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Erfurt

In der Zeit von 1505-12 war Luther ein Mönch in Erfurt. 1507 wird er in Erfurt zum Priester geweiht.

Collegium Maius 
Collegium Maius

Martin Luther als Student (1501-1505)

Martin Luther wurde 1501 als "Martinus Ludher ex Mansfelt" an der Universität Erfurt immatrikuliert, legte an der artistischen Fakultät am 29. September 1502 sein Bakkalarexamen ab und wurde 1505 Magister artium. Er nahm Quartier in der Georgenburse nahe der Lehmannsbrücke (heute Augustinerstraße).

 

Martin Luther wird Mönch und Priester (1505-1512)

Bei einem schweren Sturm – so berichtet die Legende („Der Blitz“) – habe Luther sich verpflichtet, Mönch zu werden. Diesen Entschluß ändert er auch nicht, als Freunde und vor allem sein Vater den erfolgreichen Studenten und angehenden Juristen umzustimmen versuchten. Zwei Wochen später, am 17. Juli 1505, trat Martin Luther in das Augustinerkloster ein.
( www.augustinerkloster.de )

Das Mönchsleben war zur Zeit Luthers schwer, es wurde bestimmt durch Fasten, Beten und Arbeiten. Der Tag der Mönche begann um 03:00 Uhr mit dem ersten Stundengebet. Diese Zeit prägt Luther sehr, vor allem findet er hier den engen Bezug zur Bibel, der sein späteres Arbeiten und seine späteren Schriften kennzeichnen wird.

1506 legte Luther das feierliche Mönchsgelübde ab und wurde 1507 durch den Erfurter Weihbischof Johann Bonemilch von Laasphe in der Kilianikapelle des Erfurter Marienstiftes (Dom) zum Priester geweiht. In diesem Jahr beginnt er auch ein Theologiestudium in Erfurt. Er studiert gemäß der scholastischen Lehre, kommt aber auch mit den Ideen der Humanisten in Berührung, auch begrüßt er ihre Losung 'Ad Fontes!' – Zurück zu den Quellen.
Das Noviziat war bereits nach einjähriger Dauer durch das feierliche Gelübde beendet worden.

Vorlesungen in Erfurt (1509-1511)

Zurückgekehrt nach Erfurt hielt er Vorlesungen über die Sentenzen des Petrus Lombardus (im Coelicum) und wurde 1509 wohl im Coelicum, dem Auditorium der Theologischen Fakultät am Erfurter Dom zum Baccalaureus formatus promoviert.

Grundlagen und zahlreiche Anregungen für seine spätere Entwicklung hat Martin Luther in Erfurt bekommen. Sein ganzes Leben lang hatte er enge Beziehungen zu Erfurt, wohin ihn sein Weg auch später noch mehrmals führte. Wie ein Bekenntnis klingt es, wenn er 1513 formulierte: "Die Erfurter Universität ist meine Mutter, der ich alles verdanke". Gepredigt hat er in der Michaeliskirche, in der Kaufmannskirche, der Barfüßerkirche und in der Augustinerkirche.

Landeshauptstadt Erfurt

"Erfurt liegt am besten Ort. Da muss eine Stadt stehen!" So urteilte der große Reformator Martin Luther im 16. Jahrhundert. Erstmals erwähnt wurde Erfurt jedoch schon 742 in einem Brief an Papst Zacharias. Der Missionsbischof Bonifatius erkannte die prädestinierte Lage des Ortes "Erphesfurt" in der fruchtbaren Gera-Aue und empfahl ihn der römischen Kirche als Sitz eines Bistums. Erfurt wurde zum geistlichen Zentrum Thüringens.

Die bevorzugte Verkehrslage am Kreuzungspunkt alter deutscher und europäischer Handelsstraßen, ein früher und weitreichender Markt- und Handelsverkehr und das Vorhandensein einer Königspfalz begünstigten die frühe Stadtwerdung Erfurts.

Auf über 1260 Jahre bewegte Geschichte blickt Erfurt heute zurück. Viele Unverwechselbarkeiten kennzeichnen die größte thüringische Stadt mit ihrem Wahrzeichen Dom und Severikirche sowie einem fast vollständig erhaltenen mittelalterliche Stadtkern.
(Quelle: www.erfurt.de )