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Kriegsende vor 70 Jahren

31.03.2015

Der 29. März 1945 bedeutete für die Wormser das Ende des schrecklichsten aller Kriege, ein Ende des Grauens und die Befreiung von der Nazi-Gewaltherrschaft.

„Mehr als 50 Millionen Menschen haben in diesem furchtbaren Krieg ihr Leben verloren. Wir gedenken heute auch dieser unzähligen Opfer“, betonte OB Michael Kissel (Mitte). 
„Mehr als 50 Millionen Menschen haben in diesem furchtbaren Krieg ihr Leben verloren. Wir gedenken heute auch dieser unzähligen Opfer“, betonte OB Michael Kissel (Mitte).

„Heute stehen wir hier als Freunde”

„70 years ago we stood here as enemies – today we stand here as friends“: „Vor 70 Jahren standen wir hier als Feinde, heute stehen wir hier als Freunde”, umschrieb Major General Paul J. LaCamera anlässlich des 70. Jahrestags der Rheinüberquerung der vierten Infanterie Division der US-Armee treffend die Situation. In Frieden und Freundschaft waren Vertreter von Militär, Gesellschaft und Politik der Einladung der vierten Infanterie Division an den Rhein gefolgt, um an diesen bedeutungsvollen Tag zu erinnern. „Der 29. März 1945 bedeutete für die Wormser das Ende des schrecklichsten aller Kriege, ein Ende des Grauens und die Befreiung von der Nazi-Gewaltherrschaft“, blickte Oberbürgermeister Michael Kissel auf das Kriegsende in Worms zurück.

Begonnen hatte diese entscheidende Wende in der Nibelungenstadt bereits am 20. März, als die ersten amerikanischen Truppen einmarschierten. Zwar wollten Angehörige der deutschen Wehrmacht die US-Soldaten noch aufhalten, indem sie in der Nacht zum 20. März die beiden Rheinbrücken sprengten, doch in Windeseile bauen Männer des Pionierbataillons der siebten US-Armee eine Pontonbrücke über den Rhein. Am 29. März schließlich überquerten die Truppen den Strom.

 
An dieser Stelle am Rhein überquerten Männer der US-Armee am 29. März 1945 den Rhein. Für Worms bedeutet dieses Datum das Ende des Zweiten Weltkriegs.  
An dieser Stelle am Rhein überquerten Männer der US-Armee am 29. März 1945 den Rhein. Für Worms bedeutet dieses Datum das Ende des Zweiten Weltkriegs.

Mehr als 50 Millionen Opfer

„Mehr als 50 Millionen Menschen haben in diesem furchtbaren Krieg ihr Leben verloren. Wir gedenken heute auch dieser unzähligen Opfer“, so der Wormser Stadtchef. Dabei erinnerte er auch an die Opfer der Alliierten: Allein die US-Armee habe über 400.000 Kameraden verloren. Stellvertretend erinnerte der OB an den US-Soldaten Arthur G. Tollefson aus Minnesota, der bei der Überquerung des Rheins von Scharfschützen getötet worden war. „Dem Mut und der Entschlossenheit der allliierten Streitkräfte verdanken wir die Befreiung und die Erlösung von Diktatur, von Unterdrückung und von Terror. Unsere gemeinsame Verantwortung gilt heute den Werten der Demokratie: Freiheit, Frieden und Solidarität“, betonte Oberbürgermeister Kissel.

Nach einem Gebet und den beiden Nationalhymnen folgte das Wiederanbringen zweier bestickter Fahnenbänder die stellvertretend für die Erfolge der Division stehen. 
Nach einem Gebet und den beiden Nationalhymnen folgte das Wiederanbringen zweier bestickter Fahnenbänder die stellvertretend für die Erfolge der Division stehen.
 

The Army Song

Die Rheinüberquerung am 29. März 1945 sei gleichermaßen Ende und Beginn gewesen, machte auch Brigadegeneral Markus Laubenthal, Stabschef der US-Armee in Europa, die Bedeutung des Ereignisses vor 70 Jahren deutlich. „Dass wir nun heute hier alle gemeinsam stehen, beweist die tiefe Freundschaft zwischen Deutschland und den USA“, betonte er.

Nach einem Gebet und den beiden Nationalhymnen folgte die bedeutende „Streamer Ceremony“ – das Wiederanbringen zweier bestickter Fahnenbänder, die stellvertretend für die Erfolge der Division stehen. Zunächst übergab die US-Army, vertreten durch Command Sergeant Major David M. Clark, die beiden „Streamer“ an die Bundeswehr (Oberstleutnant d. R. Prof. Dr. Adrian Freiherr von Dörnberg), diese wiederum übergaben das Band an die Wormser Zivilgesellschaft, vertreten durch OB Kissel. Zur Bekräftigung der guten deutsch-amerikanischen Beziehungen gab der Stadtchef die „Streamer“ an das US-Militär zurück, bevor sie an der Flagge der Division angebracht wurden.

Mit dem „4th Infantry Division Song“ und „The Army Song“ endete die feierliche Zeremonie.

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Weitere Bilder zu der Gedenkveranstaltung an das Kriegsende finden Sie hier.