Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
Schriftvergrößerung
AAA

Zukunftswerkstatt "Soziale Stadt-Grüne Schiene"

19.11.2014

Die Stadtentwicklung beschreitet beim Projekt "Soziale Stadt - Grüne Schiene" Wege, die unter anderem das "Wohngefühl" bei den Einwohnern verbessern sollen.

Zu Beginn des Nachmittags versammelten sich alle auf der Terrasse des Wormser Tagungszentrums und ließen Luftballons zur Aktion steigen. 
Zu Beginn des Nachmittags versammelten sich alle auf der Terrasse des Wormser Tagungszentrums und ließen Luftballons zur Aktion steigen.
Blick in eine der Arbeitsgruppen unter der Leitung von Andrea Pinten (2.v.l.) vom Bereich 6 - Planen und Bauen der Stadtverwaltung Worms. 
Blick in eine der Arbeitsgruppen unter der Leitung von Andrea Pinten (2.v.l.) vom Bereich 6 - Planen und Bauen der Stadtverwaltung Worms.

Multiplikatoren diskutieren in Workshops

„Das Projekt ,Soziale Stadt – Grüne Schiene’ kann wahrlich als Jahrhundertprojekt für die Stadtentwicklung bezeichnet werden. Es kann Entwicklungen anstoßen, die nicht nur das Wohngefühl, sondern das gesamte Miteinander der Bewohner verbessern können“, verdeutlichte Oberbürgermeister Michael Kissel die Relevanz des Projekts „Soziale Stadt - Grüne Schiene“ in seinem Grußwort zur Zukunftswerkstatt. Die Zukunftswerkstatt folgte nun auf die beiden Auftaktveranstaltungen Anfang Oktober. 

Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft hatte die Stadt ins Wormser Tagungszentrum eingeladen, Multiplikatoren aus Vereinen, Glaubensgemeinschaften und Institutionen, die in vier Workshops die Ideen und Gedanken aus den Auftaktveranstaltungen sondieren und verfestigen sollten. „Wir benötigen Sie, damit das Projekt gelingen kann“, betonte Thomas Rudolph, Leiter des Bereichs 6 – Planen und Bauen, in dem das Projekt angesiedelt ist. 

Aufgabe der Multiplikatoren sei es, die vielen tausend Bürger der beiden Quartiere zu vertreten, aber auch die Ergebnisse zu den Bürgern zurückzutransportieren. „Und vielleicht können Sie auch heute schon erste Maßnahmen skizzieren“, ermunterte Rudolph die Teilnehmer.
Die erarbeiteten Ziele werden, wenn sie alle ausgearbeitet sind, in einem integrierten städtebaulichen Handlungskonzept münden.

 

Entwicklung der Quartiere erläutert

Zum besseren Verständnis der Entwicklung der Quartiere skizzierte Dr. Gerold Bönnen, Leiter des Stadtarchivs, deren Historie. Das Neuhauser Gebiet entlang der Bahnschienen sei erst in den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts in den Blick der Stadtplaner geraten. Entstanden sei schließlich aufgrund einer hohen baukulturellen Leistung eine sehr hochwertige Wohnbebauung. Eine solch systematische Planung habe es im Nordend nicht gegeben, erläuterte der Historiker. 

Aufgrund dessen lasse sich eine grundsätzlich unterschiedliche Entwicklung der Bebauung im westlichen und im nördlichen Bereich der Schienen feststellen. „Die Befunde kann ich mit meiner Sicht von außen bestätigen“, betonte Klaus-Dieter Aichele vom Landschaftsarchitekturbüro Bierbaum-Aichele. Darüber hinaus habe er jedoch auch feststellen können, dass in den Quartieren bereits gute Arbeit geleistet würde.

Fachbereichsübergreifende Besetzung

Dr. Sven Fries vom Büro Stadtberatung Dr. Sven Fries hob die Bedeutung der fachbereichsübergreifenden Besetzung des Projekts hervor. „Sie ist unerlässlich, um eine Ganzheitlichkeit zu erreichen.“ Bisher habe das Projekt viel Unterstützung erfahren, die nun gestartete Bürgerbefragung sei ein weiteres wichtiges Element. Denn seit Freitag verteilt die Stadt Fragebögen an die Bewohner der betroffenen Quartiere. Damit hat jeder ab 13 Jahren selbst die Möglichkeit, seine Wünsche und Anregungen für das Projekt zu äußern. 

„Wir wünschen uns einen offenen und kommunikativen Prozess“, machte Dr. Friess deutlich, dessen Büro in sieben Städten in ganz Rheinland-Pfalz tätig ist. Das Projekt müsse strategisch gesehen werden, es gelte, nicht nur eigene Interessen zu berücksichtigen, nur so ließen sich Erfolge erzielen, gab er den Teilnehmern mit auf den Weg. Als möglichen Leitfaden für die anschließende Diskussion in den Workshops warf er die Frage in den Raum, ob eine stärkere Verzahnung der beiden Quartiere sinnvoll sei oder nicht.

Workshops mit vier unterschiedlichen Themenblöcken

Wir sind gerne dazu bereit, dieses Projekt zu stemmen, denn damit können die Zukunftsaussichten der dort lebenden Menschen erheblich gesteigert werden, betonte der Oberbürgermeister. Ausgestattet mit jeder Menge Hintergrundinformationen begaben sich die Teilnehmer schließlich, nach der Vorstellung des dank der Jugendlichen des Hauses der Jugend gewachsenen Stadtteilmodells, in die vier Workshops. 

Bearbeitet wurden dort die Themengebiete „Bildung, Wirtschaft und Arbeit“, „Städtebauliche Infrastruktur und Wohnen“, „Ideen für frei werdende Bahnflächen“ sowie „Zusammenleben und Quartiersmanagement“, moderiert wurden die Gruppen von Tobias Schasse, Volker Roth, Jutta Below, Klaus-Dieter Aichele, Guido Frohnhäuser, Christine Ripier-Kramer und Elisabeth Gransche.