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Westend-Realschule plus Worms (WRS)

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Verleihung des Titels "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage

Schule gegen Gewalt und Rassismus
Schule gegen Gewalt und Rassismus

Die Westend-Realschule plus wurde als 154. Schule in Rheinland-Pfalz mit dem Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ ausgezeichnet. Das Projekt ist eine Initiative von Schülern, die sich aktiv langfristig gegen jede Form von Diskriminierung und Rassismus und für eine tolerante, gewaltfreie und demokratische Gesellschaft engagieren wollen. In einer Feierstunde überreichte Dr. Albrecht Gill von der Landeszentrale für politische Bildung Rheinland-Pfalz die Titel-Urkunde. „Mehr als 70 Prozent der Schulgemeinschaft hat im Vorfeld den drei Grundregeln in einer Unterschriftenaktion zugestimmt", erläuterte Schulleiter Hans-Jürgen Finkler. Diese sind Vorbedingung für die Anerkennung als Projektschule. Konkret heißt das, die Schule setzt sich für nachhaltige Projekte zur Überwindung von Diskriminierung, insbesondere von Rassismus ein, schreitet bei Konflikten ein und sucht gemeinsam nach solidarischen Lösungen. Außerdem verpflichtet sich die Schulgemeinschaft zu einer jährlichen Projektarbeit zur nachhaltigen Stärkung des Schulklimas. Initiatorin des Projektes ist Melissa Ataseven, Schülersprecherin im vergangenen Schuljahr. Einer ihrer Beweggründe war, „dass Jugendliche sehr oft diskriminierende und rassistische Ausdrücke verwendet haben. Strafen oder Verwarnungen der Lehrkräfte haben leider oft nicht ausgereicht“, erinnert sich die junge Frau. Ihr war es stets wichtig, dass Grenzen nicht überschritten werden „und dass es nicht rassistisch wird. Genau das haben wir erreicht. Themen wie Nationalität und Religion kommen in der Schule kaum noch zur Sprache. Wenn sich noch mehr Schulen daran beteiligen und damit Erfolg haben, spiegelt sich das in der Gesellschaft wieder“, ist sie sich sicher. Eine weitere Vorbedingung für die Anerkennung als Projektschule ist die Nennung eines Paten. Oberbürgermeister Adolf Kessel übernahm diese Funktion gerne. „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt“, zitierte er den Gesetzestext, der auch dann Umsetzung fände, wenn in Schulen Diskriminierung und Rassismus debattiert werden. Widerspruch erfordere oft auch Mut und Zivilcourage, so der OB weiter. Er animierte die Schulgemeinschaft, den Titel-Zusatz „Schule mit Courage“ mit Leben zu füllen und sich auch außerhalb der Schule für die Gemeinschaft einzusetzen. Kessel schloss mit den Worten: „Ich bin stolz, Pate sein zu dürfen.“ Anlässlich der Titelverleihung haben die Schüler die vor zehn Jahren von Schülern initiierte Ausstellung mit dem Titel „Verschleppt, vergast, vergessen? – Opfer des Nationalsozialismus in Worms und der Umgebung“ aufleben lassen. Der Schulchor umrahmte die Veranstaltung unter der Leitung von Hildegard Crusius in hervorragender Weise. Die Westend-Realschule plus ist nach dem Eleonoren-Gymnasium und dem Gauß-Gymnasium die dritte Wormser Schule, die den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ trägt.

(Quelle: Wormser Zeitung vom 21.9.19)

 
 
 
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