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Das Wanderfalken-Nest im Domturm

Per Webcam blicken wir direkt in das Nest der Wanderfalken am Wormser Dom. Ob wir in diesem Jahr mit Falkennachwuchs rechnen können? Verfolgen Sie mit uns die Brutsaison 2018 (ca. Februar bis Mai). 

Ermöglicht wird dieser Webcamblick unter anderem durch die Unterstützung des Weinhandelshauses P. J. Valckenberg (gegr. 1786), das die neue Kamera an den NABU Worms-Wonnegau spendete und den Falken als eingetragenes Warenzeichen seit über 100 Jahren in seinem Wappen trägt. Daher verlieh der NABU dem Terzel (männlicher Wanderfalke, Anm. d. Redaktion) die Vornamen des Unternehmensgründers, Peter Joseph. 

 
 
 

Brutsaison 2018

18. Juli 2018:

Die Todesursache der Falken steht fest: Wie der NABU Worms-Wonnegau mitteilte, sind alle drei Küken und das Muttertier einer heimtückischen Giftattacke zum Opfer gefallen. Sie wurden mittels einer präparierten Taube, einer sogenannten Kamikaze-Taube, vergiftet. 

Nachfolgend die Mitteilung der Staatsanwaltschaft Mainz, recherchiert von der Wormser Zeitung (WZ), Frau Müller:

"Die Untersuchung hat ergeben, dass eine Taube mit einem Gift präpariert war, das im Wege der Nahrungsaufnahme zum Tod der Falken geführt hat. Außerdem sprechen Veränderungen an den Schwungfedern der Taube dafür, dass sie in ihrer Flugfähigkeit beeinträchtigt gewesen sein könnte", so die Leitende Oberstaatsanwältin, schreibt die WZ und berichtet weiter: Die Staatsanwaltschaft Mainz hatte Ermittlungen wegen Verstößen gegen § 17 Tierschutzgesetz und § 71a Bundesnaturschutzgesetz aufgenommen. „Die Ermittlungen haben indes nicht zu einer Identifizierung der Person geführt, die die Taube mit Gift präpariert und so den Tod der Falken verursacht hat“, so die Staatsanwaltschaft. Da keine weiteren Ermittlungsansätze bestehen, habe das Verfahren eingestellt werden müssen.

Der NABU Worms-Wonnegau hat für Hinweise, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen, eine Belohnung von insgesamt 2.500,00 Euro ausgesetzt: sachdienliche Hinweise nehmen der Verband unter vorstand@nabu-worms.de und die Polizei entgegen.

Der NABU Worms-Wonnegau wird mit der Unterstützung des "Komitees gegen den Vogelmord" und weitere Wanderfalkenschützern alles unternehmen, dass dieses tierquälerische Vergehen, welches mit bis zu fünf Jahren Gefängnis geahndet werden kann, in Worms nicht mehr vorkommt und die Täter bestraft werden. 

Die Ermittlungen werden, so eine Mitteilung der Staatsanwaltschaft an Dr. Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau, wieder aufgenommen, wenn sich in der Folgezeit Anhaltspunkte für einen konkreten Täter ergeben.


22. Mai 2018: 

Leider ist es nun traurige Gewissheit: Alle drei Falken-Küken samt einem Elterntier (vermutlich die Mutter) sind verstorben. 

Derzeit ermittelt der NABU mögliche Ursachen. Dazu wurden die Kadaver - inklusive einer toten Taube, auf der der Altfalke lag - aus dem Nest geborgen und der Polizei übergeben. Möglich wäre eine Giftattacke, zu schnell und unerwartet starben die Falken. Eine Strafanzeige wurde gestellt. 

Wie unser Webcam-Archiv zeigt, waren unsere Falken am Freitagmorgen (18.5.) noch putzmunter. Am nächsten Morgen (Sa., 19.5.) sitzt nur noch ein Junges aufrecht, die anderen Nestbewohner scheinen zu schlafen, abends liegt auch dieses Jungtier reglos neben dem Kiesbett. Danach gibt es kein Lebenszeichen mehr. 

Unfassbar traurig: Die drei Falkenjungen und ein Elternteil liegen tot in ihrem Nest. (Foto: Dr. Kienzl) 
Unfassbar traurig: Die drei Falkenjungen und ein Elternteil liegen tot in ihrem Nest. (Foto: Dr. Kienzl)
2. Mai 2018: brav und diszipliniert warten die Falken-Küken auf ihren Mittagstisch. Ein Schnappschuss von Elke Schilling-Laubmeister aus der Schweiz 
2. Mai 2018: brav und diszipliniert warten die Falken-Küken auf ihren Mittagstisch. Ein Schnappschuss von Elke Schilling-Laubmeister aus der Schweiz
Am 27.04.2018 schlüpfte das erste Falken Küken, am 29.04.2018 das dritte. 
Am 27.04.2018 schlüpfte das erste Falken Küken, am 29.04.2018 das dritte.

11. April 2018

Zitterpartie für Falkenfreunde: Die neuen Glocken kamen in den Turm. Dafür wurde ein riesiger Kran aufgestellt und im Glockengestühl - zwei Etagen unter dem Falkennest - sowie am Fuße des Doms herrschte reges Treiben. Immer wieder musste der Kran auch ganz nahe am Horst vorbei schwenken. Aber unsere Falkenmama hat wunderbar gelassen reagiert. Den Krankopf vor ihrem Fenster wachsam im Blick hat sie unverdrossen weiter gebrütet, wenn auch abgewandt und misstrauisch über die Schulter nach draußen schauend. So vorbildlich bewacht erwarten wir nun täglich den ersten Schlupf.

Per Kran wurden am 11.4.2018 die neuen Glocken in den Turm gehievt. Der Kranausläufer reichte bis zum Falkenhorst (Foto: Dr. Kienzl) 
Per Kran wurden am 11.4.2018 die neuen Glocken in den Turm gehievt. Der Kranausläufer reichte bis zum Falkenhorst (Foto: Dr. Kienzl)
Der Falke blieb trotz Kran auf seinem Nest sitzen, hatte das "Ungetüm jedoch stets im Blick. (Webcambild vom 11.4.2018). 
Der Falke blieb trotz Kran auf seinem Nest sitzen, hatte das "Ungetüm jedoch stets im Blick. (Webcambild vom 11.4.2018).
 
Es wird fleißig gebrütet. (Webcambild vom 5.4.2018) 
Es wird fleißig gebrütet. (Webcambild vom 5.4.2018)

05. April 2018

Einen Blick auf das Gelege der Falken kann man aktuell nur sehr selten erhaschen, denn im Domturm wird fleißig gebrütet. Ob ein weiteres Ei hinzugekommen ist, kann man daher nur vermuten. Vor zwei Tagen jedenfalls lagen weiterhin drei Eier im Nest.

Mit Blick auf die nahezu ununterbrochene Bruttätigkeit wagt Dr. Hilmar Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau einen Ausblick: "In ca. zwei Wochen (ab 19. April) könnte das erste Junge schlüpfen".

 
Drei Eier liegen im Nest. (webcambild vom 28.3.2018) 
Drei Eier liegen im Nest. (webcambild vom 28.3.2018)

24. März 2018

Das dritte Ei ist da!

 

22. März 2018

Während es draußen dicke Flocken bei winterlichen 2 Grad vom Himmel schneit, herrscht im Nest schon "Frühlingsstimmung". Bereits vor zwei Tagen lag das erste Ei im Kiesbett und heute konnten wir Nummer zwei sichten.

14. März 2018

Die Balz ist im vollen Gange. Immer öfter sieht man das Falkenpaar zusammen im Nest. Webcambilder zeigen die Vögel bei Start und Landung, mit Beute in den Fängen oder beim Verspeisen derselben. Oft sieht man einen Falken auch einfach nur am Eingang sitzen und über Worms blicken. Ob er nach Beute Ausschau hält, nach seiner Liebsten oder einfach nur den Blick von hoch oben auf die Stadt genießt?

Jetzt sind sie zu zweit im Falkenhorst (Webcambild vom 27.2.2018, Dr. Kienzl) 
Jetzt sind sie zu zweit im Falkenhorst (Webcambild vom 27.2.2018, Dr. Kienzl)

27. Februar 2018

Die aufgehende Sonne brachte es heute Morgen ans Licht: Unser Falke ist nicht mehr alleine. Ob sein Werben erfolgreich war und er seine Auserwählte für sich gewinnen konnte? Wir werden sehen ...

 
Probesitzen im "gemachten" Nest (Webcambild vom 20.2.2018, Herr Goemann) 
Probesitzen im "gemachten" Nest (Webcambild vom 20.2.2018, Herr Goemann)

19. Februar 2018

Am frühen Donnerstagmorgen (15.2.2018) wurde ein Falke beim Anflug auf den Horst gesichtet. Die Fensternische scheint zu gefallen, denn heute (Fr., 19.2.), gegen 14 Uhr, zeigte die Webcam, wie ein Prachtexemplar auf der Stange am Eingang sitzt und den Blick über Worms schweifen lässt. Nur einen Tag später inspizierte unser Falke das Nest und saß schon mal Probe im Nistkasten. Wir danken Herrn Goemann für die tollen Schnappschüsse.

Der Falke am Eingang zum Horst (Webcambild vom 19.2.2018) 
Der Falke am Eingang zum Horst (Webcambild vom 19.2.2018)
Ein Falke beim Anflug auf den Horst (Webcambild vom 15.2.2018, Herr Goemann) 
Ein Falke beim Anflug auf den Horst (Webcambild vom 15.2.2018, Herr Goemann)
 
 
Neues Nest am neuen Ort: Im rechten Ostturm des Wormser Doms, genauer in einer Fensternische in der letzten Etage, ist alles bereit für den Einzug der Wanderfalken. (Webcambild Wanderfalkennest) 
Neues Nest am neuen Ort: Im rechten Ostturm des Wormser Doms, genauer in einer Fensternische in der letzten Etage, ist alles bereit für den Einzug der Wanderfalken. (Webcambild Wanderfalkennest)

10. Januar 2018

Anlässlich des 1000jährigen Domjubiläums werden im ersten Halbjahr 2018 im rechten Ostturm des Doms fünf neue Glocken eingebaut. Aus diesem Grund musste das dort beheimatete Falkennest erneut umziehen. Eine Etage höher, weiter weg von den Glocken und mehr dem Neumarkt zugewandt, fand der NABU Worms-Wonnegau ein Fenster, das optimale Bedingungen aufweist. 

Der Einbau des neuen Glockengeläuts unterhalb des "Falkenstockwerks" könnte die Wanderfalken irritieren, der Glockenklang selbst ist allerdings für Falken keine Störung, erläutert Hilmar Kienzl vom NABU-Worms-Wonnegau. 

Das neue Nest jedenfalls bietet alles, was das "Falkenherz" begehrt. Jetzt hilft nur noch abwarten und hoffen, dass unser Wanderfalkenpaar das neue Nest bezieht und wir wieder eine erfolgreiche Brut und Aufzucht bestaunen dürfen!

 

Die Redaktion bedankt sich herzlich bei Dr. Hilmar Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau für die stets fundierten Informationen.

 
 
 

Was bisher geschah:

Über die bisherigen Bruterfolge und leider auch tragische Momente erfahren Sie hier mehr:

Rückblick 2017

Rückblick 2016

Rückblick 2012-2015

Ermöglicht wird der Webcam-Blick mit freundlicher Unterstützung der Domgemeinde, des Weinhandelshauses P. J. Valckenberg, des NABU Worms-Wonnegau und der Internetredaktion der Stadt Worms.

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