28.06.2022 / Umwelt

Wildbienen für Schule und Umwelt

Zur Förderung von Solitärbienen hat die Stadt Worms n einer Kooperation mit der EWR AG und der Röhm GmbH einen Solitärbienenstand in direkter Nähe zur Pfrimmtal-Realschule aufgebaut.

In diesem Insektenhotel können sich die Wildbienen an der Pfrimmtal-Realschule wohlfühlen.
In diesem Insektenhotel können sich die Wildbienen an der Pfrimmtal-Realschule wohlfühlen.
© Fotograf: Stadt Worms

Insektenhotel für die nächste Generation

Zur Förderung von Solitärbienen hat die städtische Abteilung "Grünflächen und Gewässer" in einer Kooperation mit der EWR AG und der Röhm GmbH einen Solitärbienenstand aufgebaut. Der Standort in direkter Nähe zur Pfrimmtal-Realschule ist bewusst gewählt. So kann die nächste Generation schon früh lernen, was für den Insektenschutz wichtig ist.

"Mit diesem Projekt setzen wir ein klares Zeichen für Insektenschutz und Blühflächen und dies in unmittelbarer Nähe zu der Generation, für die wir Verantwortung tragen und handeln müssen", verdeutlicht Stadtentwicklungsdezernent Timo Horst. Das Thema Insektenschutz liegt der Stadt und ihren Stadtgärtnern besonders am Herzen, denn auch ein großer Teil der Pflanzenwelt ist auf die Bienen als Bestäuber angewiesen: Obstbäume, Beerensträucher und viele fruchttragende Nutzpflanzen. Mit der Bereitstellung von "Wohngelegenheiten" will die Stadt ihren Beitrag leisten, die Situation der Wildbienen zu verbessern. 

"Mit den vorgebohrten Hölzern bieten wir Ersatzbrutmöglichkeiten an. In der Natur stellen im Holz lebende Käferarten die Brutgelegenheiten für die Bienen her", erklären Marc Bellefroid und Dieter Rauh von der Abteilung „Grünflächen und Gewässer“. Für das Insektenhotel haben die Stadtgärtner eine Sandfläche mit etwas Erde aufgeschüttet. Dieses Gemisch soll die Brutmöglichkeit für bodenbrütende Solitärbienen ermöglichen. 70 Prozent Solitärbienenarten brüten im Boden. Der Vorläufer der jetzigen Anlage, damals aus einem Schülerprojekt mit Unterstützung der Firma Röhm entstanden, ist einer Brandstiftung zum Opfer gefallen. Die verbleibenden Reste hat die Stadt nun abgeräumt und mit Insekten noch belegte Hölzer und das Fundament im neuen Wildbienenstand wiederverwendet.

"Wir wollen mit diesem Projekt nicht nur Anregungen für die naheliegenden Schulklassen geben, sondern die gesamte Bürgerschaft motivieren auf blühende, insektenfreundliche Gärten zu setzen", appelliert Horst an die Wormserinnen und Wormser, sich von den Schottergärten zu verabschieden.

Die bei der Pfrimmtal-Realschule wiedererrichtete Anlage hatte für die "Macher" bei der Stadtverwaltung eine Pilotfunktion. Mittlerweile hat sie an weiteren Stellen Insektenhotels initiiert und gebaut. Im Albert-Schulte-Park ist in Kooperation mit dem Nabu bereits ein weiteres aufgebaut, sowie in der Prinz-Carl-Anlage auf dem ehemaligen Exerzierplatz. Gleichwohl ist es mit dem Wohnungsangebot nicht getan. Zu jedem "Hotel" gehört auch ein "Frühstück". Im Sinne der Bienenernährung wird deshalb in der Umgebung Blühendes gefördert durch zeitlich abgestimmtes Mähen oder auch durch Umwandlung in Blühflächen.

Quelle: Pressestelle / Stadt Worms

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