
Karmeliter Grundschule - Das sind wir
Unser Schulhaus
Eine Karmeliter Volksschule gibt es lt. Unterlagen bereits seit 1870, ein entsprechendes Schulgebäude wird erst seit 1876 erwähnt, daher feierten wir 2001 das 125-jährige Jubiläum.
Seit 1969 ist die Schule eine reine Grundschule. Viele Jahre teilten wir uns das Gebäude mit der Karmeliter Realschule, die dann im Zuge der Schulreform in ein anderes Gebäude umziehen musste. 2013 begannen weitreichende Umbaumaßnahmen im Erdgeschoss und 2015 zog die städtische Kindertagesstätte Karmeliter ein.
Im Zuge der Brandschutzertüchtigung wurde das Schulgebäude von 2019-2022 aufwändig saniert. Seither unterrichten wir in sehr ansprechenden und mit dem nötigen technischen Komfort ausgestatteten Räumen.
Wir sind Start-Chancen Schule
Die Karmeliter Grundschule steht beispielhaft für das Engagement vieler Schulen, die im Rahmen des Startchancen-Programms daran arbeiten, allen Kindern gerechte Bildungschancen zu ermöglichen und eine Stärkung der Basiskompetenzen zu erzielen.
Das bundesweite Förderprogramm, das in Rheinland-Pfalz rund 200 Schulen umfasst, richtet sich vor allem an Bildungseinrichtungen mit besonderen sozialen Herausforderungen.
Auch an der Karmeliter Grundschule bedeutet die Teilnahme am Startchancen-Programm, dass zusätzliche Unterstützung dort ankommt, wo sie am dringendsten gebraucht wird. Mit Hilfe des sogenannten Chancenbudgets kann die Schule gezielt Förderangebote aufbauen, neue Lernmaterialien anschaffen oder externe Fachkräfte einbinden, um Kinder individuell zu stärken.
Darüber hinaus profitiert die Karmeliter Grundschule von einer intensiven Schul- und Unterrichtsentwicklung. Lehrkräfte erhalten Fortbildungen, um Unterrichtsmethoden weiterzuentwickeln und Lernstände besser zu erkennen. Durch die enge Zusammenarbeit mit weiteren Fachkräften entstehen multiprofessionelle Teams, die die Kinder ganzheitlich begleiten.
Wir sind Schwerpunktschule
Seit 2015 ist die Karmeliter Grundschule eine Schwerpunktgrundschule. Klassenlehrer, Förderschullehrerkräfte und pädagogische Fachkräfte unterrichten an unserer Schule Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf inklusiv, entsprechend ihrem individuellen Leistungsniveau. Dies bedeutet, dass Kinder mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf gemeinsam unterrichtet werden.
Unsere Grundhaltung ist es, die Persönlichkeit des Kindes als Ganzes anzunehmen, wahrzunehmen und den Unterricht entsprechend zu planen, durchzuführen und zu reflektieren. Unterrichtsinhalte werden differenziert und intensiv geübt.
Hier (als Link) Schulische Inklusion: Inklusion: Bildungsserver Rheinland-Pfalz (bildung-rp.de) finden Sie weitere Informationen.
Außerdem unterstützen unsere Förderschullehrkräfte und pädagogischen Fachkräfte Kinder mit erhöhtem Förderbedarf und stehen beratend Klassenlehrern und Eltern zur Seite. Manche Kinder werden aufgrund ihrer besonderen Bedürfnisse im Unterricht von einer Integrationskraft betreut. Auch sie sind ein Teil unseres Teams.
Churer Modell
Im Jahr 2021 hat die Karmeliter Grundschule an dem Programm „S hoch 4 – Schule stärken, starke Schule!“ teilgenommen und erprobt seitdem das Unterrichtskonzept Churer Modell in der Schule.
Das Churer Modell ist ein innovatives Unterrichts- und Schulentwicklungskonzept, das in der Stadt Chur im Kanton Graubünden entstanden ist. Entwickelt von Reto Thöny und einem engagierten Lehrerteam verfolgt es das Ziel, den Unterricht stärker auf die individuellen Bedürfnisse der Schülerinnen und Schüler auszurichten und dadurch Lernen effektiver und motivierender zu gestalten. Ein zentrales Merkmal ist die Binnendifferenzierung: Kinder mit unterschiedlichen Lernvoraussetzungen erhalten Aufgaben auf verschiedenen Niveaus, sodass alle ihrem eigenen Tempo und ihren Fähigkeiten entsprechend arbeiten können. Um diesen Ansatz zu unterstützen, wird auch die Raumgestaltung neu gedacht. Klassenzimmer werden zu „Lernlandschaften“ umgestaltet, in denen es unterschiedliche Arbeitsplätze gibt. Feste Sitzplätze entfallen, sodass die Kinder je nach Aufgabe, Stimmung oder Bedürfnis den passenden Ort zum Lernen wählen können.
Darüber hinaus setzt das Modell auf kürzere Inputphasen durch die Lehrperson. Anstelle von langen Frontalunterrichtseinheiten werden Inhalte knapp eingeführt, um anschließend mehr Zeit für eigenständiges oder kooperatives Lernen zu gewinnen. Damit verbunden ist eine Stärkung der Selbstverantwortung der Schülerinnen und Schüler, die mehr Wahlmöglichkeiten bei Aufgaben und Arbeitsformen erhalten. Transparente Lernziele und regelmäßige Reflexionsphasen helfen ihnen dabei, den eigenen Lernfortschritt einzuschätzen und Verantwortung für das eigene Lernen zu übernehmen.


