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Informationen für Grundstückseigentümer

 
 

Kommunale Starkregenvorsorge

Die Stadt Worms nimmt zusammen mit zwei weiteren Kommunen an dem Modellprojekt „Regen Sicher“ des Umweltbundesamts teil. Ziel des Projektes ist es, Bürgerinnen und Bürger zu informieren und dazu zu motivieren, sich vorsorgend gegen Starkregenereignisse zu schützen.

Weitere Informationen zum Projekt "Regen Sicher Worms" finden Sie unter: starkregen-worms.de

Am 2. Dezember 2017 fand eine Infoveranstaltung "Starkregen in Worms" im Tagungszentrum "Das Wormser" statt. Hier finden Sie die Dokumentation der Infoveranstaltung.


Was sind Starkregen? Hierzu die Definition des Deutschen Wetterdienstes: www.dwd.de

Starkregen können innerhalb kürzester Zeit verheerende Schäden verursachen: www.wormser-zeitung.de

 
 

Rückstausicherung

Rückstau im Kanalsystem kommt häufiger vor als man denkt.

Bei Starkregen, Kanalreinigungsarbeiten oder Störungen im Netz ist ein steigender Wasserspiegel die Folge - Rückstausicherung vermeidet Folgeschäden im Grundstücksbereich.


Einen anschaulichen Film zum Thema Rückstausicherung und Überflutungsschutz finden Sie hier: www.erftverband.de

 
Gebäude mit Rückstausicherung 
Gebäude mit Rückstausicherung

Beispiel 1: Kellerräume nicht ausgebaut/ von untergeordneter Nutzung

Alle Abwasseranfallstellen (z.B. Bodenablauf, Überlauf Heizung, Waschbecken) unterhalb der Rückstauebene sind gegen Rückstau aus der Kanalisation abzusichern. Rückstausicherungen, die per Hand zu bedienen sind, sollten grundsätzlich verschlossen gehalten und nur bei Bedarf geöffnet werden. Sollte auch eine Toilette angeschlossen werden, ist eine Rückstausicherung für fäkalienhaltiges Abwasser einzubauen. Allerdings ist bei Schmutzwasseranschlüssen (Waschbecken, Toilette) in Kellerräumen der Einbau einer Hebeanlage empfehlenswerter, da dies zum einen sicherer ist und zum anderen dann diese Entwässerungsanlagen auch im Falle eines Rückstaus genutzt werden können. Abläufe bei Kellerabgängen sollten, falls möglich, nicht an den Kanal angeschlossen werden. Ansonsten sind auch diese über eine Hebeanlage an den Kanal anzuschließen.

 
Gebäude mit Hebeanlage 
Gebäude mit Hebeanlage

Beispiel 2: Kellerräume ausgebaut/Hofflächen unterhalb Straßenniveau

Alle Stellen, an denen Abwasser anfällt und die unterhalb der Rückstauebene liegen, sind rückstaufrei (Rückstauschleife) an eine Hebeanlage anzuschließen. Beim Einbau einer Einliegerwohnung ist eine Hebeanlage zwingend vorgeschrieben. Gleiches gilt auch für Niederschlagswasser, welches unterhalb der Rückstauebene (Beispiele: Zufahrten zu Tiefgaragen, tieferliegende Hof- und Stellflächen) anfällt, da eine Rückstausicherung zwar die Leitung zum Kanal verschließt, jedoch bei andauerndem Regen weiterhin Regenwasser in diesen Bereichen anfällt.

 
Rückstau bei fehlender Rückstausicherung 
Rückstau bei fehlender Rückstausicherung

Beispiel 3: Auswirkungen, falls keine Rückstausicherung eingebaut wurde

Überflutung der Kellerräume durch Wasseraustritt aus allen Abwasseranfallstellen unterhalb der Rückstauebene.

 
Falsch eingebaute Rückstausicherung 
Falsch eingebaute Rückstausicherung

Beispiel 4: Auswirkungen einer falsch eingebauten Rückstausicherung

An Rückstausicherungen (Rückstauverschluss, Hebeanlage) dürfen nur die Abwasseranfallstellen angeschlossen werden, die unterhalb der Rückstauebene liegen. Werden Entwässerungsanlagen angeschlossen, die oberhalb der Rückstauebene liegen, sind diese bei einem Rückstau nicht mehr nutzbar, da dann das anfallende Abwasser nicht mehr in den Kanal ablaufen kann, sondern sich innerhalb der eigenen Leitungen zurückstaut. Dies kann zu Wasserschäden auf Grund des Austritts von eigenem Abwasser im Gebäude führen. Sofern auch die Dachentwässerung an diesen Rückstauverschluss angeschlossen wurde, ist ein Rückstau und Wasseraustritt innerhalb des Gebäudes zwangsläufig.


 

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