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Herkulesstaude (Riesenbärenklau)

Sie wird bis zu drei Meter groß, ihre weiße Blüten haben einen Durchmesser von einem halben Meter und ist ein Neueinwanderer aus dem Kaukasus – die Herkulesstaude, auch Riesenbärenklau genannt. So imposant und schön die Pflanze aussieht, so gefährlich ist sie leider auch. Im Pflanzensaft und den Drüsenhaaren sind Giftstoffe (Furucumarine) enthalten, die bei direktem Hautkontakt zu Verbrennungen führen. Aus Rötungen und Hautverfärbungen entwickeln sich meist gravierende, langwierige Hautverletzungen – ähnlich wie bei einem sehr starken Sonnenbrand. Gerade spielende Kinder sind durch Berührungen der großen Pflanze besonders gefährdet.
An Bachrändern, Böschungen, Bahndämmen, Straßenrändern und in Gärten siedelt sich die Herkulesstaude bevorzugt an.

Herkulesstaude und eine mögliche Auswirkung 
Herkulesstaude und eine mögliche Auswirkung

Situation in Worms

Im Jahr 2000 wurden im Wormser Stadtgebiet mehr als  50 Standorte der Herkulesstaude erfasst. Durch intensive Bemühungen zur Bekämpfung der Herkulesstaude durch das städtische Umweltabteilung in Verbindung mit dem städtischen Ökotrupp / Arbeitsförderbetrieb (bis zum Jahr 2010) bzw. dem Entsorgungs- und Baubetrieb Worms (ebwo) konnte eine weitere Ausbreitung der Pflanzen verhindert und viele Standorte dauerhaft ein Wiederaustrieb verhindert werden. Im Jahr 2013 breitet sie sich auf immer neuen Standorten aus. Zwar konnten durch die Bekämpfung alte Standorte von der Herkulesstaude befreit werden, jedoch hat die Pflanze durch ihre Anpassungsfähigkeit und „Intelligenz“ immer wieder neue Areale erobert.

 

Bekämpfung

Um die Ausbreitung der Herkulesstaude zu verhindern, muss bis zur stattfindenden Blüte Ende Juni bis August die Bekämpfung der Pflanze durch aushacken, ausgraben oder abmähen der Pflanze erfolgen. Wichtig ist, dass auch die Blütenstände, die zur Zeit bereits sichtbar sind, gesondert abgeschnitten und verbrannt werden. Es ist auf jeden Fall zu verhindern, dass die Pflanze sich erneut aussamen kann. Auch nach dem aushacken oder abmähen der Pflanze versucht diese durch eine Notblüte ihren Ausbreitung zu verwirklichen. Deshalb müssen mindestens alle 14 Tage die Standorte der Herkulesstaude nachkontrolliert und bekämpft werden.Ziel einer Bekämpfung muss die vollständige Beseitigung und damit Verdrängung der Herkulesstaude sein. Denn neben den gesundheitlichen Risiken für Menschen behindert die Pflanze durch ihre großen Blätter das Wachstum und die Entwicklung benachbarter Pflanzen. Die Gifte der Staude blockieren auch die Bildung von standorttypischen Vegetationen. So beeinträchtigt die Herkulesstaude auch Wiesen und sogar landwirtschaftliche Kulturen und verursacht enorme Ertragsverluste, wie dies bereits in einigen Regionen eingetreten  ist. 

Fragen zur Herkulesstaude, insbesondere die zu beachtenden Schutzmaßnahmen bei einer Bekämpfung der Herkulesstaude können gerne an die Abteilung Umweltschutz und Landwirtschaft gerichtet werden ( siehe Bürgerservie Kontakt).

Kontakt

Info-Button

Wolfgang Reich

Telefon: 0 62 41 / 8 53 - 35 05

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