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Marburg

Martin Luther wurde am 10. November 1483 als Sohn des Bergbauern Hans Luther und seiner Frau Margarethe, geborene Lindemann, in Eisleben geboren und schlug 1517 die Thesen an die Schloßkirche zu Wittenberg an.

Marburger Religionsgespräch 1529

Landgraf Philipp von Hessen lud 1529 zum Marburger Religionsgespräch, da auf dem Reichstag zu Speyer 1529 erneut das Wormser Edikt bestätigt worden war.
Es war nun nötig, ein Verständnis über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Reformatoren zu diskutieren und auf eine mögliche Verständigung hinzuarbeiten.

Teilnehmer an den Gesprächen waren unter anderem neben Martin Luther und Philipp Melanchthon Huldrych Zwingli und Martin Bucer.
Es war dies das einzige Mal, dass die führenden Reformatoren aus Sachsen, Oberdeutschland und der Schweiz persönlich zusammentrafen.

Hauptstreitpunkt waren die unterschiedlichen Auffassungen Luthers und Zwinglis von der Rolle des Abendmahls.
Für Zwingli war das Abendmahl eine Bekenntnishandlung der Gemeinde, für Luther war Christus beim Abendmahl real gegenwärtig.

Engagiert, aber ohne Erfolg, disputierte man im Schloss am 2. und 3. Oktober über die Handhabung des Abendmahls.
Die Schweizer Reformatoren legten zuerst eine rein geistliche Deutung des Abendmahls dar.
Im Rahmen der erregten Diskussion zog Luther die Samtdecke vom Tisch zurück und schrieb mit Kreide die Worte (in Latein) darauf: "Dies ist mein Leib!"
Luther wies nur auf dieses eine Wort "ist" hin: "Wenn die anderen, wie sie selbst sagten, es weder begreifen noch glauben können, dass der Leib Christi da wäre im Abendmahl, so wollen wir auch euch fahren lassen und dem Gerechten Gericht Gottes befehlen, der wird’s wohl finden, wer recht hat."

Auf Veranlassung von Landgraf Philipp verstanden sich jedoch Luther und seine Begleiter zu einer Einigungsformel, die nachträglich noch zu großer geschichtlicher Nachwirkung gelangen sollte.
Die Reformation Württembergs im Jahre 1534 und die Wittenberger Konkordie von 1536 erfolgten auf dieser Grundlage.

Am 3. Oktober vereinigt der Landgraf alle Gesprächsteilnehmer zu einem Gastmahl im Schloss und am nächsten Tag arbeitet Luther die mitgebrachten "Schwabacher Artikel" unter Zurückstellung des Abendmahls an den Schluss und unter Abglättung aller Schärfen zu einer Feststellung aller Punkte, in denen man sich einigen musste.
Die entstandenen "14 Marburger Artikel". sind in die Hauptteile der Augsburgischen Konfession hinein gearbeitet worden.

Es konnten beim Marburger Religionsgespräch nur die Gemeinsamkeiten gegen die altgläubige Kirche festgestellt und auf Wunsch des Landgrafen schriftlich festgehalten werden.
Die Reformatoren gingen ansonsten im Dissens auseinander und reisten überstürzt ab, da das Herannahen einer Seuche gemeldet wurde.

Es bleibt daher festzuhalten, dass die die vertane Möglichkeit im Rahmen des Marburger Religionsgesprächs die Spaltung der protestantischen Bewegung auf lange Zeit festschrieb.

Lutherstadt Marburg

Auch die Universitätsstadt Marburg gehört zum "Bund der Lutherstädte". Als Lutherstädte gelten die Städte, in denen der deutsche Reformator Martin Luther gelebt oder maßgeblich gewirkt hat. 14 Städte haben sich im "Bund der Lutherstädte" zusammengeschlossen. 2007 wurde der Kreis der Lutherstädte um Augsburg erweitert.
Der Lutherpreis "Das unerschrockene Wort" Seit 1996 wird von den Lutherstädten alle zwei Jahre der Preis "Das unerschrockene Wort" verliehen. Ausgezeichnet werden Frauen und Männer, die bereit sind "für unerschrockenes Auftreten Unbill in Kauf zu nehmen" - so wie seinerzeit Martin Luther, der sich 1521 während des Reichstags zu Worms vor Kaiser Karl V für seine innere Überzeugung verantworten musste.

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Universitätsstadt Marburg

Die Universitätsstadt Marburg mit Historie, Altstadt zwischen Lahn und Schloss, universitärem Flair und landschaftlich reizvollem Umland.

Tourismus, Kultur und Geschichte haben sich in Marburg immer wechselseitig beflügelt. Das war schon so im 13. Jahrhundert: Da erbaute der Deutsche Orden zu Ehren der 1231 hier verstorbenen Heiligen Elisabeth die erste gotische Hallenkirche auf deutschem Boden. Die Elisabethkirche wurde zum Ziel von Pilgern aus dem ganzen Land - eine erste Form des Tourismus.

Landgraf Philipp der Großmütige legte mit der Universitätsgründung 1527 den Grundstein für die weltoffene Universitätsstadt mit Studierenden und Besuchern aus aller Welt.

Emil von Behring, erster Medizin-Nobelpreisträger und Gründer des nach ihm benannten Pharmaunternehmens, gab mit seiner Verbindung von Wissenschaft und Wirtschaft dem Tagungs- und Kongressverkehr weitere Impulse.
Historie, Kultur, Wissenschaft und das städtische Ambiente mit vorbildlich sanierter Fachwerk-Altstadt, Lahn und Landgrafenschloss sind die touristischen Attraktivitäten Marburgs.

(Quelle: www.marburg.de )