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Augsburg

Das mehr als 2000 Jahre alte Augsburg gehört neben Trier und Worms zu den drei ältesten Städten Deutschlands und ist die drittgrößte Stadt Bayerns.

Martin Luther  
Martin Luther

St. Anna in Augsburg und die Lutherstiege – wo Luther wirkte

Elf Tage wohnte und wirkte Martin Luther 1518 im Karmelitenkloster bei der St.-Anna-Kirche. Ein Porträt des Reformators aus der Werkstatt Lucas Cranachs d. Ä. hängt im Ostchor der Annakirche.

1525 wurde in dieser Kirche in Augsburg erstmals das Abendmahl „in beiderlei Gestalt“ gefeiert.

Die 1983 in Räumen des früheren Klosters entstandene „Lutherstiege“ – das Museum der Annakirche – zeigt u.a. Lutherschriften zur Einführung der Reformation in Augsburg, Stiche und Dokumente zur „Confessio Augustana“ (dem Augsburger Bekenntnis von 1530) sowie zum „Augsburger Interim“ (1548), zum „Augsburger Religionsfrieden“ (1555), zum „Westfälischen Frieden“ von 1648 und zum seit 1650 gefeierten „Augsburger Friedensfest“.


 
Dom in Augsburg 
Dom in Augsburg

Dom und Fronhof: „Confessio Augustana“ und Luthers Anschlag

In der Augsburger Bischofsresidenz, von der noch der Pfalzgrafenturm am Fronhof erhalten ist, wurde am 25. Juni 1530 das „Augsburger Bekenntnis“ („Confessio Augustana“) verlesen – das Volk hörte vor den geöffneten Fenstern mit.

Am Mariendom wurde 1518 Luthers „Appellation von dem nicht gut unterrichteten an den besser zu unterrichtenden Papst“ am Portal angeschlagen. Bei der nahen Galluskirche soll Luther bald darauf durch eine Pforte aus der Stadt entwichen sein. Freunde sollen ihm eine Pforte in der Stadtmauer geöffnet haben, als seine Verhaftung drohte. Eine Gedenktafel („Da Hinab“) erinnert an die Legende mit wahrem Hintergrund.

Der Reformator floh in der Nacht vom 20. auf den 21. Oktober heimlich aus Augsburg.

 
Fronhof Augsburg 
Fronhof Augsburg

Die Fuggerhäuser – wo Kardinal Cajetan Martin Luther verhörte

Die Fugger waren Bankiers von vier Päpsten und prägten von 1503 bis 1524 in der „zecca“ Münzen des Kirchenstaats.

Martin Luther war ein großer Kritiker der Metall- und Geldgeschäfte der Fugger, zu denen auch deren Beteiligung am Peterskirchenablass gehörte. Vom 12. bis 14. Oktober 1518 fanden in den von Jakob Fugger erbauten Augsburger Fuggerhäusern Unterredungen Martin Luthers mit dem von der Kurie entsandten Kardinal Cajetan statt.

 
Damenhof in den Fuggerhäusern 
Damenhof in den Fuggerhäusern

Weltweit einmalig: das „Augsburger Hohe Friedensfest“

1949 machte der Bayerische Landtag das „Augsburger Hohe Friedensfest“ (8. August) zum weltweit einzigartigen gesetzlichen Stadtfeiertag.

Begangen wurde das Friedensfest erstmals 1650 von den Protestanten Augsburgs in Erinnerung an den Westfälischen Frieden von 1648, der die „Augsburger Parität“ – die Gleichberechtigung beider Konfessionen – garantierte.

Seit 2005 veranstaltet die Stadt Augsburg ein jährliches Friedensfestival am und um den 8. August herum.

 

Über Augsburg

Das mehr als 2000 Jahre alte Augsburg gehört neben Trier und Worms zu den drei ältesten Städten Deutschlands und ist die drittgrößte Stadt Bayerns. Die Römergründung im Jahr 15 vor Christus am Zusammenfluss von Lech und Wertach spielte insbesondere im Zeitalter der Renaissance, des Rokoko und der Industrialisierung eine europaweit bedeutende Rolle. Der Handelsherr Jakob Fugger, der Komponist Leopold Mozart und der Schriftsteller Bert Brecht sind berühmte Söhne der Stadt.


(Quelle: www.augsburg.de )

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