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1000 Jahre katholische Kirche Ibersheim

Die Katholiken von Ibersheim haben zwar keine eigene Kirche mehr, können aber auf eine lange Geschichte zurück blicken.

Linker Flügel des Eicher Hochaltars mit der Heiligen Elisabeth (Ibersheimer Schloßkapelle) und dem Heilgen Dionysius (Friedhofskapelle) 
Linker Flügel des Eicher Hochaltars mit der Heiligen Elisabeth (Ibersheimer Schloßkapelle) und dem Heilgen Dionysius (Friedhofskapelle)

Heute ist die Mehrheit evangelisch

Die Geschichte von Ibersheim beginnt mit der ersten Besiedlung um 500 und wird dokumentiert mit 27 Schenkungen an das Kloster Lorsch beginnend ab dem 10. Februar 767.

Die Religion der Bevölkerung war katholisch bis der pfälzische Kurfürst Ottheinrich, der damalige Regent im Heidelberger Schloss, sich zur reformierten Kirche bekannte. Danach waren die pfälzischen Kurfürsten wieder katholisch und damit automatisch deren Untertanen, weil man sich auch in Glaubensangelegenheiten denen verpflichtet fühlte.

Von 1661 bis 1900 stellten die Mennoniten für 240 Jahre die Bevölkerungsmehrheit. Sie gelten als evangelische Freikirche. Ab 1900 sind die Evangelischen in der Mehrheit.

Obwohl die Katholiken in Ibersheim heute eine Minderheit sind, können sie auf eine stolze Vergangenheit zurück blicken. Hierfür gibt es verschiedene Zeugnisse:

 
  1. Ibersheim erhielt den Vorzug, seine Kirchweihe an dem höchsten katholischen Feiertag in der Erntezeit feiern zu dürfen. Dies ist Maria Himmelfahrt am 15. August oder am Wochenende danach. Das Hochfest der katholischen Kirche wird in verschiedenen Staaten sogar als gesetzlicher Feiertag begangen.

  2. Alle vier Grundherren im Ibersheimer Ortswappen waren katholisch. Die Kurpfalz bildete dabei eine Ausnahme für die Zwischenzeit von 1560 bis zur Rekatholisierung nach dem Pfälzischen Erbfolgekrieg 1689.

  3. Im Mittelalter waren in Ibersheim als Pfarrer namentlich bekannt:

    Gerhelm, der am 13.4.829 dem Kloster Lorsch seinen Grundbesitz schenkte.

    Johannes, der am 2.6.1288 genannt wurde.

    Ulrikus, der am 27.8.1316 genannt wurde.

    Am 13.11.1289 erfolgte die Union der Pfarrkirchen von Ibersheim und Eich.

  4. Nach dem Abriss der Friedhofskapelle 1736 in Ibersheim hatte man die Fundamentreste zum Bau der katholischen Kirche in Eich verwendet.

  5. Am Flügel des Hochaltars in der Eicher katholischen Kirche wird die Erinnerung an die vorreformatorische Zeit festgehalten:

    * Die Patronin der ehemaligen Schloßkapelle in Ibersheim: die Heilige Elisabeth von Thüringen, Sinnbild tätiger Nächstenliebe (* 7. Juli 1207; + 17. November 1231 Marburg)

    * Der Patron der ehemaligen Friedhofskapelle in Ibersheim: der Heilige Dionysius, erster Bischof von Paris, Märtyrer, Nationalheiliger Frankreichs (lebte im 3. Jahrhundert)

  6. Das kurfürstliche Jagdschloß in Ibersheim, wegen der reichen Entenjagd oft von den Fürsten besucht, erhielt katholische Beamte schon 1690.

Die Steine der verfallenen Kirche von Ibersheim wurden nach Eich zur Errichtung der dortigen Kirche gebracht. Im dortigen Portal sind Ibersheimer Steine verbaut worden.

Linktipp

Danke

Wir danken Herrn Edmund Ritscher für diese wertvollen Informationen!

 
 
 
 

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