Museum Andreasstift Stiftskirche (Foto: IR/Stadt Worms)

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Veranstaltungstipps

16. - 18. September 2019: Tagung zur Landesausstellung Worms 2021

Anlässlich des großen Jubiläums von 500 Jahren Auftritt und Widerrufsverweigerung Martin Luthers auf dem Reichstag zu Worms 1521 findet im Museum der Stadt Worms im Andreasstift die Landesausstellung "Hier stehe ich. Gewissen und Freiheit – Worms 1521" statt, deren Vorbereitungen in vollem Gange sind.

Zur inhaltlichen Vorbereitung der Ausstellung selbst, aber auch der interessierten Öffentlichkeit und des Fachpublikums, findet eine dreitägige wissenschaftliche Tagung im WORMSER Tagungszentrum vom 16. bis 18. September 2019 statt. Die Vorbereitungen erfolgten in Zusammenarbeit Dr. habil. Katharina Kunters, Frankfurt am Main, mit Professor Dr. Thomas Kaufmann, Universität Göttingen, und dem Ausstellungsteam des Museums. Inhaltlich wird das zentrale Thema der "Gewissensfreiheit", ausgehend von Martin Luther und seiner Zeit, aus den verschiedensten Blickwinkeln und Forschungsperspektiven beleuchtet. Vertreter aus dem international besetzten wissenschaftlichen Ausstellungsbeirat, Experten aus Worms, aber auch aus weiteren Fachkreisen werden als Referenten und Diskutanten erwartet. Die Erkenntnisse und Beiträge sollen zu einem nicht geringen Teil in die Sonderausstellung 2021 sowie in den begleitenden Ausstellungskatalog einfließen. Tagungsprogramm, Referenten und Anmeldungsmodalitäten werden alsbald durch Presse und Medien bekannt gegeben.

Im vergangenen Dezember konnte bereits der zweiflügelige Museumsanbau im historischen Kreuzgang sein Richtfest begehen. Die hinzugewonnenen Arkaden müssen nun noch verglast und innen ausgebaut werden, um somit den Kreuzgang auf allen vier Seiten zu schließen und die Sonderausstellungsfläche für 2021 und darüber hinaus zu erweitern. 

Nachdem zum Ausklang der "Lutherdekade" bereits 2017 ein prominent besetzter wissenschaftlicher Beirat unter dem Vorsitz von Thomas Kaufmann berufen worden war und tagte, wurde im Folgejahr von der wissenschaftlichen Beraterin der Sonderschau, Katharina Kunter, ein umfangreiches schriftliches Konzept vorgelegt, das den inhaltlichen Rahmen des Projektes absteckt. Die Besonderheit des Ausstellungsvorhabens liegt darin, dass es einerseits beabsichtigt, Luthers folgenreichen Auftritt auf dem Wormser Reichstag im April des Jahres 1521 eindrucksvoll zu präsentieren, zu erläutern und zu würdigen, jedoch im folgenden zweiten Themenbereich dazu übergeht, den Aspekt der Gewissensfreiheit in der Nachfolge Luthers und weit darüber hinaus bis in die Gegenwart zu verfolgen. Der Akzent liegt hier allerdings bei dem hochaktuellen und brisanten Phänomen der "Gewissensfreiheit" und weniger auf der Berufung auf Martin Luther, wiewohl dieser wiederholt ins Bewusstsein tritt. Besonderes Augenmerk gilt auch der Fragestellung der Berufung auf die Gewissensfreiheit in Demokratie und Diktatur, nicht selten mit einem imponierenden Anteil an Zivilcourage. Das Ausstellungskonzept ist darauf aus, sowohl den historischen Impuls zu würdigen als auch seine Bedeutung bis in die Gegenwart zu thematisieren und zu befragen. 

17. April - 31. Oktober 2021: Landesausstellung "Hier stehe ich. Gewissen und Freiheit – Worms 1521"

Die Landesausstellung "Hier stehe ich. Gewissen und Freiheit – Worms 1521" nimmt das 500-Jährige Jubiläum der Widerrufsverweigerung Martin Luthers auf dem Wormser Reichstag zum Anlass, die Entwicklungsgeschichte der "Gewissensfreiheit", die durch das Ereignis 1521 einen entscheidenden Impuls empfing, anhand zahlreicher Beispiele bis in unsere Gegenwart aufzuzeigen und kritisch zu hinterfragen. 

Im Mittelpunkt der Ausstellung vom 17. April bis zum 31. Oktober 2021 stehen zunächst der Auftritt Martin Luthers in Worms, dessen Bedeutung und Mythos, der zeitnah mit dem historischen Ereignis entstand und bis heute eine ungeheure Dynamik entwickelt. In einem zweiten Teil fokussiert die Ausstellung das Thema "Gewissensfreiheit" selbst, und zwar sowohl mit als auch ohne Bezug zu Luthers Wirken. 

Wie steht es mit der Freiheit des Gewissens heute? Was wird unter den Bedingungen der Digitalisierung aus dem individuellen Gewissen? Heutigen Besuchern ist das an die Heilige Schrift und Gott gebundene Gewissen, das Luther 1521 für sich in Worms in Anspruch nahm, fremd. Gleichwohl zeigt die 500-Jährige Geschichte der Gewissensfreiheit, dass das Gewissen nicht nur immer bestimmten Bedingungen unterlag, sondern, dass sich seine Freiheit und seine Grenzen auch immer wieder neu und weiter entwickeln. Doch was wird aus dem Gewissen, wenn man in den sozialen Medien nur noch anonym klickt? Werden dann individuelle Freiheit und Verantwortungsübernahme "unterlaufen"? Wie können heutige, demokratische Gesellschaften lernen, mit moralischer und religiöser Diversität umzugehen, damit unsere Gesellschaft stabil bleibt und trotzdem auf einem ethischen übergreifenden Konsens basiert? Lassen sich die kulturellen Wirkungen der Digitalisierung auf das Gewissen und die Gewissensfreiheit mit der Medienrevolution der Reformation, die überhaupt erst den "Mythos Worms" entstehen lassen konnte, vergleichen?  
Das sind die übergeordneten Leitfragen, die die Besucher bei ihrem Gang durch die Ausstellung begleiten und zu weiterem Nachdenken anregen sollen.

Für die interessierte Öffentlichkeit und das Fachpublikum findet vom 16. bis 18. September 2019 eine dreitägige wissenschaftliche Tagung im Kultur- und Tagungszentrum "Das WORMSER" statt. Weitere Informationen gibt es unter www.worms2021.de und über das Ausstellungssekretariat unter msmwrmsd und (0 62 41) 8 53 - 41 01 / - 41 02.

 
 
 

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