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Wie Altersarmut entsteht

Hier erfahren Sie die Gründe, warum Frauen im Alter über weniger Geld verfügen als Männer.

 
 
 

Altersarmut

Viele Menschen in Deutschland erhalten eine zu niedrige Rente, um davon leben zu können. Zukünftig wird Altersarmut noch weiter zunehmen. Frauen sind besonders gefährdet, im Alter in Armut zu leben. So erreichen Frauen in Westdeutschland nur etwa die Hälfte der Rentenansprüche der Männer – in Ostdeutschland sind es zwei Drittel. Die Gründe hierfür sind vielfältig:

Frauen sind seltener erwerbstätig

Vor allem verheiratete Frauen sind seltener erwerbstätig als Männer und verfügen damit seltener über eigene Rentenansprüche. Gerade im Falle einer Trennung ist die Situation dieser Frauen verheerend.

Das Problem des beruflichen Wiedereinstiegs

Frauen, die nach einer familiär bedingten Auszeit wieder in den Beruf einsteigen möchten, haben es oftmals sehr schwer, wieder eine Beschäftigung zu finden. Meist müssen sie erhebliche Einkommenseinbußen in Kauf nehmen. Viele Wiedereinsteigerinnen finden nur eine Anstellung im Niedriglohnsektor oder arbeiten als Minijobberinnen – und haben damit später keinen Anspruch auf Rente.

Frauen in Teilzeit

Frauen arbeiten häufiger in Teilzeit als Männer, da sie neben ihrer Erwerbstätigkeit auch noch den überwiegenden Teil der Familienarbeit leisten. So sind nur 35,5% der Vollzeitbeschäftigten in Rheinland-Pfalz weiblich – dafür aber
85,8 % der Teilzeitbeschäftigten.

Entgeltungleichheit

Frauen verdienen rund 23% weniger als ihre männlichen Kollegen. Sie zahlen damit in der Regel weniger in die gesetzliche Rentenversicherung ein als Männer und haben außerdem weniger Geld zur Verfügung, um sich eine private Altersvorsorge aufzubauen.

Damit Altersarmut zukünftig nicht zum Frauenproblem wird, müssen vor allem herrschende Rollenbilder, die Frauen die alleinige Verantwortung für unbezahlte Familienarbeit zuschreiben, überwunden werden.

Außerdem muss die Situation von Frauen im Erwerbsleben verbessert werden – denn die Armut im Alter ist nichts anderes als die Fortsetzung der existierenden Ungleichheiten zwischen den Geschlechtern im Berufsleben.



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