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Der Reichs-Tag von Worms

Luther hat seine Meinung aufgeschrieben.

Seine Meinung über die Kirche.

Und seine Meinung über den Glauben.

Der Papst hat gesagt:

  • Die Meinung von Luther ist falsch.
  • Er gehört nicht mehr zur Kirche.

Dazu sagt man: Kirchen-Bann

Ein altes Bild vom Reichs-Tag, Archiv Eichfelder 
Ein altes Bild vom Reichs-Tag, Archiv Eichfelder
Ein altes Bild vom Wormser Dom; Zeichnung von Hamman, Bild: Stadtarchiv Worms 
Ein altes Bild vom Wormser Dom; Zeichnung von Hamman, Bild: Stadtarchiv Worms
Das wurde in Worms aufgeschrieben: Das Wormser Edikt; Bild: Luther-Bibliothek der Stadtbibliothek / Stadtarchiv Worms 
Das wurde in Worms aufgeschrieben: Das Wormser Edikt; Bild: Luther-Bibliothek der Stadtbibliothek / Stadtarchiv Worms

Früher war es so:

Der Papst hat über einen Menschen einen Kirchen-Bann gesprochen.

Dann ist das passiert:

Der Kaiser hat gesagt:

  • Es ist verboten, dass jemand den Menschen in sein Haus lässt.
  • Jeder muss Bescheid sagen, wenn er den Menschen findet.
  • Dann bringen wir den Menschen zum Papst.

Man sagt dazu:

Der Kaiser spricht eine Reichsacht aus.

Das spricht man so: Reichs-acht.

 

Aber bei Luther war es anders:

Wichtige Männer haben gesagt:

  • Der Kaiser soll erst hören, was Luther sagt.
  • Luther soll nach Worms kommen.
  • Jemand soll auf Luther aufpassen.
  • Dann ist Luther in Sicherheit.
  • Und Luther kommt gut nach Worms.

Das war vor fast 500 Jahren.


Luther ist nach Worms gekommen.

Er musste in den Bischofs-Hof gehen.

Dort hat Luther vor dem Kaiser gestanden.

Der Kaiser hat zu Luther gesagt:

Sag, dass du etwas Falsches geschrieben hast!

Aber Luther wollte das nicht sagen.

 

Der Kaiser hat ein Papier geschrieben.

Auf dem Papier steht:

Ich will eine Reichsacht aussprechen.

Das spricht man so: Reichs-acht.

Reichsacht heißt:

  • Die Texte von Luther sind verboten.
  • Es ist verboten, dass jemand Luther ins Haus lässt.
  • Jeder muss Bescheid sagen, wenn er den Menschen findet.
  • Dann bringen wir den Menschen zum Papst.

Das Papier heißt: Wormser Edikt.

Ein Edikt ist wichtiges Papier vom Kaiser.

 

 

Das ist vorher passiert:  

Vor genau 500 Jahren hat Luther seine Meinung aufgeschrieben.

Seine Meinung über die Kirche.

Und seine Meinung über den Glauben.

Luther hat fast hundert Sätze aufgeschrieben.

Die Sätze heißen: Thesen.

Luther hat die Sätze an wichtige Kirchen-Männer geschickt.

Später hat Luther noch mehr Texte geschrieben.

 

Der Papst hat geschrieben:

  • Die Meinung von Luther ist falsch.
  • Luther ist gegen die Kirche.
  • Luther muss sagen:

Ich habe etwas Falsches geschrieben.

  • Dann gehört Luther weiter zur Kirche.
  • Vielleicht macht Luther das nicht:

Dann gibt es einen Kirchen-Bann gegen Luther.

  • Luther gehört nicht mehr zur Kirche.

 

Luther hat den Brief vom Papst verbrannt.

Alle Menschen konnten dabei zuschauen.

 

Da hat der Papst gesagt:

  • Wir müssen Luther bestrafen.
  • Luther gehört nicht mehr zur Kirche.
  • Er darf nicht mehr zum Abendmahl gehen.

Dazu sagt man: Kirchen-Bann

 

Meistens war es so:

Der Papst hat über einen Menschen einen Kirchen-Bann gesprochen.

Dann ist das passiert:

Der Kaiser hat gesagt:

  • Es ist verboten, dass jemand den Menschen in sein Haus lässt.
  • Jeder muss Bescheid sagen, wenn er den Menschen findet.
  • Dann bringen wir den Menschen zum Papst.

Man sagt dazu:

Der Kaiser spricht eine Reichsacht aus.

Reichsacht spricht man so: Reichs-acht.

 

Aber bei Luther war es anders:

Wichtige Männer haben gesagt:

  • Der Kaiser soll erst hören, was Luther sagt.
  • Luther soll nach Worms kommen.
  • Jemand soll auf Luther aufpassen.
  • Dann ist Luther in Sicherheit.
  • Und Luther kommt gut nach Worms.

 

Der Kaiser hat gesagt:

  • Ihr habt recht.
  • Ich will hören, was Luther sagt.


Der Reichs-Tag.

Vor fast 500 Jahren gab es in Worms ein großes Treffen.

Das Treffen hieß: Reichs-Tag.

Viele mächtige Menschen sind nach Worms gekommen.

Damals haben in Worms ein paar Tausend Menschen gewohnt.

 

Zum Reichs-Tag sind sehr viele Besucher gekommen.

Jetzt waren doppelt so viele Menschen in der Stadt.

Das war ein Problem:

  • Es gab zu wenig Essen.
  • Es gab zu wenig Zimmer zum Schlafen.

 

Luther ist durch die Martins-Pforte nach Worms gekommen.

Die Martins-Pforte war ein Tor in der Stadt-Mauer.

Viele Menschen haben auf Luther gewartet.

Die Menschen waren neugierig:

Sie wollten wissen, was Luther sagen wird.

 

Luther hat im Johanniter-Hof gewohnt.

Es gab zu wenig Zimmer.

Luther musste mit 2 fremden Männern in einem Zimmer schlafen.

  

Luther im Bischofs-Hof

Der Kaiser hat gesagt:

Luther muss in den Bischofs-Hof kommen.

Im Bischof-Hof waren viele Menschen.

Auch Freunde von Luther waren da.

 

Es gab ein Verhör.

Das heißt: Der Kaiser hat Luther etwas gefragt.

Luther musste antworten.

 

Der Kaiser hat gesagt:

Auf vielen Texten steht:

Geschrieben von Martin Luther.

Der Kaiser hat Luther gefragt:

Hast du diese Texte geschrieben?

Luther hat gesagt: Ja.

Der Kaiser hat zu Luther gesagt:

Sag, dass du etwas Falsches geschrieben hast!

Aber Luther wollte das nicht sagen.

Luther hat gesagt:

  • Das ist eine schwierige Frage.
  • Ich muss erst überlegen.

Am nächsten Tag musste Luther noch einmal kommen.

Der Kaiser hat gesagt:

Sag, dass du etwas Falsches geschrieben hast!

Aber Luther wollte das nicht sagen.

Luther hat gesagt:

  • Ich habe das Richtige geschrieben.
  • Vielleicht klingen meine Sätze zu hart.
  • Aber meine Sätze sind trotzdem richtig.

Luther hat alles genau erklärt.

 

Der Kaiser hat gesagt:

Du sollst eine kurze Antwort geben!

Luther hat gesagt:

  • Ich soll sagen:

Ich habe etwas Falsches geschrieben.

  • Aber das kann ich nicht sagen.

Manche Menschen glauben, dass Luther gesagt hat:

Hier stehe ich, ich kann nicht anders.

 

Der Kaiser hat gesagt:

Das Verhör ist vorbei.

Die Menschen sind laut geworden.

Luther musste gehen.

 

Die Freunde von Luther haben Luther geholfen.

Sie sind mit Luther gegangen.

Luther hat die Arme nach oben gestreckt.

Er hat gerufen:

Ich bin hindurch!

Das heißt: Ich habe es geschafft!

 


Ein Papier vom Kaiser

Am nächsten Tag hat der Kaiser ein Papier geschrieben.

Auf dem Papier steht:

  • Die Kirche sagt seit 1000 Jahren das Gleiche.
  • Nur Luther sagt etwas Anderes.
  • Aber in der Kirche sind viele Menschen.
  • Und Luther ist nur 1 Mensch.
  • Bestimmt hat die Kirche recht.
  • Und Luther sagt etwas Falsches.

 

Auf dem Papier steht auch:

Ich will eine Reichsacht aussprechen.

Das spricht man so: Reichs-acht.

Reichsacht heißt:

  • Die Texte von Luther sind verboten.
  • Es ist verboten, dass jemand Luther ins Haus lässt.
  • Jeder muss Bescheid sagen, wenn er den Menschen findet.
  • Dann bringen wir den Menschen zum Papst.

Das Papier heißt: Wormser Edikt.

Ein Edikt ist wichtiges Papier vom Kaiser.

 

Luther ist aus Worms weggegangen.

Nur 2 Freunde sind mit ihm gegangen.

Plötzlich sind fremde Männer gekommen.

Die Männer haben Luther mitgenommen.

Man sagt auch: Sie haben Luther entführt.

 

Ein Freund von Luther hat die Entführung geplant.

Der Freund hieß: Kur-Fürst Friedrich.

Kur-Fürst Friedrich hat den Männern gesagt:

Bringt Luther auf eine Burg.

Die Burg hieß: Wartburg.

Die Männer haben Luther auf die Burg gebracht.

Sie haben Luther auf der Wartburg versteckt.

Jetzt war Luther in Sicherheit.

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