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Horchheimer Persönlichkeiten

Liebe Horchheimerinnen und Horchheimer und alle, die gerne unsere Horchheimer Homepage besuchen, um Neues zu erfahren, Informationen zu erhalten oder auch in die reichhaltige Geschichte des Ortes eintauchen möchten. Um unsere Homepage noch attraktiver zu gestalten, wurde in der Ortsverwaltung die Idee geboren, Persönlichkeiten, welche in Horchheim gelebt, bzw. gewirkt haben, den Bürgerinnen und Bürgern vorzustellen.
In regelmäßigen Abständen wollen wir so bedeutende Männer und Frauen unseres Ortes Ihnen näherbringen.
Wir hoffen, dass Ihnen unsere neue Rubrik gefällt und Sie diese aufmerksam verfolgen.

Das Team der Ortsverwaltung.

Georg Wilhelm Röpcke

Georg Wilhelm Röpcke
geb. 12.02.1880
gest. 06.09.1935


 

Georg Wilhelm Röpcke, geb. am 12. Februar 1880 in Stendal, war in den 1930er Jahren bis zu seinem Tod im Jahre 1935 Geschäftsführer der Kaffee-Essenz-Fabrik „Pfeiffer & Diller“. Er war verheiratet mit Anna Karoline Röpcke, geb. Galli.
Die um 1875 von den Herren Pfeiffer und Diller gegründete Kaffee-Essenz-Fabrik in Horchheim bei Worms war in diesen Jahren sehr erfolgreich am Markt. Viel beworben, vor allem durch die bekannten Blechdosen, aber auch Sammelbilder, Reklamemarken, Plakate und Schilder. Werbefigur war der „Kaffeeonkel“ mit Hausmütze. Der 1.Weltkrieg führte zu einer Verknappung der Rohstoffe für Kaffee-Surrogate und Essenzen. Viele Betriebe mussten schließen. Die Geschäftsanteile der Firma Pfeiffer & Diller wurden 1916 von der Heinrich Franck Söhne GmbH. in Ludwigsburg übernommen. Nach dem Krieg wurde wieder sehr erfolgreich produziert. Die Produkte wurden nicht nur innerhalb Deutschlands vertrieben, sondern auch ins Ausland und nach Übersee. 1930 zählte man mehr als 150 Mitarbeiter. Die Betriebsleitung, besonders der Geschäftsführer Herr Röpcke, war sehr um das Wohl der Belegschaft besorgt. Die Mitarbeiter konnten im werkseigenen Park spazieren oder ihr Essen in der Kantine einnehmen. Bemerkenswert zu dieser Zeit: die Werksleitung führte sogar eine eigene Betriebskrankenkasse ein. Aus diesem Grund wurde Wilhelm Röpcke später „Wohltäter der Gemeinde„ genannt. Im Aufschwung der 1930er Jahre wurde auch die Werbung modernisiert. 1937 entstand ein Kino-Werbefilm „ Der Kaffeeonkel kommt“.
Wilhelm Röpcke erlebte das leider nicht mehr. Er starb, nur 55 Jahre alt, am 06. September 1935. 1936 zog seine Witwe mit ihren beiden Töchtern Karoline Anna (*1911) und Ruth (*1921) nach Wiesbaden.
Leider ist über sein normales Leben nur sehr wenig bekannt. Als einzige Erinnerung bleibt die nach ihm benannte Wilhelm-Röpcke-Straße.



Autor:
Karl-Heinz Dlugosch, Leiter Heimatmuseum Worms-Horchheim


Literatur und Nachweise:

Edmund Heuser; Heimatmuseum Worms-Horchheim
Wikipedia
Amtlicher Bericht Weltausstellung Chicago 1893, Band 1, Berlin 1894 S. 22
Städtisches Museum Ludwigsburg: Die Hauptstadt der Cichoria. Ludwigsburg und die Kaffeemittel- Firma Franck. Ludwigsburg 1989, S. 75 u. 130
Karl-Schalk, Unser Horchheim, S. 23
Willi Fröhling: Zwei vorbildliche Wormser Fabriken
Das Bundesarchiv: Lost Films-Überlieferungsverluste Trickfilme 1909-1944
Private Urkunden der Familie Röpcke und Fleischmann

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