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Informationen für Grundstückseigentümer

 
 

Kommunale Starkregenvorsorge

Die Stadt Worms nimmt zusammen mit zwei weiteren Kommunen an dem Modellprojekt „Regen Sicher“ des Umweltbundesamts teil. Ziel des Projektes ist es, Bürgerinnen und Bürger zu informieren und dazu zu motivieren, sich vorsorgend gegen Starkregenereignisse zu schützen.

Weitere Informationen zum Projekt "Regen Sicher Worms" finden Sie unter www.starkregen-worms.de

Am 2. Dezember 2017 fand eine Infoveranstaltung "Starkregen in Worms" im Tagungszentrum "Das Wormser" statt. Hier finden Sie die Dokumentation der Infoveranstaltung.

Gute Beispiele aus der Praxis von Wormser Bürgerinnen und Bürgern im Bereich Starkregenvorsorge finden Sie auf der Homepage der Stadt Worms in der Starkregen-Tatenbank.

Was sind Starkregen? Hierzu die Definition des Deutschen Wetterdienstes: www.dwd.de

 
 

Pressemitteilung vom 15.03.2021

Außengebietsentwässerung "Am Klausenberg" in Worms-Abenheim

Informationstafel erklärt Funktion und Bedeutung des Sedimentationsrückhaltebeckens

Im Rahmen der Starkregenvorsorge setzte die Entsorgungs- und Baubetrieb Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Worms mit der Fertigstellung des Sedimentationsrückhaltebeckens „Am Klausenberg“ bereits im August 2020 einen weiteren Teil der Außengebietsentwässerung in Abenheim um. Die am 09.03.2021 präsentierte Informationstafel erklärt die Funktion und die Bedeutung dieser Baumaßnahme.

Das Sedimentationsrückhaltebecken soll das über die rund 12 Hektar großen angrenzenden landwirtschaftlichen Flächen abfließende Oberflächenwasser, insbesondere bei Starkregen, soweit zurückhalten und den Wasser- und Schlammzufluss auf die Grundstücke der Anwohner und die Straßen verhindern.

Die zuständige Bauleiterin der ebwo AöR, Frau Eva Wiktorowski erklärte die einzelnen Schritte von der Genehmigungsplanung bis hin zur Fertigstellung der Maßnahme. Ursprünglich war das Becken als Schlammfang errichtet worden. Allerdings war dieses hydraulisch nicht leistungsfähig genug, was sich bei Starkregenereignissen in den letzten Jahren deutlich gezeigt hat. Um die Leistungsfähigkeit zu steigern, war es erforderlich das Becken tiefer auszuheben und die Überlaufschwelle zu erhöhen. Darüber hinaus wurde eine Bodenschwelle über den Wirtschaftsweg errichtet, welche das vom Hang abfließende Regenwasser zurückhält und in Richtung Becken leitet. Das Sedimentationsrückhaltebecken verfügt über ein Wasser- und Schlammrückhaltevolumen von ca. 100 m³. Die Maßnahme, die knapp ein Jahr Planungs- und Bauzeit in Anspruch nahm, kostete rund 100.000 EUR. Das nächste Projekt im Rahmen der Außengebietsentwässerung in Worms-Abenheim ist der Bau eines Regenwasserkanals in der Klausenbergstraße. Das im November 2020 genehmigte Projekt befindet sich in der Ausschreibungsphase und wird bald begonnen.

Herr Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek und die Ortsvorsteherin von Worms-Abenheim, Frau Stefanie Lohr nahmen sich die Zeit, um sich das Ergebnis vor Ort anzuschauen und um den Verantwortlichen der ebwo AöR ihren Dank auszusprechen.

Herr Kosubek ist erfreut, dass es in dieser Angelegenheit vorangeht. Es sind viele kleine Schritte erforderlich, bis das komplette Projekt „Außengebietsentwässerung“ abgeschlossen ist. Denn letztlich ist auch bei solchen Maßnahmen ein umfangreiches Genehmigungsverfahren erforderlich. Aber auch mit kleinen Schritten kommt man ans Ziel. Den Worten des Herrn Kosubek schloss sich auch Frau Lohr an. Sie bedankte sich für die Leistung, die die ebwo AöR erbracht hat und ist froh, dass den Bürgern von Abenheim Gehör geschenkt wird. Gerade weil solche Projekte einige Zeit in Anspruch nehmen, ist es wichtig, dass die Bürger mitgenommen und regelmäßig über den Fortschritt informiert werden.

Informationstafel am Sedimentationsrückhaltebecken "Am Klausenberg" / v.r.n.l: Hans-Joachim Kosubek (Bürgermeister), Stefanie Lohr (Ortsvorsteherin Worms-Abenheim), Eva Wiktorowski (Bauleiterin ebwo AöR), Hans Gugumus (techn. Vorstand ebwo AöR) und Andreas Oberhaus (kfm. Vorstand ebwo AöR) 
Informationstafel am Sedimentationsrückhaltebecken "Am Klausenberg" / v.r.n.l: Hans-Joachim Kosubek (Bürgermeister), Stefanie Lohr (Ortsvorsteherin Worms-Abenheim), Eva Wiktorowski (Bauleiterin ebwo AöR), Hans Gugumus (techn. Vorstand ebwo AöR) und Andreas Oberhaus (kfm. Vorstand ebwo AöR)
Informationstafel am Sedimentationsrückhaltebecken "Am Klausenberg" 
Informationstafel am Sedimentationsrückhaltebecken "Am Klausenberg"
 
 

Rückstausicherung

Rückstau im Kanalsystem kommt häufiger vor als man denkt.

Bei Starkregen, Kanalreinigungsarbeiten oder Störungen im Netz ist ein steigender Wasserspiegel die Folge - Rückstausicherung vermeidet Folgeschäden im Grundstücksbereich.

Einen anschaulichen Film zum Thema Rückstausicherung und Überflutungsschutz finden Sie hier: www.erftverband.de

 
Gebäude mit Rückstausicherung 
Gebäude mit Rückstausicherung

Beispiel 1: Kellerräume nicht ausgebaut/ von untergeordneter Nutzung

Alle Abwasseranfallstellen (z.B. Bodenablauf, Überlauf Heizung, Waschbecken) unterhalb der Rückstauebene sind gegen Rückstau aus der Kanalisation abzusichern. Rückstausicherungen, die per Hand zu bedienen sind, sollten grundsätzlich verschlossen gehalten und nur bei Bedarf geöffnet werden. Sollte auch eine Toilette angeschlossen werden, ist eine Rückstausicherung für fäkalienhaltiges Abwasser einzubauen. Allerdings ist bei Schmutzwasseranschlüssen (Waschbecken, Toilette) in Kellerräumen der Einbau einer Hebeanlage empfehlenswerter, da dies zum einen sicherer ist und zum anderen dann diese Entwässerungsanlagen auch im Falle eines Rückstaus genutzt werden können. Abläufe bei Kellerabgängen sollten, falls möglich, nicht an den Kanal angeschlossen werden. Ansonsten sind auch diese über eine Hebeanlage an den Kanal anzuschließen.

 
Gebäude mit Hebeanlage 
Gebäude mit Hebeanlage

Beispiel 2: Kellerräume ausgebaut/Hofflächen unterhalb Straßenniveau

Alle Stellen, an denen Abwasser anfällt und die unterhalb der Rückstauebene liegen, sind rückstaufrei (Rückstauschleife) an eine Hebeanlage anzuschließen. Beim Einbau einer Einliegerwohnung ist eine Hebeanlage zwingend vorgeschrieben. Gleiches gilt auch für Niederschlagswasser, welches unterhalb der Rückstauebene (Beispiele: Zufahrten zu Tiefgaragen, tieferliegende Hof- und Stellflächen) anfällt, da eine Rückstausicherung zwar die Leitung zum Kanal verschließt, jedoch bei andauerndem Regen weiterhin Regenwasser in diesen Bereichen anfällt.

 
Rückstau bei fehlender Rückstausicherung 
Rückstau bei fehlender Rückstausicherung

Beispiel 3: Auswirkungen, falls keine Rückstausicherung eingebaut wurde

Überflutung der Kellerräume durch Wasseraustritt aus allen Abwasseranfallstellen unterhalb der Rückstauebene.

 
Falsch eingebaute Rückstausicherung 
Falsch eingebaute Rückstausicherung

Beispiel 4: Auswirkungen einer falsch eingebauten Rückstausicherung

An Rückstausicherungen (Rückstauverschluss, Hebeanlage) dürfen nur die Abwasseranfallstellen angeschlossen werden, die unterhalb der Rückstauebene liegen. Werden Entwässerungsanlagen angeschlossen, die oberhalb der Rückstauebene liegen, sind diese bei einem Rückstau nicht mehr nutzbar, da dann das anfallende Abwasser nicht mehr in den Kanal ablaufen kann, sondern sich innerhalb der eigenen Leitungen zurückstaut. Dies kann zu Wasserschäden auf Grund des Austritts von eigenem Abwasser im Gebäude führen. Sofern auch die Dachentwässerung an diesen Rückstauverschluss angeschlossen wurde, ist ein Rückstau und Wasseraustritt innerhalb des Gebäudes zwangsläufig.


 

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