Silberborner Hof
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Tipps für zu Hause

Auf dieser Seite finden Sie Tipps für das Üben und Musizieren zu Hause. Die Inhalte werden regelmäßig ergänzt und aktualisiert. Schauen Sie gerne gelegentlich vorbei!

Am 9. Oktober fand unser Eltern-Infoabend zum Thema "Üben geht klar!" statt. Musikschulleiter Wolfgang Neidhöfer und dessen Stellvertreterin Christina Mühleck informierten über Möglichkeiten und Methoden, wie Eltern ihre Kinder beim häuslichen Üben und Musizieren bestärken und unterstützen können.

Außerdem gab es Informationen zu aktuellen Musikschulthemen und eine Vorstellung der wertvollen Arbeit unseres Fördervereins. 

Eine Zusammenfassung finden Sie unter folgendem Link:

Kleiner Übe-Leitfaden für Eltern (2005)

(aus Üben & Musizieren 6/2005)

Warum üben? 

  • Übung mach den Meister, 
  • stellt die Vertrautheit mit dem Instrument her,
  • ist Grundlage für ein gutes „Fingerspitzengefühl“ und 
  • schafft Lust durch den Erfolg, der sich durch regelmäßiges Üben einstellt. 

Der Weg ist das Ziel. Die Übung aus der einen Unterrichtsstunde pro Woche reicht nicht aus, das Spielen eines Instruments zu erlernen! 

Einrichtung des Übeorts 

  • Der Übeplatz sollte gut gelüftet, angenehm temperiert und ausreichend beleuchtet sein – am besten mit Tageslicht.
  • Kinder sind eher motiviert zu üben, wenn sie ohne großen Aufwand an ihr Instrument kommen: Stehen Stuhl und Notenständer bereit und liegen Noten und Aufgabenheft auf dem Notenständer, so können die Schüler gleich mit dem Üben beginnen. 
  • Störende Einflüsse sind zu vermeiden. Radio, Fernsehapparat, Smartphone, PC und Spielekonsole müssen während des Übens schweigen! Keine wartenden Freunde im Hausflur, keine Telefonanrufe, keine störenden Geschwister, dann nach Unterbrechungen und Ablenkungen fällt es Kindern schwer, sich wieder auf das Üben zu konzentrieren.

Wann üben? 

  • Möglichst immer zur gleichen Tageszeit, damit es zu einer festen Gewohnheit wird. 
  • Je nach Typ, Temperament und Belastungstoleranz kann der Zeitpunkt des Musizierens morgens vor der Schule, nach der Schule, nach der Erledigung der Hausaufgaben usw. liegen. 

Wie oft üben? 

  • Wann immer die Kinder wollen: lieber mehrfach kurz im Tagesablauf als einmal zu lang, 
  • mindestens aber einmal am Tag, ohne Ausnahme!
  • Auch in den Ferien sollte das Spielen des Instruments der Normalfall sein. 

Wie lange üben? 

Zu Beginn der Instrumentalausbildung z.B. eines sechsjährigen Kindes genügen ein- bis zweimal täglich wenige Minuten, die je nach Konzentrationsfähigkeit allmählich gesteigert werden sollen. Die Übezeiten sind sehr individuell. Unsere Lehrkräfte beraten Sie gerne. 

Was üben? 

  • Grundsätzlich die mit der Lehrkraft besprochenen und evtl. im Aufgabenheft beschriebenen Übungen und Stücke.
  • Als Ergänzung: Improvisationen, eigene Kompositionen, Wiederholung alter Aufgaben, Spaßprogramm u.Ä. 

Wie können Sie während des Übens helfen? 

  • Sie sollten zuhören, positiv bestärken und zum Vorspielen ermuntern. Am Anfang zählt alles: Jede Aktion, jeder Ton bringt Erfahrung und Fortschritt. 
  • Kritik am Spiel sollten Sie verhindern, dafür ist der Lehrer oder die Lehrerin da. 
  • Gelegentlich ist es nötig den Unwillen des Kindes mit Geschick zu umgehen: „Jetzt fang doch erst einmal an“, „Beim letzten Mal hat es doch so schön geklungen“, „Ich würde gerne noch einmal das Lied hören“ – so oder so ähnlich könnten die versteckten Aufforderungen zum Üben lauten, die Ihr Interesse dokumentieren. Wenn die Kinder einmal begonnen haben, üben sie meist bereitwillig. 
  • Ganz wichtig: Üben sollte nicht erzwungen oder belohnt werden. Der Erfolg genügt sich selbst! 

Nebeneffekte 

  • Das Üben mit dem Instrument ist ein Mosaikstein im Tagesablauf des Kindes. 
  • Üben fördert die Ausdauer, die Konzentration und den Umgang mit komplexen Zusammenhängen. 

Weitere Fragen? 

Im Gespräch mit dem Lehrer oder der Lehrerin erhalten Sie individuelle Informationen zu instrumentalspezifischen Eigenheiten, auf die Sie beim Üben besonders achten können. 

Viel Erfolg und Freude!

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Leitfaden für Eltern (2019, Thielemann)

aus "Eltern", üben&musizieren spezial "Voll motiviert!" von Kristin Thielemann. Mit freundlicher Zustimmung der Autorin

1. Offenes Ohr
Zeigen Sie Interesse für die Musik, die für lhr Kind wichtig ist, selbst wenn diese nicht unbedingt Ihrem eigenen Lieblingsstil entspricht. Gesangsshows im Fernsehen oder Youtube-Stars? Schauen Sie sie gemeinsam an! Eine Musik-App? Lassen Sie sich diese von Ihren Kindern erklären! 

2. Musik ist Kunst
Man kann auch Musik von Kindern sehr wohl als Kunst bezeichnen, selbst wenn manchmal ein paar falsche Töne durch die luft fliegen. Entwickeln Sie Freude daran, dass Ihr Kind musiziert, und zeigen Sie lhre Freude dem Kind und seiner Umwelt. Es muss ja nicht gleich das Posten in sozialen Netzwerken sein! Aber ein kleiner Videoclip für den Hausgebrauch, für Familie oder Freunde (sofern Ihr Kind damit einverstanden ist!) oder ein Fotoshooting Ihres Kindes mit seinem Instrument zeigt ihrem Sprössling, wie ernst Sie seine Musizierkunst nehmen. 

3. Neuland auch für Eltern
Beginnen Sie doch ebenfalls mit dem Musizieren, falls Sie es noch nicht tun! Sprechen Sie mit Ihrem Kind und lassen Sie es mitbestimmen, ob Sie das gleiche oder ein anderes Instrument erlernen sollen. Es tut Kindern gut zu sehen, dass es Ihnen mögicherweise bei Ihrem Lernen helfen kann oder Ihnen auch einmal etwa Mühe bereitet. Gõnnen Sie es Ihrem Kind, wenn es etwas besser kann als Sie, und haben Sie keine Scheu, Ihre Freude darüber zu zeigen. 

4. Singen Sie! 
Im Instrumentalunterricht greifen die Lehrkrāfte gerne auf Volks- und Kinderlieder zurück. Doch heute wird ìn Familien, Kindergārten oder Schulen weniger gesungen. Somit fehlt vielen Kindern ein Liedrepertoire. Das macht den Einstieg in die Welt der Musik deutlich schwerer. Beginnen Sie, für und mit Ihrem Kind zu singen. Vielerorts gibt es Familien- oder Kinderchöre, wo die Mitwirkung viel Freude bereitet. 

5. Motivation durch Vorbilder
Suchen Sie nach Menschen oder Musikgruppen, die sich als Vorbild für Ihr Kind eignen. Fündig werden Sie beispielsweise in Schüler- oder Kinderkonzerten. Auch der Besuch eines Auftritts von Kinder- und Jugendorchestern kann lohnenswert sein. Es spricht aber auch nichts dagegen, wenn Ihr Kind sein ldol in der digitalen Musikwelt findet. 

6. Musikbücher lesen 
Lesen bildet - auch im musikalischen Bereich! Die Liste guter musikalischer Kinder- und Jugendbücher ist lang und auch Hörbücher sind erhältlich. Ob nun eine Komponistenbiografie für junge Leser, ein Musikbilderbuch mit der Beschreibung eines großartigen Werks der klassischen Musik oder eine Komposition mit Text speziell für Kinder (z. B. Peter und der Wolf) - so bekommt Ihr Kind eine Grundbildung in Musik, die dabei hilft, sich Zusammenhānge selbst zu erschließen. 

7. Notenschrank 
Fragen Sie die Lehrkraft Ihres Kindes nach gut gemachten Sammelbänden von Noten auf geeigneten Niveau, die durch eine CD ergänzt werden. Wenn Sie zwei bis drei Notenausgaben vorrätig haben, kann Ihr Kind darin auf Entdeckungsreise gehen, sich ein neues Musikstück heraussuchen und selbst oder gemeinsam mit der Lehrperson daran üben. Zwar gibt es mittlerweile viele Noten-Datenbanken im Internet, doch hier etwas Geeignetes zu finden, ist selbst für Profis nicht immer ganz einfach. 

8. Übefreundliches Zuhause gestalten 
Gestalten Sie in Absprache mit lhrem Kind einen Übeort. Kinder haben häutig eine genaue Vorstellung davon, ob sie sich beim Musizieren zurückziehen möchten oder gerne gehört werden. Generell gilt: Ein direkt nach dem Unterricht wieder ausgepacktes Instrument und ein Notenständer mit aufgeschlagenen Lieblingsnoten verleiten zum Üben. Auch ein Ort, an dem die Kinder täglich vorbeikommen, regt zum Musizieren an.

9. Kontakt zur Lehrperson 
Signalisieren Sie der Lehrkraft Ihr Interesse am Musikunterricht. Fragen Sie, ob Sie hin und wieder zuhören dürfen, wie Sie bei den Hausaufgaben helfen können oder ob es Konzerte in der Nähe gibt, deren Besuch für Ihr Kind lohnenswert sein könnte. Bedenken Sie aber bitte, dass die Lehrkraft Ihres Kindes viele Schülerinnen und Schüler unterrichtet und nicht mit allen Eltern in regem Austausch stehen kann. Halten Sie daher Chats, Mails und Telefonate kurz und benutzen Sie diese nur für die allernötigsten Anliegen. 

10. Nichts geht mehr?
Willkommen im Motivationstief. Gestehen Sie Ihrem Kind und auch sich selbst Phasen im Leben zu, wo Sie nicht so viel Lust verspüren, etwas Bestimmtes zu tun. Wenn die Durststrecke allerdings zu lange dauert oder mit kreativen Kniffs nicht in den Griff zu bekommen ist, kann es (in Absprache mit der Lehrkraft) notwendig sein, eine Musizier- oder Unterrichtspause einzulegen.

Linksammlung zur Motivation und Unterstützung

Homepage "Junge Klassik" - Kinder- und Jugendseite der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz mit vielen Erklärungen, Videos und Spielen

Homepage "Klangkiste WDR" - Angebot des Westdeutschen Rundfunks mit Spielen, Erklärungen und weiteren Links zu den Rundfunkensembles (Orchester, Chor, Bigband). Die Maus ist auch mit dabei!

Homepage "Musicca" - Übungen und Spiele zur Musiklehre, Metronom, Stimmgerät uvm.

Homepage "Musescore" - Musiknotationsprogramm

Außerdem gibt es zahlreiche gute Apps: Stimmgeräte (allgemein und für spezielle Instrumente), Metronom, Gehörbildung (z. B. Perfect Ear), Übeapp (z. B. Peasy-App), Gewohnheitstracker ...

Auch die Standardapps können hilfreich sein, z.B. zur Video- oder Tonaufnahme

Fragen Sie die Kolleginnen und Kollegen. Jede Lehrkraft hat eigene Tipps. Verraten Sie und gerne Ihre eigenen Entdeckungen.

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