29.07.2021 / Feuerwehr

Unermüdlich im Einsatz

Die Feuerwehr Worms hat nach neun Tagen ihren Einsatz im Überschwemmungsgebiet im Norden von Rheinland-Pfalz am vergangenen Sonntagabend beendet.

Insgesamt waren in den neun Tagen 12 Kräfte der Berufsfeuerwehr und 113 Kräfte der freiwilligen Feuerwehr im Katastrophengebiet im Schichtdienst tätig.
Insgesamt waren in den neun Tagen 12 Kräfte der Berufsfeuerwehr und 113 Kräfte der freiwilligen Feuerwehr im Katastrophengebiet im Schichtdienst tätig.
© Fotograf: Stadt Worms

Solidarität war überwältigend

Am Samstag in der Woche zuvor erreichte die Feuerwehr kurz nach 4 Uhr eine Anfrage des Lagezentrums der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier, ob Hilfskräfte in Worms für die von der Flutkatastrophe betroffenen Gebiete verfügbar seien. Nach einer kurzen Koordinierungsphase entschied man sich in Worms schnell für die humanitäre Hilfe und rüstete in Windeseile ein geländegängiges Erkundungsfahrzeug, ein Mannschaftstransportfahrzeug, ein Katastrophenschutzlöschfahrzeug sowie ein geländegängiges Mehrzweckfahrzeug mit Stromerzeugern und Pumpen für den kommenden Einsatz. Nur zwei Stunden später setzte sich die Mannschaft mit ihren Fahrzeugen in Richtung des Überschwemmungsgebiets in Bewegung und um 8.15 Uhr waren die ersten Kräfte bereits vor Ort.

Das geländegängige Fahrzeug war direkt dem Führungsstab in Ahrweiler unterstellt und begann unmittelbar mit Erkundungsfahren in den Bereichen, wo keine Verbindung zu den örtlichen Kräften bestand, da zu diesem Zeitpunkt weder das Mobilfunknetzt noch die Funkkommunikation genutzt werden konnten. Ab dem Sonntag konzentrierte sich der Erkundungsauftrag für die Wormser Feuerwehrleute speziell auf die sehr stark betroffen Verbandsgemeinde Altenahr. Hier wurden alle Bereich angefahren, erkundet und für die Technische Einsatzleitung sowie für den Stab entsprechende Schadenskonten für die einzelnen Abschnitte erstellt. Nach dem die Erkundung in diesem Bereich am Montag weitestgehend abgeschlossen war, wurde das Erkundungsfahrzeug am Montagabend aus dem Einsatz entlassen.

Die weiteren Kräfte fuhren am Samstagmorgen direkt den Bereitstellungsraum am Nürburgring an. Dort wurde ihnen sehr zügig ein Einsatzauftrag zugewiesen. Die Arbeiten der Feuerwehr Worms begannen dann im Bereich Heimersheim, wo unter anderem das Feuerwehrhaus, Speditionen und Tiefgaragen leergepumpt wurden. Im weiteren Verlauf wurde die Feuerwehr Worms mit ähnlichem Arbeitsauftrag in Bad Neuenahr/Ahrweiler tätig. Am Mittwoch wurden die Einheiten aus Worms dann in den Bereich Altenahr/ Altenburg verlegt. Hier wurden in enger Zusammenarbeit mit diversen anderen Einsatzkräften die unterschiedlichsten Einsatzlagen abgearbeitet. Neben der obligatorischen Unterstützung der Bevölkerung vor Ort, wurden unter anderem auch 200 Gasflaschen gesichert, überprüft und dann an einen zentralen Ablageplatz transportiert.

„Den Kräften der Feuerwehr Worms wurde zu jeder Zeit vor Ort sehr große Anerkennung und Wertschätzung von Bewohnern und örtlichen Einsatzkräften entgegengebracht. Die Solidarität war für alle überwältigend und wird nicht nur den Wormser Einsatzkräften positiv in Erinnerung bleiben“, berichtet Michael Hetzel von der Wormser Feuerwehr.

„Unsere Feuerwehr war an neun aufeinander folgenden Tagen in den von der verheerenden Flutkatastrophe betroffenen Gebieten unermüdlich und rund um die Uhr im Einsatz, um mit modernem Gerät und ihrem Know-how in Koordination mit anderen Einheiten wirkungsvoll den Menschen vor Ort unter die Arme zu greifen“, ist Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek als zuständiger Dezernent erleichtert, dass alle Einsatzkräfte wieder wohl behalten nach Worms zurückgekehrt sind . „Diese humanitäre Hilfeleistung unter härtesten Bedingungen hat unseren Feuerwehrleuten viel abverlangt. Dieses Engagement verdient unser aller Respekt“, ergänzt Oberbürgermeister Adolf Kessel. Und: „Unser aller Mitgefühl und unsere Solidarität gilt vor allem den Menschen im Überschwemmungsgebiet, die von der Flutkatastrophe schwer getroffen wurden, Hab und Gut und auch Angehörige verloren haben, und gewiss noch eine Zeit lang brauchen werden, um dieses Trauma zu verarbeiten“.

Insgesamt waren in den neun Tagen 12 Kräfte der Berufsfeuerwehr und 113 Kräfte der freiwilligen Feuerwehr im Katastrophengebiet im Schichtdienst tätig.

Quelle: Stadt Worms / Pressestelle

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