
Der Hitzeaktionsplan gliedert sich in drei Teilbereiche. Im ersten Abschnitt werden die besonders hitzeanfälligen Stadtgebiete von Worms vorgestellt, die durch eine Sensitivitätsanalyse – unter Berücksichtigung von demografischen und klimatischen Daten – ermittelt wurden. Diese macht deutlich, dass vor allem die innerstädtischen Wohngebiete besonders betroffen sind. Zudem liegen bereits heute 19 Aufenthaltsorte von Risiko-gruppen (wie Kitas oder Pflegeeinrichtungen) in klimatisch stark belasteten Klimatopen. Diese Zahl wird sich in der Zukunft deutlich vergrößern. Demografischen Prognosen zufolge wird sich außerdem die Anzahl der hitzeanfälligeren Personen über 80 Jahre verdoppeln und damit bis zu 10 % der Gesamtbevölkerung von Worms ausmachen.
Im zweiten Teil werden die Voraussetzungen und Elemente des Hitzeaktionsplans beschrieben. Folgende Elemente umfasst der Hitzeaktionsplan:
Der dritte Teil umfasst konkrete Maßnahmen, unter anderem für besonders vulnerable Zielgruppen, zur Hitzeprävention.
Bei der Erstellung des Hitzeaktionsplans werden kurz-, mittel- und langfristige Maßnahmen berücksichtigt. Somit werden Vorbereitungen vor dem Sommer, Schutzmaßnahmen während des Sommers umgesetzt und ein langfristig agierendes Netzwerk zum gesundheitlichen Hitzeschutz in Worms aufgebaut.

Die Entwicklung des Hitzeaktionsplans der Stadt Worms ist das Ergebnis eines mehrjährigen poli-tischen und fachlichen Prozesses. Ausgangspunkt bildete das Projekt „Hitze/Sicher/Worms“, in dessen Rahmen Grundlagen für eine strukturierte kommunale Hitzevorsorge erarbeitet wurden. Mit dem Beschluss des Stadtrates im Jahr 2022 wurde die Umsetzung eines Hitzeaktionsplans als Bestandteil der kommunalen Klimaanpassung verankert.
In der Folge wurde durch das Förderprojekt „Ready4Heat“ (R4H) mit der Umsetzung des Wormser Hitzeaktionsplans begonnen. Ein zentraler Baustein war dabei der Aufbau eines lokalen Hitzeschutznetzwerkes sowie die Etablierung erprobter Beteiligungsformate. Damit wurde ein orga-nisatorischer Rahmen geschaffen, um Maßnahmen zur Hitzevorsorge kontinuierlich weiterzuentwickeln.
Der Fortschrittsbericht zeigt den aktuellen Umsetzungsstand und verdeutlicht, dass die Stadt Worms den Aufbau und die Weiterentwicklung von Strukturen zur Hitzevorsorge konsequent vorantreibt und die begonnenen Maßnahmen kontinuierlich weiterentwickelt werden. Dabei stehen insbesondere die Vernetzung relevanter Akteurinnen und Akteure, die Verbesserung der Informations- und Kommunikationswege sowie die Vorbereitung auf zukünftige Hitzeereignisse im Fokus. Der Hitzeaktionsplan entwickelt sich damit zunehmend zu einem zentralen Baustein der kommunalen Klimaanpassungsstrategie.