Mann hält ein Smarphone mit Temperaturanzeige 39°
Mann hält ein Smarphone mit Temperaturanzeige 39°

Hitze und Gesundheit

Schon heute ist der Klimawandel in Worms deutlich zu spüren. Das Jahr 2003 war das heißeste Jahr seit der Wetteraufzeichnung (1881), gefolgt vom Sommer 2018. Beide waren geprägt von einer extrem hohen Anzahl an Sommertagen 113 (2003), bzw. 118 (2018) und Hitzetagen, 53 (2003) bzw. 62 Tagen (2018). Auch die 40 °C Marke wurde in den Jahren 2003 und 2015 überschritten.

Die Zunahme heißer Tage und länger andauernder Hitzewellen führen zu einer Erhöhung der gesundheitlichen Gefährdung des menschlichen Organismus. Es kommt zu einer Häufung hitzebedingter Erkrankungs- und Todesfälle, insbesondere bei vulnerablen Personengruppen, wie älteren und kranken Menschen, Kleinkindern, Säuglingen oder Personen, die im Freien schwer körperlich arbeiten.

Um auch während Hitzewellen gut aufgestellt zu sein, setzt die Stadt Worms aktuell folgende beide Projekte um: 

Projekt Hitze Sicher/Worms

Entwicklung und Etablierung eines Hitzeaktionsplans für die Stadt Worms unter Berücksichtigung kurz-, mittel- und langfristiger Maßnahmen.

Als Reaktion auf die Übersterblichkeit im Sommer 2003 entwickelten einige der betroffenen europäischen Staaten Hitzeaktionspläne. Auch die Stadt Worms bereitet sich auf die Folgen des Klimawandels und damit verbundene Hitzeereignisse vor, indem in den Jahren 2020-2022 ein Hitzeaktionsplan unter der breiten Beteiligung aller relevanten Akteure erstellt und anschließend etabliert und umgesetzt wird. Das Ziel ist der Schutz der Bevölkerung und die Verringerung der Morbiditäts- und Mortalitätsrate während Hitzeperioden.

Hier können Sie sich in den Newsletter zum Projekt eintragen.

Workshops zwischen März und Mai 2021

Um eine praxisnahe, bedarfsorientierte Erstellung des Plans zu ermöglichen, fanden zwischen März und Mai 2021 zielgruppenspezifische Workshops statt. Alle Akteure, die mit hitzevulnerablen Menschen zusammenarbeiten, waren herzlich eingeladen an den Workshops teilzunehmen und in Austausch zu gehen.  Sie waren damit wichtige Akteure in der Entwicklung und Umsetzung präventiver Maßnahmen zur Hitzevorsorge und damit auch zentral bei der Konzeptionierung des Plans selbst.

Zielgruppe 1: Ältere Menschen, körperlich und seelisch vulnerable Menschen, Pflegebedürftige
Termine: 02.03 und 13.04. | 17-19:30 Uhr

Zielgruppe 2: Schwangere und Kinder 
Termine: 10.03. und 21.04. | 17-19:30 Uhr

Zielgruppe 3: Gemeinschaftsunterkünfte und Wohnungslose
Termine: 17.03. und 28.04.| 17-19:30 Uhr

Zielgruppe 4: Draußen-Arbeitende
Termine: 24.03. und 05.05. | 17-19:30 Uhr

Hitzevulnerable Personengruppen

Vulnerable Personengruppen in Bezug auf Hitze

  • ältere Menschen
  • Menschen mit chronischer Erkrankung oder physischer bzw. psychischer Beeinträchtigung bzw. Behinderung
  • Kinder
  • Draußen-Arbeiter/innen
  • Menschen, die in Gemeinschaftsunterkünften leben
  • Menschen, die wohnungslos sind
  • Sportler*innen

Auftaktveranstaltung im Nov. 2020

Am 24.11.2020 von 17-19 Uhr fand die Auftaktveranstaltung des Projektes im Online-Format statt.

Eingeladen waren Akteure, die mit hitzevulnerablen Personen zusammenarbeiten: Fachleute aus der Verwaltung, von Feuerwehr und Rettungsdiensten, Hilfsorganisationen sowie aus den Bereichen Gesundheitsversorgung und Pflege, der Schulen, Kindergärten und Baugenossenschaften.

Projektpartner

Verbundpartner in dem Projekt sind das Städtenetzwerk Klima-Bündnis e.V., die Hochschule Fulda und das Klinikum der Universität München (LMU) sowie das Rheinland Pfalz Kompetenzzentrum für Klimawandelfolgen.

Logos Projektpartner Hitze Sicher/Worms
Logos Projektpartner Hitze Sicher/Worms

Projektförderung

Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMU) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages im Rahmen des BMU-Programms „Anpassung an den Klimawandel“ mit dem Schwerpunkt "Kommunale Leuchtturmvorhaben" mit dem Förderkennzeichen 67DAS206A.

Laufzeit des Projektes: 01.08.2020 - 31.07.2022

Logo Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit
Logo Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit

Übertragbarkeit auf andere Kommunen

Bei dem Projekt Hitze Sicher/Worms handelt es sich um ein Leuchtturmvorhaben, dessen Ergebnisse und Erfahrungen anderen Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Dafür wird gegen Ende des Projektes ein Leitfaden zur Erstellung eines Hitzeaktionsplans erstellt, der hier eingestellt wird.

Worms - ein Hitzehotspot

Die Stadt Worms liegt in der Rheinebene, einer der heißesten Gegenden Deutschlands, die im Sommer immer wieder von Hitzewellen betroffen ist. Im Zuge des Klimawandels werden nach Klimaprojektionen des Deutschen Wetterdienstes bis zum Jahr 2100 die Sommertage, Hitzetage und Tropennächte extrem ansteigen:

  • Sommertage (Temperaturen über 25 °C): Anstieg von 47,5* auf 90,5-93,5 Tage
  • Hitzetage (Temperaturen über 30 °C): Anstieg von 10* auf 40-45 Tage
  • Tropennächten (keine Abkühlung in der Nacht unter 20 °C): Anstieg von 1,2* auf 25-35 Tage

* gemessen im langjährigen Mittel von 1961-1990.

freiliegende Sandbank bei Niedrigwasser am Rhein bei Worms (2018)
freiliegende Sandbank bei Niedrigwasser am Rhein bei Worms (2018)

Kontakt

Selma Mergner
Telefon: 0 62 41 / 8 53 - 35 01
E-Mail Kontaktformular

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