Ein Wanderfalke füttert seine Jungtiere (2018, Wanderfalkenhorst Wormser Dom)
Ein Wanderfalke füttert seine Jungtiere (2018, Wanderfalkenhorst Wormser Dom)

Webcam "Wanderfalken"

Die Brutsaison 2021

Ob unser Terzel (männlicher Wanderfalke) "Peter Josef"* nach dem tödlichen Unfall seiner Partnerin im Jahr 2020 eine neue Gefährtin finden wird? Bleiben Sie gespannt und verfolgen Sie mit uns die Brutsaison 2021:

Feb. - Mai 2021

3. Mai 2021 / Keine Brut mehr zu erwarten

Was gibt es Neues im Wanderfalkenhorst am Wormser Dom?  

Leider nicht das Erhoffte, wie uns Ruth Hammann-Jähme berichtet:

"Es sind leider spärliche und eher ernüchternde Neuigkeiten aus dem Nord-Ost-Turm des Wormser Doms. 
Über den ganzen Monat April konnte man sporadische Besuche beobachten: Abwechselnd, aber durchaus am gleichen Tag, sah man den jungen Terzel, das etwas ältere Wanderfalkenweibchen und gerade in den ersten beiden Wochen regelmäßig einen Turmfalken. Die Beobachtungen sind teilweise auch Glücksache, weil man genau zur rechten Zeit einen Blick auf die Webcam-Bilder werfen muss. Aber NABU-Mitglieder und andere interessierte Freunde der Wormser Wanderfalken sind auch aufmerksam.

Das reifere Weibchen ist gut an der Größe zu unterscheiden und am Muster des Federkleides. Sein Brust- und Bauchbereich ist eher quer gestreift. Der junge Terzel, ein einjähriger Vogel, deutlich kleiner als das Weibchen, ist an dem „getropften“ Muster über Brust und Bauch zu erkennen. Die Turmfalken sind nochmals kleiner, haben im Verhältnis einen längeren schmaleren Stoß (die Schwanzfedern) und eine deutlich rotbraune Farbe vor allem über dem Rücken.
Alle schienen recht interessiert an dem exklusiven Nistplatz zu sein.
Die letzte erstaunliche Sichtung des jungen Terzels war am 29.04.21, da konnte man sehen, dass er einen Beutevogel in den Horst getragen hat. Ob er damit immer noch eine potenzielle Gefährtin überzeugen wollte, oder ob er einfach ein Proviantlager brauchte, kann man nicht wissen.

Am Ende jedoch, gehen wir mit dem fortgeschrittenen Frühjahr davon aus, dass in diesem Jahr keine Brut mehr stattfinden wird. So bleibt zu hoffen, dass die beiden Wanderfalken das Revier über den Herbst und Winter hinaus im Auge behalten und im kommenden Frühjahr dann zur Brut bereit sind.

Das im vergangenen Jahr verunglückte Wanderfalkenweibchen „Gudrun“ hat nun als Präparat seit längerem einen festen Standplatz im Schaufenster von Ofen Horn (Am Neumarkt) erhalten. Es wird dort gerne von Passanten bestaunt. Man kann den Vogel hier aus nächster Nähe betrachten und sich von der Größe des Vogels überraschen lassen. Zur Zeit erhält Gudrun eine Vitrine und ist nur kurz „verschwunden“. 
Ab dem 10.05.21 wird sie voraussichtlich wieder ausgestellt sein."

25.03.2021 / Morgengabe für die "Herzensdame"

Frühstückszeit: Mit einer morgendlichen Mahlzeit, einem erjagten Vogel, lockt der männliche Wanderfalke seine "Herzensdame" in den Horst am Dom. "Der junge Terzel strengt sich an. Die Morgengabe wurde persönlich übergeben, zum Verzehr haben sich beide Wanderfalken zurückgezogen.", berichtet uns Ruth Hammann-Jähme nach einem morgendlichen Blick auf die Webcambilder.

17.03.2021 / Bereit für Eiablage

"Jetzt sehen wir einen bestens vorbereiteten Eiablageplatz im Horst. Die Zeichen stehen sehr gut.", berichtet Ruth Hamman-Jähme und belegt dies sogleich mit einem passenden Schnappschuss der webcam. Die Mulde im Kiesbett ist gut zu erkennen und der Wanderfalke am "Ausguck" scheint zu signalisieren: "Alles bereit hier!"

Ein Wanderfalke am vorbereiteten Eiablageplatz im Horst.
Ein Wanderfalke am vorbereiteten Eiablageplatz im Horst.
© Fotograf: Ruth Hamman-Jähme, Screenshot webcam

14.03.2021 / Balz im Wanderfalkenhorst

Es wird spannend. Zwei Wanderfalken haben sich den Horst im Domturm näher angeschaut und heftig miteinander geflirtet, wie Screenshots zweier aufmerksamer Falkenbeobachter zeigen.

Zudem berichtet Ruth Hamman-Jähme: "Ich habe seit Mittwoch, 10.03., sicher zwei verschiedene Terzel im Horst beobachten können. Einer davon ist aufgrund der Zeichnung des Federkleids an der Vorderseite eindeutig ein einjähriger Vogel, ob der zweite Peter-Joseph war, kann ich nicht sagen."

Wer hier wohl das Rennen um die "Herzensdame" samt Nest in Top-Lage macht?

Zwei Falken bei der Balz, 14.3.2021
Zwei Falken bei der Balz, 14.3.2021
© Fotograf: Screenshot Ruth Hammann-Jähme, webcam worms.de
Zwei Wanderfalken im Horst, 14.3.2021
Zwei Wanderfalken im Horst, 14.3.2021
© Fotograf: Screenshot Hupert Willems, webcam worms.de
Ein Wanderfalke besucht den Horst im Domturm, 10.3.2021
Ein Wanderfalke besucht den Horst im Domturm, 10.3.2021
© Fotograf: Screenshot Ruth Hammann-Jähme, Webcam worms.de

11.03.2021 / Wanderfalke auf Brautschau

Guten Neuigkeiten hatte Ruth Hammann-Jähme heute für uns: "Gestern Morgen konnten wir im Zuge von Dreharbeiten für eine TerraXpress-Sendung des ZDF ausführlich einen Wanderfalken beobachten und es ist mir sogar gelungen, am Nachmittag einen guten Screenshot festzuhalten.

Ganz offensichtlich wollte der Falke sich präsentieren und flog die umgebenden Turmspitzen vom Dom, der Dreifaltigkeitskirche und der Magnuskirche ab. Jetzt ist die richtige Zeit, nach einem jungen Falkenweibchen Ausschau zu halten. Unsere Freude war sehr groß!"

01.03.2021 / Es bleibt beunruhigend still am Falkenhorst im Nord-Ost-Turm des Wormser Doms.

Leider gibt es in diesem Jahr noch kein Lebenszeichen von unserem Terzel „Peter-Joseph“. Somit war auch keine Balz zu beobachten, wie man sie im Februar normalerweise sehen kann.

Zu Beginn des Jahres wurden noch kleinere Umbaumaßnahmen zur Verbesserung der Kameraperspektive und für die Sicherheit der Jungvögel vorgenommen. Dazu wurden von kundigen Helfern des NABU auch die Horstwände gestrichen und der Boden erneuert. Seither warten wir auf Leben im Horst.

Wanderfalken sind an sich monogam lebende Vögel und standorttreu, wenn ihre Bruten erfolgreich sind. Nun kommt für den verwitweten Terzel am ehesten ein junges, „unverbandeltes“ Falkenweibchen in Frage. Wanderfalken verbringen aber ihr erstes Lebensjahr in wärmeren, südlichen Regionen, wie etwa an der südfranzösischen Atlantikküste oder in Spanien. Von dort kehren sie erst zurück, wenn es bei uns wärmer ist. Dadurch verzögert sich natürlich auch ein etwaiger Brutbeginn, aber da die Wanderfalken sehr anpassungsfähig sind, ist das für eine Brut dann noch nicht zu spät. Aus Nürnberg und Fellbach wurden Ende Februar schon erste Eiablagen gemeldet. Und im vergangenen Jahr legte „unser“ Falkenweibchen Gudrun am 5. März das erste Ei.

Wenn der Terzel abgewandert oder auch umgekommen sein sollte, bleibt zu hoffen, dass im nächsten Jahr der Horst wieder von Wanderfalken bezogen werden wird.

(ein Beitrag von Ruth Hammann-Jähme)

Okt. 2020 - Jan. 2021

Die Brutsaison 2020 ist beendet, dennoch informieren wir Sie hier weiter über besondere Beobachtungen und Begebenheiten in und um den Horst:

Reste einer Mahlzeit im Falkennest (Screenshot vom 9.10.2020)
Reste einer Mahlzeit im Falkennest (Screenshot vom 9.10.2020)

09.10.2020 / Früh morgens war ein Teil einer erbeuteten Taube im Horst zu sehen. 

Das ist ein gutes Zeichen, denn es deutet darauf hin, dass der Terzel "Peter-Joseph" in der Gegend weilt und sein Revier sichert. Vermutlich war ihm die Beute für eine Mahlzeit zu groß und er konnte sie nicht vollständig verzehren. So hat er den Rest im Horst als “Proviantdepot“ zwischengelagert. Seine Hauptbeute sind meist mittelgroße Vögel, wie Stare. Wahrscheinlich hat er den Rest gegen Abend zum Rupfplatz weggebracht.

(ein Beitrag von Ruth Hammann-Jähme)

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