Zum Inhalt (Access key c)Zur Hauptnavigation (Access key h)Zur Unternavigation (Access key u)
Schriftvergrößerung
AAA

Woogbrücke - einzigartiger Brückenfund in Worms

Bei Straßenbauarbeiten wurde im Mai 2009 ein spektakulärer Fund gemacht: In Höhe des Rheintorplatzes kam ein Brückenbauwerk zu Tage, offensichtlich eine Woogbrücke aus dem 17. Jahrhundert.

Eine Kiesfläche deutet das ehemalige Flussbett an 
Eine Kiesfläche deutet das ehemalige Flussbett an
Sie soll einst einziger Zugang vom Rhein her in die Stadt gewesen sein 
Sie soll einst einziger Zugang vom Rhein her in die Stadt gewesen sein
Abbildung der Rheintorpforten vor der großen Stadtzerstörung 1689 (Zeichnung von Peter Hamman)  
Abbildung der Rheintorpforten vor der großen Stadtzerstörung 1689 (Zeichnung von Peter Hamman)

Bauarbeiten fördern historische Brücke zutage

Der Ausbau des Verkehrsknotenpunktes zur B 47 lag sowohl aus technischer als auch aus zeitlicher Sicht im Plan, bis am 27. April 2009 bei Arbeiten ein gemauerter Kanal aus dem Ende des 19. Jahrhunderts entdeckt wurde. Wenige Tage später stießen die Bagger auf massive Sandsteinquader.
Erkundigungen bei der Denkmalpflege ergaben, dass die Lage des Rheintorplatzes stadthistorisch von großer Bedeutung ist. An dieser Stelle soll früher eine Bastion gestanden haben.

Mitarbeiter der Bodendenkmalpflege legten nun in mühevoller Arbeit die Brücke über den ehemaligen Woog und Teile der Bastion frei und dokumentierten dies.

Der Fund der Woogbrücke brachte zunächst alle Arbeiten zum erliegen und hatte massive Umplanungen zur Folge.

Es wurde beschlossen, dass die Woogbrücke nicht nur zu erhalten sei, sondern auch sichtbar bleiben und für Touristen erlebbar werden soll.

Fotos, Pläne und Beschreibungstexte in Schaukästen an den Wänden aus rostroten Cortenstahl erläutern den historischen Fund. Eine breite Treppe führt von der Verkehrsinsel im Kreuzungsbereich Wall-, Rhein- und Ludwigstraße hinab in das gekieste, ehemalige Flußbett des "Woog", wo noch Reste der stattlichen Befestigungsmauer der einstigen Bastion zu Worms - einer der Hauptein- und -ausgänge der mittelalterlichen Stadt - zu sehen sind.

Mauerreste sind ebenso aus rotem Sandstein, wie der freigelegte Brückenbogen. Durch ein Gitter hindurch kann man einen Blick unter die Brücke werfen. Bänke laden zum Verweilen und Betrachten ein. Ab den Abendstunden ist das Bauwerk ansprechend ausgeleuchtet. Zur Müllvermeídung stehen zahlreiche edelstahlfarbene Abfallbehälter mit Zigarettenablage bereit.

Sehen Sie hier eine Bildergalerie zur Woogbrücke.

 
Wurde am 7. Mai 2009 bei Straßenbauarbeiten entdeckt: die alte Woogbrücke aus dem 17. Jahrhundert
Wurde am 7. Mai 2009 bei Straßenbauarbeiten entdeckt: die alte Woogbrücke aus dem 17. Jahrhundert
Umbauung aus Cortenstahl mit Vitrinen
Umbauung aus Cortenstahl mit Vitrinen