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V-DSL Ausbau in Worms

18.12.2014

In Worms ist schnelles Internet bereits seit vielen Jahren Standard. Jetzt erhält die Stadt einen „Datenturbo“: V-DSL mit bis zu 100 Mbit/S.

Von links nach rechts: Lars Heidecke, Gerd Schäfer (beide Telekom), Oberbürgermeister Michael Kissel, Volker Roth (Stadtentwicklung) und Daniel Körbel (Internetbeauftragter) stellen die DSL-Ausbaupläne für das Stadtgebiet vor. 
Von links nach rechts: Lars Heidecke, Gerd Schäfer (beide Telekom), Oberbürgermeister Michael Kissel, Volker Roth (Stadtentwicklung) und Daniel Körbel (Internetbeauftragter) stellen die DSL-Ausbaupläne für das Stadtgebiet vor.

Stadt Worms erhält einen „Datenturbo“

Die Zeiten von langsamen ISDN-Modems sind längst Geschichte, die Datenübertragung wird immer schneller und auch das Nutzerverhalten ändert sich kontinuierlich. Das Internet ist für viele Menschen heute ein ständiger Begleiter, ob zu Hause, auf der Arbeit oder unterwegs, immer mehr Bürger sind dauerhaft „online“.

Auch Kommunen müssen sich auf diesen Wandel einstellen, um als Standort attraktiv zu bleiben. In der Stadt Worms ist schnelles Internet bereits seit vielen Jahren ein Thema. Jetzt erhält die Stadt einen „Datenturbo“. 

Im Rahmen einer Pressekonferenz stellten Oberbürgermeister Michael Kissel, der Bereichsleiter der Stadtentwicklung Volker Roth, Internetbeauftragter Daniel Körbel sowie Gerd Schäfer und Lars Heidecke von der Deutschen Telekom die Pläne für den Datenausbau vor.

 

"Die Stadt fit machen für das 21. Jahrhundert“

„Wir wollen die Stadt auch kommunikationstechnologisch fit machen für das 21. Jahrhundert“, machte OB Kissel deutlich. Das Zeitalter sei geprägt von „Megatrends“: dem demografischen Wandel, der Globalisierung und der Digitalisierung. „Schnelles Internet ist ein Standortfaktor von höchster Bedeutung“, betonte der Stadtchef. Bereits im Rahmen des Konjunkturpakets II hatte die Stadt gehörig in den DSL-Ausbau investiert. 

„Ich bin nun froh über die Gespräche mit der Telekom, denn auf diesem Weg können wir die Datenübertragung weiter optimieren“, erklärte OB Kissel und verwies auch auf die immer weiter steigenden Zugriffszahlen auf Internetangebote. „Wir als Stadt haben unseren eigenen Internetauftritt modernisiert. Inzwischen verzeichnen wir pro Jahr zwölf Millionen Nutzer“, machte er deutlich. Internetbeauftragter Daniel Körbel stützte diese These, indem er die Entwicklungen in den letzten Jahren umriss. Auch Verwaltungsvorgänge werden inzwischen teilweise online erledigt: Im vergangenen Jahr habe die Stadtverwaltung 553.000 online-Kunden gezählt, berichtete Körbel.

Volker Roth von der Stadtentwicklung sieht seinen Bereich in zweierlei Hinsicht betroffen vom Ausbau des Datennetzes: „Wir wollen zum einen dafür sorgen, dass alle erforderlichen Genehmigungen schnell und unbürokratisch erteilt werden, zum anderen sehen wir den Ausbau natürlich als eine Stärkung des Wirtschaftsstandorts in jeder Hinsicht“, betonte er. 

Zahlen zur fortschreitenden Digitalisierung hatte auch Gerd Schäfer vom Telekom-Infrastrukturvertrieb parat. Im Jahr 2000 habe eine Stadt mit 50.000 Einwohnern zwei Terrabyte Daten verbraucht, im Jahr 2012 seien es bereits 2.000 gewesen. 

Stadt und Telekom schaffen die Voraussetzungen für moderne online-Dienste

Das Zauberwort der Telekom für schnellere Datenübertragungen heißt „Vectoring“. Im Multifunktionsgehäuse, dem Verzweiger, wird ein Vector auf die Kupferkabel aufgebracht, der die bisherige Dämpfung durch das Kupfer abschwächt. Außerdem werden die Kupferkabel – bis auf die Endstücke vom Multifunktionsgehäuse bis zum Verbraucher – durch Glasfaserkabel ersetzt. Damit soll sich das maximale DSL-Tempo beim Download auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde verdoppeln. Beim Upload sollen Geschwindigkeiten von bis zu 40 Mbit/s erreicht werden. 

„Wir erreichen mit dem neuen Angebot alle Endverbraucher, vom großen Betrieb angefangen bis zum privaten Haushalt“, so Schäfer. Damit schaffen Stadt und Telekom die Voraussetzungen für sämtliche moderne online-Dienste, bis hin zum Thema e-health, einer ärztlichen Grundversorgung über das Internet. 

Die Kosten für den Ausbau trägt die Telekom, ein „mittlerer einstelliger Millionenbetrag“ werde fällig, so Schäfer. 50 Kilometer Glasfaserkabel wird der Anbieter verlegen, 31.000 Haushalte im Vorwahl-Bereich 06241 können von dem Ausbau profitieren. Bei guter Witterung sollen die Arbeiten bereits im Januar 2015 beginnen und bis Jahresende abgeschlossen sein.

Infos und Registrierung

Die Internetseite www.dsl-worms.de informiert über den Baufortschritt. Dort können sich Interessenten auch für die Nutzung des neuen Angebots registrieren. 

„Der Ausbau ist ein Quantensprung in der Informationstechnologie und wertet unsere Stadt stark auf“, betonte Oberbürgermeister Kissel.