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Karl-Bittel-Park (Pfrimmpark)

Der im Volksmund "Pfrimmpark" genannte, 1898 im Englischen Gartenstil angelegte Karl-Bittel-Park liegt in den Stadtteilen Worms-Hochheim und Worms-Pfiffligheim zwischen Rietschel-, Park- und Nievergoltstraße. Er folgt dem Lauf der Pfrimm, die von mehreren Brücken überquert wird.

Spielplatz im Park
Spielplatz im Park
Die Pfrimm
Die Pfrimm
Der Burgturm
Der Burgturm
Das Mausoleum
Das Mausoleum
Brücke am Ochsenklavier
Brücke am Ochsenklavier
Weiher am Pfrimmdamm
Weiher am Pfrimmdamm

Von Spiel und Sport bis Jakobs-Pilgern

Karl Bittel (1841-1911) schuf von 1896 bis 1898 nach den Plänen von Karl Völzing durch den Gärtner Ignatz Racing den Pfrimmpark im Englischen Gartenstil mit üppigem Baumbestand und zwei Brücken. Seit 1932 trägt der Park den Namen seines Erbauers: Karl-Bittel-Park.

Heute finden Sie hier einen großen Spielplatz, einen Platz für Ballspiele sowie etliche Spazier- und Radwege, die teilweise über die Parkgrenze hinaus bis nach Worms-Pfeddersheim bzw. bis nach Worms-Neuhausen an der Pfrimm entlang führen. Gelegentlich trifft man auch Angler, die mit den Fischreihern um die Wette fischen; oder aber Wanderer, die den Park auf dem Jakobs-Pilgerweg, der hier an der Pfrimm entlang führt, durchqueren.

Bittelstein

In Erinnerung an Karl Bittel, den Erbauer des Parks, errichtete die Stadt Worms 1911 einen Gedenkstein - den "Bittelstein" - und benannte 1932 den Park nach ihm.

Burgturm und "Kanzeleck"

Zu einem im Englischen Gartenstil angelegten Park gehört Architektur. Deshalb erbaute Karl Bittel 1900 den Burgturm mit gotischer Spitzbogentür und Zinnenkranz sowie sein zweigeschossiges Wohnhaus ("Kanzeleck"), ein Putzbau mit Sandsteingliederung und Schmuckfachwerkelementen.

Mausoleum

Das als Rundtempel gestaltete Mausoleum wurde von Karl Bittel für sich und seine Familie als Urnengrabstätte bestimmt.

Ochsenklavier

Nach Anlegung des Karl-Bittel-Parks wurde im Jahre 1898 im Flussbett der Pfrimm, direkt unterhalb dem Pfiffligheimer Wehr, eine einzigartige Steinquader-Furt zwischen den damals noch eigenständigen Gemeinden Pfiffligheim und Hochheim (heute Stadtteile von Worms) geschaffen.

Bei Niedrigwasser bilden die im Fluss liegenden Trittsteine des sogenannten "Ochsenklaviers" einen einladenden Verbindungssteg durch die Pfrimm. Dennoch ist Vorsicht geboten: durch Algenbildung besteht Rutschgefahr!

Später wurde direkt über dem Pfiffligheimer Wehr eine Fußgängerbrücke errichtet, so dass das Ochsenklavier schnell an Bedeutung verlor. Außerdem wurde eine Fischtreppe errichtet, über die Fische den Höhenunterschied am Wehr überwinden können.

Pfrimmdamm

Der Leiselheimer Damm, der die Pfiffligheimer Gemarkung von der Hochheimer trennt, wurde wegen des ständigen Hochwassers der Pfrimm bereits im Mittelalter errichtet und 1841 bei der Pfrimmregulierung erhöht. Der Fußweg auf dem Damm ist erst um 1890 angelegt worden. Der Jakobs-Pilgerweg führt hier entlang Richtung Pfeddersheim bzw. Richtung Neuhausen.