31.07.2026 / SchUM-Städte e.V.

Welterbe-Geburtstag

Mit einem abwechslungsreichen Programm im Speyerer Judenhof haben die SchUM-Stätten am 26. Juli den Welterbe-Geburtstag und zugleich den Auftakt ihres Jubiläumsjahres begangen.

Lebendige Lernorte

Zahlreiche Besucherinnen und Besucher nutzten die Gelegenheit, fünf Jahre UNESCO-Welterbe SchUM-Stätten Speyer, Worms und Mainz gemeinsam zu feiern und die Geschichte sowie Kultur der fast 1.000-jährigen jüdischen Gemeinden am Rhein auf vielfältige Weise zu erleben. 

Nach der Begrüßung durch Stefanie Seiler, Oberbürgermeisterin der Stadt Speyer und Vorstandsvorsitzende des SchUM-Städte e. V., folgten Grußworte von Dr. Denis Alt, Staatssekretär im Ministerium für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, Monika Fuhr, Beauftragte für jüdisches Leben und Antisemitismusfragen des Landes Rheinland-Pfalz, sowie Uwe Wöhlert, Vorsitzender des Verkehrsvereins Speyer e. V. Monika Fuhr betonte die vielfältigen Chancen, die das UNESCO-Welterbe bietet: „Die Anerkennung der SchUM-Stätten als Welterbe stellt für mich an sich bereits ein klares Statement gegen Antisemitismus dar. Denn damit hat das jüdische Leben, die jüdische Kultur sowohl in der Region wie International eine hohe und bis dahin nie vorhandene Öffentlichkeit erfahren. […]

Die SchUM-Stätten sind auch deshalb ein großes Glück, weil sie lebendige Lernorte sind, […] sie sind Orte des Erinnerns, sie bieten Räume für Begegnungen und für Dialog“. Im Namen von Ministerpräsident Gordon Schnieder sowie in ihrem eigenen dankte sie dem gesamten Team des SchUM-Städte e.V. um Birgit Kita und Laura Karnasch sowie den Gründungsmitgliedern des SchUMVereins, den Mitarbeitenden in der Verwaltung der SchUM-Städten und den Ehrenamtlichen für ihr großartiges Engagement: „Denn sie alle tragen dazu bei, dass das Welterbe dauerhaft sichtbar ist und bleibt, sodass viele Menschen um diesen großartigen Schatz der jüdischen Kultur in unserem Land wissen können“. 

Im Anschluss sorgten eine musikalisch-literarische Performance zur Ringparabel aus „Nathan der Weise“, ein kreativer Kinder-Workshop mit einer Mal- und Bastelstation, Führungen durch die Welterbekomponente Speyer sowie der freie Eintritt in den Judenhof und das Museum SchPIRA für ein abwechslungsreiches Programm für Groß und Klein.
Der Welterbe-Geburtstag markierte den Beginn des Jubiläumsjahres, das der SchUM-Verein und die SchUM-Städte mit zahlreichen Veranstaltungen gestalten.

Zahlreiche Veranstaltungen

Bereits in den kommenden Wochen erwarten Besucherinnen und Besucher weitere Höhepunkte

Eine Pop-up-Ausstellung im SchUMLab Worms präsentiert ab Anfang September die Projekte des SchUM-Vereins und der SchUM-Städte aus den vergangenen fünf Jahren und zeigt, wie sich das UNESCO-Welterbe seit seiner Anerkennung weiterentwickelt hat. 

Ein besonderer Meilenstein folgt am 6. September mit der feierlichen Eröffnung des ersten SchUM-Besuchszentrums. Mit dem „Sali-Levi-Haus“ oberhalb des „Alten Jüdischen Friedhofs am Judensand“ in Mainz entsteht ein neuer Ort der Begegnung. Künftig informiert das Besuchszentrum über die reiche jüdische Geschichte von Mainz, eröffnet faszinierende Ausblicke auf den Judensand und ermöglicht den individuellen Besuch der Mainzer Welterbekomponente

Ab dem 7. September lädt eine anschließende Festwoche mit Führungen, Mitmachaktionen und weiteren Veranstaltungen dazu ein, das neue Besuchszentrum und den jüdischen Friedhof in Mainz kennenzulernen. 

Auch der Herbst steht ganz im Zeichen des Welterbes: Geplant sind die feierliche Übergabe der Kopien der UNESCO-Welterbeurkunden an die Gründungsmitglieder des SchUM-Vereins und damit die Akteure im Welterbe sowie ein Studientag anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Denkmalfriedhofs am Alten jüdischen Friedhof Mainz. Der Studientag wird dabei die Geschichte dieses einmaligen Ortes in den Blick nehmen aber auch Traditionen, Pflichten und Aufgaben – interreligiös – ansprechen. Mit dem Jubiläumsjahr möchten die SchUM-Stätten nicht nur auf fünf erfolgreiche Jahre als erstes jüdisches UNESCO-Welterbe Deutschlands zurückblicken, sondern Bilanz ziehen und mit zahlreichen Veranstaltungen dazu einladen, das jüdische Erbe am Rhein neu zu entdecken: „Fünf Jahre UNESCO-Welterbe sind für uns ein besonderer Anlass zum Feiern, aber auch zum Innehalten. Das Jubiläumsjahr bietet die Gelegenheit, auf das Erreichte zurückzuschauen und zugleich den Blick nach vorne zu richten. Gemeinsam mit unseren Partnern möchten wir noch mehr Menschen für die einzigartige Geschichte, Kultur und die Traditionen der SchUM-Stätten begeistern und zeigen, dass das jüdische Erbe am Rhein bis heute Menschen verbindet, Brücken baut und Identität stiftet“, resümiert Birgit Kita, Geschäftsführerin des SchUM-Vereins und Site-Managerin des Welterbes.

Die Veranstaltungen anlässlich des fünfjährigen Jubiläums der SchUM-Stätten werden gefördert von der Angelika und Uwe Wöhlert-Stiftung, der Kulturstiftung Speyer, der BASF SE, dem Bistum Mainz, der Rheinhessen Sparkasse und der Sparkasse der Vorderpfalz.

Quelle: Stadt Worms

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