine der Wortführerinnen der Frauenbewegung und wurde mit der Artikelserie „Frauen und Politik“ zur politischen Schriftstellerin und Wortführerin der deutschen Frauenbewegung. „Die Teilnahme der Frau an den Interessen des Staates“ war für sie „nicht ein Recht, sondern eine Pflicht“.

Louise Otto Peters starb 1895 in Leipzig.

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