10.07.2026 / Museum

Neue Nibelungen-Ausstellung

Seit dem 9. Juli sind die Nibelungen Teil der Dauerausstellung im Museum Andreasstift. Was die Besucher erwartet:

Gäste bei der Eröffnung der Nibelungen-Ausstellung im Museum Andreasstift. Der Künstler Eichfelder (Mitte) erläutert die Exponate.
Gäste bei der Eröffnung der Nibelungen-Ausstellung im Museum Andreasstift. Der Künstler Eichfelder (Mitte) erläutert die Exponate.
© Fotograf: IR / P. Lorentz

"NIBELUNGEN - Liebe, Verrat und Untergang"

Ab Mittwoch, 9. Juli zeigt das Museum der Stadt Worms im Andreasstift unter dem Titel „NIBELUNGEN - Liebe, Verrat und Untergang“ in einer größeren Interimspräsentation die vielschichtige Handlung des Nibelungenlieds in Wort und Bild und offeriert Basisinformationen zum Nibelungen-Stoff. Auf die Frage, weshalb Worms zum zentralen Handlungsort der Sage wurde, wird dabei im Besonderen eingegangen. 

Nach der Eröffnung des dazugehörigen Nibelungen-Kinos im Februar geht das Museum damit einen weiteren wichtigen Schritt, um die Nibelungen als kulturelles Erbe der Stadt ganzjährig für Besucher erlebbar zu machen. 

Besucher erwartet ein multimediales Museumserlebnis, das digitale Elemente wie einen navigierbaren Zeitstrahl mit Objekten, wie etwa dem „Tarnmantel“, einem Requisit aus einer Inszenierung der Nibelungen-Festspiele, um einen materiellen und rezeptionsgeschichtlichen Eindruck erweitert. 

Der Zutritt zur Nibelungen-Ausstellung ist im Eintrittspreis bereits inbegriffen.

Worms und die Nibelungen

Als bekanntestes Heldenepos der mittelhochdeutschen Literatur ist das 1200 niedergeschriebene Nibelungenlied ein integraler Teil der europäischen Literatur-, Kultur- und Wormser Stadtgeschichte. Im Juli 2009 wurde dies mit der Aufnahme in das Memory of the World-Register der UNESCO/Weltdokumentenerbe gewürdigt. Viele markante Szenen sind in Worms angesiedelt oder weisen Bezüge zu historischen Personen oder Ereignissen und zur Stadtgeschichte auf. 

Nach der Schließung des Nibelungenmuseums 2024 wurde mit der Eröffnung des Nibelungen-Kinos im Frühjahr 2026 damit begonnen, die Thematik sukzessive in das Ausstellungs- und Vermittlungskonzept des Museums Andreasstift zu integrieren. Mit der nun folgenden Eröffnung des zentralen Ausstellungsraums ist das museale Konzept nun vollständig.

Adolf Kessel, Oberbürgermeister der Stadt Worms: „Es ist wichtig, dass die Nibelungen als kulturelles Erbe der Stadt ganzjährig sichtbar und erlebbar bleiben. Deshalb freue ich mich, dass mit der Eröffnung der Ausstellung im Andreasstift die Nibelungen wieder als museales Erlebnis zu erfahren sind. Dass die Ausstellung noch zu Beginn der Festspiele realisiert werden konnte, ist in Anbetracht der zu erwartenden überregionalen Gäste natürlich schön. Denn damit bietet sich eine tolle Möglichkeit, einem großen Publikum zu zeigen, dass die Nibelungen-Thematik für Worms nicht nur ein saisonaler Zuschauermagnet ist, sondern auch über die Festspielzeit hinaus in vielfältigen Angeboten zu erleben ist.“

Dr. Olaf Mückain, wissenschaftlicher Leiter: „Die neuen Präsentationsräume stellen nach der Schließung des Nibelungenmuseums eine mittelfristige Lösung für eine langfristige Aufgabe dar. Herausfordernd bei der Konzeption war, dass die Ausstellung des alten Nibelungenmuseums natürlich nicht deckungsgleich in unser Raumkonzept übertragen werden konnte. Hinzu kam die Aufgabe, eine Zeit greifbar zu machen, aus der nur wenige handfeste Exponate erhalten sind. Die neue Ausstellung bedient sich deshalb altbekannter und neuer sowie analoger und digitaler Elemente – ein multimedialer Dialog, den wir fortschreitend weiterführen werden und der in Zukunft sicherlich auch noch neue Formen annehmen wird.“

Eröffnung der neuen Nibelungen-Ausstellung am 9. Juli 2026 im Museum Andreasstift. Das Foto zeigt Oberbürgermeister Adolf Kessel (3.v.r.) und Gäste im Kreuzgang des Museums.
Eröffnung der neuen Nibelungen-Ausstellung am 9. Juli 2026 im Museum Andreasstift. Das Foto zeigt Oberbürgermeister Adolf Kessel (3.v.r.) und Gäste im Kreuzgang des Museums.
© Internetredaktion Stadt Worms , Fotograf: P. Lorentz

Die Nibelungen multimedial erleben

Bereits seit Februar vermittelt das Nibelungenkino anschauliche Impressionen aus dem Nibelungenlied. Auf einem großen Bildschirm ist nun eine filmische Nacherzählung des mittelalterlichen Stoffes zu sehen. Seine besondere Prägung erhält der Raum durch einen 28-teiligen Nibelungenzyklus des Konzeptkünstlers Eichfelder, der mittelalterliche Quellenüberlieferung und moderne Bildästhetik zu einer eigenständigen visuellen Nacherzählung verbindet.

Mit dem angrenzenden Ausstellungsraum wurde nun ein Bereich eröffnet, der die vielschichtige Handlung des Nibelungenlieds noch weiter visualisiert und kontextualisiert. Das Herzstück des ersten Raumbereichs bildet dabei eine Ring-Installation, bestehend aus zwölf Monitoren, auf denen sowohl die Protagonisten als auch die bekanntesten Interpreten der Nibelungensage vorgestellt werden. Eine Europakarte sowie ein navigierbarer Zeitstrahl verorten die Sage in ihrer räumlichen und zeitlichen Dimension. 

Dieses digitale Informationsangebot wird durch verschiedene Objekte im ganzen Raum, wie etwa einem Hirschgeweih, das an die Jagdtrophäe Siegfrieds im Nibelungenlied erinnert, um einen materiellen Eindruck erweitert. 

Im zweiten Raumbereich lässt sich der Nibelungenstoff dann in Eigenregie entdecken: Auf Touchscreen-Monitoren können informative Filme zur Entstehungsgeschichte und Rezeption ausgewählt werden, während Mitmachstationen auch jüngere Besucher dazu einladen, Geschichte und Sage aktiv kennenzulernen.

Präsentation des Nibelungen-Themas im Museum der Stadt Worms im Andreasstift. Blick in den Ausstellungsraum mit der Ring-Installation, bestehend aus 12 Monitoren.
Präsentation des Nibelungen-Themas im Museum der Stadt Worms im Andreasstift. Blick in den Ausstellungsraum mit der Ring-Installation, bestehend aus 12 Monitoren.
© Fotograf: Claudia Weissert

Service

Öffnungszeiten und Eintritt

  • Die Ausstellung „Nibelungen: Liebe – Verrat – Untergang“ ist ab sofort Teil der Dauerausstellung des Museums Andreasstift. 
  • Die Besichtigung ist im regulären Eintrittspreis enthalten. 
  • Für Besucher der Nibelungen-Festspiele gibt es wieder ein besonderes Angebot: Nach Vorlage einer Eintrittskarte zu den Festspielen 2026 ist der Besuch bis zum Jahresende zu einem reduzierten Eintrittspreis möglich. 
  • Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag, 11 bis 17 Uhr. 

Weitere Informationen:

Quelle: Kultur und Veranstaltungs GmbH Worms

Datenschutzhinweis

Unsere Webseite nutzt teilweise externe Komponenten, welche auch personenbezogene Daten verarbeiten. Diese sogenannten Cookies helfen uns, unser Angebot stetig zu verbessern und Ihnen einen komfortablen Besuch zu ermöglichen. Durch das Laden externer Komponenten können Daten, über z.B. Ihr Verhalten, an Dritten weitergegeben werden, weshalb wir Ihre Zustimmung benötigen. Eine Einwilligung wird für alle technisch nicht notwendigen Cookies benötigt. Bei einer Zustimmung kann es gegebenenfalls auch zu einer Weiterleitung Ihrer Daten in ein Drittland kommen, dessen Datenschutzstandards sich von denen der EU unterscheidet.
Ihre Entscheidung wird für ein Jahr gespeichert. Sie können Ihre Einwilligung jedoch jederzeit ändern oder widerrufen.
Ohne Ihre Einwilligung kann es zu Einschränkungen bei Inhalten und der Bedienung kommen.

Detaillierte Informationen zum Einsatz von Cookies finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Notwendige Cookies werden immer geladen