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Alles rund um das Wormser Kanalnetz

Das Wormser Kanalnetz ist für das anfallende Abwasser ausreichend dimensioniert. Trotzdem läßt sich ein Rückstau im Kanalnetz nicht immer vermeiden. Ein Kanalnetz kann wirtschaftlich vertretbar nicht so ausgerichtet werden, dass jeder Starkregen kurzfristig abgeleitet werden kann. Als Rückstauebene gilt in Worms daher die Gehwegoberkante.

 
 
 
Skizze des Wormser Kanalnetzes 
Skizze des Wormser Kanalnetzes

Sicherung vor Rückstau

Aus den oben genannten Gründen, müssen Grundstückseigentümer ihr Grundstück selbst gegen Rückstau sichern. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten (Beispiele finden Sie hier). Eingebaute Rückstausicherungen sollten vom Grundstücksbesitzer allerdings regelmäßig gewartet werden.

 
 
 
 
Vorführung des Kanalspülwagens am Tag der offenen Tür  
Vorführung des Kanalspülwagens am Tag der offenen Tür

Kanalinspektion

Jährlich werden circa 35 bis 40 km Kanalleitungen per TV-Befahrung inspiziert. Zusätzlich werden etwa 50 bis 70 Hausanschlüsse im Jahr überprüft. Diese gebührenpflichtige Überprüfung erfolgt auf Antrag. Jedes Kanalrohr wird im Abstand von maximal 10 Jahren inspiziert und im Abstand von einem Jahr durch moderne Hochdruckreinigungsfahrzeuge gereinigt.

Sollte der Kanal verstopft sein, wird dies ebenfalls im Zuge einer TV-Befahrung überprüft.

 
 
 
 
beschädigter Kanalabschnitt 
beschädigter Kanalabschnitt
beschädigter Kanalabschnitt 
beschädigter Kanalabschnitt

Warum sind funktionierende Kanäle so wichtig?

Diese Frage wird immer wieder gestellt.

Bei einem beschädigten Kanal kann verschmutztes Abwasser in das Erdreich eindringen. Außerdem besteht die Möglichkeit bei hoch anstehendem Grundwasser, dass sauberes Wasser in das Kanalsystem drückt und anschließend in der Kläranlage mit gereinigt werden muss.

Sollte der Schaden ein größeres Ausmaß annehmen, ist die Standfestigkeit von Straßen, Brücken und Gebäuden nicht gewährleistet.

 
Aufbau für das Inlinerverfahren 
Aufbau für das Inlinerverfahren
Verlegung eines Kanal-Inliners 
Verlegung eines Kanal-Inliners
Ausgefugter Kanal 
Ausgefugter Kanal
Kostspieligste Sanierungsmethode: Aufgrabung 
Kostspieligste Sanierungsmethode: Aufgrabung
Typischer Bewohner der Kanalistation: eine Ratte 
Typischer Bewohner der Kanalistation: eine Ratte

Was wird getan, wenn Schäden festgestellt werden?

Festgestellte Schäden im Kanalnetz werden nach einer Prioritätenliste abgearbeitet. Je nach Schadensfall wird die optimale Sanierungsmethode gewählt.
Es stehen derzeit verschiedene Möglichkeiten mit unterschiedlichen Einsatzgebieten zur Auswahl.

Inlinerverfahren:
Am häufigsten werden Kanalsanierungen mit dem sogenannten Inlinerverfahren durchgeführt. Der Vorteil dieser Methode liegt in der schnellen und kostengünstigen Ausführung. Bei der Inlinersanierung wird ein maßangefertigter Kunststoffschlauch in den vorbereiteten Kanal eingezogen. Die Länge und der Durchmesser entsprechen dem bestehenden Rohr. Die Wanddicke richtet sich nach den statischen Erfordernissen. Der mit Harz getränkte "Inliner" wird über vorhandene Schächte in den zu sanierenden Kanal eingezogen. Dort wird er mit Druckluft oder Wasser aufgestellt und passt sich den Innenwänden des Kanals genau an. Das Harz härtet durch Zugabe von Wärme (Warmwasser, Dampf) oder Licht (UV-Licht) in einer exothermen Reaktion und es entsteht ein "Rohr im Rohr". Der "Liner" muss je nach Rohrdurchmesser und -länge zwischen 2 Stunden und mehreren Tagen aushärten bevor der Kanal wieder in Betrieb gehen kann. Hausanschlüsse und andere Zuleitungen werden nach der Aushärtung aus dem Schlauch herausgeschnitten. Die verbleibende Fuge zwischen Altrohr und Inliner wird mit Epoxydharz verpresst oder es wird ein harzgetränkter passgenauer Filz (sog. Hut) eingebaut.

Roboter- oder Kurzlinersanierungen:
Einzelschäden werden durch Roboter- oder Kurzlinersanierung instand gesetzt. Das Kurzlinerverfahren entspricht dabei weitgehend dem oben beschriebenen Inlinerverfahren. Im Unterschied dazu werden allerdings nur kurze Schläuche eingebaut, die genau den Einzelschaden beheben. Bei der Robotersanierung wird ein ferngelenktes System eingesetzt mit dem Ziel, Ablagerungen aus den Leitungen zu fräsen, Stutzen an die Rohrwandungen anzupassen und Gegenstände aus dem Kanal zu entfernen und Seitenzuläufe zu verschließen. Auch dient es als Vor- und Nachbearbeitungs- gerät beim Setzen von Inlinern. Das Einsatzgebiet reicht von Nennweite DN 100 bis 600 mm.

Ausfugen:
Im Stadtgebiet von Worms befinden sich, hauptsächlich im Stadtkern, noch viele, sehr alte Mischwasserkanäle, die ältesten aus den Jahren 1890, die mit gebrannten Ziegelsteinen gemauert wurden. Diese Kanäle befinden sich zum größten Teil in einem guten Zustand. Werden dennoch Sanierungsarbeiten an den Mischwasserkanälen erforderlich, so werden diese durch Ausfugen des Mauerwerkes repariert. Diese Arbeiten werden von Hand ausgeführt. Der neu auszufugende Bereich wird mittels Feuchtsandstrahlen gereinigt und das alte Fugenmaterial wird bis auf den tragfähigen Untergrund entfernt. Die gereinigten Fugen werden danach mittels Spezialmörtel neu verfugt.

Aufgrabungen:
Die kostspieligste Methode einer Kanalsanierung erfolgt beim Aufgraben. Hierfür müssen zeitweilig Straßen für den Verkehr gesperrt werden.

 

 

Kontakt

Hausanschlüsse bzw. Straßeneinbrüche:

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Ekrem Kaplan

Telefon: 0 62 41 / 91 00 - 58

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Kanalnetz:

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Peter Funk

Telefon: 0 62 41 / 91 00 - 49

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Kanalsanierung (ebwo)