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ebwo-Werkdirektor geht in den Ruhestand

Alfred König nach 47 Jahren im öffentlichen Dienst verabschiedet

Alfred König (4.v.l.) bei seiner Verabschiedung Ende August mit (v.l.) Bürgermeister und Dezernent Hans-Joachim Kosubek, Oberbürgermeister Michael Kissel, dem 1. Stellvertretenden Werkleiter Hans-Dieter Gugumus, dem 2. Stellvertretenden Werkleiter Andreas Oberhaus, Ehefrau Monika König, Personalratsvorsitzender Peter Gertel und der stellvertretenden Personalratsvorsitzenden Angelika Mucha. 
Alfred König (4.v.l.) bei seiner Verabschiedung Ende August mit (v.l.) Bürgermeister und Dezernent Hans-Joachim Kosubek, Oberbürgermeister Michael Kissel, dem 1. Stellvertretenden Werkleiter Hans-Dieter Gugumus, dem 2. Stellvertretenden Werkleiter Andreas Oberhaus, Ehefrau Monika König, Personalratsvorsitzender Peter Gertel und der stellvertretenden Personalratsvorsitzenden Angelika Mucha.

Verabschiedung im Hohenstaufenring

Alfred König, Geschäftsführer der Entsorgungsgesellschaft Worms mbH und Werkdirektor des Entsorgungs- und Baubetriebs der Stadt Worms, wurde Ende August von Oberbürgermeister Michael Kissel in feierlichem Rahmen in den Ruhestand verabschiedet.

Kompetenter Mitarbeiter und Teamplayer

Unter seiner Führung habe sich der ebwo zu einem Paradepferd der Stadt Worms entwickelt, stellte Oberbürgermeister Michael Kissel gestern im Kreise von Mitarbeiterschaft und Gästen des öffentlichen Lebens Alfred König ein bemerkenswertes Zeugnis aus. In feierlichem Rahmen wurde der Werkdirektor des Entsorgungs- und Baubetriebs der Stadt Worms und Geschäftsführer der Entsorgungsgesellschaft Worms mbH im Beisein seiner Familie vom Stadtchef nach 47 Jahren Tätigkeit im Öffentlichen Dienst in der hergerichteten Fahrzeughalle des ebwo im Hohenstaufenring in den Ruhestand verabschiedet. 

Mit Alfred König verlasse ein kompetenter Mitarbeiter und zugleich langjähriger Freund den Konzern Stadt Worms, skizzierte Michael Kissel die einzelnen beruflichen Stationen des 64-Jährigen, der sein Geschäft von der Pike auf gelernt habe. Am 1. August 1970 begann Alfred König zusammen mit OB Kissel eine Verwaltungsausbildung. Bis heute habe sich an der engen beruflichen Verbundenheit und persönlichen Vertrautheit nichts geändert, sagte der Stadtchef.

Stets weitergebildet und zahlreiche Prüfungen bewältigt

Nach seiner Ausbildung bei der Stadt Worms und einer kurzen Zeit bei der VG Grünstadt kehrte König 1988 in seine Heimatstadt zurück und arbeite zunächst als Leiter des Rechnungswesens beim damaligen Stadtreinigungsamt. Es folgten die Bestellung zum stellvertretenden Leiter der Stadtreinigung und nach der Bildung des Entsorgungsbetriebs als Eigenbetrieb der Stadt im Jahre 1991 eine beispielhafte weitere berufliche Karriere. Am 1. Mai 2004 wurde Alfred König zum Werkleiter des Entsorgungsbetriebes bestellt und ein Jahr später zum Geschäftsführer der neuen Entsorgungsgesellschaft.

In den verschiedenen Stationen seiner Laufbahn habe er sich stets weitergebildet und zahlreiche Prüfungen bewältigt, sagte Michael Kissel mit Blick auf die Vita seines Mitarbeiters, der sich durch absolute Verlässlichkeit, tiefes Pflichtbewusstsein und große Loyalität ausgezeichnet habe und trotz seiner Führungsposition in seiner Art immer bescheiden und menschlich geblieben sei.

Alfred König habe zudem soziale und emotionale Kompetenz bewiesen und den ebwo nicht nur unter rein geschäftlichen Kriterien vorangebracht, sondern auch hinsichtlich einer auf die Bedürfnisse der über 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgerichteten Unternehmenskultur, hob der OB das innerbetriebliche Gesundheitsmanagement, die Arbeitssicherheit, pädagogischen Konzepte, die stetige Fortentwicklung des Ausbildungsbereichs und andere Maßnahmen hervor, die den ebwo zum modernen Unternehmen formten, das als wichtiger Partner in der Daseinsvorsorge der Bürgerinnen und Bürger eine Schlüsselfunktion übernehme.

Großer Beitrag für die Stadt geleistet

Alfred König sei es durch kluge kaufmännische Entscheidungen gelungen, den Schuldenstand des Unternehmens von 15.6 Millionen Euro in 2004 auf 3,3 Millionen Euro im Jahr 2016 zu reduzieren, obgleich immer wieder zahlreiche Investitionen zur Aufrechterhaltung und Verbesserung der Betriebsfähigkeit zu tätigen waren, verdeutlichte Michael Kissel. Die Eigenkapitalquote der städtischen Tochtergesellschaft liegt bei 80 Prozent. „Davon kann so manches Unternehmen nur träumen“, attestierte der Oberbürgermeister dem scheidenden Werkdirektor, „dass Alfred König einen hervorragenden Job gemacht hat und von ihm kluge strategische Entscheidungen getroffen wurden.“

In die Dienstzeit Königs fallen die Zusammenführung des Entsorgungsbetriebes mit dem damals noch eigenständigen Baubetriebshof (2006), die Übernahme des Arbeitsförderbetriebes (2012) und der Erwerb der Gärtnerei Trebst mit dem damit verbundenen Umzug der Stadtgärtnerei nach Herrnsheim (2012). Des Weiteren die Umsetzung des Generalentwässerungsplanes mit Investitionen in Höhe von 16,3 Millionen Euro, die Erneuerung der Kläranlage für knapp vier Millionen Euro oder die Erschließung mehrerer Wormser Wohngebiete.

Als echten Teamplayer mit vorbildlichen Führungsqualitäten bezeichnete Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek als zuständiger Dezernent den in den Ruhestand zu verabschiedenden Werkdirektor in seiner Laudatio. Alfred König habe in seine Planungen auch immer die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit einbezogen und auf deren Sachverstand und Meinungen Wert gelegt“, hob Kosubek das positive Betriebsklima beim ebwo hervor. „Die Arbeit mit Alfred König und dem ebwo-Team hat mir stets große Freude bereitet“, dankte Kosubek seinem Werkdirektor für die jahrelange stets positive Zusammenarbeit. Im Bewusstsein, dass der Werksausschuss und schlussendlich der Stadtrat die wesentlichen Entscheidungen zu treffen hatten, habe König die Vorlagen immer lückenlos und bestens vorbereitet, „sodass in aller Regel einmütige Beschlüsse gefasst wurden“, berichtete Kosubek. Die positiven Jahresabschlüsse habe der Stadtrat regelmäßig mit Freude zur Kenntnis genommen, unterstrich der Dezernent und „dank der vorbildlichen Arbeit von Alfred König ist der ebwo für die Zukunft bestens aufgestellt.“

"Mehr als nur eine Arbeitsstätte"

Nach seinen Vorrednern ergriff König selbst das Wort. Die städtische Tochtergesellschaft sei für ihn stets mehr gewesen als nur eine Arbeitsstätte, gestand der Werkdirektor, der sich nun einem neuen Lebensabschnitt zuwendet. „Mein Grundsatz war es immer, dass jeder an seinem Platz wichtig ist und jeder Einzelne zum Erfolg beiträgt“, dankte Alfred König den Beschäftigten und seiner Ehefrau Monika im Speziellen, „die mir in all der Zeit immer den Rücken gestärkt hat.“

Zur Verabschiedung übergaben die Mitarbeiter ihrem Chef ein Fotobuch mit Bildern aller ebwo-Angestellten, eine „persönliche Führung“ durch das Fußballstadion von Borussia Dortmund, da Alfred König ein überzeugter BVB-Fan ist, sowie eine Biergartenkiste. Die Hochachtung vor dem Chef brachte zum Schluss auch Personalratsvorsitzender Peter Gertel zum Ausdruck: „Vielen Dank für die tollen Jahre, es hat Spaß gemacht, mit Ihnen zusammenzuarbeiten“.