










ÖFFNUNGSZEITEN DES SEKRETARIATS ORTSVORSTEHER HORCHHEIM
In der Zeit vom Montag, den 27.04. bis einschließlich
Freitag, den 15.05.2026 ist das Sekretariat wie folgt besetzt:
Mittwoch, den 06.05.2026 von 8.30 bis 12.30 Uhr
Donnerstag, den 07.05.2026 von 8.30 bis 12.30 Uhr
Montag, den 11.05.2026 von 8.30 bis 12.30 Uhr
Mittwoch, den 13.05.2026 von 8.30 bis 12.30 Uhr
Ab Montag, den 18.05.2026 sind wir wieder wie gewohnt für Sie da.
Sie können uns per E-Mail erreichen unter:
v-hrchhmwrmsd
Bürgersprechstunde des Ortsvorstehers
Die Sprechstunden finden wie gewohnt zu folgenden Zeiten statt:
mittwochs von 12.00 bis 12.30 Uhr ohne Anmeldung
donnerstags von 19.00 bis 19.30 Uhr nach vorheriger Anmeldung

Wormser Zeitung von Lilly Wolkersdörfer
HORCHHEIM. Was früher ein Schulhof war, ist heute der Marktplatz vor dem Bürgerhaus in Worms-Horchheim. Ortsvorsteher Richard Grünewald und seine Stellvertreterin Monika Stellmann führen hier gemeinsam mit dem Ortsbeirat eine Revitalisierung an, die zeigt: Mit Eigeninitiative und cleverer Kooperation lässt sich viel erreichen, auch ohne große städtische Finanzmittel. Mitglieder aller Fraktionen waren beim kürzlichen Workshop mit dem Ortsverein vertreten, um den Platz genauer unter die Lupe zu nehmen.
Insgesamt 30 Punkte wurden identifiziert, die sich über die Jahrzehnte angesammelt haben. Der Platz wurde vor 40 Jahren, 1985, hergerichtet, Hecken überwuchern Einfahrten und Fensterbänke, und von vier Fahnenstangen funktioniert nur noch eine. Lampengläser sind verstaubt und voller Insekten, ein gefällter Baum wurde nie ersetzt, und ein gepflastertes Stück, wo früher Glascontainer standen, dient heute als Parkfläche für viel zu große Autos. „Da geht die Zeit nicht spurlos vorüber“, sagt Grünewald. Der Workshop mit Ortsverein und Brauchtumsverein, die hier regelmäßig Veranstaltungen abhalten, hat deutlich gemacht: Der Platz braucht Pflege.
Große Umbaumaßnahmen braucht es nicht, denn Geld ist knapp. Für die Horchheimer braucht es aber auch nicht viel Geld: „Was wir selbst machen können, machen wir selbst“, betont der Ortsvorsteher. Per Umlaufbeschluss wurde schnell gehandelt: Das Grünflächenamt der Stadt hat zugesagt, den fehlenden Baum zu ersetzen. Horchheim übernimmt das Pflanzen, um Kosten zu sparen. „Wer mitpflanzt, hat auch ein Auge drauf“, hofft Grünewald – eine Strategie, die langfristig Engagement sichert.
Die nächsten Schritte sind klar: Hecken im Winter neu anlegen, die Laternen reparieren und die Parkfläche in eine bepflanzte Beet-Zone umwandeln. Ausfahrbare Pfosten, die bei Veranstaltungen den Platz öffnen und Autos fernhalten, sollen auch bald mit in die Umbaumaßnahmen einfließen. In anderthalb Jahren soll der Platz wieder in Topform sein. Es gilt, grobe Maßnahmen zuerst anzugehen, um dann Feinarbeiten folgen zu lassen. Schon jetzt steigt die Nutzung des Platzes: Der „Sommertag“ und Fastnacht ziehen viele Menschen an, zudem ist der Ratssaal an drei von vier Wochenenden vermietet und wirft Einnahmen für Reparaturen ab. Er bietet zudem neue Kühlschränke und Kaffeemaschinen.
Die Veranstaltungen schaffen eine tolle Atmosphäre, fördern das Miteinander und erhöhen die Aufenthaltsqualität. „Schönheit und Nutzbarkeit gehören zusammen“, erklärt Grünewald. Ehrenamtliche Brunnenpaten kümmern sich bereits um Wasserqualität und Reinigung, damit städtische Kräfte entlastet werden. Der Brauchtumsverein unterstützt tatkräftig, die Stadt stellt Materialien. „Wir stellen keine Forderungen, sondern helfen mit – das bringt uns weiter“, freut sich der Ortsvorsteher.
Die Bürger spüren den Wandel: Der Zuspruch für Events wächst, der Marktplatz wird wieder zum Treffpunkt für Geburtstage oder einfach Ausspannen. „Wenn man vom Tisch weg ans Graben geht, rücken die Meinungen zusammen“, fasst Richard Grünewald die Philosophie zusammen. Zusammen mit Monika Stellmann und dem engagierten Ortsbeirat setzt Horchheim auf Eigeninitiative: Schrittweise Pflege statt teurer Neuerfindung, für einen Platz, der Heimat verbindet und Gäste anzieht.