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Mikroplastik

Als Mikroplastik werden Plastikstücke im Mikrometer- und Nanometerbereich bezeichnet.

Mikroplastik wird einerseits bewusst erzeugt, um es in Kosmetik- und Hygieneprodukten, wie Peelings, Zahnpasta oder Handwaschmittel einzusetzen. Andererseits entsteht Mikroplastik durch den Zerfall von Plastikprodukten und gelangt so in die Umwelt. Auch aus Fleece-Kleidungsstücken gelangen bei jedem Waschgang solche Fasern über Fließgewässer in die Meeresumwelt, da sie von den Klärwerken nicht zurückgehalten werden können.

Kunststoffe, die einmal in die Umwelt gelangt sind, können von Mikroorganismen nicht vollständig zersetzt werden. Bis zu 450 Jahre benötigen eine Kunststoffflasche oder eine Wegwerfwindel, bis sie sich zersetzt haben. Mikroplastikpartikel werden zwar kontinuierlich kleiner, aber nicht vollständig abgebaut. Deshalb wird weltweit eine Anreicherung von Kunststoffen an Stränden, in den Weltmeeren und Sedimenten beobachtet.

Umweltgifte, die sich im Wasser befinden, reichern sich auf der Oberfläche der Mikroplastikteilchen an. So lassen sich an den Partikeln hundertmal höhere Konzentrationen als im Meerwasser messen. Die Partikel werden dann samt Schadstoffen von den Meeresorganismen (Seehunde, Fische, Muscheln,...) mit ihrer Nahrung aufgenommen. Im Magen-Darm-Trakt können diese Schadstoffe wieder freigesetzt werden und Einfluss auf den Organismus nehmen.

Mikroplastik wird auf Produkten bei den Inhaltsstoffen aufgelistet und hat die Bezeichnungen PE, PP, PET, Nylon-12, Nylon-6, PUR, EVA, AC, ACS oder P-7. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) hält einen Einkaufsführer zum Thema Mikroplastik bereit.

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