02.12.2020 / Verwaltungen

Haushaltsberatungen im Stadtrat

Anlässlich der Haushaltsberatungen in der jüngsten Stadtratssitzung weist OB Kessel in seiner Rede auf Herausforderungen und Chancen der Krise hin.

Die Corona-Krise wirkt sich auch auf den städtischen Haushalt aus. OB Adolf Kessel fand jedoch auch ermutigende Worte in seiner Haushaltsrede.
Die Corona-Krise wirkt sich auch auf den städtischen Haushalt aus. OB Adolf Kessel fand jedoch auch ermutigende Worte in seiner Haushaltsrede.

Wirtschaftliche Einbußen durch Pandemie

Mit einem treffenden Zitat von John F. Kennedy eröffnete Oberbürgermeister Adolf Kessel seine diesjährige Haushaltsrede: "Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen – das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit". Als Gefahr, die uns vor Herausforderung stellt, bezeichnet der OB die Corona-bedingte Krise, die die Welt in diesem Jahr auf den Kopf gestellt hat. Doch auch Chancen oder eben "Gelegenheiten" sieht der Stadtchef in dieser noch nie dagewesenen Herausforderung.

Er verwies nicht nur auf die wirtschaftlichen Einbußen aufgrund der Pandemie, sondern auch auf die ganz persönlichen Herausforderungen, die mit der Bewältigung der Krise und deren Folgen einhergehen. "Vor einem Jahr wäre dies noch unvorstellbar gewesen, heute leider bittere Realität: Eine große Hochzeit oder mit Freunden den Geburtstag feiern, die Oma im Pflegeheim besuchen, der gesellige Kneipenbesuch um die Ecke – all das ist derzeit nicht möglich." Gleichwohl unterstrich er nochmals, dass die Maßnahmen dem Schutz der Menschen dienen. 

Zusammenhalt in allen Bereichen gefordert

Anerkennende Worte fand er für die Menschen, die in der Krise besonders gefordert sind: Sein Verwaltungsstab sowie alle städtischen Mitarbeiter, die trotz der Pandemie dafür sorgen, dass der Verwaltungsbetrieb aufrechterhalten werden kann. Insbesondere jedoch hob der Stadtchef die Menschen an "vorderster Front" hervor. "Größten Respekt und Anerkennung zolle ich allen Mitarbeitern in den Kitas, Schulen, Pflegeheimen und Pflegediensten, Kliniken, Arztpraxen, Laboren, Sicherheits- und Rettungsdiensten, bei der Polizei sowie im Kontroll- und Vollzugsdienst, die täglich mit großem Einsatz unter schwierigsten Rahmenbedingungen arbeiten müssen."

Zusammenhalt sei jedoch nicht nur in der Krisenbewältigung gefordert, sondern auch im Zusammenspiel zwischen Politik und Verwaltung. Hier sieht der OB Handlungsbedarf.

Auch zum Thema Haushalt konnte der OB Positives und Negatives berichten. Der Haushalt 2021 sieht einen Jahresfehlbetrag in Höhe von rund 5,9 Millionen Euro vor. Immerhin habe der Fehlbetrag jedoch gegenüber der ursprünglichen Vorlage nochmals deutlich nach unten korrigiert werden können, berichtete der Stadtchef. Dennoch wirkt sich die Corona-Krise auch auf den Haushalt aus. Bereits im noch laufenden Jahr verzeichnet die Verwaltung hohe Einnahme-Einbrüche bei der Gewerbesteuer und dem kommunalen Anteil an der Einkommenssteuer. Die Einnahmeverluste im Jahr 2020 und in den Folgejahren bergen die Gefahr, dass geplante kommunale Investitionen nicht getätigt werden können. Dies hätte unmittelbare negative Auswirkungen auf die Konjunktur, da dann wichtige Aufträge für das Handwerk und die regionale Wirtschaft wegbrechen, machte der OB deutlich.

Sehen Sie hier die gesamte Haushaltsrede.

Überschrift

Quelle: Stadt Worms

Datenschutzhinweis

Unsere Webseite nutzt teilweise externe Komponenten. Diese helfen uns, unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten über Ihr Verhalten von Dritten gesammelt werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Ohne Ihre Erlaubnis kann es zu Einschränkungen bei Inhalt und Bedienung kommen. Detaillierte Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.