25.11.2021 / Gleichstellung

Haltung zeigen

Anlässlich des Internationalen Tags gegen Gewalt an Frauen weht wieder die Fahne der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes als Symbol der Solidarität für eine Woche vor dem Rathaus.

Die Stadt Worms bildet mit Bürgermeisterin Stephanie Lohr (M.) und der städtischen Gleichstellungsbeauftragen Jasmine Olbort (Zweite von links) ein Aktionsbündnis gegen Gewalt an Frauen mit den Vertreterinnen von Frauennotruf, Frauenhaus und Interventionsstelle. In der Hand halten sie die Fahne von der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.
Die Stadt Worms bildet mit Bürgermeisterin Stephanie Lohr (M.) und der städtischen Gleichstellungsbeauftragen Jasmine Olbort (Zweite von links) ein Aktionsbündnis gegen Gewalt an Frauen mit den Vertreterinnen von Frauennotruf, Frauenhaus und Interventionsstelle. In der Hand halten sie die Fahne von der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes.
© Fotograf: Stadt Worms

Aufruf zur Solidarität

Der Kampf gegen Gewalt an Frauen hat an Dringlichkeit nicht verloren. Noch immer erlebt jede dritte Frau in Deutschland mindestens einmal in ihrem Leben physische und/oder sexualisierte Gewalt. Sexismus jeglicher Art bekämpfen und Hilfsangebote für Betroffene fördern – das sind die zentralen Forderungen eines Wormser Aktionsbündnisses gegen Gewalt an Frauen, bestehend aus Gleichstellungsstelle, Frauennotruf, Frauenhaus und Interventionsstelle, das sich zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen zusammengeschlossen hat.

„Gewalt gegen Frauen ist kein individuelles Problem, sondern strukturell bedingt. Frauen sind noch immer nicht gleichberechtigt und solange das nicht der Fall ist, wird es Gewalt gegen Frauen geben“, stellt Gleichstellungsbeauftragte Jasmine Olbort fest. Auch die Istanbul Konvention erkennt strukturelle Ungleichheit als Hauptursache von geschlechtsspezifischer Gewalt. Das Abkommen des Europarates hat zum Ziel geschlechtsspezifische Gewalt zu verhindern und zu beenden und enthält weitreichende Verpflichtungen zur Prävention, zum Schutz von Opfern und zur wirksamen Strafverfolgung. „Deutschland hat die Istanbul Konvention 2018 ratifiziert – seitdem ist sie geltendes Recht und muss umgesetzt werden. Leider ist das in vielen Bereichen nur unzureichend der Fall“, erläutert Regina Mayer vom Frauennotruf Worms die Bedeutung des Abkommens.

„Die Unterstützungseinrichtungen für gewaltbetroffene Frauen sind auch in Worms dramatisch unterfinanziert. Außerdem fehlt es an Präventionsangeboten gerade im Kinder- und Jugendbereich, um Rollenstereotype frühzeitig aufzubrechen. Hier muss eindeutig mehr getan werden“, ist sich Sandra Noppenberger vom Frauenhaus Worms sicher. Nicht zuletzt ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen dazu da, alle Wormser Bürgerinnen und Bürger dazu aufzurufen, sich für ein gewaltfreies Leben stark zu machen.

Als Symbol der Solidarität mit betroffenen Frauen weht während der „Orange Days“ der Vereinten Nationen wieder die Fahne der Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes für eine Woche vor dem Rathaus und erinnert daran, dass es bis zur Beendigung von geschlechtsspezifischer Gewalt noch ein langer Weg ist.

Service:

Weitere Informationen erhalten Sie bei der Gleichstellungsstelle unter www.gleichstellung-worms.de oder erfahren Sie unter der Telefonnummer (0 62 41) 8 53 - 74 00 oder per E-Mail unter Glchstllngsstllwrmsd.

Quelle: Stadt Worms / Pressestelle

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