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Das Storchennest im Tiergarten Worms

Seit ein paar Jahren besucht ein Storchen-Pärchen jedes Frühjahr den Tiergarten in Worms. In ihrem Nest hoch oben auf einem Turm, brüten sie ihren Nachwuchs aus und ziehen ihn auf. Per webcam können wir direkt ins Nest blicken und live mitverfolgen, wie der Nachwuchs großgezogen wird.

Verfolgen Sie mit uns die Brutsaison 2020: 

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12.5.2020 - Alle Küken tot!

Die Storchenjungen haben leider nicht überlebt, das Nest ist nun leer. Diese traurige Nachricht erreichte uns am heutigen Dienstagmorgen per E-Mail aus dem Tiergarten Worms. Ob eine Krankheit oder das kalte, stürmische Wetter gestern ursächlich war, ist derzeit noch ungewiss. Sobald wir näheres erfahren, lesen Sie es hier an dieser Stelle. 

Kein Storchenküken mehr im Nest: Alle drei Storchenjungen haben leider nicht überlebt. Von einem Tag zum nächsten, so scheint es, waren sie verstorben. (webcambild vom 12.5.2020) 
Kein Storchenküken mehr im Nest: Alle drei Storchenjungen haben leider nicht überlebt. Von einem Tag zum nächsten, so scheint es, waren sie verstorben. (webcambild vom 12.5.2020)

11.5.2020

Wie geht es unseren Küken und was wurde aus dem Nachwuchs der vergangenen Jahre? Dr. Kinzl vom Nabu Worms-Wonnegau bringt uns auf den neuesten Stand: 

"Inzwischen sind zwei Küken so gewachsen, dass man sie schon gut als kleine Störche mit langem Schnabel erkennen kann. Sie haben gute Chancen flügge zu werden. Der sehr viel kleinere Jungstorch allerdings wäre durch eine neue Kälteperiode und vor allem Regennässe stark gefährdet, schafft es wahrscheinlich auch noch.

Was ist aus den drei bis heute lebenden besenderten Wormser Störchen geworden? Dass gerade diese Wormser noch leben, ist ein Glücksfall. Von 102 in den letzten fünf Jahren besenderten Störchen leben mit Sicherheit nur noch elf. Von diesen wurden zwei ohne weitere Sendesignale dank ihrer Kennringe an den Beinen in der Pfalz wieder gesichtet. Ca. 85 sind tot.

Zwei der drei besenderten Wormser Störche ziehen jetzt überraschenderweise ihre Kreise rund um Worms. Olli ist nach einem Afrika-Aufenthalt im Senegal in Bobenheim-Roxheim. Ruby ist zurück aus Nordspanien und lebt nach einem kurzen Ausflug bis nach Nordhessen nun in den Wormser Rheinauen. Storchenmädchen Luka ist dieses Jahr, nach vorjähriger Rückkehr in die Pfalz und dann Winteraufenthalt in Andalusien, jetzt bequem in Nordspanien geblieben. Voraussagen, wo alle in ihren ersten zwei bis drei Jahren vor eigenem Nestbau bleiben werden, sind schwierig zu treffen.

Auch dieses Jahr wird wieder eine Beringung der Jungstörche erfolgen, aber keine Besenderung."

Dauerregen und kalte 6°: Unsere Störche müssen heute gegen das schlechte Wetter ankuscheln. (webcambild vom 11.5.2020) 
Dauerregen und kalte 6°: Unsere Störche müssen heute gegen das schlechte Wetter ankuscheln. (webcambild vom 11.5.2020)
Da war alles noch schön warm und gemütlich: Küken und Mama am Samstagmittag im Nest (webcambild vom 9.5.2020) 
Da war alles noch schön warm und gemütlich: Küken und Mama am Samstagmittag im Nest (webcambild vom 9.5.2020)
 

6.5.2020 - nur noch 3 Küken

Eines der kleinsten Küken hat den warmen April wohl nicht überlebt. Wir zählen nur noch drei Storchenkinder im Nest. Zwei Jungstörche sind schon recht propper, ein Junges ist deutlich kleiner. Hoffen wir, dass es seinen Geschwistern genügend Essen abjagen kann und ebenfalls kräftiger wird. Das fünfte Ei wird wohl nicht mehr ausgebrütet.

24.04.2020 - Küken Nummer vier

Im Storchennest des Tiergarten Worms ist heute das vierte Küken geschlüpft. Ein letztes Ei liegt noch im Nest.

Die Schale ist zerbrochen, ganz winzig liegt das frisch geschlüpfte Storchenküken an Mamas linkem Fuß (webcambild vom 24.4.2020) 
Die Schale ist zerbrochen, ganz winzig liegt das frisch geschlüpfte Storchenküken an Mamas linkem Fuß (webcambild vom 24.4.2020)
Mama Storch schaut nach ihrer Kinderschar, die aktuell vier Küken zählt. (webcambild vom 24.4.2020) 
Mama Storch schaut nach ihrer Kinderschar, die aktuell vier Küken zählt. (webcambild vom 24.4.2020)
 

22.04.2020 - das dritte Küken ist geschlüpft!

Vermutlich heute im Laufe des Tages ist Küken Nummer drei geschlüpft. Sichtbar erschöpft liegt es zwischen den beiden größeren Geschwistern. Nun gilt es nur noch zwei Eier auszubrüten.

das dritte Küken ist geschlüpft (webcam 22.4.2020) 
das dritte Küken ist geschlüpft (webcam 22.4.2020)

21.04.2020 - Nummer zwei ist da!

Im Storchennest tut sich etwas: Wie man auf den Schnappschüssen des Tiergarten Worms von gestern (20.04.2020) sieht, ist das zweite Küken geschlüpft - ein weiteres Ei hat heute Morgen bereits ein kleines Loch, sodass wir heute mit einem weiteren Schlupf rechnen dürfen.

19.04.2020 - Das erste Küken ist geschlüpft!

Eine freudige Nachricht erreichte uns am Sonntagmorgen per E-Mail. Dr. Kienzl vom Nabu Worms-Wonnegau berichtet: "Am Sonntag, den 19 April ist seit der Sichtung des ersten Eies im Horst nach 38 Tagen ein Storchenküken geschlüpft. Wie bei den Wanderfalken werden in der Literatur als Brutdauer nur 32 Tage angegeben. Diese wesentlich kürzere Zeitangabe als bei uns in Worms bei beiden Vögeln gesehen, könnte sich durch die Beobachtung erklären, dass beide Vogelarten erst nach dem Legen des dritten Eies mit dem brütendem Dauersitzen auf dem Gelege beginnen. Beide Eltern haben abwechselnd die nötige Brutwärme den ungefähr 100 gr. schweren Eiern geschenkt, damit sich jetzt sich ein ca. 80 gr. schwerer, winziger Jungstorch aus seiner Schale befreien konnte. Hätten wir ein Mikrofon am Nest, so würden wir bereits am ersten Tag das Klappern des Kükens genauso wie das seiner Eltern hören. Sind alle Küken geschlüpft, wird alles von beiden Eltern angebracht, was kreucht und fleucht, z. B. Regenwürmer, große Insekten, Fische, Frösche und sogar Ratten. Da die Storcheneltern größere Beute nicht zerkleinern können, beginnen sie die Küken mit Regenwürmern, Kaulquappen oder Insekten zu füttern. Für sich selbst braucht ein Storch ca. ein Pfund Nahrung pro Tag. Für das rasante Wachstum der Kleinen muss dann bald die dreifache Menge verfüttert werden. Bei einem Fünfergelege könnte, wie in 2019 geschehen, das am spätesten Geschlüpfte und daher Kleinste bald verhungern. Dies sahen wir hingegen bei den Wanderfalken nie. Dafür wachsen die Verbliebenen besonders schnell und überstehen eher die größte Gefahr während der Nestlingsgszeit von 55 bis 64 Tage, starker Dauerregen und ein gleichzeitiger Kälteeinbruch."

Fünf Eier brüten die Tiergartenstörche aus. Wann wohl das erste Junge schlüpft? (webcambild 6.4.2020) 
Fünf Eier brüten die Tiergartenstörche aus. Wann wohl das erste Junge schlüpft? (webcambild 6.4.2020)

5. April 2020

Fünf Eier liegen inzwischen im Nest der Tiergartenstörche. Wann wir wohl mit dem ersten Schlupf rechnen können? Im letzte Jahr war es um den 22. April soweit.

 
Noch herrscht Leere im Nest. Das Storchenpaar wartet auf sein erstes Ei. (webcam 8.3.2020) 
Noch herrscht Leere im Nest. Das Storchenpaar wartet auf sein erstes Ei. (webcam 8.3.2020)

9. März 2020

Noch tut sich nichts im Storchennest. Im letzten Jahr wurde das erste Ei am 18. März gesichtet. Wann es in diesem Jahr wohl soweit ist? 

Die Wanderfalken auf dem Wormser Dom haben indes 16 Tage früher als im Vorjahr ihr erstes Ei gelegt, inzwischen liegen dort schon zwei Eier im Nest.

 
Storch kuschelt sich ins Nest (webcambild vom 20.2.2020) 
Storch kuschelt sich ins Nest (webcambild vom 20.2.2020)

24. Februar 2020

Regen, Regen und nochmal Regen. Die Woche startet feucht und die Aussichten für die nächsten Tage sind nicht viel besser. Da hilft nur "einkuscheln" und auf schöneres Wetter warten.

 

Mit der App "Animal Tracker" des Max Planck Instituts lassen sich die Aufenthaltsorte, Bewegungen und Flugrouten der Wormser Tiergartenstörche mitverfolgen: einfach im Appstore auf das Smartphone oder Tablet herunterladen, nach Olli oder Ruby (Brutsaison 2018) bzw. Niko oder Luca (Brutsaison 2019) suchen (ggf. als Favoriten kennzeichnen) und los geht's.


Die Redaktion bedankt sich herzlich bei Hilmar Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau für die stets fundierten Informationen.

Screenshot "Animal Tracker": die Flugbewegung von Storch Olli Mitte August 2018 
Screenshot "Animal Tracker": die Flugbewegung von Storch Olli Mitte August 2018
 

Was bisher geschah:

Über die bisherigen Bruterfolge und leider auch tragischen Momente erfahren Sie hier mehr:

Rückblick 2019

Rückblick 2018

Rückblick 2017

Rückblick 2016

Rückblick 2015-2013

Ermöglicht wird der Webcam-Blick von den Freizeitbetrieben Worms (Tiergarten).

zur Webcam Storchennest

 
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