Vernissage der Sonderausstellung "Paris-Berlin-Worms" (Fotograf: S. Weindel)

Rückblick

Ausstellung verpasst? Sehen Sie hier einen Rückblick auf vergangene Sonderausstellungen im Museum Andreasstift:

Juli - September 2017 I Die Wormser Bilderbäckerei

"Die Wormser Bilderbäckerei" - Pfeifentonfiguren aus dem 15. Jahrhundert im Miniaturformat

8. Juli bis 24. September 2017

Präsentation im Weißen Saal des Museums Andreasstift (Weckerlingplatz 7, 67547 Worms)

Eröffnung und Einführung durch Dr. Gerald Volker Grimm in der Kulturnacht am 8. Juli von 18 bis 23 Uhr. Der Eintritt zur Vernissage ist im Preis der Kulturnacht ebenso enthalten, wie der Besuch der Wormser Museen an diesem Tag.

Aufgrund der positiven Resonanz wurde die Sonderausstellung bis zum 24. September verlängert!

Verlängert: Die Sonderausstellung "Die Wormser Bilderbäckerei" ist noch bis zum 24. September 2017 zu sehen! 
Verlängert: Die Sonderausstellung "Die Wormser Bilderbäckerei" ist noch bis zum 24. September 2017 zu sehen!

Einer der einflussreichsten Wormser Künstler war ein spätmittelalterlicher Bilderbäcker. Er hatte sich auf die Herstellung kleinformatiger Tonplastiken, zumeist Heiligen- und Spielzeugfiguren aus Pfeifenton, spezialisiert. Eine Werkauswahl dieser Miniaturskulpturen und weitere Plastiken aus der damaligen Zeit sind in unserem Museum zu bewundern. 

Einflussreiche Bilderbäckerei in Worms

In der Mitte des 15. Jahrhunderts war eine einflussreiche Bilderbäckerei in Worms beheimatet. Die sogenannten "Bilderbäcker" waren Bildhauer und Töpfer, die sich auf die Herstellung gedruckter, meist kleinförmiger Tonfiguren und Model (Druckform) spezialisiert hatten. Einige ließen sich in erster Linie als professionelle Bilderdrucker bezeichnen, andere waren zugleich Künstler, weil sie die "Modelli", also die Prototypen ihrer Figuren, selbst schufen. Darunter auch der Wormser Hauptmeister, der zu den einflussreichsten Künstlern seiner Profession zählte. Originale und Kopien seiner Figuren wurden an zahlreichen Orten in Europa aufgefunden.

Die kleinen Kunstwerke sind vorzugsweise Nachbildungen des Jesuskindes oder anderer Heiliger, aber auch Modepüppchen oder Turnierreiter waren gefragte Erzeugnisse. Alle Werke wurden aus sogenanntem "Pfeifenton" abgeformt. Dabei handelt es sich um hell brennende, feine und Kaolinit haltige Tonarten. Gelegentlich fertigte die Wormser Werkstatt aber auch glasierte Tonwaren an, vor allem Flötfiguren in Gestalt von Pferden. Zur damaligen Zeit waren die Heiligenfiguren genauso liebevoll ausgearbeitet wie andere religiöse Kunstwerke. Kinder und auch Erwachsenen nutzten sie oftmals als Spielzeug. 

Vernissage im Rahmen der Kulturnacht

Eröffnet wurde unsere kleine Sonderausstellung am Samstag, 8. Juli 2017, ab 18 Uhr im Rahmen der Wormser Kulturnacht. Dr. Gerald Volker Grimm, der Autor des dazugehörigen Werkverzeichnisses, gab während der Vernissage eine Einführung und stand den Besuchern der Kulturnacht gerne für Fragen zur Verfügung. Wer wollte, konnte die originalgetreuen Abgüsse anfassen oder auch erwerben. Damit bei so viel spannender Stadt-Geschichte auch das leibliche Wohl nicht zu kurz kam, standen Getränke, mittelalterliches Gebäck und selbstgemachtes Brot zum Verkauf und Verzehr bereit. Ein Besuch der Vernissage war im Preis der Kulturnacht enthalten. 


Nach der Kulturnacht ist die Sonderausstellung "Die Wormser Bilderbäckerei" für alle Besucher der Dauerausstellung im Museum Andreasstift zugänglich.

 

Oktober 2016 I 200 Jahre Rheinhessen: "Das neue Worms"

Flyer zur Ausstellung "Das neue Worms"  
Flyer zur Ausstellung "Das neue Worms"

200 Jahre Rheinhessen: "Das neue Worms"

3. bis 30. Oktober 2016, in der EWR-Turbinenhalle (Klosterstraße 23, 67547 Worms)

1836 zählte Worms 8.300 Einwohner. Siebzig Jahre später waren es über 40.000 – darunter viele zugezogene Arbeiter. Mit den Anfängen der Industrialisierung bis zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges erfuhr das Stadtbild durch bürgerliches und kommunales Engagement weitreichende Veränderungen. Zugleich veränderten sich auch die Arbeits- und Lebensverhältnisse der Menschen grundlegend.

In der Ausstellung belegen Dokumente des Stadtarchivs eindrucksvoll diese stadthistorische Wende. Ausstellungsort ist die Turbinenhalle des 1901 eröffneten städtischen Elektrizitätswerks, ein imposanter Bau und Beleg für die Dynamik dieser Zeit.

Eingebettet ist die Sonderausstellung in die Wanderausstellung zum Jubiläum "200 Jahre Rheinhessen" und wurde angestoßen von Volker Gallé, Kulturkoordinator und Mitinitiator "200 Jahre Rheinhessen". Dr. Olaf Mückain, wissenschaftlicher Leiter des städtischen Museums, und Ulrike Standke, Mitarbeiterin im Nibelungenmuseum, leiten das Projekt. Die Frankfurter Kulturwissenschaftlerin Anette Vinnen hat die Ausstellung kuratiert.


Vortrag "Strom für Worms" am 20.10.2016, 18 Uhr:
Wie haben sich Gewerbe und Industrie in den letzten beiden Jahrhunderten in Worms entwickelt? Welchen Einfluss hatten die Veränderungen im Zuge der Industrialisierung auf die Stadt und deren Einwohnerzahl? Antworten auf diese und weitere spannende Fragen vermittelt Albert Gieseler in seinem Vortrag. Dabei widmet sich der Technikhistoriker, der früher als Mitarbeiter des TECHNOSEUM in Mannheim arbeitete, auch der Entwicklung der Dampfmaschine und wichtiger elektrotechnischer Erfindungen sowie der Nutzung von Dampfkraft und Elektrizität in Worms. Auch die EWR-Gründung und dessen Bemühungen um die Bewahrung der Turbinenhalle des 1901 eröffneten städtischen Elektrizitätswerks sind Themen des Vortrags.

Kosten: 3 Euro pro Person, keine Anmeldung notwendig

Öffentliche Führungen:

  • So 9.10.2016, 11 Uhr mit Gisela Neumeister
  • Do 27.10.2016, 18 Uhr mit Dr. Stefan Möbus
  • Kosten: 3 Euro pro Person, keine Anmeldung notwendig

Den Flyer zur Sonderausstellung finden Sie hier

Lesen Sie hier eine Einführung zur Ausstellung "Das neue Worms" von Volker Gallé hier

Die Ausstellung als PDF

 

Juni - September 2016 I "Der Große Krieg im Kleinformat"

Melchior-Grossek_Kampf_1923 (Quelle: Stadtarchiv) 
Melchior-Grossek_Kampf_1923 (Quelle: Stadtarchiv)

"Der Große Krieg im Kleinformat - Graphik und Medaillenkunst zum Ersten Weltkrieg"

18. Juni bis 18. September 2016
im Museum Andreasstift (Weckerlingplatz 7, 67547 Worms)


Wie erlebten Künstler den Ersten Weltkrieg? Diese Frage steht im Mittelpunkt der neuen Sonderausstellung. Die Ausstellung, die von der Kölner LETTER Stiftung zusammengestellt worden ist, widmet sich unter anderem in den Themenbereichen "Verwundung und Pflege", "Tod und Trauer" oder "Vertreibung und Flucht" den fatalen Auswirkungen auf Familie und Gesellschaft. Gezeigt werden zahlreiche schwarz-weiß gedruckte sowie farbig nachgearbeitete Blätter, aber auch Plaketten und Medaillen der Künstler Ludwig Gies, Willibald Krain oder Paul Adolf Seehaus. Die hochwertigen Originalgraphiken spiegeln verschiedene künstlerische Positionen wider und zeigen zugleich unterschiedliche Bewertungen der schwerwiegenden Folgen des fortdauernden Krieges.

Die schrecklichen Schlachten um Verdun und an der Somme 1916 und die Auswirkungen von der Front bis an die Heimat bilden den Anlass dafür, die Ausstellung in diesem Jahr in Worms zu zeigen. Aus der jüngeren Forschung ist bekannt, dass bereits 1916 und mehr noch im darauffolgenden Winter Versorgungsnöte, Brennstoff- und Lebensmittelknappheit die Zivilbevölkerung quälten, von Kriegsverletzten und -toten ganz zu schweigen. Eine repräsentative Auswahl an Dokumenten aus dem Wormser Stadtarchiv veranschaulicht diese Entwicklung in der Ausstellung und macht deutlich, dass es schon 1916 in Worms zu Hungerkrawallen, Plünderungen und Volksaufläufen kam und selbst Frauen und Kinder zu Protesten auf die Straßen gingen.

Eintrittspreise

Erwachsene zahlen drei Euro, für Jugendliche sowie Studenten und Schwerbehinderte (mit Ausweis) kostet der Eintritt 1,50 Euro. Im Ticket zur Sonderausstellung ist der Eintritt zur Dauerausstellung des Museums enthalten.

Öffentliche Führungen:

  • Sonntag, 19. Juni 2016, 11 Uhr
  • Sonntag, 3. Juli 2016, 11 Uhr
  • Donnerstag, 21. Juli 2016, 17 Uhr
  • Dienstag, 26. Juli 2016, 17 Uhr
  • Sonntag, 7. August 2016, 11 Uhr
  • Sonntag, 4. September 2016, 11 Uhr
  • Sonntag, 18. September 2016, 11 Uhr

Die Führungen in der Sonderausstellung kosten inkl. Museumseintritt 3 Euro pro Person.

Den Flyer zur Ausstellung finden Sie hier.

 

März - Mai 2016 I "PARIS - BERLIN - WORMS"

Ausstellung "PARIS - BERLIN - WORMS" (Foto: S. Weindel) 
Ausstellung "PARIS - BERLIN - WORMS" (Foto: S. Weindel)

"PARIS - BERLIN - WORMS. Schaufensterfiguren und Kaufhäuser im Wandel":

12. März bis 29. Mai 2016
im Museum Andreasstift (Weckerlingplatz 7, 67547 Worms)


Ein Rendezvous von Warenwelten, Firmengeschichten und Mode-Schönheiten: Die neue Sonderausstellung "PARIS – BERLIN – WORMS" widmet sich der faszinierenden Geschichte der historischen Schaufensterfiguren und Warenhäuser.

Das Museum porträtiert ehemalige Wormser Kauf- und Modehäuser und setzt diese in den Kontext der deutsch-französischen Kaufhauskultur sowie der Entwicklung von Mode und Schaufensterfiguren. Auch der Aufstieg und Niedergang der jüdischen Wormser Unternehmen wie "Bamberger & Hertz", "Heinrich Hüttenbach" und "Goldschmidt" sowie "Steffan" und "Dähler" werden in der Ausstellung skizziert und anhand von Zeitdokumenten illustriert.

Fast alle Exponate, darunter historische Schaufensterfiguren sowie Kleider und Modeaccessoires von 1900 bis 1990, entstammen dem "Schaufensterfiguren-Archiv" des Mannheimer Kulturwissenschaftlers und Ausstellungskurators Wolfgang Knapp, das in seiner Art einmalig ist. Ein vielfältiges Programm aus Führungen und wissenschaftliche Vorträge begleiteten die Ausstellung.

Eintrittspreise

Erwachsene zahlen drei Euro, für Jugendliche sowie Studenten und Schwerbehinderte (mit Ausweis) kostet der Eintritt 1,50 Euro. Im Ticket zur Sonderausstellung ist der Eintritt zur Dauerausstellung des Museums enthalten. Am Sonntag, 22. Mai, dem Internationalen Museumstag, sind der Eintritt und Vortrag kostenfrei.

"Café Nostalgie"

Das kleine "Café Nostalgie" befindet sich in der Ausstellung und bietet den Besuchern die Möglichkeit, sich zu verkleiden: Geschmückt mit Zylinder, Federboa oder Fächer kann man sich dort mit seinem eigenem Smartphone oder der eigenen Kamera selbst fotografieren und hat ein persönliches Erinnerungsstück an den Ausstellungsbesuch.

Außerdem freut sich das Museumsteam, wenn ihm die Bilder zur - zeitlich begrenzten - Veröffentlichung zur Verfügung gestellt werden. Die eingesandten Fotos erscheinen im digitalen Fotorahmen am Besucherempfang des Museums. Sie werden nur dort während der Dauer der Ausstellung gezeigt und nach deren Ende wieder gelöscht.

Begleitprogramm zur Ausstellung:

  • 13. März 2016, 11 Uhr – Vortrag Dr. Jörg Koch
    "Des Wormsers neue Kleider – Warenhäuser der Kaiserzeit" (Andreaskirche)
  • 10. April 2016, 11 Uhr – öffentliche Führung mit Museumspädagogin Katharina Gernegroß (Weißer Saal)
  • 17. April 2016, 15 Uhr – öffentliche Kuratorenführung mit Wolfgang Knapp M. A. (Weißer Saal)
  • 12. Mai 2016, 18 Uhr – Vortrag Wolfgang Knapp M. A.
    "Ewig jung und schön – Schaufensterfiguren im Wandel der Zeit" (Andreaskirche)
  • 22. Mai 2016, Internationaler Museumstag, 11 Uhr – Vortrag Dr. Olaf Mückain
    "Dada lässt die Puppen tanzen – die Rezeption von Schaufensterfiguren und Puppen in der Modernen Kunst" (Andreaskirche) 

Den Flyer zur Ausstellung findet man hier

 

Oktober 2014 - Januar 2015 I "Der Künstler Gustav Nonnenmacher"

Ausstellung Gustav Nonnenmacher (Quelle: Stadtarchiv)
Ausstellung Gustav Nonnenmacher (Quelle: Stadtarchiv)

"Der Künstler Nonnenmacher"

26. Oktober 2014 bis zum 31. Januar 2015
im Museum Andreasstift (Weckerlingplatz 7, 67547 Worms)


2014 hätte der Wormser Künstler Gustav Nonnenmacher (1914–2012) seinen 100. Geburtstag gefeiert. Aus diesem Anlass würdigte das Museum der Stadt Worms sein vielseitiges Schaffen mit einer eindrucksvollen Sonderausstellung unter der Schirmherrschaft von Landtagspräsident Joachim Mertes.

Vom 26. Oktober 2014 bis zum 31. Januar 2015 waren in der Andreaskirche neben Plastiken, Skulpturen und Reliefs aus unterschiedlichen Materialien auch Modelle und Entwurfsskizzen des Künstlers zu sehen. Eines der Highlights war das der originalen Werkstatt nachempfundene Atelier, das Nonnenmachers Arbeiten in ihrer Entstehung zeigte.

App zur Sonderausstellung

Mithilfe der App kann man die bereits geschlossene Sonderausstellung noch einmal digital erleben: Die Anwendung bietet neben Informationen zu den ausgestellten Kunstwerken auch ausführliche Beschreibungen und ausgewählte Interpretationen an. Die Proventa AG aus Frankfurt hat die App für das Museum kostenfrei entwickelt.

Die App kann man sich hier kostenfrei herunterladen:
Google Play Store
iTunes

 

August - September 2013 I "80 Jahre Backfischfest"

Sonderausstellung 80 Jahre Backfischfest (Foto: Internetredaktion)

 "80 Jahre Backfischfest"

2013 im Museum Andreasstift (Weckerlingplatz 7, 67547 Worms)

DAS Wormser Traditionsfest, das Wormser Backfischfest, feierte im Jahr 2013 sein 80. Jubiläum. Zeit für eine Rückschau auf acht Jahrzehnte Brauchtumspflege rund um die Alt-Wormser-Fischerzunft und Rummelplatz-Vergnügen.

 

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