11.03.2026 / Sicherheit

Stärkung des Warnsystems

Die Stadt Worms hat ihr Sirenennetz zur Warnung der Bevölkerung weiter ausgebaut. An insgesamt 22 neuen Standorten wurden moderne Sirenenanlagen installiert und inzwischen erfolgreich in Betrieb genommen.

Symbolbild Katastrophenschutz
Symbolbild Katastrophenschutz

Warnmittelmix soll viele Menschen erreichen

Mit den neuen Sirenenanlagen wird die Warninfrastruktur weiter verbessert, um Bürgerinnen und Bürger im Gefahrenfall schnell und zuverlässig informieren zu können.
Die Warnung und Information der Bevölkerung erfolgt in Worms über einen sogenannten kommunalen Warnmittelmix. Dieser kombiniert verschiedene Warn- und Informationswege, um möglichst viele Menschen zeitnah zu erreichen. Zum Einsatz kommen dabei unter anderem:

  • stationäre elektrische Sirenen (Dach- und Mastsirenen)
  • mobile Sirenen
  • Lautsprecherdurchsagen über Einsatzfahrzeuge
  • Warn-Apps sowie Warnsysteme wie MoWaS und Cell Broadcast
  • das Bürgertelefon
  • Medien wie Radio und Fernsehen
  • Internetangebote, darunter die offiziellen Webseiten der Stadt sowie Social-Media-Kanäle

Ziel dieses abgestimmten Systems ist es, die Bevölkerung im Gefahren- oder Katastrophenfall schnell, zuverlässig und über mehrere Kanäle gleichzeitig zu warnen und zu informieren.
Vor der offiziellen Abnahme wurden die neuen Anlagen am 28. Februar 2026 im Rahmen eines Funktionstests überprüft. Dabei wurden sowohl die Warntöne als auch Sprachdurchsagen ausgelöst, um die technische Funktionsfähigkeit der Systeme sicherzustellen. Die Aktivierung der Sirenen erfolgt über den Digitalfunk sowie über den Analogfunk auf unterschiedlichen Wegen, wodurch zusätzliche Ausfallsicherheit gewährleistet wird.

Mit der Erweiterung des Sirenennetzes stärkt die Stadt Worms ihre Möglichkeiten zur schnellen Warnung der Bevölkerung und leistet einen wichtigen Beitrag zur Sicherheit und zum Bevölkerungsschutz.

Unterschied zwischen älteren und neuen Sirenen

Viele Bürgerinnen und Bürger kennen noch die klassische Sirene in „Pilzform“, die sogenannte E57-Sirene. Diese älteren Anlagen sind mechanische Motorsirenen. Sie besitzen einen charakteristischen runden „Pilzkopf“ und erzeugen den Warnton durch einen Elektromotor, der ein rotierendes Signalrad antreibt. Durch die Drehbewegung entsteht der typische auf- und abschwellende Heulton. Diese Sirenen wurden in Deutschland über viele Jahrzehnte für den Zivilschutz eingesetzt.

Die neu installierten Sirenen des Typs HES 1200 sind dagegen moderne elektronische Sirenen. Optisch unterscheiden sie sich deutlich von den älteren Anlagen: Statt eines Pilzkopfes bestehen sie aus mehreren Lautsprecherhörnern, die an einem Mast oder auf einem Gebäude montiert sind.

Diese Technik bietet mehrere Vorteile: Neben den klassischen Warntönen können elektronische Sirenen auch Sprachdurchsagen übertragen. Dadurch können im Gefahrenfall zusätzlich konkrete Hinweise und Verhaltensinformationen für die Bevölkerung gegeben werden. Außerdem sind die Systeme digital ansteuerbar und lassen sich in moderne Warnsysteme integrieren.

Mit der Kombination aus bewährten Sirenensignalen und moderner Lautsprechertechnik wird die Warnung der Bevölkerung noch flexibler und verständlicher gestaltet.

Standorte der neuen elektrischen HES Sirenen 1200

Dachsirenen



Worms - Abenheim

Wonnegaustraße

Ortsverwaltung

Worms - Herrnsheim

Höhenstraße

Grundschule Dalbergschule

Worms - Horchheim

Alter Marktplatz

Ortsverwaltung

Worms - Horchheim

Neubachstraße

Nelly Sachs IGS

Worms - Neuhausen

Kurfürstenstraße

Staudinger Schule

Worms - Pfeddersheim

Brückenstraße

Gründerzentrum

Worms - Pfeddersheim

Grabenstraße

Paternus Schule

Worms - Rheindürkheim

Schulstraße

Grundschule Rheindürkheim

Worms - Innenstadt

Bensheimerstraße

Pestalozzi Schule

Worms - Innenstadt

Röderstraße

Westend Realschule

Worms - Innenstadt

Marktplatz

Rathaus

Worms - Innenstadt

Kyffhäuserstraße

Hauptfeuerwache

Worms - Innenstadt

Eduard-David-Straße
(Elisabeth-Groß-Platz1)
Geschwister Scholl Schule
(Förderschule)

Worms - Wiesoppenheim

Theodor-Storm-Straße

Ortsverwaltung

Worms - Pfiffligheim

Am Kochenberg

Evang. Kindergarten Katharina-von-Bora

Worms - Leiselheim

Adam-Riese-Straße

Ortsverwaltung

Worms - Heppenheim

Kirchhofplatz

Ortsverwaltung

Mastsirenen

 

 

Worms - Friedrichsweg

Friedrichsweg – Ludwigslust

Im Wäldchen

Worms - Am Gallborn

Am Gallborn

Grünfläche Gehweg

Worms - Langgewann

B9 / Langgewann

Grünfläche Gehweg an Bushaltestelle

Worms - Mittelrheinstraße

Mittelrheinstraße

Straßenverkehrsinsel

Worms - Ibersheim

Killenfeldstraße

Ortsverwaltung

Persönliche Notfallvorsorge

Neben einem funktionierenden Warnsystem spielt auch die persönliche Vorsorge der Bevölkerung eine wichtige Rolle im Katastrophenschutz. Krisen oder größere Schadenslagen können unerwartet eintreten – etwa durch Stromausfälle, Unwetter, Hochwasser oder andere Ereignisse. In solchen Situationen kann es vorkommen, dass Hilfe nicht sofort überall gleichzeitig verfügbar ist. Eine gute Vorbereitung im eigenen Haushalt kann daher entscheidend sein. 

Die Stadt Worms stellt hierzu auf ihrer Internetseite umfangreiche Informationen zur Verfügung, darunter auch die Notfall-Broschüre der Stadt Worms mit wichtigen Hinweisen zur Vorbereitung auf verschiedene Notsituationen. Zusätzlich empfiehlt die Stadt den bundesweiten Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). Dieser enthält praktische Tipps zur Notfallvorsorge – beispielsweise zur Anlage eines Lebensmittel- und Wasservorrats, zur Zusammenstellung eines Notgepäcks oder zum richtigen Verhalten bei Stromausfällen und anderen Krisenlagen.

Service

Den Ratgeber „Vorsorgen für Krisen und Katastrophen“ – BBK finden Sie hier:

Beide Broschüren stehen online kostenlos zur Verfügung und bieten hilfreiche Informationen, wie sich Bürgerinnen und Bürger mit einfachen Maßnahmen auf mögliche Notfälle vorbereiten können. Weitere Informationen sowie die Downloadmöglichkeiten finden hier: 

Eine gute Vorbereitung stärkt nicht nur die eigene Sicherheit, sondern unterstützt auch die Einsatzkräfte im Ernstfall.

Alte Sirene E57.
Alte Sirene E57.
© Fotograf: iStock
Neue Sirene HES 1200.
Neue Sirene HES 1200.
© Fotograf: Wikimedia
Quelle: Stadt Worms

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