11.05.2022 / Musikschule

Muttertagskonzerte im Heylshof

Die Lucie-Kölsch-Musikschule gab zwei Muttertagskonzerte im Museum Heylshof.

Lisa Lainsbury (Querflöte) und Joachim Schmitz (Klavier).
Lisa Lainsbury (Querflöte) und Joachim Schmitz (Klavier).
© Fotograf: Stadt Worms

Vielfalt der Musikausbildung gezeigt

Die einzigartige Atmosphäre der Räume mit den Gemälden und Skulpturen bot den festlichen Rahmen für die musikalischen Beiträge der Schüler/innen. Musikschulleiter Wolfgang Neidhöfer dankte in seiner Begrüßung den Familien, besonders den Müttern, für die große Unterstützung der Kinder bei ihrer musikalischen Ausbildung. Von der Finanzierung des Unterrichts und der Instrumente, den vielen Fahrdiensten bis hin zur gelegentlichen Erinnerung an das häusliche Üben, übernehmen vor allem die Mütter den Großteil der Verantwortung. Ingrid Gerster begrüßte als Vorsitzende des Förderkreises Museum Heylshof alle Gäste und lud dankbar zum Umtrunk ein.

Das Vormittagskonzert wurde vom Klarinettenensemble, bestehend aus fünf Erwachsenen und unter der Leitung von Rita Schneider-Restschikow, mit ungarischen Tänzen, ruhigen Sätzen und einem temperamentvollen Dixie eröffnet. Marlene Gehrmann (Blockflöte) trug, von ihrer Lehrerin Susanne Müller am Klavier begleitet, tschechische und afrikanisch anmutende Volksweisen vor. Nia Hoffmann spielte im Blockflöten-Duett mit ihrer Lehrerin Christina Mühleck barocke Sätze und bekannte Melodien aus Mozarts Zauberflöte. Alina Hecht aus der Violinklasse von Daniela Clopotar, erfreute das Publikum mit Beethovens F-Dur-Romanze. Paul Streich begleitete sie dabei an seinem historischen Steinway-Flügel. Das Fagott wurde eindrucksvoll von Nathanael Clos, einem Schüler von Jörg Klamroth, mit einer Polonaise und Zirkusszenen präsentiert. Am Klavier begleitete Jakob Walder. Sofia Patti bewies mit Beethovens Rondo a Capriccio und einem Vortragsstück von Maria Zanker, dass die Blockflöte mehr ist als ein Einstiegsinstrument. Tatjana Thilman (Violine) bezauberte mit Gounods meditativem Ave Maria zu Bachs C-Dur-Präludium, das von ihrem Bruder Jakob auf dem Klavier vorgetragen wurde, sowie mit Variationen auf ein Thema von Bellini, begleitet von ihrer Lehrerin Olga Nodel. Lisa Lainsbury, von Wolfgang Neidhöfer augenzwinkernd als “dienstälteste Schülerin” der Musikschule angekündigt, füllte den Heylshof mit Querflötenklängen von Mozarts Andante und sorgte für Gänsehaut im allerbesten Sinne. Ihr Lehrer Joachim Schmitz begleitete am Flügel. Dass Samuel Langlitz, der sich als Geigen-Solist gerade auf den “Jugend musiziert” Bundeswettbewerb und das Sinfonietta-Konzert vorbereitet, auch im Klavierunterricht bei Claudia Spitz-Streich große Fortschritte macht, bewies er mit einem Sonatensatz von Domenico Scarlatti. Mit Mozarts Divertimento und einer darauffolgenden Rumba verabschiedete das Klarinettenensemble beschwingt in den sonnigen Nachmittag.

Das abendliche Konzert stand zunächst im Zeichen der Klaviermusik. Niklas Gesswein eröffnete tänzerisch mit dem Rondo aus Beethovens F-Dur Sonatine und Sofie Bauer ließ die “Ballade pour Adeline” erklingen. Die siebenjährige Sophie Lesche entlockte, als jüngste Teilnehmerin der Muttertagskonzerte, dem großen Konzertflügel ein beruhigendes Wiegenlied. Die Brüder Luis (Violine) und Silas (Klavier) Maier spielten das Ave Maria von Bach/Gounod und Caroline Beck präsentierte, begleitet von Joachim Schmitz, einen Satz aus Händels Querflötensonate in F-Dur. Niklas Geier überzeugte, von Olga Nodel am Klavier begleitet und für seine neun Jahre erstaunlich souverän, mit dem Violinkonzert in a-Moll von Accolay. Eindrucksvoll beendete Madina Heckenthaler (Violine), ebenfalls begleitet von Olga Nodel, das Konzert mit dem ersten Satz aus Edouard Lalo‘s Symphonie espagnole.

Die Muttertagskonzerte zeigten die gesamte Vielfalt der Lucie-Kölsch-Musikschule. Es waren die verschiedensten Instrumentengruppen vertreten, von der Blockflöte, über das Klavier, der Querflöte und das Fagott bis hin zur Violine. Es erklang Musik von den klassischen Meistern, ebenso wie Volkslieder und Werke der Romantik und der Moderne. Auch das Alters- und Leistungsspektrum der Vortagenden spiegelte die gesamte Schülerschaft, von sieben Jahren bis in den Ü50-Bereich, vom leicht fortgeschrittenen ersten öffentlichen Auftreten bis hin zum nahezu professionellen Oberstufenniveau. Man darf hoffen, dass solche Muttertagskonzerte zur festen Einrichtung werden.

Nathanael Clos (Fagott) und Jakob Walder (Klavier).
Nathanael Clos (Fagott) und Jakob Walder (Klavier).
© Fotograf: Stadt Worms
Quelle: Stadt Worms / Pressestelle

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