13.03.2026 / Trauer

Zum Ableben von Helga Marschang

Mit Helga Marschang verliert die Stadt Worms eine äußerst engagierte Persönlichkeit, die sich in besonderer Weise unter anderem beim Spectaculum Worms, der Städtepartnerschaft zu St Albans und bei den Nibelungen-Festspielen eingebracht hat.

Nachruf mit Kerze
Nachruf mit Kerze

Engagement für Worms

Helga Marschang war eine treibende Kraft im „Netzwerk lebendiges Mittelalter“, das von Beginn an bei der Organisation des Spectatulums beteiligt war. Als Mitorganisatorin bei den „Freien Gewandeten“ entwarf und nähte sie zahllose Gewänder für Groß und Klein.

Mit großem Einsatz trieb sie auch die Beziehungen bei der Städtepartnerschaft mit St Albans voran. Bei den Besuchen in und aus der Partnerstadt war sie häufig beteiligt. Zudem stand sie dem von ihr gegründeten Freundeskreis Worms – St Albans bis 2022 vor.

Als langjähriges Mitglied der Nibelungenliedgesellschaft wirkte sie zusätzlich im Vorstand als Schatzmeisterin. Doch ihr Engagement ging weit über Zahlen hinaus: Mit selbst entwickelten Programmen brachte sie das Nibelungenlied in Kindertagesstätten und Grundschulen, auch las sie in Kindergärten vor und spielte mit den Kindern Theater. Es war ihr ein Anliegen, die große Sage schon den Jüngsten lebendig und verständlich nahezubringen.

Im Jahr 2001, bereits ein Jahr vor der ersten Ausgabe Nibelungen-Festspiele, formierte sich die Gruppe der „Nibelungen-Indianer“, deren „Häuptling“ sie viele Jahre lang war. Mit großem Organisationstalent koordinierte Helga Marschang rund 20 Ehrenamtliche, die vor den Festspielen zehntausende Flyer und Plakate verteilten, während der Aufführungen Programme verkauften, Besucher zu ihren Plätzen begleiteten und dafür sorgten, dass sich jeder willkommen und gut aufgehoben fühlte.

Auch außerhalb der Festspielzeit war ihr Engagement ungebrochen. An der 1000-Jahr-Feier der Bergkirche in Hochheim wirkte sie aktiv mit und gab dort außerdem über viele Jahre Klöppelkurse für Kinder und Erwachsene. Viele Jahre arbeitete sie im Veranstaltungsausschuss des Martinsmarktes in Hochheim mit. Ebenso brachte sie sich mehrere Jahre im Veranstaltungsausschuss des Horchheimer Sommertages ein.

Zudem wurde sie für ihre langjährige ehrenamtliche Tätigkeit im Prüfungsausschuss der Industrie- und Handelskammer Ludwigshafen 2002 mit der silbernen und goldenen Ehrennadel ausgezeichnet. 2003 erhielt sie die Ehrennadel des Landes Rheinland-Pfalz – sichtbare Zeichen der Anerkennung für ein außergewöhnliches Lebenswerk im Dienst der Gemeinschaft.

Die Verleihung der Verdienstmedaille der Stadt Worms am 7. Januar 2011 war Ausdruck des Dankes und der Wertschätzung für ihr herausragendes und vielfältiges ehrenamtliches Wirken – ein Wirken, das weit über ihren Tod hinaus nachhallen wird.

Oberbürgermeister Adolf Kessel übermittelte den Angehörigen im Namen des Stadtvorstandes, des Stadtrates, der Stadtverwaltung Worms sowie auch persönlich sein tief empfundenes Beileid.

Quelle: Stadt Worms

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