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Warmaisa - "Klein Jerusalem" am Rhein

Worms (hebräisch: Warmaisa) als Zentrum jüdischer Gelehrsamkeit und Kultur

Der gleichnamige Verein "Warmaisa" trägt zur Förderung und Pflege jüdischer Kultur in Worms bei.

 
 
 
 
Judenfriedhof "Heiliger Sand" (Foto: R. Uhrig) 
Judenfriedhof "Heiliger Sand" (Foto: R. Uhrig)

Bedeutsame Jüdische Gemeinde

Zwischen der Jahrtausendwende und der NS-Zeit hat in Worms ununterbrochen eine bedeutsame jüdische Gemeinde bestanden, deren Angehörige stark mit der Stadtgeschichte verwoben waren.

Worms beherbergt mit dem Heiligen Sand den ältesten zwischen 1076/77 und dem frühen 20. Jahrhundert belegten jüdischen Friedhof Europas, der ohne wesentliche Zerstörungen erhalten ist. Der Friedhof nahe der ehemaligen Stadtmauer wird jährlich von vielen tausend Menschen aus aller Welt besucht.

 
Das Frauenbad (Mikwe, Foto: R. Uhrig) 
Das Frauenbad (Mikwe, Foto: R. Uhrig)

Zentrum blühenden Jüdischen Lebens

Im nördlichen Altstadtbereich, angeschmiegt an die vormalige Stadtmauer, befindet sich das vormalige Judenviertel, das viel von seiner alten Bausubstanz bewahren konnte. Synagoge (Männer- und Frauenbau) und Ritualbad waren das Zentrum des lange Jahrhunderte blühenden jüdischen Lebens.

Eine erste Synagoge bestand hier bereits 1034, wie dies eine erhaltene Inschrift anzeigt. Zeitgleich mit dem Dom wurde 1174/75 ein neues Gotteshaus errichtet, dem zu Beginn des 13. Jahrhunderts ein Frauenbau angefügt wurde. Nach der Zerstörung in der NS-Zeit 1961 wiederhergestellt, dient es wieder seiner eigentlichen Funktion, auch wenn sich seit dem Krieg keine neue Gemeinde mehr gebildet hat. Das um 1185/86 angelegte Frauenbad (Mikwe) ist unzerstört erhalten.

 
Jüdisches Museum und Raschihaus (Foto: R. Uhrig) 
Jüdisches Museum und Raschihaus (Foto: R. Uhrig)

Jüdisches Museum im "Raschi-Haus"

Direkt benachbart davon befindet sich im Raschihaus das 1982 eingerichtete Jüdische Museum. Es zeigt an historischer Stätte Dokumente zur jüdischen Geschichte und Zeugnisse des religiösen Lebens der Juden in Worms. Das Haus ist benannt nach Rabbi Salomon ben Isaak, genannt Raschi.

Die Jüdische Gemeinde Worms hat – in enger Bindung an die Nachbargemeinden in Speyer und Mainz – durch zahlreiche angesehene Rabbiner eine starke Ausstrahlung und großes Ansehen erlangt, was zu ihrem Ehrentitel "Klein-Jerusalem" beigetragen hat.

 
Das Judenviertel um 1760 (zum Vergrößern bitte anklicken) 
Das Judenviertel um 1760 (zum Vergrößern bitte anklicken)

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