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Das Wanderfalken-Nest im Domturm

Ob wir in diesem Jahr mit Falkennachwuchs rechnen können? Per Webcam blicken wir direkt in das Nest der Wanderfalken am Wormser Dom und schauen dem Terzel (männlicher Wanderfalke) Peter Joseph (benannt nach einer Idee des Weinhandelshauses  P. J. Valckenberg, Sponsor der Kamera) und seiner Herzensdame beim Brüten und der Aufzucht ihrer Jungen zu. Das Falkenweibchen hat jetzt ebenfalls einen Namen: Gudrun. Es ist der Vorname einer Dame, die mit einer Spende das Projekt Wanderfalken-Webcam des NABU Worms-Wonnegau großzügig unterstützt hat.

Verfolgen Sie mit uns die Brutsaison 2019 (ca. Februar bis Mai): Webcam  

Für interessierte Bürger, die nicht per Smartphone oder Computer in den Horst schauen können, ist wieder ein Bildschirm im Schaufenster von "Ofen Horn" (am Neumarkt, unter dem Domturm) eingerichtet. Der NABU Worms-Wonnegau plant für das nächste Jahr den Einbau einer Kamera mit Livebild im Horst und würde sich über Sponsoren im kommenden Halbjahr freuen.
 
 
 

Brutsaison 2019

28.5.2019

Immer seltener sieht man derzeit die Wanderfalken im Horst. Zu schön scheint es, durch die Lüfte zu fiegen und die Gegend zu erkunden. Dennoch gelingen gelegentlich schöne Schnappschüsse, wie diese von Frau Schilling-Laubmeister. Fast könnte man meinen, zur Speisung findet das Treffen zu Hause im Horst statt. Anschließend heißt es, wohlgestärkt wieder die Wormser Lüfte erobern und anspruchsvolle Akrobatik trainieren. Vielen Dank für diese schönen Bilder!

21.5.2019

Erste Flugversuche

Wie uns Dr. Kienzl informiert, endet in den kommenden Tagen, ab 22. Mai, die Nestlingszeit von 38 bis 44 Tage der Jungfalken. Sie haben inzwischen in nur 10 Tagen ihr zweites weißes Federkleid in ein braunes Jugendkleid verwandelt. Dieses Jugendkleid mit braunen längs gestreiften Federn auf weißer Brust werden sie noch Monate tragen und damit wohl von anderen Falken noch nicht als Konkurrenten angesehen.

Als ausgereifte Wanderfalken sieht man nächstes Jahr ein quergestreiftes Muster auf der Brust und  dunkelblaugraue Rücken- und Schwungfedern. Jetzt wird im Stehen im Horst mit heftigem Flügelschlagen der baldige Abflug geübt. Zuerst fliegt das kleinere Männchen, während das um ein Drittel schwerere Weibchen noch bis zu drei Tage länger bis zum Erstflug benötigt. Bisher ist kein deutlicher Größenunterschied zu sehen, so dass wir über das Geschlecht noch nichts wissen.

Die Falkeneltern locken mit Fütterungseinschränkung die Jungen aus dem Horst und füttern in der Bettelzeit der Jungen mit viel Geschrei in der Domumgebung.

Wie erlegt der Wanderfalken seine Beute?

Auch über das Beuteverhalten der Wanderfalke weiß Dr. Kienzl interessantes zu berichten: "Der Wanderfalke tötet oft schon durch den Aufprall seine Beute in der Luft, da er diese mit Spitzengeschwindigkeiten zwischen 100 bis 300 km schlägt. Falls diese nur verletzt sind, tötet er den Vogel mit einem Biss ins Genick. Eine Taube etwa, die sich mit heftigen Flügelschlagen bis zum Rupfplatz weiter wehren würde, wäre eine große zusätzliche Flugbelastung für den Falken. 

Diese Erstflüge können auch zu einer ungeplanten Bodenlandung rund um den Dom führen. Dann bitte dies sofort bei der Tourist Info am Neumarkt oder unter 0177 / 40 67 68 5 melden, damit der Jungfalke geborgen und zu einem neuen Abflug in die Höhe getragen werden kann.
Wo bleibt unser Futter? Die beiden Küken wagen sich schon an die Abflugstange und halten Ausschau nach den Eltern. (webcambild vom 11.5.2019) 
Wo bleibt unser Futter? Die beiden Küken wagen sich schon an die Abflugstange und halten Ausschau nach den Eltern. (webcambild vom 11.5.2019)

9.5.2019

Unsere beiden Jungvögel entwickeln sich weiter prächtig. Aufmerksame Beobachter sind vielleicht schon die dunklen Stellen im Gefieder aufgefallen. Was es damit auf sich hat, erklärt uns Dr. Kienzl: "Wenn sie nicht kuscheln und beginnen die Flügel auszubreiten, kann man an den Flügelenden bereits die dunkel glänzenden Federkiele sehen. Aus diesen werden bald die Federfahnen herausbrechen." Die beiden Elterntiere bringen eifrig Futter und die Jungen werden immer mutiger und marschieren zeitweise schon zur Abflugstange, um vor dem anderen als Erster einen Happen zu bekommen.

Das Falkenweibchen hat jetzt übrigens einen Namen. Er lautet "Gudrun" und ist der Vorname einer Dame, die mit einer Spende das Projekt Wanderfalken-Webcam des NABU Worms-Wonnegau großzügig unterstützt hat.

 
Fütterung (webcambild vom 1.5.2019, Kienzl) 
Fütterung (webcambild vom 1.5.2019, Kienzl)

1.5.2019

Wie die Webcam zeigt, haben sich die Wanderfalkenküken sehr gut entwickelt, berichtet uns Dr. Kienzl und erklärt weiter: "Nachts werden sie vor der Kälte  schützend weiter unter der Brust der Wanderfalkenmutter gewärmt (gehudert), am Tag sind sie immer mehr alleine. Das ältere  Küken ist jetzt 15 Tage, das jüngere 13 Tage. Da sie reichlich Futter, bis zu sechsmal am Tag, bekommen, sind sie gleichgroß. Manchmal kann man nach der Fütterung, wenn Sie auf ihren schon sehr großen Füßen aufrecht stehen, einen gut gefüllten, sich vorwölbenden Kropf unter dem Schnabel erkennen."

 

23.04.2019

Wie aktuelle Bilder zeigen, sind die beiden Falkenküken putzmunter und bereits ordentlich gewachsen. 

In den ersten Tagen werden die Jungen die meiste Zeit noch wegen noch zu geringer eigener Wärmeregulation von der Mutter unter den Brustfedern gewärmt (auch Hudern genannt), informiert uns Dr. Kienzl vom Nabu Worms-Wonnegau. Wenn die Kleinen frei sitzen, schmiegen sie sich mit Bauch und Brust einander, um sich gegenseitig zu wärmen, bilden also eine Wärmepyramide. Schon nach 5 Tagen hat sich das Gewicht der Küken verdoppelt und die Augen sind ganz geöffnet. Ab  8. Tag wird das rein weiße Dunenkleid gegen ein  etwas graues Federkleid aus kleinen Federkielen getauscht.

Gelegentlich schaut es so aus, als lägen die Küken leblos im Nest. Doch hier kann Dr. Kienzl beruhigen: "Bei nur zwei Küken im Horst gibt es immer genug kleine Fleischstückchen ohne Konkurrenz. Was übrig bleibt, wird irgendwo am Dom-Gemäuer deponiert und es gibt weitere Mahlzeiten, bis nur noch Knöchelchen und Federn verbleiben. Gesättigt schlafen die Jungen sofort nach der Mahlzeit und  liegen, wenn es nicht zu kalt ist, matt auf dem Kies. Sie sind also nicht krank."  

Die Küken sind da! Jetzt erst einmal durchschnaufen, sich von der Morgensonne wärmen lassen und der Mama ein "Hallo" zupiepen. (webcambild vom 18.4.2019, Frau Schilling-Laubmeister) 
Die Küken sind da! Jetzt erst einmal durchschnaufen, sich von der Morgensonne wärmen lassen und der Mama ein "Hallo" zupiepen. (webcambild vom 18.4.2019, Frau Schilling-Laubmeister)

18.04.2019

Die Küken sind geschlüpft! 

Heute morgen erreichte uns die frohe Nachricht (bielen Dank an Frau Schilling-Laubmeister und Frau Geier!). Bis dahin ließen sich die Elterntiere nicht so richtig unter's Gefieder schauen. 

Wie uns Dr. Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau berichtet, waren am Mittwoch, 17. April 2019 leider nur noch zwei Eier im Nest zu sehe, in welche die Jungen von innen schon ein Loch in die Schale gepickt hatten. 

Und heute nun der erste Schnappschuss der beiden Jungvögel. 

Was wohl aus dem dritten Ei wurde? 

 
Zwei Eier sind bereits von innen angepiekt. (webcambild vom 17.4.2019, Dr. Kienzl) 
Zwei Eier sind bereits von innen angepiekt. (webcambild vom 17.4.2019, Dr. Kienzl)
Die Abendsonne zeichnet Falkenpapa Peter Joseph ein rotes Kreuz auf die Brust. (Screenshot vom 17.4.2019, Dr. Kienzl) 
Die Abendsonne zeichnet Falkenpapa Peter Joseph ein rotes Kreuz auf die Brust. (Screenshot vom 17.4.2019, Dr. Kienzl)
 

Schlupftermine:

Die Zeit bis zum Schlupf des ersten Kükens dauert im Mittel 36 Tage. Gerechnet vom Datum des ersten gelegten Eies am 10. März sollte der Schlupf am den Montag den 15. April, maximal zwei Tage früher oder später stattfinden.

Die Eier wiegen 40 bis 50 Gramm. Schon zwei Tage vor dem Schlüpfen verständigen sich die Küken mit den Altvögeln durch die Eischale hindurch durch Piepsen. Das Aufbrechen vom Inneren des Eies durch den sog. Eizahn, einer vorübergehenden Verlängerung des Schnabels der Küken, wird von den Eltern nicht unterstützt. Der weibliche Falke mausert sich  nach der Eiablage (Erneuerung eines Teils der Federn während des Brütens) und bleibt in den ersten 10 Tagen fast ständig auf den Eiern sitzen und wird vom Terzel gefüttert. In der Folgezeit  brütet auch der Terzel für ca. 1/ 3 der Zeit.

26.03.2019

Im Falkennest auf dem Dom wird fleißig gebrütet und nun kennen wir auch die Anzahl der Eier. Neun Tage lang kam kein weiteres Ei hinzu, wie dieser Schnappschuss per Webcam zeigt, sodass wir vermuten können, dass es wohl bei insgesamt drei Eiern bleiben wird.  

Dies bestätigt uns auch Dr. Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau, der auf unsere Frage, wann wohl mit dem ersten Küken zu rechnen sei, antwortet: "Die Zeit bis zum Schlupf des ersten Kükens dauert im Mittel 36 Tage. Gerechnet vom Datum des ersten gelegten Eies am 10. März erwarte ich den Schlupf am den Montag, den 15. April, maximal zwei Tage früher oder später." Wenn alles gut läuft, können wir also zu Ostern den Falken-Nachwuchs bewundern.

Dr. Kienzl hat auch gleich noch ein paar sehr interessante Informationen für uns: "Die Eier wiegen 40 bis 50 Gramm. Schon zwei Tage vor dem Schlüpfen verständigen sich die Küken mit den Altvögeln durch die Eischale hindurch durch Piepsen. Das Aufbrechen vom Inneren des Eies durch den sogenannten Eizahn, einer vorübergehenden Verlängerung des Schnabels der Küken, wird von den Eltern nicht unterstützt. Der weibliche Falke mausert sich  nach der Eiablage (Erneuerung eines Teils der Federn während des Brütens) und bleibt in den ersten 10 Tagen fast ständig auf de Eiern sitzen und wird vom Terzel gefüttert. In der Folgezeit  brütet auch der Terzel für ca. 1/ 3 der Zeit."

Das Rätselraten hat ein Ende: Unsere Falken bebrüten drei Eier, wie dieses Webcambild vom 23.3.2019 zeigt. Vielen Dank an Herrn Dr. Imholt für diese wertvolle Information und den Schnappschuss! 
Das Rätselraten hat ein Ende: Unsere Falken bebrüten drei Eier, wie dieses Webcambild vom 23.3.2019 zeigt. Vielen Dank an Herrn Dr. Imholt für diese wertvolle Information und den Schnappschuss!
"Schau mir ins Auge": Aufmerksam schaut der prachtvolle Falke in Richtung webcam (23.3.2019 von Frau Schilling-Laubmeister) 
"Schau mir ins Auge": Aufmerksam schaut der prachtvolle Falke in Richtung webcam (23.3.2019 von Frau Schilling-Laubmeister)

25.03.2019

Bleibt es bei drei Eiern? Seit elf Tagen konnten wir keinen Blick mehr auf das Gelege erhaschen, denn es wird - so scheint es - ohne Unterbrechung fleißig gebrütet. Wir müssen uns wohl überraschen lassen.

 

14.03.2019

Das 3. Ei ist da! 

Es wird wohl noch ein viertes Ei folgen, vermutet Dr. Kienzl vom Nabu-Worms-Wonnegau. Wir sind gespannt.

Das 3. Ei ist da! (webcambild vom 14.3.2019) 
Das 3. Ei ist da! (webcambild vom 14.3.2019)
Das 2. Ei ist da! (webcambild vom 12.03.2019) 
Das 2. Ei ist da! (webcambild vom 12.03.2019)

12.03.2019

2. Ei gelegt!

Nach dem ersten Ei am Sonntag liegt heute bereits das zweite Ei im Falkennest hoch oben in einem der Dom-Türme.

In ca. 2 Tagen könnte das nächste Ei folgen. 
In ca. 2 Tagen könnte das nächste Ei folgen.
 

10.03.2019

Das 1. Ei ist da!

Gute Neuigkeiten hatte Dr. Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau für uns: "Ab Sonntag, 10. März, 8 Uhr sah man das erste Ei im Falkenhorst. Weitere Eier werden im Abstand von 1,5 bis 2 Tagen folgen. Das eigentliche Bebrüten beginnt erst nach dem dritten Ei, damit kein Junges einen zu großen Entwicklungsabstand hat und als Stärkstes dann bevorzugt gefüttert würde. Offenbar hat die Balz doch schon früher- in der Webcam erst am 28. Februar gesehen - schon 14 Tage früher begonnen, denn die Enntwicklungzeit bis zum ersten Ei dauert ca. 24 Tage."

08.03.2019

Wie es scheint, hat unser Falkenmann eine Partnerin gefunden. Immer öfter sind nun zwei Falken am Brutplatz zu sehen. Im Nest wird auch schon "Probe gesessen" und mit viel Glück kann man per Webcam die Falken ein- und ausfliegen sehen, wie unsere "Beweisfotos" zeigen - an dieser Stelle vielen Dank an Frau Elke Schilling-Laubmeister für die Zusendung!

In Heidelberg wurde übrigens bereits am 1. März das erste Ei gelegt. "Extrem früh, wohl das erste Ei in einem Kamera überwachten Gelege in Deutschland und den USA", vermutet Dr. Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau. Wann es in Worms wohl soweit ist? "Ich schätze, dass es bei uns noch zwei  Wochen dauert", wagte Kienzl am vergangenen Sonntag einen Ausblick. Wir sind schon sehr gespannt!

 

21.02.2019

Die Balz eines Wanderfalkepaars über und um den Dom hat begonnen und wird auch am Brutplatz im Turm fortgesetzt. Wie per Webcam zu beobachten ist, wird dabei von der Falkendame nicht nur der männliche Falke, sondern auch das "Nistbett" in Augenschein genommen.

18.02.2019

Gute Neuigkeiten: Ein Falke sitzt am Brutplatz auf dem Wormser Dom. Ob er schon nach einer Liebsten Ausschau hält? Wir wünschen ihm viel Glück und hoffen sehr auf eine Brutsaison 2019 mit "Happy End" - ohne Giftmord & andere Dramen!

Einer Falkenfreundin aus der Schweiz gelangen diese Schnappschüsse. Sie schaute zur rechten Zeit auf unsere webcam-Seite und "sicherte" die Beweisfotos. "Diese Aufnahmen geben Hoffnung, eine Hoffnung, die nicht wieder zerstört werden darf", schreibt sie in Bezug auf den heimtückischen Giftmord der Falken in der Brutsaison 2018, dem alle drei Küken und das Muttertier zum Opfer fielen. Dem können wir uns nur anschließen und danken Elke Schilling-Laubmeister für die wundervollen Bilder und die gute Nachricht.

 

Terzel hat überlebt

Wie Dr. Kienzl vom Nabu Worms-Wonnegau berichet, hat der männliche Falke, der Terzel mit dem Namen Peter Joseph, die Giftattacke im letzten Jahr überlebt. Er ist der "Revierbesitzer" und wartet ab Februar voraussichtlich auf eine neue Falkenfrau. Sie ist hoffentlich nicht so jung, dass sie wegen Unreife im ersten Jahr noch keine Brut zustande bringt. 

Falken im Brutjahr 2018 vergiftet - Belohnung ausgesetzt!

Trauriges Ende der Brutsaison 2018: Alle drei Falken-Küken samt Muttervogel wurden mittels einer präparierten Taube vergiftet. Der NABU Worms-Wonnegau hat für Hinweise, die zur Ermittlung und rechtskräftigen Verurteilung des Täters führen, eine Belohnung von insgesamt 2.500,00 Euro ausgesetzt: sachdienliche Hinweise nehmen der Verband unter vorstand@nabu-worms.de und die Polizei Worms unter 06241-8520 entgegen.

 
 
 

Was bisher geschah:

Über die bisherigen Bruterfolge und leider auch tragische Momente erfahren Sie hier mehr:

Rückblick 2018

Rückblick 2017

Rückblick 2016

Rückblick 2012-2015

Danke!

Die Redaktion bedankt sich herzlich bei Dr. Hilmar Kienzl vom NABU Worms-Wonnegau für die stets fundierten Informationen.

Ermöglicht wird der Webcam-Blick mit freundlicher Unterstützung der Domgemeinde, des Weinhandelshauses P. J. Valckenberg, des NABU Worms-Wonnegau und der Internetredaktion der Stadt Worms.