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Wormser Partnerschaft für Demokratie - Unsere Projekte

Förderlogo Demokratie leben

Durchgeführte Projekte 2016

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A0110-013: 30.01.1933 Machtergreifung - Auf den Spuren der Nazis in Worms

Der 30. Januar 1933 wird als Tag der MACHTERGREIFUNG bezeichnet. Zum Jahrestag sollte aufgezeigt werden, welche Folgen daraus in Worms entstanden sind. 

An verschiedenen Orten spürte man dem "Treiben" der Nazis nach. Ausgangspunkt war der Güterbahnhof, von dem aus die Deportation der Wormser Juden erfolgte. Weitere Stationen waren u.a. die damalige NSDAP-Stammgaststätte "Zum Summser", das Ehrenmal für die Opfer des Faschismus und verschiedene Orte von Gegnern des Nationalsozialismus. Die Rundfahrt endete an der Synagoge. 

Der kleine Rundgang, beschrieben im Buch "Auf den Spuren des Nationalsozialismus in Worms", wurde mit Rücksicht auf ältere und behinderte Interessierte mit dem "Nibelungenbähnchen" absolviert. An den einzelnen Haltepunkten gab es entsprechende Erläuterungen. Es wurde dargelegt, welche Gefahren für die Demokratie vorhanden sind und wie diese Gefahren abgewehrt werden können. Ein Hauptziel war daher BEWUSSTSEINSBILDUNG.

A0110-014:  Charity Rock Night

Zur Unterstützung von Flüchtlingen fand eine Spendenaktion in Form eines Benefizkonzerts von Nachwuchsbands statt. Ziel war es, die gesammelten Einnahmen des Konzerts an eine Wormser Organisation in der Flüchtlingshilfe, wie dem Arbeiter-Samariter-Bund, zu spenden. Als Nebenziel sollte das Interesse der Jugendlichen zum Thema Asyl in Deutschland durch die Veranstaltung geweckt und sie dabei zum Denken angeregt werden. Ebenso bot das Projekt für die jungen Bands eine gute Möglichkeit, sich selbst zu verwirklichen und mal die Gelegenheit zu bekommen, auf einer richtigen Bühne vor einem größeren Publikum zu spielen.

Bei der Maßnahme handelte es sich um das eigenverantwortliche Projekt im Rahmen eines FSJ Kultur.

A0110-015:  Chawwerusch-Theateraufführung "Gurs erinnern"

Das Theaterstück behandelt die Deportation von jüdischen Menschen aus der Pfalz und Baden, aber auch aus Worms, ins Lager Gurs in den frz. Pyrenäen. Anhand von Einzelschicksalen wird gezeigt, wie sehr diese Menschen in der Mehrheitsgesellschaft integriert waren und wie unvermittelt sie aus rassistischen Gründen daraus entfernt wurden. Das Theaterstück wird angereichert durch Schicksale von Wormser Bürgern, für die Stolpersteine verlegt wurden. In Dialogform tragen Schüler des Rudi-Stephan-Gymnasiums den Schulalltag eines deportieren Schülers vor. Aus der Biographie der Zeitzeugin Miriam Gerber (Israel) liest Marion Perera die Gurs-Passage (von ihr ins Deutsche übersetzt). In einer kurzen Ansprache wird der Bogen von der „Reichskristallnacht“, über Gurs, zur aktuellen Flüchtlingsproblematik geschlagen.

A0110-016:  Demokratieschulung durch internationale Studierende der Hochschule Worms

2015 hat die Hochschule Worms für den Verein InBiWo e.V. Studierende akquiriert, die an verschiedenen Schulungsmodulen teilgenommen haben. In den Modulen wurden die Studierenden geschult, einerseits zur Förderung ihrer eigenen Integration, andererseits zur Integration von Kindern und Jugendlichen, denen sie nun ihr Wissen weitervermitteln und somit das demokratische und vielfältige Miteinander stärken.

Entsprechende Angebote (Lernhilfegruppen, Sprach- und Kommunikationstrainings, Bewerbertrainings und offene Angebote) in den verschiedenen Stadtteilbüros nehmen überwiegend Kinder mit Migrationshintergrund wahr. Die Studierenden sollen diese Angebote personell unterstützen und so zur Integration dieser Kinder und Jugendlichen beitragen. Hierfür ist eine Aufwandsentschädigung auf Basis der Vergütung von Ehrenamtlichen vorgesehen. In den verschiedenen Gruppenangeboten sollen nach Möglichkeit immer die gleichen Personen eingesetzt und somit eine personelle Kontinuität für die Kinder und Jugendlichen garantiert werden. Weiterer wichtiger Aspekt ist, Eltern im Rahmen der Stadtteilarbeit in ihrer Erziehungskompetenz zu stärken und damit die Integration ihrer Kinder zu fördern. Die Studierenden werden hierbei entsprechend unterstützt.

A0110-017: 10 Jahre Jugendparlament - Integration und Migration

- Projekt des Jugendforums -

Mit der Maßnahme möchte das Jugendparlament mit offenen Armen neue Mitbewohner unserer Stadt empfangen und kennenlernen. Es ist wichtig, die Geschichte(n) der heterogenen Jugendparlamentarier, deren Philosophien und Sympathien sowohl Kindern und Jugendlichen, als auch neuen Mitbewohnern nahe zu bringen. Sie wollen zeigen, wie man sich integrieren kann, wenn der Wille da ist. Sie wollen zeigen, was es bedeutet, sich zu integrieren. Als Vorbilder in Sachen Integration und Migration gehen sie in Gespräche ein und machen deutlich, dass sich zu beteiligen bzw. Ehrenamt und etwas zu bewegen, Spaß macht.

A0110-018:  Kulturvermittler Worms

Das Projekt stellt eine zweigleisige Initiative zur Förderung der Integration geflüchteter Menschen und Migranten in Worms dar. Dazu wird eine Schulungsreihe für Neuankommende durchgeführt, welche geflüchteten Menschen und Migranten kurz nach ihrer Ankunft in Worms eine erste gesellschaftliche und praktische Orientierung in ihrer neuen Umgebung ermöglicht. In dieser Veranstaltung werden, nach Möglichkeit in der Muttersprache, Informationen über die Grundstrukturen des gesellschaftlichen Zusammenlebens in Deutschland, über die Relevanz der im Grundgesetz verankerten Werte und Normen, über den Umgang mit Behörden und über die Strukturen der medizinischen Versorgung vermittelt. Dies findet sowohl in den Gemeinschaftsunterkünften als auch dezentral in Schulungsräumen statt.

Um diese Schulungen erfolgreich durchführen zu können, werden in einem Blockseminar Multiplikatoren ausgebildet, die selbst aus den Sprach- und Kulturkontexten der Neuankommenden stammen und sich bereits erfolgreich integriert haben. Diese Personen werden darauf vorbereitet, die Schulungen zu leiten und dabei ihre Kenntnisse und Kompetenzen an Neuankommende weiterzugeben, als Vorbilder zu fungieren und Teilnehmer in ihrer Lebenssituation zu unterstützen.

A0110-019: Die Boosstraße und ihre Geschichte(n)

Bei der Boosstraße handelt es sich um ein Wohnviertel, das sich im Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt" befindet. Das Ziel der Maßnahme ist es, die Geschichte der Boosstraße (primär) für deren Bewohner festzuhalten, deren persönliche Geschichte in der Boosstraße darin einzubringen und so ein authentisches Gesamtbild des Viertels zu erhalten. Sekundär soll zum Abschluss des Projektes das Buch im Rahmen einer kulturellen Veranstaltung vorgestellt werden, um einer Öffentlichkeit zu präsentieren, wie das Viertel entstand und welche persönlichen Geschichten damit verknüpft sind. Dies soll auch der Stereotypisierung der Bewohner in der Außenansicht entgegenwirken. 

Damit soll erreicht werden, dass eine über Jahrzehnte währende Ausgrenzung einerseits und Abschottung andererseits aufgeweicht wird. Ein in der Außenwahrnehmung isoliertes Viertel kann so wieder näher an die Stadt rücken, Vorurteile relativiert und das Selbstbewusstsein seiner Bewohner gestärkt werden.

Ein erster von vielen Schritten zu einer „gesamtwormser“ Identität wäre gemacht, wobei darauf geachtet werden muss, entstandene Kontakte weiter zu pflegen.

A0110-020:  Aufführung: "Braun werden" - Gastspiel Chawwerusch Theater

Eine Aufführung des Stückes "Braun werden" des Chawwerusch-Theaters am 24. November. Es sensiblisiert Jugendliche (ab 14 Jahren) und Erwachsenen gegenüber rechtem Gedankengut auf humoristische Weise.

A0110-021: Gemeinsames Fastenbrechen im Ramadan

Im Gebiet der Lukasgemeinde liegen zwei Moscheen. Hier lebt ein hoher Prozentsatz von Migranten und sozial schwächer gestellten Menschen. Zusätzlich sind viele Flüchtlinge hier angesiedelt worden. Das löst immer wieder Unverständnis und Ängste aus. Eine gute Zusammenarbeit der Moscheen mit der Lukasgemeinde kann dazu beitragen, Ängste abzubauen und mehr Verständnis füreinander zu entwickeln. Im Rahmen dieser Maßnahme geschieht dies durch das GEMEINSAME Vorbereiten und Durchführen des Fastenbrechens, das erstmals nicht in den Moscheen, sondern in der breiten Öffentlichkeit als gemeinsames Fest auf dem Platz vor der Lukaskirche durchgeführt wird. Wir können voneinander lernen und die andere Religion als gleichberechtigt wahrnehmen. Mit dem gemeinsamen Essen und den Gebeten wird ein Zeichen gesetzt für Verständigung und gegen Gewalt unter den Religionen. So soll das Verhältnis der Mehrheitsgesellschaft, der Migranten und der neu dazu gekommenen Flüchtlinge nachhaltig gefördert werden. 

A0110-023:  Familien-Grillfest für Flüchtlinge / Migranten aus dem Pfortenring

In diesem Projekt geht es im Rahmen eines Grillfestes um das Kennenlernen und die Begegnung von Migranten, die im Pfortenring in beiden Asylunterkünften leben, und Menschen aus verschiedenen evangelischen Gemeinden unserer Stadt, die sich im Rahmen der evangelischen Allianz in Worms organisieren. Dieses Projekt ist die Fortsetzung eines Prozesses des gegenseitigen Kennenlernens, der im Jahr 2015 begonnen hat. In Zusammenarbeit mit Herrn Mammadov vom ASB (Betreiber der Asylunterkünfte) wird diese Veranstaltung durchgeführt. Eine weitere Zielsetzung ist der Wunsch von Herrn Mammadov, dass sich die Bewohner der beiden Asylunterkünfte begegnen und einander positiv wahrnehmen - sowohl auf der gesellschaftlichen als auch auf der religiösen Ebene. Da die Freie evangelische Gemeinde in direkter Nachbarschaft lebt, werden einzelnen Bewohner schon seit längerem persönlich begleitet. Ein weiterer Gedanke ist, im Anschluss an das Projekt ein dauerhaftes Begegnungscafé einzurichten, in dem entstandene Kontakte vertieft und weitere geknüpft werden können.

A0110-024:  In 3 Monaten mit dem Kochtopf um die Welt

- Projekt des Jugendforums -

Interkulturelle Kochgruppen (Jugendliche des BDKJ und junge Flüchtlinge) kochen gemeinsam Gerichte aus dem Heimatland. Hierzu gibt es ein Vortreffen und drei Kochgänge. Im Anschluss wird daraus ein Kochbuch erstellt. Ziel ist es, verschiedene Kulturen durch Kochen zu vermitteln.

A0110-025: Begegnungen mit dem Camp Rivesaltes / Flucht Gestern und Heute

Thema sind die weltweiten Fluchtbewegungen, die zur Zeit des NS des zweiten Weltkriegs stattfanden und auch in der Gegenwart eine große politische Bedeutung mit der Gefahr des Auseinanderbrechens Europas bekommen. Die historischen Dimensionen werden am Beispiel des Internierungslagers Rivesaltes in Südfrankreich während des zweiten Weltkriegs dargestellt. Dort wurden Flüchtlinge aus ganz Europa, viele Juden und andere Verfolgte des Naziregimes interniert. Von dort flüchteten sie weiter, meist in die USA. 

Eine Ausstellung mit Fotos von Rivesaltes (1994-2016) begleitet die Ausstellung von Frau Friedemann. Die derzeitige Flüchtlingssituation wird in einem zweiten Vortrag an Beispielen vor Auge geführt und von einem ehemaligen Flüchtling anhand biographischer Ausführungen erläutert. Die Fluchtwege führen heute nach Europa, um politischer Verfolgung oder einer anderen lebensbedrohlichen Situation in ihrer Heimat zu entkommen. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einer Diskussion. Finissage am 04.11.2016 mit dem Dokumentarfilm "Flucht Gestern und Heute" mit anschließender Diskussion.

A0110-027: Dich schickt der Himmel

- Projekt des Jugendforums -

Jugendliche begeben sich in Unterkünfte, Treffpunkte, Cafes etc. und verteilen dort bis zu 1.000 speziell designte Anstecker an Flüchtlinge. Diese geben die Anstecker weiter an Menschen, die ihnen geholfen, ein Gefühl von zuhause gegeben oder Freundschaft angeboten haben. Es ist eine Möglichkeit des Dankeschöns, auch wenn man kein Deutsch spricht, nicht lesen und schreiben kann, keine eigenen Besitztümer hat und es mit einem Lächeln nicht getan ist. Begleitet werden soll die Aktion mit einer Homepage, auf der über Erfahrungen mit dieser Aktion berichtet wird. Dabei muss dies nicht auf Flüchtlinge beschränkt bleiben, bei positiver Erfahrung ist eine Ausweitung vorstellbar.

A0110-028: Sprachmittler Worms

Im Projekt Sprachmittler Worms werden zweisprachige Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in einer kostenlosen Basisschulung darauf vorbereitet, durch kultursensibles Dolmetschen eine effektive Kommunikation mit fremdsprachigen Personen im Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesen zu ermöglichen. Anschließend sind sie zunächst ehrenamtlich tätig und erhalten von der Einrichtung, die sie unterstützen, eine Aufwandsentschädigung.

Die Schulung umfasst 90 Stunden und setzt sich aus den Modulen Sprache, Kultur und Gesellschaft sowie Sachkompetenzen zusammen. Neben Techniken des professionellen Dolmetschens und Fachsprache werden Teilnehmer für die gesellschaftliche Bedeutung von Zuwanderung (In-/Exklusion, Diskriminierung etc.) sensibilisiert und durchlaufen ein interkulturelles Training. Daneben werden Grundlagen des Sozial-, Bildungs- und Gesundheitswesens vermittelt.

Ziel ist die Versorgung anderssprachiger Klienten durch die Regeldienste zu verbessern und Teilhabe zu ermöglichen, indem Sprachbarrieren und kulturelle Missverständnisse abgebaut werden. Darüber hinaus sollen die Sprachmittler unterstützt werden, durch Inklusionsarbeit aktiv eine offene Gesellschaft mitzugestalten und Neuankommende durch ihr Beispiel zu ermutigen.

A0110-029: Afghanischer Abend in Worms

Am afghanischen Abend stellen geflüchtete Afghanen Aspekte ihres Lebens und ihrer Kultur vor. Er soll für alle interessierten in Worms offen sein und richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Ziel ist es, Raum für interkulturelle Begegnung zu schaffen, um bei afghanischem Essen, Musik und Tanz gegenseitige Vorurteile abzubauen. 

Wichtigster Programmpunkt sind die persönlichen Geschichten, die einige Geflüchtete zur politischen Situation im Heimatland, ihrer Flucht und ihrer Situation in Deutschland vorbereitet haben. Damit soll auf die Lage in Afghanistan aufmerksam gemacht und gezeigt werden, dass das Land vielseitiger ist als die überwiegend negative Darstellung in den Medien. Diese Personen sollen dabei bestärkt werden, ihre Zukunft aktiv zu gestalten und am politischen Diskurs sowie der Gestaltung einer offenen Gesellschaft teilzunehmen, womit sie auch als Beispiel für Geflüchtete anderer Herkunft gelten können. 

Begleitet wird das Projekt durch einen ehrenamtlichen afghanisch-stämmigen Kulturvermittler (siehe A0110-018).

A0110-030: Interkulturelle Beispiele musikalischer Integration

Ein Konzert mit geflüchteten Musikern unter der Leitung von Heinz Ratz, die größtenteils in Flüchtlingsunterkünften leben. Musiker, die in ihrer Heimat vielleicht bekannt geworden wären und aufgrund der politischen Verhältnisse fliehen müssten. Während des Konzertes berichtet der Projektleiter über Begegnungen mit Geflüchteten während der vielen Aktionen und der Besuche in Unterkünften. Die geflüchteten Musiker und deren deutsche Mitmusiker stehen nach dem Konzert für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Es findet am 5. Dezember in der Nibelungen Realschule Plus statt und richtet sich an deren SchülerInnen, die zum Teil selbst Fluchterfahrung haben. Die Akzeptanz und die Neugier auf die gezeigten positiven Ergebnisse vollzogener Integration durch das Mittel der Musik dienen als gutes Beispiel. Die Frage "Wie kann ich das schaffen?" wird auf eine andere Ebene gehoben. Sowohl Flüchtlinge als auch alle anderen können aus der Begegnung für sich Optionen zur Lösung der obigen Kernfrage ableiten. Die Frage und Diskussionsrunde ermöglicht direkten persönlichen Kontakt.

Durchgeführte Projekte 2015

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A0110-001: Polit-Talk im Wormser Norden

In einer Talk-Runde / Anwohnerversammlung kamen Kommunalpolitiker und Menschen aus dem Wormser Norden zusammen, um sich mit Meinungen und Entscheidungen auseinanderzusetzen. Vorurteile zu Politik und Gesellschaft sollten dabei abgebaut, politische Entscheidungen erläutert, aber auch Kritik und Wünsche geäußert werden. Die Öffentlichkeit wurde eingeladen mit dem Slogan: "Der Wormser Norden - Gestern - Heute - Morgen Wo drückt der Schuh?" Nach kurzen Vorträgen wurden in drei Gesprächskreisen ausgiebig Probleme erörtert und Ideen gesammelt. Einbezogen waren neben dem Sozialdezernenten auch der Oberbürgermeister. Die Veranstaltung fand in einem Autohaus vor Ort statt.

A0110-002: Festung Europa - hart an der Grenze

Anlässlich des Tages des Flüchtlings veranstaltete der AK Asyl und Migration unter Federführung des Diakonischen Werkes Worms-Alzey die Fotoausstellung "41.000 Kilometer Flucht" von Daniel Etter und die Lesung des Buches "Am Fuße der Festung" von Johannes Bühler. Der Lesung schloss sich ein Gespräch zur Ausstellungseröffnung an. 

Ziel der Maßnahme war es, möglichst viele BürgerInnen zu sensibilisieren für die individuellen Lebens- und Leidensgeschichten der als Flüchtlinge in und vor Europa gestrandeten Menschen. Damit wurde ein Beitrag geleistet zur differenzierten Betrachtung der als "Flüchtlingswelle" bezeichneten Fluchtbewegungen. Dies ausgehend von der Grundannahme, dass sich Menschen vom individuellen Schicksal eines Gegenübers anrühren lassen und eher bereit sind, von pauschalen Urteilen und sogenannten "Überfremdungsängsten" abzurücken. 

Im Rahmen der Ausstellungseröffnung konnten Einzelpersonen und Gruppen für die Flüchtlingsarbeit gewonnen werden, die bislang noch nicht in diesem Tätigkeitsfeld aktiv geworden sind.

A0110-003:  Für uns scheint EINE Sonne im Wormser Nordend

Kinder der Spiel- und Lernstube, der Moscheegemeinde IGMG, sowie Flüchtlinge der nahen Gemeinschaftsunterkunft fertigten unter Anleitung von Schmiedemeister Joachim Harbut ein gemeinsames Werkstück an (aus mehreren Einzelteilen bestehende Sonne). In diesem Projekt stärken Kinder durch handlungsorientiertes Arbeiten und Lernen ihre sozialen und interkulturellen Kompetenzen, sowie durch Diskutieren über die Projektinitiative, unterschiedliche Arbeitsschritte, oder auch Probleme, auch das selbständige Denken und Lernen. Dies führt zu einer deutlichen Verbesserung der Sprachkompetenz und schafft ein Verständnis von Akzeptanz des Anderen. Das Erlernen von Selbstorganisation innerhalb der Gruppe setzt Energien zur Stärkung des Selbstwertgefühls, zur Organisation und Konfliktbewältigung frei und schafft somit die Basis für Partizipation, Toleranz, Integration und Demokratie. 

Das fertige Werkstück wurde 2016 an einer Hauswand im Wohngebiet angebracht. Aus ihren ebenfalls geschmiedeten „Zauberstäben“ haben die Kinder außerdem eine zweite Sonne angefertigt, die im Spielzimmer einer neuen Flüchtlingsunterkunft einen Platz finden soll.

A0110-004: Asylmonologe

Die Maßnahme hatte das Ziel, für die Flüchtlingsthematik zu sensibilisieren. Das 90-minütige Theaterstück "Asylmonologe" des Vereins "Bühne für Menschenrechte" fand im Rahmen des "POP UP Worms - Festival für junge Kultur, neue Perspektiven & andere schöne Dinge" statt und behandelte die individuellen Geschichten dreier Asylbewerber. Im Anschluss an die Vorführung berichteten zwei in Worms lebende Flüchtlinge von ihren Erfahrungen und ihrer Flucht bis nach Worms, dem sich ein offener Dialog mit dem Publikum anschloss.

A0110-005: Integration durch Musik

Die Maßnahme brachte 10 Asylsuchende und 10 Deutsche im Wormser Norden in einem Trommel-Workshop durch gemeinsames Musizieren zusammen. Auf Basis des gemeinsamen Interesses an Musik begegnete man sich auf Augenhöhe und erreichte am Ende zusammen etwas, ein Konzert vor ebenfalls gemischtem Publikum. Im Umfeld der Lukaskirche lebt ein hoher Prozentsatz von Migranten und sozial schwächer gestellten Menschen, die durch dieses Projekt Vorurteile und Ängste in der Begegnung mit Flüchtlingen durch die eigene Teilnahme oder durch den Besuch des Konzerts abbauen konnten. So wurden auch persönliche Kontakte als nachhaltige Erlebnisse ermöglicht.

A0110-006: Was tun damit's nicht brennt

Unter dem Eindruck von bundesweiten Anschlägen auf Flüchtlingsunterkünfte brachte diese Maßnahme demokratische Initiativen, Organisationen, Parteien und Einzelpersonen, die gegen Rassismus eintreten und Flüchtlingen in Worms zur Seite stehen, zusammen. Unter dem Titel "Was tun damit's nicht brennt" wurden Formen der Vernetzung und Handlungsschritte eruiert. Inputs gab es durch den gleichnamigen Leitfaden der mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus Berlin sowie von verschiedenen Referenten.

A0110-007: Demokratieschulung für internationale Studierende der Hochschule Worms

Im November und Dezember 2015 wurden internationale Studierende (vorzugsweise Erstsemester) der Hochschule Worms in verschiedenen Modulen, u.a. zum besseren Verständnis der deutschen Gesellschaftsstrukturen, geschult. Ziel ist es, den Studierenden den Einstieg in die deutsche Gesellschaft zu erleichtern und für gesellschaftliche Problemstellungen zu sensibilisieren. So gerüstet, sollen diese ab 2016 mit ihren eigenen Lebenserfahrungen und den erlernten Kenntnisse auch als Multiplikatoren mit Vorbildfunktion gegenüber Kindern- und Jugendlichen in der ehrenamtlichen Stadtteilarbeit agieren. Die einzelnen Lernmodule waren: 

1) Umgang mit Kindern/Jugendlichen in Gruppen; 
2) Interkulturelles Verständnis/Kommunikation;
3) Konfliktlösungsstrategien; 
4) Vermittlung demokratischer Grundwerte;
5) Grundprinzipien der demokratischen/gesellschaftlichen Grundordnung der BRD;
6) Vorbereitung auf den späteren Einsatz als Referent/in mit Sensibilisierung auf die Lebenswelt der zu betreuenden Kinder und Jugendlichen.

A0110-009: Buntes Treiben - Flagge zeigen / Helfen statt Hetzen

Ein Benefizkonzert im Wormser Theater mit verschiedenen Künstlern zwei Tage vor Weihnachten, dessen Erlös vollständig zur Finanzierung von Sprachkursen für Asylbewerber und Migranten verwendet wurden. Unter den rund 600 Besuchern befanden sich auf Einladung auch ca. 150 Asylbewerber. Es gab eine breite und gute Berichterstattung sowie großes positives Feedback. Die Stadt Worms unterstützte das Projekt durch die Übernahme der Miet- und Technikkosten, die Künstler traten ohne Gage auf. Restkosten wurden durch die beantragten Fördermittel beglichen.

A0110-010: Worms macht die Klappe auf

- Projekt des Jugendforums -

Im Rahmen eines Wettbewerbes für Wormser Schüler und Studenten wurde die beste Drehbuchidee für einen Kurzfilm gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit gekürt. Daraus soll ein fertiges Drehbuch entstehen, das viele Jugendliche mit der Theatergruppe „Szene 9“ und anderen Schauspieltalenten gemeinsam mit dem offenen Kanal Worms verfilmen. Der fertige Film soll in Wormser Schulen und in der Kinowelt Worms ausgestrahlt werden, um der Zielgruppe Denkanstöße und einen für sie interessanten Einstieg in dieses aktuelle Thema zu vermitteln.

A0110-011: wenn wir aus der Reihe tanzen...

- Projekt des Jugendforums -

Bei diesem Tanzprojekt in Zusammenarbeit mit einer Tanzschule liegt der Fokus auf der Entwicklung von Selbstbewusstsein und dem Mut, sich auf Neues einzulassen. Dort lernten die Teilnehmenden die jeweils fremden Gegenüber in ihrer Verschiedenheit kennen und verstehen, erlebten und akzeptierten sich als Gruppe mit einem gemeinsamen Ziel, praktizierten soziale Toleranz und erfuhren am Ende aufgrund der Zusammenarbeit ein gemeinsames Erfolgserlebnis - also Demokratie im Kleinen. Dabei wurden außerdem auch Vorurteile bezogen auf Geschlecht und Verhaltensmuster thematisiert und ausgeräumt. Konkrete Bestandteile des Projekts sind 

1) Umsetzung von Tanz und Bewegungseinheiten (HipHop);
2) Gesprächsrunden und Rollenspiele zum besseren Umgang mit anderen Menschen;
3) Lernen von Benimmregeln;
4)Bewusstmachung von Vorurteilen und festgelegten Verhaltensmustern

A0110-012: ÜBERdasLEBEN oder meine Geburtstage mit dem Führer

- Projekt des Jugendforums -

Es handelte sich um ein Theaterstück vor dem Hintergrund des Dritten Reichs, das den Konflikt „Mitlaufen oder Widerstand“ thematisiert und eine anschließende Diskussionsrunde beinhaltet. In dieser Runde werden Fragen zum Stück und dessen vermittelte Inhalte beantwortet, aber auch das Programm "Demokratie leben" vorgestellt.

Kontakt

Claudia Koch
Diakonisches Werk Worms-Alzey
Fach-Koordinationsstelle Demokratie leben!
Seminariumsgasse 4-6
67547 Worms
Telefon: (0 62 41) 9 20 - 29 18  

E-Mail schreiben an claudia.koch@dwwa.de

Diakonisches Werk Worms-Alzey