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Rückblicke 2011 - 2017

Die Migrations- und Integrationsbeauftragten der Stadt Worms informieren hier über ihre Aktivitäten der vergangenen Monate und Jahre. 

 

2017

 

9. Mannheimer Führungstag mit der Stadt Worms

 

Wie funktioniert Stadt?
Die Mannheimer Hochschule der Wirtschaft für Management (HdWM) hatte zu ihrem 9. Führungstag am 22.11.17 das Thema „Wie funktioniert Stadt“ am Beispiel der Stadt Worms ausgewählt und dazu drei städtische Fachkräfte eingeladen. Neben den Herren Michael Baumann, Geschäftsführer der BeteiligungsGmbH Worms und Sascha Kaiser, Geschäftsführer der Kultur- und VeranstaltungsGmbH Worms, die jeweils die Konzepte ihrer Geschäftsbereiche vorstellten, referierte die Migrations- und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche über die Gestaltungsphase der kommunalen Integrations-politik im Kontext der Stadtentwicklung.


(v.li.): Florian Gerster, Prof. Dr. Lars Castellucci, Elisabeth Gransche, Michael Baumann, Prof. Dr. Michael Nagy, Sascha Kaiser. Foto: Franz Motzko
(v.li.): Florian Gerster, Prof. Dr. Lars Castellucci, Elisabeth Gransche, Michael Baumann, Prof. Dr. Michael Nagy, Sascha Kaiser. Foto: Franz Motzko

Dem Forum einer Wirtschaftshochschule angepasst wurden Aspekte der kommunalen   Integrationspolitik, von der Anerkennung der Wirtschaftsleistung im Rahmen der Arbeitsmigration bis zur Wertschätzung der  

gesellschaftlichen Teilhabe von vorbildlich integrierten Zugewanderten, thematisiert.  Ethnische Vorbilder unterstreichen als wesentlicher Punkt des Wormser Integrationskonzeptes die Vielfalt der erfolgreichen Entwicklungsmöglichkeiten und motivieren zur Nachahmung. Mit Blick auf Potenzial und Chancen der Zuwanderung hat sich in Worms die Entscheidung bewährt, die Integrationsarbeit verwaltungstechnisch beim Bereich Stadtentwicklung zu verankern, um eine Stigmatisierung als soziales oder ordnungsrechtliches Problem zu vermeiden.

vgl.

Pressemeldung der HdWM und Vortrag Integration

 
 

Vorlesetag 2017 – in Türkisch und Deutsch

 

Kita-Kinder in der städtischen Jugendbücherei

Anlässlich des bundesweiten Vorlesetags 2017 kamen Kita-Kinder in die städtische Jugendbücherei und hatten ihren Spaß mit der Spinne Otto, deren Geschichte abwechselnd auf Deutsch vom Beigeordneten Waldemar Herder und auf Türkisch von Serap Yilmaz vorgelesen wurde. Die Lesung mit bildnerischer Untermalung durch ein Kamishibai-Erzähltheater wurde von Frau Jäger-Weinbach und Frau Meyer-Höra organisiert und von den Integrationsbeauftragten finanziell unterstützt.  


Zusammenarbeit im interkulturellen Austausch

Die Zusammenarbeit der städtischen Jugendbücherei unter der Regie von Dagmar Jäger-Weinbach und den Integrationsbeauftragten hat schon wiederholt sehr gut geklappt. Sei es beim Diversity-Tag 2017 mit interkulturellen Vorleseaktionen, beim Sankt-Martins-Tag 2014 bei dem die Geschichte des türkisch stämmigen Sankt Martin auch zweisprachig für Kita-Kinder vorgetragen wurde oder bei einer Reihe anderer Gelegenheiten, die dem interkulturellen Austausch dienten.

 
 

Ferienkurs für neu zugewanderte Jugendliche

 

Neues Format der Berufsorientierung

Die Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte Katja Meyer-Höra und die Beauftragte für Migration und Integration Sabine Müller haben zusammen für neu zugewanderte Jugendliche der Sprachklassen in den Berufsbildenden Schulen in Worms einen neuen Weg der Berufsorientierung entwickelt. Den Jugendlichen wurde während der Herbstferien ein Einblick in das deutsche duale Ausbildungssystem und in fünf unterschiedliche Berufsfelder vermittelt. Dabei konnten die Jugendlichen in Begleitung des ehrenamtlich engagierten Lehrers Michael Steiner sich erste Eindrücke über Berufe mit Fachkräftemangel verschaffen und die Verantwortlichen im Rahmen der Berufsfindung (IHK, HWK, Arbeitsagentur) kennen lernen.

Großes Engagement und Lob von allen Beteiligten

Dreh- und Angelpunkt war das Bildungszentrum Thilo Müller in Worms, wo die Jugendlichen an mehreren Tagen einen beruflichen Schnupperkurs absolvieren und mit den handwerklichen Materialien Holz, Farbe und Metall erste Erfahrungen sammeln konnten. Ergänzt wurde die berufliche Informationstour mit Besuchen bei der Logistikfirma Fiege und dem Malteserhilfsdienst. Vor allem in den Gesundheitsberufen sind Bewerber mit Zuwanderungsgeschichte stark nachgefragt, da sie die kultursensible Ausrichtung der Pflege nachhaltig unterstützen können.

Pilotprojekt als landesweites Vorbild

Diese SchauSelbstTour hat den Jugendlichen wegen der persönlichen Betreuung nicht nur zufriedene Gesichter und einen großen Motivationsschub in Richtung Schulabschluss und Ausbildung gebracht, sondern als Modell auch dazu beigetragen, die beteiligten institutionell Verantwortlichen nachhaltig einzubinden und das Projektformat vielleicht zu verstetigen. Als weiteren Input hat die Firma Fiege unter der Federführung von Michael Suden und Ronni Jankowski versprochen, zu gegebener Zeit „echte“ Bewerbungsgespräche mit den Jugendlichen als Training zu simulieren. Durch die durchgängige persönliche Begleitung der Jugendlichen durch eine pädagogische Fachkraft konnten auch Schlüsselqualifikationen wie Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und korrektes Benehmen angesprochen werden.

Siehe auch Artikel der   Wormser Zeitung .

 

Integrationsministerin Anne Spiegel in Worms

 

Sabine Müller trifft Ministerin Spiegel bei der Caritas

Ministerin Spiegel informiert sich für das Kooperationsprojekt der Caritas in Worms, das eine Idee des Sozialdezernenten Waldemar Herder mit Unterstützung der Wormser Integrationsbeauftragten umgesetzt hat. Sabine Müller freut sich über das Interesse der Ministerin und die Möglichkeit das Projekt landesweit bekannt zu machen. Immer wieder wird bei Treffen der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Migrations- und Integrationsbeauftragten der Bedarf an neutralen Laiendolmetschern im Alltag der Migrationsarbeit artikuliert. Das Wormser Projekt der Caritas, die ganzheitliche Ausbildung einiger gut integrierter Migranten zu Sprach-, Alltags- und Kulturmittlern, könnte als Best Practice auf Landesebene Schule machen.

siehe hierzu   Pressemeldung der Caritas

Ministerin Anne Spiegel und Integrationsbeauftragte Sabine Müller bei der Wormser Caritas - Foto: Patricia Mangelsdorff
Ministerin Anne Spiegel und Integrationsbeauftragte Sabine Müller bei der Wormser Caritas - Foto: Patricia Mangelsdorff
 
 

Klausurtagung der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten

 
Integrationsbeauftragte in Klausur v.l. Carlos Wittmer (Stadt Mainz), Dr. Maria Jesus Duran-Kremer (Stadt Trier), Dr. Dominique Gillebeert (Stadt Ingelheim), Sabine Müller und Elisabeth Gransche (Stadt Worms); Elena Schwahn (Stadt Landau); Moderator Heinz Müller (ism Mainz), Gerlinde Huppert-Pilarski (KV Bad Kreuznach), Hannele Jalonen (Stadt Ludwigshafen); Serge Pütter (Stadt Germersheim), Andrea Osterdyk (KV Neuwied)
Integrationsbeauftragte in Klausur v.l. Carlos Wittmer (Stadt Mainz), Dr. Maria Jesus Duran-Kremer (Stadt Trier), Dr. Dominique Gillebeert (Stadt Ingelheim), Sabine Müller und Elisabeth Gransche (Stadt Worms); Elena Schwahn (Stadt Landau); Moderator Heinz Müller (ism Mainz), Gerlinde Huppert-Pilarski (KV Bad Kreuznach), Hannele Jalonen (Stadt Ludwigshafen); Serge Pütter (Stadt Germersheim), Andrea Osterdyk (KV Neuwied)
LAG Sprecherin Sabine Müller, im Hintergrund Carlos Wittmer und Andrea Osterdyk
LAG Sprecherin Sabine Müller, im Hintergrund Carlos Wittmer und Andrea Osterdyk

Klausurtagung der LAG in Ingelheim am Rhein

Am 21. Juni 2017 hatten sich einige Mitglieder der LAG zur Klärung grundsätzlicher  Themen unter der Leitung der Sprecherin Sabine Müller und der Gastgeberin Dr. Dominique Gillebeert im Ingelheimer Rathaus zusammengesetzt. Sowohl die gute Vorbereitung als auch die Moderation durch Heinz Müller vom Institut für Sozialpädagogische Forschung erleichterten die Strukturierung und systematische Zusammenfassung der Beiträge als Basis für eine Weiterarbeit in Arbeitsgruppen.

Strategische Ausrichtung der LAG

Im Vordergrund stand die Frage nach den gelingenden kommunalen Integrationsstrategien und die Daten basierte Evaluierung zur Vermeidung von Parallelstrukturen. Diskutiert wurde die aktuelle Flüchtlingsthematik, die quantitativ nur einen Bruchteil der Integrationsarbeit ausmacht, qualitativ aber einen hohen Stellenwert in den Medien und der Politik hat. Hier sieht die LAG zur Vermeidung einer Neiddebatte eine Aufgabe, Proportionen, Relationen und Zielgruppen praxiskonform zu gewichten. Die Forderung nach einem einheitlichen Einwanderungsgesetz auf Bundesebene wurde ebenso unterstrichen, wie der Wunsch nach einer gesetzlichen Regelung der Migrations-Integrationsarbeit auf Landesebene.

Von der Willkommenskultur zur Willkommensstruktur

Die Teilnehmenden werden in weiterführenden Arbeitsgruppen eine Neuordnung kommunaler Strukturen im Kontext Integration diskutieren, wobei das gewünschte Landesintegrationsgesetz dabei nur ein Aspekt wäre. Auch die Ausrichtung neu hinzu gekommener Einrichtungen, die Vermeidung von Doppelstrukturen und die Nutzung von Synergieeffekten stehen wie die Festlegung von Zuständigkeiten und Befugnissen auf der Agenda. So ist zum Beispiel die Rolle der Beiräte für Migration und Integration in vielen Kommunen noch ein Dauerthema, das einer strukturellen Regelung bedarf.

 
 

Alltagsdolmetscher für Worms

 

Caritas-Projekt von Integrationsbeauftragten unterstützt

Mit Unterstützung der Integrationsbeauftragten konnten in Worms Alltagsdolmetscher aus 10 Nationen mit zahlreichen Sprach- und Kulturkenntnissen ausgebildet werden, die ab Juni 2017 ihre Kompetenzen ehrenamtlich zur Verfügung stellen. Eine Aufwandsentschädigung für den Einsatz wurde vereinbart.

Zusammen mit der Caritas-Projektleiterin Alina Giesen ist es gelungen, 14 Personen für die Ausbildung als Alltagsdolmetscher zu gewinnen und damit Beratungsstellen und Behörden kompetente Begleitpersonen für Zugewanderte anzubieten. Die Integrationsbeauftragte Sabine Müller unterstützte über persönlich bekannte Personen mit Migrationshintergrund die Akquise der Teilnehmenden an dieser Ausbildungsmaßnahme der Caritas.

Förderung durch das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“

Zusätzlich zur finanziellen Unterstützung aus dem Budget der städtischen Integrationsbeauftragten konnte über das Bundesprogramm „Demokratie Leben!“ eine Förderung dieser Maßnahme erreicht werden. Die vielseitige neunzigstündige Qualifizierung im Kontext Fachsprache, Dolmetschen, Sozial- und Bildungswesen und Asyl- und Sozialrecht wurde durch Fachreferenten des Caritasverbandes, der Sozial- und Ausländerbehörden, der Polizei und durch Sprachtrainer und Wissenschaftler der Mainzer Universität ergänzt. Praxisbegleitendes Fach-Coaching und weitere Fortbildungsstunden zum professionellen Dolmetschen, zu Institutionen und Terminologie sind vorgesehen.

vgl. dazu den   Pressebericht der Caritas

Alltagsdolmetscher mit der Integrationsbeauftragten Sabine Müller (2. Reihe, 4. von links) und der Caritas-Projektleiterin Alina Giesen (1. Reihe Mitte); Foto: Patricia Mangelsdorff
Alltagsdolmetscher mit der Integrationsbeauftragten Sabine Müller (2. Reihe, 4. von links) und der Caritas-Projektleiterin Alina Giesen (1. Reihe Mitte); Foto: Patricia Mangelsdorff
 
 

Vernetzungstreffen der Wormser Integrationsfachkräfte

 
Integrationsbeauftragte Sabine Müller und Elisabeth Gransche mit Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek
Integrationsbeauftragte Sabine Müller und Elisabeth Gransche mit Bürgermeister Hans-Joachim Kosubek
Sabine Müller, Organisatorin der Veranstaltung
Sabine Müller, Organisatorin der Veranstaltung

Veranstaltung der Migrations- und Integrationsbeauftragten

Alle drei Jahre aktualisieren die Integrationsbeauftragten ihr Wormser Netzwerk. Nach einigen internen und externen Personalwechseln war es an der Zeit, Namen, Funktionen und Projekten ein Gesicht zu geben. Am 9. Mai 2017 hatten die hauptamtlichen Akteure der Integrationsarbeit die Gelegenheit sich und ihr Aufgabengebiet vorzustellen, Bedarfe und Strukturen zu diskutieren und sich auszutauschen. Moderiert, thematisch gegliedert und in einer Dokumentation zusammengefasst wurde die Veranstaltung von Thomas Koepf vom Institut für Sozialpädagogische Forschung in Mainz.

Netzwerken als Lernprozess

Mit einem kurzen Impuls-Vortrag referierte Thomas Koepf über Bedingungen und Synergieeffekte einer gelingenden Netzwerkarbeit. Dabei ging es um die Nachhaltigkeit der Netzwerkarbeit und um die Verfügbarkeit von Netzwerkpartnern und Informationen zwischen den Treffen ebenso, wie um die Erreichbarkeit von Zielgruppen. Die Teilnehmenden hatten ausreichend Gelegenheit sich im Plenum und in den Arbeitsgruppen thematisch einzubringen und in den Pausen Kontakte zu vertiefen.

Dokumentation des Netzwerktreffens

 
 

Interkulturelle Sozialisation

 

Gewaltphänomene bei männlichen muslimischen Jugendlichen

Die Beauftragten für Migration und Integration der Stadt Worms hatten am 28. März 2017 eine weitere Fachveranstaltung in ihrer Reihe „Interkulturelle Sozialisation“. Zur Erörterung des Themas "Gewalt bei Jugendlichen" waren der in den Medien bekannte Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Ahmet Toprak aus Dortmund und der stellvertretende Leiter der Wormser Polizeiinspektion Dietmar Haller als Referenten eingeladen.

Die Vorträge richteten sich an Fachkräfte im Erziehungs- und Bildungswesen und an Personen, die im Bereich Soziale Dienste, Migration und Integration tätig sind. Um die Nachhaltigkeit der Information zu gewährleisten, waren diese Fachkräfte vor allem in ihrer Funktion als Multiplikatoren und Mediatoren angesprochen. Mit fast 80 Anmeldungen traf die Veranstaltung  das Interesse des angesprochenen Fachpublikums.

 Programm der Veranstaltung

Vortrag Toprak     Vortrag Haller     Wormser Zeitung

v.l. Sabine Müller und Elisabeth Gransche (Integrationsbeauftragte), Prof.Dr. Ahmet Toprak, und Dietmar Haller (Referenten), Hans-Joachim Kosubek und Waldemar Herder (Stadtvorstand), Thomas Bergmann (Amtsgerichtsdirektor)
v.l. Sabine Müller und Elisabeth Gransche (Integrationsbeauftragte), Prof.Dr. Ahmet Toprak, und Dietmar Haller (Referenten), Hans-Joachim Kosubek und Waldemar Herder (Stadtvorstand), Thomas Bergmann (Amtsgerichtsdirektor)
 
 

Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten

 
ein Teil der Teilnehmenden am LAG-Treffen in Landau v.l.: Detlef Osterheld (Eisenberg), Hedwig Brengmann (Cochem-Zell), Gunda Gercke-Stolzenbach (Südeifel), Bernd Brechtel (BBS SÜW), LAG-Sprecherin Sabine Müller (Worms), StD Hans-Joachim Bethge (BBS SÜW), Oberbürgermeister Thomas Hirsch (Landau), Elena Schwahn (Landau), Beate Oster (Koblenz), Hannele Jalonen (Ludwigshafen), Kaja Kopkow-Miller (SÜW), Serge Pütter (Germersheim), Harald Pitzer (Beigeordneter, Landkreistag RLP)
ein Teil der Teilnehmenden am LAG-Treffen in Landau v.l.: Detlef Osterheld (Eisenberg), Hedwig Brengmann (Cochem-Zell), Gunda Gercke-Stolzenbach (Südeifel), Bernd Brechtel (BBS SÜW), LAG-Sprecherin Sabine Müller (Worms), StD Hans-Joachim Bethge (BBS SÜW), Oberbürgermeister Thomas Hirsch (Landau), Elena Schwahn (Landau), Beate Oster (Koblenz), Hannele Jalonen (Ludwigshafen), Kaja Kopkow-Miller (SÜW), Serge Pütter (Germersheim), Harald Pitzer (Beigeordneter, Landkreistag RLP)

8. Arbeitstreffen der LAG am 8. März 2017 in Landau

Gastgeberin des 8. Arbeitstreffens war diesmal die Stadt Landau, deren Integrationsbeauftragte Elena Schwahn schon seit 8 Jahren im Amt ist. Oberbürgermeister Thomas Hirsch unterstrich in seiner Begrüßungsansprache die Notwendigkeit, die kommunale Integrationsarbeit als Pflichtaufgabe einzustufen und eine gesetzliche Verankerung in Angriff zu nehmen. Elena Schwahn berichtete eindrucksvoll vom Entwicklungsprozess der kommunalen Integrationsarbeit in Landau; von der Einrichtung der Stelle der Integrationsbeauftragten (2009), der Verabschiedung des Integrationskonzepts (2011) und den beiden Integrationskonferenzen (2013/2015).

Vorstellung eines Pilotprojekts aus Edenkoben

Ein weiterer Programmpunkt war die Präsentation eines Pilotprojekts an der Berufsbildenden Schule Südliche Weinstraße. StD Hans-Joachim Bethge und Fachlehrer Bernd Brechtel berichteten über ein Schulprojekt für 18-25jährige Flüchtlinge, das neben schulischen Inhalten auch Kulturtechniken vermittelt, die für eine Arbeitsaufnahme „alternativlos“ sind.

Bericht aus dem Landesbeirat für Migration und Integration

Die Ingelheimer Integrationsbeauftragte Dr. Dominique Gillebeert ist für die LAG Mitglied im Landesbeirat für Migration und Integration. Sie stellte den Entwurf des neuen Integrationskonzepts des Landes zur Diskussion. Außerdem wurde über eine Petition der LAG an die Landesregierung mit bildungspolitischen Bedarfen, die sich aus der kommunalen Praxis ergeben, beim Arbeitstreffen abgestimmt.

 
 

Antirassismuswoche 2017

 

Lesung im Stadtrat

Im Rahmen der Antirassismuswoche fand zu Beginn der März-Stadtratssitzung traditionsgemäß wieder eine kurze Lesung eines Mitbürgers mit Migrationshintergrund zum Thema Diskriminierung statt. Erneut hatten die Integrationsbeauftragten Vorleser und Text ausgewählt.

Der Vorleser Aimé-Jipsy Mikona wurde 1993 in Bad Kreuznach geboren. Seine Familie stammt aus der Demokratischen Republik Kongo. Er engagiert sich in der Jugendarbeit und war über 2 Wahlperioden als Vorstandsmitglied im Jugendparlament. Im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben“ ist er im Wormser Jugendforum aktiv und wurde zusammen mit Jungschauspieler Peter Englert für ein aktuelles Jugend-Filmprojekt im Februar 2017 vom Land Rheinland-Pfalz ausgezeichnet. Der Kurzfilm soll ein Zeichen setzen, dass Rassismus und Fremdenfeindlichkeit keinen Platz in unserer Gesellschaft haben. 

Als Text wurde ein Auszug aus einem Kommentar von Heribert Prantl in der Süddeutschen Zeitung zum Rechtsextremismus im Kontext des Tages zur Deutschen Einheit 2016 vorgetragen und die Verteidigung der Demokratie angemahnt.

Lesen Sie hier den Prantl-Kommentar, der vorgetragene Auszug ist hervorgehoben.

Filmauswahl zur Antirassismuswoche

Wie jedes Jahr unterstützen die Integrationsbeauftragten die Vorführung von Filmen in der Kinowelt Worms zum Thema Antirassismus. 

Integration läuft und läuft und läuft ... auch im Kino >  Info-Flyer

Lesung im Stadtrat am 8. März 2017 (von links): Oberbürgermeister Michael Kissel und Vorleser Aimé-Jipsy Mikona.
Lesung im Stadtrat am 8. März 2017 (von links): Oberbürgermeister Michael Kissel und Vorleser Aimé-Jipsy Mikona.
 
 

2016

 

Regelmäßiger Austausch mit dem Landesintegrationsbeauftragten

 

Netzwerktreffen in Mainz

Am 26. Januar 2016 sind die kommunalen Integrationsbeauftragten in Mainz zu einem weiteren Netzwerktreffen mit Miguel Vicente zusammen gekommen, um sich über die aktuelle Entwicklung in der Flüchtlingspolitik auszutauschen. Im Mittelpunkt stand die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt. Dazu wurde die rheinland-pfälzische Integrationskette vorgestellt und mit den Anwesenden aus den Kommunen diskutiert. Der Erfahrungsaustausch machte deutlich, wie wichtig eine Koordination der Flüchtlingshilfe ist.

Miguel Vicente zu Besuch in Worms

Auf Einladung von Fuat Demir, einem engagierten Helfer in der Flüchtlingsbetreuung, fand in den Räumen der von Herrn Demir initiierten Kleiderkammer für Bedürftige am 8. März 2016 ein Treffen mit dem Landesintegrationsbeauftragten statt. Auch hier war  die Versorgung der Flüchtlinge ein Themenschwerpunkt des Gesprächs, an dem u.a. auch Serdar Uzatmaz (Stadtratsmitglied der SPD und ehemaliger Vorsitzender des Beirats für Migration und Integration) und die Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche teilnahmen. Im Anschluss war Miguel Vicente Gast in der syrisch-orthodoxen Gemeinde am Kaiser-Heinrich-Platz in Worms.

v.l. Miguel Vicente, Fuat Demir, Serdar Uzatmaz, Elisabeth Gransche
v.l. Miguel Vicente, Fuat Demir, Serdar Uzatmaz, Elisabeth Gransche
die kommunalen Integrationsbeauftragten mit Miguel Vicente (r.hinten)
die kommunalen Integrationsbeauftragten mit Miguel Vicente (r.hinten)
 
 

Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten

 
LAG-Sprecherin Sabine Müller (Integrationsbeauftragte Worms, li.) und Gastgeberin Dominique Gillebeert (Integrationsbeauftragte Ingelheim) in Ingelheim
LAG-Sprecherin Sabine Müller (Integrationsbeauftragte Worms, li.) und Gastgeberin Dominique Gillebeert (Integrationsbeauftragte Ingelheim) in Ingelheim

6. Arbeitstreffen der LAG am 15. März 2016 in Ingelheim

Das 6. Arbeitstreffen der LAG hatte angesichts der kommenden Regierungsbildung in Rheinland-Pfalz eine Ergänzung des Positionspapiers der kommunalen Spitzenverbände auf dem Programm. Die Teilnehmenden am Arbeitstreffen haben Themen für einen Zehn-Punkte-Plan erarbeitet, der zur Abstimmung an die Verantwortlichen des Städte- und Landkreistages Rheinland-Pfalz weitergeleitet werden soll.

Ein Hauptanliegen des Treffens war es, zu unterstreichen, dass die Integrationsmaßnahmen alle Zugewanderten betreffen und die Flüchtlinge nur ein Teil dieser Zielgruppe sind. Außerdem möchten die Mitglieder der Landesarbeitsgemeinschaft gegenüber den Regierungsverantwortlichen betonen, dass die kommunalen Integrationsbeauftragten an Relevanz und Nachhaltigkeit im Fokus stehen und für die kommende Landespolitik wichtige Ansprechpartner und Multiplikatoren sein werden.

 
 

Gemeinschaft erleben und Selbstvertrauen stärken - Osterferienprogramm

 

Integrationsbeauftragte initiieren Osterferienprojekt

Mit Unterstützung des Kinder- und Jugendbüros der Stadt Worms, das die Kinder während der ganzen Zeit betreute und begleitete, konnte ein Ferienworkshop für 15 Kinder im Alter von 8-12 Jahren in einer nach Herkunft gemischten Gruppe realisiert werden. Die Kinder konnten neue Erfahrungen sammeln, Gemeinschaft erleben und ihr Selbstvertrauen stärken. Sie erhielten während dieses Projekts Einblicke in einige gesellschaftlich wichtige Einrichtungen, die sich später sowohl für die Berufswahl als auch für den ehrenamtlichen Einsatz eignen. 

Besuch bei der Feuerwehr, der Polizei, dem ASB und dem THW - Schmiede-Event zum Abschluss im Haus der Jugend (HdJ)

Auf dem Programm in der ersten Osterferienwoche standen Informationsveranstaltungen mit Besichtigung der Fuhrparks beim THW, beim ASB, bei der Polizei und der Feuerwehr. Um das Gemeinschaftsgefühl der Kinder aus unterschiedlichen Sozialmilieus zu stärken und zur gesellschaftlichen Integration beizutragen, fand zum Abschluss ein Schmiede-Event im Haus der Jugend statt. Das kreative Schmieden mit dem pädagogisch geschulten Schmiedemeister Joachim Harbut band die Kinder handwerklich aktiv ein, vermittelte Erfolgserlebnisse und beflügelte deren Selbstvertrauen.

Unterstützung von Wormser Unternehmer Murat Basaran 

Das Ferienprojekt war für die teilnehmenden Kinder kostenfrei. Murat Basaran, Inhaber des Wormser Unternehmens ISO-BA, hatte sich freundlicherweise bereit erklärt, dieses Gemeinschaftsprojekt mit Kindern unterschiedlicher Herkunft zu fördern und das Schmiedeprojekt am Gründonnerstag zu finanzieren.

Maxim Amelyanchik hat mit Jugendlichen des Kultur-, Bildungs- und Sportvereins (KuBiS) einen Film über die „Leute, die uns schützen“ gedreht, den er im Anschluss an die Informationstour im Haus der Jugend den beteiligten Kindern vorführte und die Erlebnisse nochmal Revue passieren ließ.

hintere Reihe v.l. Vanessa Sebastian (FSJ), Brunhild Handke (HdJ), Elisabeth Gransche, Joachim Harbut (Schmied), Sabine Müller
hintere Reihe v.l. Vanessa Sebastian (FSJ), Brunhild Handke (HdJ), Elisabeth Gransche, Joachim Harbut (Schmied), Sabine Müller
Besuch bei der Feuerwehr
Besuch bei der Feuerwehr
 
 

Erziehung im interkulturellen Dialog

 
großes Interesse an der Veranstaltung, Integrationsbeauftragte Sabine Müller (Mitte in rot)
großes Interesse an der Veranstaltung, Integrationsbeauftragte Sabine Müller (Mitte in rot)
v.l. die Veranstalterinnen Elisabeth Gransche und Veronik Heimkreitner, die Referentinnen Aysel Mollaogullari und Prof. Dr. Havva Engin
v.l. die Veranstalterinnen Elisabeth Gransche und Veronik Heimkreitner, die Referentinnen Aysel Mollaogullari und Prof. Dr. Havva Engin

Fachtagung zum Thema interkulturelle Sozialisation

Am 28.04.2016 fand die Fachtagung zum Thema „Interkulturelle Sozialisation – Erziehung im Kontext von Kultur und Zuwanderung“ statt. Dass Erziehung im Familienkontext und Primarbereich immer noch hauptsächlich Frauensache ist, war der Grund für die beiden Organisatorinnen, Elisabeth Gransche, Migrations- und Integrationsbeauftragte und Veronik Heimkreitner, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Worms diese Veranstaltung gemeinsam auszurichten. Erfreulich war die große Nachfrage von Fach- und Leitungskräften, die mit rund 45 TeilnehmerInnen deutlich signalisierte, dass in Fachkreisen ein hoher Bedarf an Veranstaltungen dieser Art besteht. Die Fachtagung begann mit dem wissenschaftlich fundierten Fachvortrag von Frau Prof. Dr. Engin, Leiterin des Heidelberger Zentrums für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik. Im Anschluss knüpfte Frau Mollaogullari, Sozialarbeiterin in Ludwigshafen thematisch an den Vortrag von Frau Prof. Dr. Engin an und berichtete aus ihrem Praxis-Alltag.

Werben für Verständnis und Dialog

Frau Prof. Dr. Engin thematisierte in ihrem Vortrag kulturell bedingte Sozialisationsunterschiede - meist muslimischer Familien – und konnte anhand praktischer Beispiele aufzeigen, dass die Erziehungsvorstellungen muslimischer Eltern oftmals nicht mit westlichen Vorstellungen übereinstimmen. Das Konzept der "guten Mutter" sei beispielsweise Grund verschieden und führe in der Praxis nicht selten zu Irritationen und Unverständnis – auf beiden Seiten. Für die Gleichstellungsbeauftragte Heimkreitner war der Aspekt der geschlechtsspezifischen Erziehung in den Migrantenfamilien ein wesentlicher Punkt der Fachtagung. Engin berichtete von den traditionellen Rollenerwartungen, die je nach Herkunftsland bei Migranten wesentlich stärker von alten Rollenbildern dominiert sind, als dies in westlichen Ländern mittlerweile der Fall ist. Der Dialog und das Werben für gegenseitiges Verständnis sei oftmals der Schlüssel zum Erfolg. 

Bildungspartnerschaften mit den Eltern und aufsuchende Arbeit

Wie Engin betonte, müssen andere Interventionsformen angeboten werden als dies bisher der Fall war; aufsuchende Arbeit sei vielfach erfolgreicher als die bloße Bereitstellung von Angebotsstrukturen. Bildungspartnerschaften mit den Eltern und die Investition in primäre Bildung sei aus diesem Grund in jedem Fall der wichtigste Ansatzpunkt. Dass die Handlungsempfehlungen aufgrund der Vielfalt von Kultur- und Sozialmilieus wage und optional bleiben und es keine Integrationsrezepte geben kann, unterstreicht die Integrationsbeauftragte Gransche mit dem Hinweis auf die sog. Sinus-Studie, die unter dem Aspekt der schichtspezifischen Sozialisation den Einfluss von Migration reduziert und die Relevanz der Bildung als Integrationskatalysator bestätigt. 

Balance zwischen Fördern und Fordern

Frau Mollaogullari berichtete aus der Perspektive ihrer Tätigkeit als Sozialarbeiterin anschaulich über die Heterogenität und Widersprüchlichkeit der Integrationsbemühungen. Auch sie warb für den gegenseitigen Dialog und den Aufbau von Beziehungen und sprach sich zugleich auch für das Setzen klarer Grenzen aus. Die richtige Balance zwischen Fördern und Fordern sei der Weg zu einer positiven Integration.

Die teilnehmenden Fachkräfte hatten ausreichend Gelegenheit sich untereinander und mit den Referentinnen auszutauschen. Die Veranstalterinnen lobten im Einklang mit Referentinnen und Teilnehmenden Inhalt und Atmosphäre der Veranstaltung.

aktueller Vortrag von Frau Prof. Dr. ENGIN 2016

Vortrag von Frau Prof. Dr. Engin  2009

 
 

7. Juni 2016 - 4. Deutscher Diversity-Tag in Worms

 

Gemeinsame Veranstaltung der Beauftragten für Migration und Integration, des Worms Verlags und der Stadtbibliothek

Zum vierten Mal beteiligten sich die Integrationsbeauftragten der Stadt Worms am Diversity-Tag, an dem Vielfalt zum Thema des internen und öffentlichen Dialogs gemacht wird. An diesem Tag finden bundesweite Aktionen zu den Themen Vielfalt und Diversity Management statt, zu denen die Charta der Vielfalt seit 2013 jährlich Unternehmen und Institutionen aufruft, den jeweils gelebten Vielfaltsgedanken in den Fokus einer frei wählbaren Aktion zu rücken. Die Stadt Worms hat die Charta der Vielfalt im Jahr 2010 unterzeichnet und sich damit zur Wertschätzung und Anerkennung der Diversität ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verpflichtet.

Lesung am Tag der Vielfalt - Autorinnen aus Frankfurt am Main

Vom Literaturclub der Frauen aus aller Welt  e.V., hervorgegangen aus einer Frankfurter Schreibwerkstatt für Migrantinnen aus der Region, dem inzwischen auch deutschstämmige Frauen angehören, waren vier Autorinnen zu einer Lesung nach Worms gekommen. Sie behandelten in ihren Lesebeiträgen sowohl die Vielfalt sexueller Orientierung und Selbstfindung (Susanne Konrad), die Ambivalenz staatsbürgerlicher Zugehörigkeit (Tamara Labas-Primorac) und ethnischer Authentizität (Venera Tirreno), sowie sich verändernde Ebenen psychischer Identität und sozialer Entfremdung (Gisela Wölbert).

Lesen Sie hierzu den Artikel in der   Wormser Zeitung

Die Autorinnen v.l. Susanne Konrad, Gisela Wölbert, Venera Tirreno und Tamara Labas-Primorac
Die Autorinnen v.l. Susanne Konrad, Gisela Wölbert, Venera Tirreno und Tamara Labas-Primorac
 
 

Überregionale Vernetzung der Integrationsbeauftragten Landestreffen im neuen Mainzer Integrationsmnisterium

 

Anfang Juli 2016 fand das erste Treffen der kommunalen und kirchlichen Integrationsbeauftragten unter der Regie von Miguel Vicente, dem alten und neuen Landesbeauftragten für Integration und Migration statt. Die Teilnehmenden hatten  u.a.  die Gelegenheit das neue Integrationsgesetz des Bundes aus Sicht der kommunalen Praxis zu diskutieren.

Einbindung in ein  Netzwerk überregionaler Funktionsträger

Die kommunalen Fachkräfte für Integration sind vielfach in überregionalen Netzwerken aktiv. Neben den Gesprächen mit Verantwortlichen für Integration im Landesministerium, treffen sie sich immer wieder in weiteren Foren, so zum Beispiel beim Landestreffen der Jugendhilfeplanung und bei Veranstaltungen der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG).  Auch mit den Vertretern der kommunalen Spitzenverbände stehen sie im Austausch. 

Mainz, Juli 2016 Landestreffen der Integrationsbeauftragten 1. Reihe Mitte, die Sprecherin der LAG und Wormser Integrationsbeauftragte Sabine Müller und der Landesintegrationsbeauftragte Miguel Vicente
Mainz, Juli 2016 Landestreffen der Integrationsbeauftragten 1. Reihe Mitte, die Sprecherin der LAG und Wormser Integrationsbeauftragte Sabine Müller und der Landesintegrationsbeauftragte Miguel Vicente
 

Interkulturelle Woche in Worms 2016

 
Besucher Fest der Kulturen v.l. Jens Guth, Dr. Erika Mohri, Uwe Gros, Ministerin Anne Spiegel, Sumera Nizami Jeckel, Elisabeth Gransche, Fuat Demir, Kurt Lauer
Besucher Fest der Kulturen v.l. Jens Guth, Dr. Erika Mohri, Uwe Gros, Ministerin Anne Spiegel, Sumera Nizami Jeckel, Elisabeth Gransche, Fuat Demir, Kurt Lauer
Ministerin Spiegel bei ihrer Ansprache, im Hintergrund links Sumera Nizami Jeckel und Sabine Müller
Ministerin Spiegel bei ihrer Ansprache, im Hintergrund links Sumera Nizami Jeckel und Sabine Müller

Fest der Kulturen am 17. September 2016

Pfarrerin Dr. Erika Mohri und ihr Team vom Interkulturellen Tisch haben in gewohnter Weise das Fest der Kulturen auf dem Wormser Obermarkt ausgerichtet. Ein Höhepunkt des diesjährigen Festes war der Besuch von Anne Spiegel, Integrationsministerin von Rheinland-Pfalz. Eine Gelegenheit für die Wormser Integrationsbeauftragten, die neue Ministerin kennen zulernen und ihr die Dokumentation ANGEKOMMEN persönlich zu überreichen.

Ausstellungseröffnung ANGEKOMMEN Teil der Interkulturellen Woche

Ein Programmpunkt der diesjährigen Interkulturellen Woche in Worms war die feierliche Eröffnung der Ausstellung ANGEKOMMEN am 20.09.16 im Rathaus, eine Porträtfoto-Präsentation von Wormser Migrantinnen und Migranten, die in der dazugehörigen Dokumentation darüber berichten, wie sie die Höhen und Tiefen ihrer Zuwanderung erlebt haben.

 
 

Interkulturelle Schulung der städtischen Erzieherinnen

 
Interkulturelle Schulung der kommunalen Erzieherinnen im Dezember 2016, Seminarleiterin Alexandra von Bose im Bild rechts außen
Interkulturelle Schulung der kommunalen Erzieherinnen im Dezember 2016, Seminarleiterin Alexandra von Bose im Bild rechts außen

Zuwanderung und Flucht – eine Herausforderung für die Kindertagesstätten

Auf vielfachen Wunsch haben die Integrationsbeauftragten am 8. Dezember 2016 für die kommunalen Erzieherinnen und vor allem für die Kita-Leiterinnen eine weitere Schulung, diesmal mit dem Schwerpunkt „Vielfalt des Islam – Afghanistan, Somalia und Syrien“ angeboten. Sie konnten erneut die Trainerin Alexandra von Bose verpflichten, die Kulturanthropologie und Islamwissenschaften studiert, in der kommunalen Flüchtlingskoordination gearbeitet hat und aktuell als Integrationsbeauftragte in Alzey tätig ist. Sie kennt die Schulungsinhalte sowohl theoretisch als auch aus ihrer praktischen Tätigkeit und wurde bislang von den Schulungsteilnehmenden sehr gut evaluiert.

Unterstützung durch erfahrene, gut integrierte Kulturvertreter

Hilfreich sowohl als authentische Quelle während der Schulung als auch als Empfehlung für die Praxis ist es, Personen mit Zuwanderungsgeschichte aus anderen Kulturen als Vermittler und Integrationsvorbild hinzuzuziehen. Für kulturfremde Zugewanderte ist es einfacher, von Personen mit ähnlichem Kontext, Ratschläge zum Umgang mit den Alltagsanforderungen  z.B.  in einer Kita zu verstehen und zu akzeptieren. Die Erzieherinnen haben diese Anregung aus der Schulung mitgenommen und können demnächst auf ein entsprechendes Kontingent an Einsatzkräften zurückgreifen.

Interkulturelle Basis-Schulung für Verwaltungskräfte Heterogene Zielgruppe

Zusätzlich fand eine weitere Basis-Schulung für neu hinzugekommene Verwaltungskräfte statt. Unter Berücksichtigung der aktuellen Herausforderungen konnte eine heterogene Zielgruppe von der Schulsozialarbeiterin bis zur Bürgerservicekraft Grundsätzliches über Zugewanderte und ihre kulturelle und ethnische Disposition erfahren.

 
 

Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten

 

7. Arbeitstreffen der LAG am 6. Dezember 2016 in Alzey

Am 7. Arbeitstreffen haben zahlreiche kommunale Integrationsbeauftragte teilgenommen, das zeigt, dass es außerhalb der regelmäßigen Landestreffen auf Initiative des Landesbeauftragten und des zuständigen Ministeriums einen Bedarf gibt, die Interessen aus der Perspektive der Kommunen zu formulieren und auszutauschen. Diesmal war die Kreisverwaltung Alzey-Worms Gastgeberin, die seit Kurzem ein Integrationskonzept und ein neues Fachkräfte-Team dazu hat.

Anerkennung der LAG als landesweites Gremium

Der Landesintegrationsbeirat ist ein berufenes Beratungsgremium, dem ein delegiertes Mitglied der LAG angehören sollte. Die Anwesenden des Alzeyer LAG-Treffens haben sich einstimmig dafür ausgesprochen, der Ministerin dieses Anliegen vorzutragen. Eine entsprechende Anfrage durch die LAG-Sprecherin Sabine Müller wurde vom zuständigen Ministerium positiv beschieden.

Ausstellung ANGEKOMMEN in Alzey

Parallel zum Treffen der LAG und einem fachspezifischen Symposium am Vortag wird die Wormser Ausstellung ANGEKOMMEN in der Alzeyer Kreisverwaltung den ganzen Dezember gezeigt und die entsprechende Dokumentation vorgestellt. Gut integrierte Menschen mit Zuwanderungsgeschichte haben mit ihren Biografien unabhängig von ihrer regionalen Verortung Vorbildcharakter.

Alzeyer Bildungskoordinatorin Pia Haus, Gastgeberin Alexandra von Bose und LAG-Sprecherin Sabine Müller (v.l.)
Alzeyer Bildungskoordinatorin Pia Haus, Gastgeberin Alexandra von Bose und LAG-Sprecherin Sabine Müller (v.l.)
7. Arbeitstreffen der LAG
7. Arbeitstreffen der LAG
 
 

ANGEKOMMEN IN RHEINHESSEN

 
Ausstellungseröffnung durch Oberbürgermeister Michael Kissel und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche
Ausstellungseröffnung durch Oberbürgermeister Michael Kissel und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche
Sabine Müller, Michael Kissel, Aimé-Jipsy Mikona, Ulrike Schäfer, Elisabeth Gransche, Stefan Blume
Sabine Müller, Michael Kissel, Aimé-Jipsy Mikona, Ulrike Schäfer, Elisabeth Gransche, Stefan Blume
zahlreiche Interessierte Ausstellungsbesucher und Besucherinnen
zahlreiche Interessierte Ausstellungsbesucher und Besucherinnen
Ausstellung im Wormser während der Kulturnacht Foto: Stefan Blume
Ausstellung im Wormser während der Kulturnacht Foto: Stefan Blume

Porträts von Wormser Migrantinnen und Migranten Ausstellung und Dokumentation

Ausstellung und Buch haben viel Lob geerntet. Die Ausstellungseröffnung war ein großer Erfolg und man konnte viele zufriedene und glückliche Gesichter ausmachen. Die Integrationsbeauftragten freuen sich, dass die mit dem Projekt einhergehende Wertschätzung der Migrantinnen und Migranten und die Anerkennung ihrer vorbildlichen Integration so wahrgenommen wurde, wie es sein sollte. Stellvertretend für viele andere, gut integrierte Zugewanderte in Worms, die leider nicht alle berücksichtigt werden konnten, haben diese Porträtierten gezeigt, dass Integration gelingen kann. 

Vorbilder, wie die in dieser Ausstellung und Dokumentation präsentierten, unterstreichen die Vielfalt der erfolgreichen Entwicklungsmöglichkeiten und motivieren zur Nachahmung. Sie erleichtern die Integration, indem sie zeigen, dass man die Herausforderungen der Zuwanderung mit Aufgeschlossenheit und Kontaktfreudigkeit meistern kann. Das offene Aufeinanderzugehen ist ein wichtiger Baustein der Integration. Nicht zu unterschätzen sind aber auch Glück, Sensibilität und Veranlagung, im richtigen Moment, die sich bietenden Möglichkeiten zu erkennen und zu nutzen. All diese Faktoren finden sich in den biografischen Notizen dieser Dokumentation.

Den Integrationsbeauftragten als Projektinitiatorinnen und Herausgeberinnen der Dokumentation war es ein Anliegen, die Polarisierung zwischen Überfremdung und Bereicherung aufzubrechen und zu zeigen, dass eine migrantische Mittelschicht als Neue Deutsche einen konstruktiven Beitrag zum interkulturellen Miteinander leistet. Ausgewählt wurden Zugewanderte, die weder politische noch religiöse Funktionsträger oder Botschafter sind, sondern ganz normale Menschen in ihrer ethnischen, beruflichen und sozialen Vielfalt. Entscheidend war die Eignung als gut integriertes Vorbild und die positive Einstellung gegenüber der Aufnahmegesellschaft. Die dem Projektteam persönlich bekannten Protagonisten sind zum großen Teil ehrenamtlich engagiert und bringen sich aktiv in die Wormser Gesellschaft ein. Ulrike Schäfer und Stefan Blume ist es gelungen, diese Dialogbereitschaft der Projektbeteiligten einzufangen und in Wort und Bild festzuhalten. Die Herkunftsländer der porträtierten Migrantinnen und Migranten sind Kasastan, Russland, Griechenland, Bulgarien, Tschechien, Polen, Ghana, Kirgisistan, Irak, Iran, Afghanistan, China, Thailand, Kongo und weitere aus verschiedenen Regionen der Türkei.

 
Wormser Talkrunde auf der Frankfurter Buchmesse v.l. Katerina Grillaki, Berthold Röth, Elisabeth Gransche, Stefan Blume
Wormser Talkrunde auf der Frankfurter Buchmesse v.l. Katerina Grillaki, Berthold Röth, Elisabeth Gransche, Stefan Blume

ANGEKOMMEN auf der Frankfurter Buchmesse 2016 Buchpräsentation auf PODIUM Rheinland-Pfalz

Während der Frankfurter Buchmesse hatte das Projektteam über den Worms Verlag die Gelegenheit, das Buch ANGEKOMMEN auf dem Rheinland-Pfalz PODIUM interessierten Messebesuchern vorzustellen. In einer Talkrunde mit dem Verantwortlichen des Worms Verlags Berthold Röth, dem Fotografen Stefan Blume und einer Protagonistin des Buches Katerina Grillaki informierte die Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche in ihrer Funktion als Initiatorin und Herausgeberin über das Buchprojekt zum Rheinhessenjubiläum in Worms.

Pressemeldung der Wormser Zeitung: 

vom 17.09.16 und 22.09.16 und 14.10.16

städtische Pressemeldung  Pressemeldung Buchmesse

Die als hochwertiges Buch gestaltete Dokumentation zur Ausstellung ist im Worms Verlag erschienen und im Buchhandel für 20,16 Euro erhältlich.

Verlagsankündigung

ANGEKOMMEN im Wormser Heimatjahrbuch 2017 Analyse der Interviews

Die biografischen Notizen in der Dokumentation ANGEKOMMEN wurden im Original und unkommentiert wiedergegeben. Eine Analyse der Interviews ist im Wormser Heimatjahrbuch 2017 nachzulesen.

Auszug aus dem Wormser Heimatjahrbuch 2017

ANGEKOMMEN  in der Wormser Kulturnacht 2017

Die Ausstellung zum  Rheinhessen-Jubiläum mit Porträt-Aufnahmen des Wormser Fotografen Stefan Blume und Texten von Ulrike Schäfer wurde zur Kulturnacht am 8. Juli 2017 auf vielfachen Wunsch erneut gezeigt. Im oberen Foyer des WORMSER Kultur- und Tagungszentrums wurden diesmal, um einen besseren inhaltlichen Eindruck und ein Interesse am Buch zu vermitteln, zu den Bildern auch Texttafeln aus der Dokumentation von Ulrike Schäfer aufgehängt.  Das SWR-Fernsehen hat am 17. Juli 2017 in der Spätausgabe von SWR AKTUELL (21:45) darüber einen Beitrag gesendet. Hier können Sie sich die Sendung anschauen 

Stadtnachrichten und Pressemeldung des Nibelungen Kuriers

ANGEKOMMEN in der Buchkunst 2017

Im September 2017 wurde die Dokumentation der Ausstellung  ANGEKOMMEN von einer Jury der "Stiftung Buchkunst" als Gesamtkunstwerk bezeichnet und unter die fünf schönsten Regionalbücher 2017 eingeordnet.

Hier die Pressemeldungen dazu:BuchmarktWormser ZeitungNibelungen Kurier

2015

 

Migrationshintergrund der Wormser Bevölkerung

Neue Studie von DemographieKommunal

Der städtische Bereich Stadtentwicklung unter der Leitung von Joachim Kramer hatte die Fortschreibung einer Studie zum Migrationshintergrund der Wormser Bevölkerung in Auftrag gegeben. Zum Stichtag 31.12.2015 hat das Institut „DemographieKommunal“ eine Erhebung und Analyse des Migrationshintergrundes der Wormser Bevölkerung durchgeführt und sich dabei wie bei der vorhergegangenen Analyse auf die Daten des Einwohnermelderegisters und die Angaben des städtischen Statistikers Michael Born bezogen. Interessant ist in diesem Fall nicht nur die Daten-Fortschreibung sondern vor allem der Daten-Vergleich der beiden Analysen.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Analyse und den Datenvergleich.

vgl. dazu auch den Pressebericht des Nibelungen Kuriers

und die   städtische Pressemeldung

Die Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und Sabine Müller mit dem Leiter des Bereichs Stadtentwicklung Joachim Kramer
Die Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und Sabine Müller mit dem Leiter des Bereichs Stadtentwicklung Joachim Kramer
 
 

Interkulturelle Patenschaften - Interkulturelle Schulung

Die Integrationsbeauftragten Sabine Müller und Elisabeth Gransche im Gespräch mit einem Teilnehmer, dem Lehrer der Sprachförderklasse an der Karl-Hofmann-Schule Timo Korn (3.v.re.) - Foto: Rudolf Uhrig
Die Integrationsbeauftragten Sabine Müller und Elisabeth Gransche im Gespräch mit einem Teilnehmer, dem Lehrer der Sprachförderklasse an der Karl-Hofmann-Schule Timo Korn (3.v.re.) - Foto: Rudolf Uhrig

Die Beauftragten für Migration und Integration haben im Dezember 2015 für ehrenamtliche Begleiter und Begleiterinnen von Flüchtlingen ein Seminar "Interkulturelle Kompetenz" angeboten. Die Sozialanthropologin und Islamwissenschaftlerin Alexandra von Bose konnte als Dozentin und Trainerin für interkulturelle Kompetenzerweiterung nicht nur ihren wissenschaftlichen Hintergrund sondern auch Praxiserfahrungen als Asyl- und Integrationsbeauftragte einbringen.

Querschnittsthema Flüchtlinge

Die Flüchtlingsproblematik ist ein Querschnittsthema das verschiedene Verwaltungsbereiche parallel tangiert und die Kooperation der städtischen Mitarbeiter nachhaltig einfordert. Das haben die Integrationsbeauftragten und die Verantwortliche für die Ehrenamtskoordination zum Anlass genommen, auch für ehrenamtliche Helfer und Helferinnen, die in verschiedenen Stadtteilgruppen organisiert und über das Diakonische Werk Worms-Alzey vernetzt sind, interkulturelle Schulungen anzubieten. Im Gegensatz zu den hauptamtlichen Fachkräften, die größten Teils bereits in interkultureller Kommunikation geschult wurden, ist vielen ehrenamtlich Aktiven der Umgang mit den Flüchtlingen aus anderen Kulturen neu.

Positives Feedback und viele Anregungen

Fünfunddreißig Ehrenamtliche hatten sich zur Teilnahme an der für sie kostenlosen Schulung im Dezember eingefunden und sich  z.B. über die unterschiedlichen Werte von Individual- und Kollektivkulturen informiert. Die anonyme Evaluierung im Anschluss an die Schulung, ermöglichte im Rahmen der offenen Fragen auch eine Plattform für Anregungen, die von den Integrationsbeauftragten gerne aufgenommen und weiter verfolgt werden. Insgesamt wurden die Schulungen sehr gut bewertet und ähnliche Fortbildungen nachgefragt.

Programm der Schulung

 
 

Bundesprogramm Demokratie leben - Regionalpartnerschaft Worms

Das Projekt „Für uns scheint  e i n e  Sonne im Wormser Nordend!“ wurde im September 2015 vom Begleitausschuss der Regionalpartnerschaft Worms für die Unterstützung durch das Bundesprogramm ausgewählt. Die Spiel- und Lernstube (SLS) „Die Nordlichter“ unter der Leitung von Birgit Hadj-Chaib und der Schmiedemeister und Pädagoge Joachim Harbut haben das Projekt unter dem Motto „Wir geben Fremdenhass keine Chance sondern üben Toleranz gegenüber allen Menschen und Religionen!“ zusammen mit den Kindern der SLS und der benachbarten Moscheegemeinde IGMG auf die Beine gestellt. Als Träger fungiert der ASB, der für die Betreuung der Flüchtlinge in der Gemeinschaftsunterkunft gegenüber der Pestalozzischule in deren Hof die Schmiedeaktion stattfindet, verantwortlich ist. 

Flüchtlinge der benachbarten Unterkunft als Assistenten

Die Idee für das Projekt kam von den Integrationsbeauftragten, die mit dem Schmiedemeister bereits gute Erfahrungen in der Anleitung von Kindern mit Förderbedarf gemacht haben. Joachim Harbut, der von den Kindern anerkennend „Herr Zauberschmied“ genannt wird, versteht es ausgezeichnet, die Kinder produktiv einzubinden und ihnen Erfolgserlebnisse und Selbstvertrauen zu vermitteln. Die assistierenden Flüchtlinge wurden von den Kindern ohne Vorbehalte und Sprachkenntnisse ebenso integrativ als „unsere Flüchtlinge“ ins Team aufgenommen. Die positiven Erfahrungen der Kinder mit der Schmiedeaktion und der Vielfalt der Mitwirkenden versprechen Nachhaltigkeit im Sinne des Bundesprogramms „Demokratie Leben“. Die Kinder tragen ihre freundschaftlichen Erfahrungen mit dem Projekt und den Flüchtlingen in ihre Familien und die Nachbarschaft und setzen Akzente gegen Fremdenfeindlichkeit.

Geschmiedete Sonne für den Spielplatz am Birkenweg 3 im Nordend

Die Begeisterung der Kinder am Schmiedeprojekt war so groß, dass sie sogar zwei Sonnen gemeinsam hergestellt haben. Eine Sonne wurde am 17. Juni 2016 an der Hauswand der Wohnungsbau GmbH Worms in Sichtweite vom Spielplatz Birkenweg 3, der für die Kinder und ihre Familien ein gern genutzter Treffpunkt ist, im Rahmen einer kleinen Einweihungsfeier mit Bürgermeister Kosubek und MdB Marcus Held angebracht. Die zweite Sonne, die aus den selbst geschmiedeten Zauberstäben der kleineren am Projekt beteiligten Kinder entstanden ist, wurde für das gemeinschaftliche Kinderzimmer in der Flüchtlingsunterkunft am Salamandergelände zur Verfügung gestellt.

städtische Pressemeldung zum Projekt im Dezember 2015

Wormser Zeitung   zum Projektabschluss im Juni 2016

Schmiedeaktion mit Joachim Harbut (8.v.r.), Birgit Hadj-Chaib (4.v.r.); Ralf Hoffmann (5.v.r.); Elisabeth Gransche (r.) "Demokratie Leben"
Schmiedeaktion mit Joachim Harbut (8.v.r.), Birgit Hadj-Chaib (4.v.r.); Ralf Hoffmann (5.v.r.); Elisabeth Gransche (r.) "Demokratie Leben"
Schmied Harbut mit Kindern der Spiel- und Lernstube in Aktion
Schmied Harbut mit Kindern der Spiel- und Lernstube in Aktion
Für alle Kinder im Nordend scheint e i n e Sonne!
Für alle Kinder im Nordend scheint e i n e Sonne!
Aufhängung der Schmiedearbeit am Spielplatz Birkenweg 3 im Wormser Nordend
Aufhängung der Schmiedearbeit am Spielplatz Birkenweg 3 im Wormser Nordend
 
 

Rheinhessischer Turnerbund würdigt Willkommenskultur

v.l. Elisabeth Gransche, Integrationsbeauftragte Worms, Burkhard Müller, Beigeordneter LK MZ-BI, Alexandra von Bose, Integrationsbeauftragte Alzey
v.l. Elisabeth Gransche, Integrationsbeauftragte Worms, Burkhard Müller, Beigeordneter LK MZ-BI, Alexandra von Bose, Integrationsbeauftragte Alzey
Preisträger mit Ministerin Irene Alt (2.v.r.), TGW-Repräsentanten Georg Blockus (5.v.r.) und Christel Feierabend (1.v.r.), RhTB-Verantwortliche Petra Regelin (3.v.l.) und Detlev Mann (6.v.r.) und links Magnus Schneider, Lotto Stiftung RLP
Preisträger mit Ministerin Irene Alt (2.v.r.), TGW-Repräsentanten Georg Blockus (5.v.r.) und Christel Feierabend (1.v.r.), RhTB-Verantwortliche Petra Regelin (3.v.l.) und Detlev Mann (6.v.r.) und links Magnus Schneider, Lotto Stiftung RLP

Integration von Flüchtlingen im Sportverein

Der Rheinhessische Turnerbund hatte in Zusammenarbeit mit den Integrationsbeauftragten der Städte Worms und Mainz und der Landkreise Alzey-Worms und Mainz-Bingen seinen diesjährigen Vereinspreis unter dem Motto „Integration und Willkommenskultur im Turnverein“ ausgeschrieben. Bewerben konnten sich die Mitgliedsvereine mit Projekten in der Willkommenskultur gegenüber Flüchtlingen. Die beteiligten Kommunen und Landkreise stifteten die Preisgelder, die von der Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz aufgestockt wurden.

Preisverleihung mit Fachtagung zum Thema kombiniert

Bei der Fachtagung am 24. November 2015 in Ingelheim diskutierten die beteiligten Fachleute aus den Bereichen Integration, Sport und Politik über die aktuellen Erfahrungen mit den Flüchtlingshilfe-Projekten auf Vereinsebene. Die Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche berichtete aus Worms über die Ergebnisse der Befragung von einigen regionalen Sportvereinen zum Thema Integration durch Sport. Der niederschwellige Zugang zur gesellschaftlichen Teilhabe und die familiäre Atmosphäre im Verein erleichtern die Integration von Zugewanderten, zum Teil auch ohne Sprachkenntnisse. Trainer und Vereinsverantwortliche mit ausländischen Wurzeln gehen als Integrationsvorbilder mit gutem Beispiel voran und ebnen den Weg für sportlichen Nachwuchs auch aus Migrantenkreisen.

Sonderpreis an die Wormser Turngemeinde

Die ersten drei Preisträgervereine aus Jugenheim, Kriegsheim und Mainz-Mombach wurden vor allem wegen der persönlichen Begleitung von Flüchtlingen durch die Vereinsmitglieder, die von den Laudatoren als Gelingensfaktor besonders erwähnt wurde, ausgewählt. Die Wormser Turngemeinde konnte dagegen mit ihrem Bewegungsfest auf der Jahnwiese punkten, bei dem viele Flüchtlinge angesprochen und erreicht wurden, ohne dass sich der Zuspruch im Einzelnen messen ließ und der Beweis der Nachhaltigkeit offen blieb. Dennoch wurde dieses Ereignis aufgrund seines großen organisatorischen Rahmens und des öffentlichkeitswirksamen Ausmaßes mit einem Sonderpreis gewürdigt, den der Rheinhessische Turnerbund aus eigenen Mitteln finanzierte.

Presseinformation zum   Fachtag  und zum   Vereinspreis

 
 

Beitrag zur interkulturellen Woche 2015

Vortrag und Film zum Thema "Arrangierte Heirat"

In unserer öffentlichen Veranstaltungsreihe "Interkulturelle Sozialisation" stellen wir in Zusammenarbeit mit der Gleichstellungsstelle unterschiedliche Themen interessierten Teilnehmenden zur Diskussion. Zum Auftakt der Reihe hielt Frau Dr. Kirchhart im Rahmen der interkulturellen Woche 2015 einen Vortrag zum Thema "Zur Ehe gezwungen". Frau Dr. Kirchhart ist Diplompädagogin, Kinder- und Jugendpsychotherapeutin und Geschäftsführerin im MädchenHaus Mainz. Im Anschluss wurde der Dokumentarfilm "Türkische Hochzeitsreisende - Familienehre vor Liebe" von Susanne Babila (SWR) gezeigt und Gelegenheit für einen themenbezogenen Austausch mit der Referentin gegeben.

Viele der Betroffenen sind in Deutschland geboren

Während Frau Dr. Kirchhardt in ihrem Vortrag vor allem auf die kulturspezifischen Hintergründe der Sozialisation in traditionellen meist muslimischen Familien einging und aus ihrer therapeutischen Praxis berichtete, widmete sich der Film anhand der bekannten Protagonistinnen Fatma Bläser und Seyran Ates primär den auch heute noch zahlreich in Deutschland vorkommenden Hochzeitsritualen religiöser türkischer Familien in Köln und Berlin. Obwohl der Film rund 10 Jahre alt war, entsprach er immer noch der vielfach praktizierten Realität, was von einigen anwesenden Fachleuten in der Betreuung von Frauen und Jugendlichen bestätigt wurde. Auch das Leben in Deutschland, zum Teil in der dritten Generation, hat in vielen Familien mit ausländischen Wurzeln keinen Einfluss auf religiös bestimmte kulturspezifische Verhaltensmuster. Man könnte fast meinen, sie verfestigten sich in der Diaspora, da die Konfrontation mit den Umgangsformen der Mehrheitsgesellschaft zu Unsicherheiten führt, Konflikte aufbaut und den Rückzug in familiäre, religiös traditionell und ethnisch abgegrenzte Lebenswelten provoziert. 

Bildung als Impulsgeber und Ausweg

Als einziger Ausweg aus den mit unseren selbstbestimmten Lebensstilen unvereinbar wahrgenommenen Familienkulturen wurde auf das Postulat der Integration durch Bildung verwiesen. Der Impuls, sich aus den kulturspezifischen Sozialisationszwängen befreien zu wollen, muss letztendlich von den Betroffenen selbst kommen. Dann können sie in Deutschland auf viele Hilfsorganisationen und Betreuungsangebote zurückgreifen. Wichtig ist, dass die Betroffenen die Verhaltensregeln akzeptieren, soweit sie als arrangierte Eheschließungen gewaltfrei und gesetzeskonform verlaufen. Im Film kam, zur Verwunderung vieler Zuschauer, deutlich zum Ausdruck, dass viele Jugendliche aus traditionellen religiösen Familien mit patriarchalischen Strukturen, die Anweisung ihrer Eltern und damit die Familienehre höher bewerten, als ihre individuelle Freiheit sich z. B. den Lebenspartner selbst auszusuchen.

Den Vortrag von Frau Dr. Kirchhart können Sie hier nachlesen.

v.l.n.r. Gleichstellungsbeauftragte Veronik Heimkreitner, Dr. Stefanie Kirchhart (Referentin), Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche
v.l.n.r. Gleichstellungsbeauftragte Veronik Heimkreitner, Dr. Stefanie Kirchhart (Referentin), Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche
 
 

Begegnungsfest mit Asylbewerbern und Anwohnern im Nordend

Begenungsfest am 13. Oktober 2015 v.r. Ralf Hoffmann (ASB), Beigeordneter Waldemar Herder (Sozialdezernent), Oberbürgermeister Michael Kissel, Sabine Müller (Integrationsbeauftragte) und Carlo Riva (Dolmetscher)
Begenungsfest am 13. Oktober 2015 v.r. Ralf Hoffmann (ASB), Beigeordneter Waldemar Herder (Sozialdezernent), Oberbürgermeister Michael Kissel, Sabine Müller (Integrationsbeauftragte) und Carlo Riva (Dolmetscher)

Integrationsbeauftragte Sabine Müller organisiert Veranstaltung

Sabine Müller, die zusammen mit ASB und THW das Begegnungsfest, vorgesehen als vierte Säule im Asyl-Konzept der Stadt, realisiert hatte, freute sich über die große Resonanz, sowohl seitens der Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft als auch der Anwohner und Anwohnerinnen im Nordend. Nach anfänglicher Skepsis entpuppte sich der Abend tatsächlich als ein Forum des Austauschs zwischen Einheimischen und Asylbewerbern. In Kooperation mit den Betreuungskräften des ASB und den Mitarbeitern des THW, gelang es den städtischen Verantwortlichen das gesellige Beisammensein bei Suppe und Getränken, die freundlicherweise von der Firma Gegros gesponsert wurden, als konfliktfreies Miteinander zu veranstalten und Vorurteile abzubauen.

Oberbürgermeister Kissel erhält Überraschungspräsent

Für den freundlichen Empfang und die Begrüßungsworte des Oberbürgermeisters bedankten sich die Bewohner der Asylunterkunft mit einem Foto als Dankeschön. 
Die meisten Asylbewerber der Gemeinschaftsunterkunft, auf dem Gelände des ehemaligen Motorpools im Nordend, waren Albaner und eine Verständigung über italienische Sprachekenntnisse möglich. Die Anwohner der Bensheimerstraße und die Mitglieder des AK Nordend waren zur Veranstaltung auf Einladung der Stadt als Betroffene gekommen. Auf eine größere Öffentlichkeit und die Vorankündigung in der Presse wurde aus politischen Gründen verzichtet.

Die Integrationsbeauftragte Sabine Müller erklärt, dass dieses Begegnungsfest Ängste abgebaut, Akzeptanz geschaffen und die Menschen in den Fokus gerückt hat.

 
 

Wegweiser für Asylbewerber und Flüchtlinge

Handreichung auch für Begleitpersonen

Der Wegweiser für Asylbewerber enthält eine Liste mit Ansprechpartnern und einen Stadtplan mit Kontaktstellen, die für Asylbewerber zuständig sind. Obwohl die einzelnen Themenbereiche mit englischer Übersetzung versehen sind, ersetzt  der Flyer nicht die persönliche Begleitung der Neuankömmlinge in der Anfangsphase. Vor allem erhalten auch ehrenamtliche Flüchtlingshelfer mit diesem Wegweiser gebündelte Informationen zur besseren Erstorientierung in der Unterstützungsarbeit.

Bereichsübergreifende Zusammenarbeit

Der Wegweiser ist außerdem ein Beweis für die interdisziplinäre Zusammenarbeit innerhalb der städtischen Verwaltung. Es konnten nicht nur die verschiedenen Zuständigkeiten koordiniert sondern auch die Fachöffentlichkeit und die Erfahrungen der Basis mit einbezogen werden.

Online-Version des Wegweisers  

Präsentation des Asyl-Flyers, v.r. Oberbürgermeister Michael Kissel, Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche, Beigeordneter Waldemar Herder und Integrationsbeauftragte Sabine Müller
Präsentation des Asyl-Flyers, v.r. Oberbürgermeister Michael Kissel, Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche, Beigeordneter Waldemar Herder und Integrationsbeauftragte Sabine Müller
 
 

60 Jahre Anwerbeabkommen mit Italien

Wormser Teilnehmende an der Jubiläumsfahrt: MdL Adolf Kessel, Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche, Vorsitzende des Deutsch-Italienischen Freundschaftskreises Worms/Parma e.V. Marita Tann
Wormser Teilnehmende an der Jubiläumsfahrt: MdL Adolf Kessel, Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche, Vorsitzende des Deutsch-Italienischen Freundschaftskreises Worms/Parma e.V. Marita Tann

Wormser Integrationsbeauftragte mit im Boot

Mit einer Jubiläumsfeier auf einem Rheinschiff erinnerte das Rheinlandpfälzische Integrationsministerium am 26. September 2015 an das Anwerbeabkommen zwischen Deutschland und Italien vor 60 Jahren. An der Veranstaltung mit Integrationsministerin Irene Alt nahmen Persönlichkeiten aus Politik, Kultur, Wirtschaft und Medien teil, die sich der Thematik im Besonderen verbunden fühlten. 
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion berichteten Zeitzeugen über die Anfänge der Arbeitsmigration, über die Integrationserfolge trotz schwieriger Rahmenbedingungen und unzureichender Willkommenskultur. Staatsministerin Irene Alt freute sich darüber, dass sich seit dem Zuwanderungsgesetz von 2005 einiges geändert habe, in Rheinland-Pfalz seien vor allem die kostenfreien Kita-Plätze und das erhöhte Kontingent an zusätzlichen Sprachkursen wichtige Bestandteile der Integrationsförderung von Anfang an.


Sport als Katalysator der Integration

Sowohl Salvatore Ruggiero, Leiter Marketing und Kommunikation der Schott AG, dessen Eltern 1968 aus Italien nach Mainz gekommen waren, als auch der DFB-Vizepräsident Eugen Gehlenberg und der „Lebenswege“-Zeitzeuge Vito Contento aus Koblenz hoben bei der Podiumsdiskussion den positiven Einfluss des sportlichen Engagements, vor allem beim Fußball, auf die Integration hervor. Auch ohne offizielle Eingliederungsstrukturen boten Sportvereine bereits damals ideale Voraussetzungen für interkulturelle Kontakte und gesellschaftliche Teilhabe.

Engagement der Unternehmen AOK und Schott

Neben der AOK Rheinland-Pfalz/Saarland war die Schott AG ein Hauptsponsor der Jubiläumsfeier auf dem Rheinschiff. Das Mainzer Unternehmen Schott AG engagiert sich mit zahlreichen Projekten für die Integration seiner zugewanderten Beschäftigten. Bereits im Jahr 1965 waren 900 ausländische Mitarbeiter, damals ein Viertel der Belegschaft, bei Schott Mainz beschäftigt.
Mehr zur Schifffahrt „Vom Tiber an den Rhein“, die im Rahmen der Kampagne „Lebenswege – das Rheinland-pfälzische online-Migrationsmuseum vor Ort“ stattfand, auf www.lebenswege.rlp.de  

 
 

Interkulturelle Schulung der städtischen Auszubildenden

Erweiterung der sozialen Kompetenz

Im August 2015 fand erneut eine interkulturelle Schulung der städtischen Auszubildenden statt. Die Integrationsbeauftragten begrüßen es außerordentlich, dass diese Fortbildung in die modulare Erstausbildung des neuen AZUBI-Jahrgangs aufgenommen wurde. Dies ist eine logische Entwicklung der Stadtverwaltung zum kundenorientierten Dienstleister. Die angehenden Verwaltungsfachkräfte müssen im Umgang mit ihren Kunden nicht nur mit Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft, sondern auch mit interkulturellem Einfühlungsvermögen punkten. Dazu gehört es, in der Kommunikation kundenspezifische Besonderheiten ebenso zu beachten wie auch fremde Verhaltensweisen zu verstehen.

Erfahrungen mit zugewanderten Schulkameraden

Dass die heutigen Kinder und Jugendlichen während ihrer Kindergarten- und Schulzeit mehr und mehr Kontakt mit zugewanderten Altersgenossen haben, zeigte sich an dem entsprechenden Erfahrungsschatz, den die jungen Leute konstruktiv in die Schulung einbringen konnten. Ein Zeichen dafür, dass die Vielfalt unserer Gesellschaft zunimmt und die kulturelle Heterogenität den (Schul)Alltag prägt. 

lesen Sie hierzu auch die   Pressemeldung der Stadt

Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche mit den neuen AZUBIs während der interkulturellen Schulung
Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche mit den neuen AZUBIs während der interkulturellen Schulung
 
 

Wegweiser für Zugewanderte Neuauflage der Orientierungshilfe

 
von links: Sebastian Bonk, Elisabeth Gransche, Oberbürgermeister Michael Kissel, Sabine Müller, Joachim Kramer
von links: Sebastian Bonk, Elisabeth Gransche, Oberbürgermeister Michael Kissel, Sabine Müller, Joachim Kramer

Aufgrund der großen Nachfrage waren die 1500 Exemplare unserer Orientierungshilfe für Zugewanderte im ersten Halbjahr vergriffen. Die aktualisierte Neuauflage und ein erweiterter externer Stadtplan stehen jetzt zur Verfügung. Diese Neuauflage enthält Anregungen und nützliche Hinweise aus der praktischen Anwendung, die für Folgeauflagen auch weiterhin gerne gesammelt werden. Bitte berichten Sie, wie Sie mit dem Wegweiser zurechtkommen und was Ihnen noch fehlt.

Erweiterung der Übersetzungen und größerer Stadtplan

Die kostenlose Broschüre "Wegweiser für Zugewanderte" mit dem zusätzlichen Stadt- und Busplan erhalten Sie im Rathaus, bei allen öffentlichen Ämtern, Ortsverwaltungen, Schulen, Kitas und Einrichtungen der Fachöffentlichkeit. Die deutsche Checkliste am Anfang der Broschüre und auf dem externen Stadtplan ist auch in  Arabisch, Englisch, Französisch, Rumänisch, Russisch und Türkisch erhältlich. Eine englische Übersetzung des gesamten Wegweisers ist für die Online-Ausgabe in Vorbereitung.

Entwicklung der Broschüre

Die Integrationsbeauftragten bedanken sich bei den engagierten Input-Gebern aus der Praxis, bei der Agentur Schäfer & Bonk für die ansprechende Umsetzung und beim stellvertretenden Bereichsleiter Stadtentwicklung Joachim Kramer für die Unterstützung.

Broschüre mit Übersetzungen

Bericht der Wormser Zeitung

städtische Pressemeldung

 
 

Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten 5. Arbeitstreffen der LAG am 02. Juli 2015 in Kaiserslautern

 

Diesmal fand das Arbeitstreffen der Integrationsbeauftragten in der Kreisverwaltung Kaiserslautern statt. Landrat Paul Junker begrüßte die Teilnehmenden und gab einen Überblick über die regionale Migrationspolitik und den Standort Kaiserslautern. Erneut nutzte ein Großteil der kommunalen Integrationsbeauftragten das Arbeitstreffen zum kollegialen Austausch und genoss die Gastfreundschaft des Landkreises. Den Gästen wurde der neue mehrsprachige Integrationskompass des Landkreises und der Imagefilm für NeubürgerInnen vorgestellt.

Runde Tische zur Sprachförderung seitens des Landes angeregt

Ein wichtiger Tagesordnungspunkt war der Austausch über die Erfahrungen mit der Sprachförderung seitens der ADD. Das Landesbildungsministerium hatte die Bildung runder Tische unter der Federführung der ADD zwar angeregt, musste sich aber nun von der Basis, den kommunalen Integrationsbeauftragten und einigen beteiligten Schulen den Vorwurf der mangelnden Transparenz und unterschiedlichen Gewichtung gefallen lassen. Viele kommunale KollegInnen waren mit dem heterogenen Engagement der ADD nicht zufrieden und haben Nachbesserungen angemahnt. 

Das Thema Asyl überlagert die eigentlichen Aufgaben der Integrationsbeauftragten

Viele Integrationsbeauftragte fühlen sich von der Dominanz der Asylthematik überfordert. Den Wenigsten bleibt noch Zeit, sich um die regulären Migrationsaufgaben zu kümmern. Zuständigkeiten und Aufgaben werden ohne klare Definition vermischt. Abhelfen könnte deshalb ein einheitliches Gesetz zur Einwanderung. Schließlich mahnt die Mehrheit der Beteiligten des Treffens eine bessere Vernetzung, die Vermeidung von Doppelstrukturen und die Nutzung von Synergieeffekten, vor allem auch im Hinblick auf die steigende Zahl der regulären Zuwanderung aus Osteuropa an.

LAG-Sprecherin Sabine Müller (Mitte) und Landrat Paul Junker
LAG-Sprecherin Sabine Müller (Mitte) und Landrat Paul Junker
Ein Teil der kommunalen Integrationsbeauftragten mit Georg Rieth (Städtetag), v.l.n.r.: S.Spytalimakis, S.Müller, I.Uzun, E.Schwahn, G.Rieth, S.Pütter, D.Gillebeert, K.Kopkow-Miller, C.Mehlkopf, E.Gransche, L.Valencia, A.v.Bose, Dr.M.Kremer, H.Jalonen, A.Osterdyk
Ein Teil der kommunalen Integrationsbeauftragten mit Georg Rieth (Städtetag), v.l.n.r.: S.Spytalimakis, S.Müller, I.Uzun, E.Schwahn, G.Rieth, S.Pütter, D.Gillebeert, K.Kopkow-Miller, C.Mehlkopf, E.Gransche, L.Valencia, A.v.Bose, Dr.M.Kremer, H.Jalonen, A.Osterdyk
 
 

Stadtrats- und Beiratsmitglieder bei Einbürgerungsveranstaltung

 
Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche und Sabine Müller und Oberbürgermeister Michael Kissel
Ministerpräsidentin Malu Dreyer, Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche und Sabine Müller und Oberbürgermeister Michael Kissel

Auf Anregung der städtischen Integrationsbeauftragten fand am 16. Juni 2015 anlässlich des zehnjährigen Jubiläums des Zuwanderungsgesetzes die vierteljährliche Einbürgerungsveranstaltung diesmal im Beisein von Mitgliedern des Stadtrats und des Beirats für Migration und Integration statt.

Besuch der Rheinland-Pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer

Zu dieser außergewöhnlichen Einbürgerungsfeier hatte Oberbürgermeister Michael Kissel auch die Ministerpräsidentin eingeladen, die sich gerne mit einem Grußwort an die Teilnehmenden wandte, jedem einzelnen Neubürger persönlich gratulierte, das Grundgesetz überreichte und für Fotoaufnahmen zur Verfügung stand.

 
 

Landesintegrationsbeauftragter in Worms Zweiter Besuch von Miguel Vicente

 

Bereits zum zweiten Mal hat der Beauftragte der Landesregierung für Migration und Integration Miguel Vicente, diesmal im Rahmen seiner Tour der Regionen am 10. Juni 2015 die Stadt Worms besucht. Die Integrationsbeauftragten hatten wieder den Besuch koordiniert und einen Programmablauf organisiert, der sowohl einen Einblick in die Routine der Asyl- und Integrationsarbeit, als auch eine Teilnahme an der interreligiösen Kunstaktion „Engel der Kulturen“ ermöglichte.


Bürgerbeteiligung beim Thema Asyl

Der Beigeordnete Waldemar Herder informierte über die verschiedenen Aktivitäten der Stadt, Bürgerbeteiligung und Fachöffentlichkeit beim Thema Asyl mit einzubinden und mehr Transparenz im politischen und verwaltungstechnischen Entscheidungsprozess zu gewährleisten. Die vorgestellten Kommunikationsforen wertete Vicente als ein wichtiger Schritt zur Akzeptanz der Flüchtlingsarbeit durch die Bevölkerung.

Integrationsspezifische Arbeit von Volkshochschule und Jobcenter

Außerdem konnte sich der Landesintegrationsbeauftragte in der  VHS über das familienorientierte Sprachkonzept und das Ausbildungsprojekt für ehrenamtliche Sprachlernhelfer, sowie über das Angebot des Jobcenters für Arbeitssuchende mit Migrationshintergrund informieren. 

Lesen Sie dazu die   Pressemeldung   des Integrationsministeriums 

Ahmet Cengelköy, Waldemar Herder, Sabine Müller, Elisabeth Gransche, Miguel Vicente (v.l.)
Ahmet Cengelköy, Waldemar Herder, Sabine Müller, Elisabeth Gransche, Miguel Vicente (v.l.)
 
 

3. Deutscher Diversity-Tag am 9. Juni 2015 in Worms Schmiedeworkshop auf dem Wormser Marktplatz

 
Schmied Joachim Harbut, Leiterin der Spiel- und Lernstube Ingrid Wuttke (Mitte) und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche
Schmied Joachim Harbut, Leiterin der Spiel- und Lernstube Ingrid Wuttke (Mitte) und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche
Einige der Kinder präsentieren stolz ihre selbst geschaffenen Zauberstäbe
Einige der Kinder präsentieren stolz ihre selbst geschaffenen Zauberstäbe

Bereits zum dritten Mal beteiligten sich die städtischen Integrationsbeauftragten am Deutschen Diversity-Tag mit einer Aktion zur Vielfalt. Dieses Mal fand in Zusammenarbeit mit der Spiel- und Lernstube an der Ernst-Ludwig-Schule und dem Schmiede-Pädagogen Joachim Harbut ein Schmiedeworkshop auf dem Wormser Marktplatz statt.

Kinder erfahren in ihrem Alltagsumfeld oft viel Machtlosigkeit und Rahmenbedingungen, die ihre Mitwirkungsmöglichkeiten einschränken. Anders beim Schmiedeworkshop, dort machten rund 20 Kinder unter der pädagogischen Anleitung von Joachim Harbut die Erfahrung, dass Wille, Kraft und Know-How selbst härtestes Material formen können. Das „Eisen schmieden solange es heiß ist“ unterstreicht als Metapher die Einsatzbereitschaft, das zeitnahe Annehmen einer Herausforderung und die eigene Tatkraft. 

Zauberstäbe der Vielfalt

Der Workshop war ein Beitrag zur gesellschaftlichen Integration der Grundschulkinder mit sozialem Brennpunkt- und Migrationskontext, indem ihnen durch das Schmieden selbst entworfener Zauberstäbe ein Möglichkeitsraum eröffnet wurde, sich non-verbal einzubringen und ein Selbstvertrauen stiftendes Erfolgserlebnis zu haben.

Beachten Sie dazu auch den Bericht der   Wormser Zeitung   und den   Flyer von Joachim Harbut .

 
 

Integration durch gesellschaftliche Teilhabe

 

Sportvereine als informelle Integrationshelfer

Das Wormser Integrationskonzept beschreibt mit den drei Säulen, Integration durch Partizipation, durch Bildung und durch Arbeit den Aufgabenbereich der beiden Integrationsbeauftragten.

Im Mittelpunkt ihrer aktuellen Arbeit steht dieses Jahr das Thema Integration durch gesellschaftliche Teilhabe. Als gesellschaftlicher Stabilisierungsfaktor haben Sportvereine neben Familie, Freundeskreis und Schule eine Schlüsselfunktion in der Sozialisation von Kindern und Jugendlichen. Sie motivieren zu Leistungsbereitschaft, Ehrgeiz und Ausdauer, vermitteln Sozialverhalten, den Umgang mit wettbewerbsorientierten Herausforderungen und den Spracherwerb in der Gemeinschaft. 

Bildungswoche Worms 2015

Aus Anlass der Wormser Bildungswoche im April 2015 haben die Integrationsbeauftragten ihren geplanten Austausch mit Wormser Sportvereinen zeitlich vorgezogen und thematisch die Wechselwirkung von sportlichen Aktivitäten und Schulerfolg in ihren Fragenkanon mit aufgenommen. Befragt wurden exemplarisch acht Wormser Sportvereine, die sich durch besondere Aktivitäten in der Jugendarbeit auszeichnen. Als Ergebnis zum Thema Bildung, dem Einfluss des Vereinssports auf Schulerfolg und Kompetenzerwerb wurden Thesen formuliert, die im Rahmen der Bildungswoche veröffentlicht wurden.
Weitere Ergebnisse der Befragung werden demnächst in einer Handreichung zusammengefasst. 

Hier finden Sie die   Pressemeldung  und eine weitere   Information

Elisabeth Gransche bei der Präsentation der Thesen anlässlich der Wormser Bildungswoche (am 18.4.15 in der Kaiserpassage)
Elisabeth Gransche bei der Präsentation der Thesen anlässlich der Wormser Bildungswoche (am 18.4.15 in der Kaiserpassage)
 
 

Interkulturelle Erkundungen – eine bunte Reise durch Worms

 
Integrationsbeauftragte Sabine Müller und Kaukab Islam-ud-Din
Integrationsbeauftragte Sabine Müller und Kaukab Islam-ud-Din

Erzieherin mit pakistanischen Wurzeln

Zum Abschluss ihres interkulturellen Projekts erkundete die angehende Erzieherin Kaukab Islam-ud-Din mit den Hortkindern des Kindertreffs 93 die interkulturelle Vielfalt von Worms. Mit Unterstützung der städtischen Migrations- und Integrationsbeauftragten Sabine Müller und Elisabeth Gransche unternahmen sie eine bunte Reise mit dem „Wormser Nibelungenbähnchen“. Nach Zwischenstopps in einem türkischen und russischen Lebensmittelgeschäft besuchte die bunte Reisegruppe das Raschi-Haus, den Wormser Dom und die Ahmadiyya Muslim Jamat Gemeinde, der Frau Islam-ud-Din aufgrund ihrer pakistanischen Eltern angehört. „Ich selbst bin in zwei Kulturen aufgewachsen und weiß, wie wichtig es ist, anderen Kulturen verständnisvoll gegenüberzustehen. Dies wollte ich durch das Projekt auch den Kindern nahe bringen“, kommentiert Frau Islam-ud-Din die Initiative im Rahmen ihres Berufspraktikums.

Lesen Sie dazu auch die   Pressemitteilung der Stadt   und den Bericht der   Wormser Zeitung

 
 

Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten

 

4. Arbeitstreffen der LAG am 12. März 2015 im Ludwigshafener Rathaus

Sabine Müller hatte als Sprecherin der LAG die Tagesordnungspunkte und die entsprechenden ReferentInnen analog der Wünsche der kommunalen KollegInnen mit organisatorischer Unterstützung von Hannele Jalonen (Migrations- und Integrationsbeauftragte der Stadt Ludwigshafen) zusammengestellt. Das Treffen fand in gewohnt gastfreundschaftlicher Atmosphäre statt und die Veranstalterinnen konnten sich über einen großen Zuspruch freuen.

Bericht des Landesintegrationsbeauftragten zur Asylpolitik des Landes

Einer der Referenten war der Landesintegrationsbeauftragte Miguel Vicente, er stellte die neuen Maßnahmen der Landesregierung zur Asylpolitik vor. Er berichtete über die Ausweitung der Sprachkurse, die interministerielle Koordination auf Staatssekretärsebene (Task Force), die geplante Konferenz mit den kommunalen Spitzenverbänden, NGOs und Gewerkschaften und verwies auf den FAQ-Katalog auf der Seite des Ministeriums im Internet, zu dem Rückmeldungen erwünscht sind.

Projekt „Early Intervention“ zur Arbeitsmarktintegration von Asylbewerbern

Eine weitere Referentin war Frau Mihaela Prorocu von der Agentur für Arbeit Ludwigshafen. Sie berichtete über das neue Projekt zur Arbeitsmarktintegration der Asylbewerber „Early Intervention“ und „Jeder Mensch hat Potenzial“. Interessierte können sich über die Power-Point Präsentation detailliert informieren. 

Rückblick auf die Wahlen zum Beirat für Migration und Integration

Die kommunalen Integrationsbeauftragten berichteten über die Beiratswahlen, bedauerten die geringe Wahlbeteiligung und tauschten sich über strukturelle Probleme aus. Auf Anregung von Georg Rieth, dem Geschäftsführer des Städtetags Rheinland-Pfalz, wurden zur Steigerung der Mitwirkungsmotivation der wahlberechtigten MigrantInnen unterschiedliche Modelle der kommunalpolitischen Teilhabemöglichkeiten diskutiert, die zukünftig Berücksichtigung finden könnten.

LAG-Sprecherin Sabine Müller und Hannele Jalonen (Integrationsbeauftragte Ludwigshafen)
LAG-Sprecherin Sabine Müller und Hannele Jalonen (Integrationsbeauftragte Ludwigshafen)
 
 

Qualifizierte Betreuungskräfte mit Migrationshintergrund

Kursteilnehmende mit Dozentin Luise Belger in der Mitte, Integrationsbeauftragte Sabine Müller (3.v.r.) und Leiterin Sozialpflegerische Ausbildung Malteser Worms Jutta Fries (r. hinten)
Kursteilnehmende mit Dozentin Luise Belger in der Mitte, Integrationsbeauftragte Sabine Müller (3.v.r.) und Leiterin Sozialpflegerische Ausbildung Malteser Worms Jutta Fries (r. hinten)

Ausbildung zum Betreuungsassistenten nach §87b III SGB XI

Auch im Pflegebereich ist der interkulturelle Austausch, die Beschäftigung von Zugewanderten vor dem Hintergrund zunehmender Pflegebedürftigkeit auch von Menschen mit Migrationshintergrund eine demografische Herausforderung.
Seit Januar 2015 bietet in Worms der Malteser Hilfsdienst mit Unterstützung der Integrationsbeauftragten eine Ausbildung zum Betreuungsassistenten auch für Personen mit Migrationshintergrund an. Der Kurs ist mit 206 Unterrichtsstunden und einer Praxiseinheit von 80 Stunden so organisiert, dass parallel dazu der Besuch des Kurses „Deutsch für Pflegekräfte“ bei der Volkshochschule Worms möglich ist. Die Integrationsbeauftragten versprechen sich mit diesem Vorhaben einen Einstieg für Zugewanderte in Pflegeberufe, die nicht nur ausbaufähig sind, sondern den Teilnehmenden auch eine sichere berufliche Perspektive bieten und dem Fachkräftemangel in der Branche entgegenwirken.

Aufgrund der großen Nachfrage ist ein Folgekurs im Spätsommer dieses Jahres vorgesehen. Informationen und Kontaktdaten entnehmen Sie bitte der entsprechenden Pressemitteilung

Finanzielle Unterstützungen sind im Einzelfall möglich.

 
 

Sachspende für Asylbewerber Unterstützung von zugewanderten Familien

Die Integrationsbeauftragten unterstützen regelmäßig Einrichtungen, die sich um die Integration von Kindern aus zugewanderten Familien kümmern. Meistens sind dies Sachspenden, die der Sprachförderung der Kinder und ihren Familien zugutekommen. Die Palette reicht von pädagogisch wertvollem Lehrmaterial für die Sprachförderkräfte, über zweisprachige Bücher für die städtische Kinderbücherei bis aktuell zu Bastel- und Schulmaterialien für Flüchtlingskinder.

Integrationsbeauftragte erhalten Wunschliste

Die Kinder in der Asylbewerberunterkunft brauchen vor allem Verbrauchsmaterial wie Schulutensilien und Bastelsachen, um im kommunikativen Austausch den Spracherwerb zu fördern und die Langeweile vor allem in den Wintermonaten kreativ aufzufangen. Auf Initiative der Integrationsbeauftragten konnte das traditionsreiche Wormser Unternehmen Büro-Betz für eine Sachspende gewonnen werden, die von den Integrationsbeauftragten zusammen mit dem Beigeordneten Waldemar Herder und dem ASB-Vertreter Dirk Beyer Ende Januar 2015 entgegen genommen wurde.

Vorbild für weitere Sachspendenbereitschaft

Die Integrationsbeauftragten erhoffen sich mit dieser Aktion eine Signalwirkung und freuen sich, wenn die Wormser Unternehmen bei ihrer Spendenbereitschaft die Gruppe der Asylbewerber mit einbeziehen.

Hier finden Sie die   Pressemeldung  der Stadt.

Spendenübergabe bei Büro-Betz mit dem Beigeordneten W.Herder (Mitte), den Geschäftsinhabern W. und F. Betz (2. u. 5.v.l.), dem ASB-Vertreter D.Beyer (li.) und den Integrationsbeauftragten S.Müller und E.Gransche (r.)
Spendenübergabe bei Büro-Betz mit dem Beigeordneten W.Herder (Mitte), den Geschäftsinhabern W. und F. Betz (2. u. 5.v.l.), dem ASB-Vertreter D.Beyer (li.) und den Integrationsbeauftragten S.Müller und E.Gransche (r.)
 
 

Projekt Elternlotsen Mütter als interkulturelle Vermittler im Schulalltag

Stadtführung mit Frau Schreiber-Wolsiffer (li.), Herrn Niederauer und den Elternlotsinnen
Stadtführung mit Frau Schreiber-Wolsiffer (li.), Herrn Niederauer und den Elternlotsinnen
Zertifikatsübergabe mit OB, Projektleiter O.Niederauer und C.Heimlich vom WSB (h.r.)
Zertifikatsübergabe mit OB, Projektleiter O.Niederauer und C.Heimlich vom WSB (h.r.)

Bereits zum zweiten Mal wurde das Projekt „Elternlotsen“ vom Wormser Sozial- und Bürgernetzwerk (WSB) mit Landesmitteln und der Unterstützung der Wormser Integrationsbeauftragten erfolgreich durchgeführt. In den Räumen der Ehrenamtsbörse wurden erneut fünf Mütter mit türkischer Abstammung durch Herrn Otfried Niederauer zu Ansprechpartnerinnen in Sachen Schule ausgebildet.

Als Dankeschön für ihre Teilnahme am Projekt und als Anreiz für ihr zukünftiges interkulturelles Engagement, spendierten die Integrationsbeauftragten den Elternlotsinnen zum Abschluss eine Stadtführung mit Frau Schreiber-Wolsiffer.

 

Hier finden Sie die   Pressemeldung  der Stadt.

 
 

Landesfachtagung Sprache in der Migrationsgesellschaft

Unterstützung durch die Stadt Worms

Der umfangreiche Maßnahmenkatalog der Landesregierung zur Förderung des Spracherwerbs von Zugewanderten erhielt durch die steigende Zahl der Asylbewerber eine neue fast unüberschaubare Dimension. Aufklärung über Zuständigkeiten und Fördertöpfe sollte die Fachtagung zur Sprachförderung in der Migrationsgesellschaft am 19.01.2015 in Worms bringen.

Zielgruppe Sprachförderkräfte

Die Wormser Integrationsbeauftragte Sabine Müller konnte in ihrer Funktion als Sprecherin der Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten und im Hinblick auf die Brisanz der Thematik die Fachtagung der beiden Mainzer Ministerien nach Worms holen und damit einem größeren Fachkräftekreis in Worms einen einfachen Zugang garantieren. Zielgruppe waren die Sprachförderkräfte im Grundschul- und Kita-Bereich, die in Fachforen über den alltagsintegrierten Ansatz der Sprachvermittlung durch gute Beispiele didaktisch informiert wurden.

Gesprächsrunde und Fachvortrag

Ministerin Irene Alt (MIFKJF) und Staatssekretär Hans Beckmann (MBWWK) gaben, moderiert vom Landesintegrationsbeauftragten Miguel Vicente, einen Überblick über die Sprachförderungspolitik der Landesregierung. Prof. Dr. Gisela Kammermeyer von der Universität Landau ergänzte in ihrem Fachvortrag die Politik kompatiblen Handlungsempfehlungen der Experten.

Hier finden Sie die   Vortragsfolien   von Frau Prof. Dr. Kammermeyer  und die   Pressemeldung   der Landesregierung

Oberbürgermeister Michael Kissel begrüßt die Teilnehmenden der Fachtagung in Worms
Oberbürgermeister Michael Kissel begrüßt die Teilnehmenden der Fachtagung in Worms
 

2013 und 2014

 

Vortrag von Dr. Burak Çopur, Integrationsforscher an der Uni Duisburg-Essen

v.l. Serdar Uzatmaz, Elisabeth Gransche, Dr.Burak Copur, Oberbürgermeister Michael Kissel, Sabine Müller
v.l. Serdar Uzatmaz, Elisabeth Gransche, Dr.Burak Copur, Oberbürgermeister Michael Kissel, Sabine Müller
Grußworte des Oberbürgermeisters zum Vortrag von Dr. Burak Copur zur Willkommenskultur
Grußworte des Oberbürgermeisters zum Vortrag von Dr. Burak Copur zur Willkommenskultur

"Etablierung einer Willkommenskultur und Regeln für ein gemeinsames Miteinander in der Stadt Worms"  Aufforderung zum gemeinsamen Miteinander

Im Vorfeld der Wahl des neuen Beirats für Migration und Integration war es den Wormser Integrationsbeauftragten wichtig, ihren konzeptionellen Schwerpunkt "Integration durch Partizipation" mit einem wissenschaftlichen Vortrag hervorzuheben und die Wormser Wahlberechtigten mit ausländischen Wurzeln zur politischen Teilhabe aufzufordern. Mit dem türkisch stämmigen Politikwissenschaftler Dr. Burak Çopur wollten die Integrationsbeauftragten vor allem die stärkste Gruppe der Wormser Migranten erreichen und für mehr Partizipation gewinnen.

Viele türkische Migranten im Publikum

Wie erhofft, konnte der trotz vieler Parallelveranstaltungen gut besuchte Vortrag vor allem auch türkische Migranten mobilisieren. Die Integrationsbeauftragten bedauern das bis dahin geringe Interesse der türkischen Community an Netzwerkveranstaltungen, die dem gegenseitigen Austausch und Miteinander dienten. Sie freuen sich, wenn mit dieser Veranstaltung vielleicht ein Neuanfang, auch im Hinblick auf die Nutzung des Beirats für Migration und Integration zur Artikulierung von Bedarfen, gemacht wird. Der Beirat für Migration und Integration ist als Interessensvertretung der Migranten die eigentliche Plattform für die politische Teilhabe. Er bietet die Möglichkeit, Wünsche zu formulieren und an die kommunale Integrationspolitik heranzutragen.

Willkommenskultur in Worms

Der Politologe Dr. Burak Çopur blickt neben seinen wissenschaftlichen Schwerpunkten zur deutschen Türkeipolitik auch auf zehn Jahre ehrenamtliche Praxis im Essener Stadtrat zurück, wo er Initiator des ersten Welcome Centers in NRW war. Vor diesem Hintergrund kennt er sich mit notwendigen kommunalpolitischen Schritten in Richtung Willkommenskultur aus und bescheinigt der Stadt Worms diesbezüglich bereits gut aufgestellt zu sein. Dennoch sei es ein langer Weg von der Willkommenskultur zur Anerkennungskultur und Chancengleichheit.

siehe auch die Pressemitteilung der Stadt, weitere  Stadtnachrichten  und den Artikel der Wormser Zeitung

 
 

Deutsch-Türkisches Kindertreffen in der Jugendbücherei

Integrationsbeauftragte unterstützen Jugendbücherei 

Das Basteln von Laternen und der Martinsumzug ist in vielen Kindertagesstätten zu dieser Jahreszeit ein Thema. Dass Sankt Martin auch ein Symbol für das Teilen ist, wissen meist nur wenige. Deshalb nahmen Dagmar Jäger-Weinbach von der Jugendbücherei und die Integrationsbeauftragte Sabine Müller dies zum Anlass, das neue Erzähltheater (Kamishibai) der Jugendbücherei mit der Geschichte von Emma und Paul, die am Martinstag ihren Weckmann teilen, den Kindern vorzustellen.

Miteinander feiern – Miteinander teilen

Für die Darstellung der Geschichte anhand der Erzähltheatertafeln konnten Margarete Naegele und Habibe Yamaner gewonnen werden, die abwechselnd in deutsch und türkisch die Bildfolge vortrugen und mit den Kindern liebevoll interagierten. Das Thema Teilen wurde anhand der Geschichte angesprochen und aktiv im Kreis der etwa 50 Kinder mit dem Teilen von Äpfeln und Weckmännern, sowie mittels einer großen Malaktion umgesetzt.

Viel Zuspruch von türkischer Seite

Um den interkulturellen Dialog zu fördern und sich über jahreszeitliches Brauchtum auszutauschen, wurden zu dieser Veranstaltung deutsche und türkische Kinder mit ihren Eltern eingeladen. Die Integrationsbeauftragten freuen sich über den großen Zuspruch vor allem vom Kindergarten Ludwigstraße deren neue Leiterin Friederike Unger es hervorragend versteht, auch die Mütter der Migrantenkinder mit ins Boot zunehmen. Alles in allem war es ein schöner interkultureller Nachmittag in der herbstlich geschmückten Jugendbücherei

die Verantwortlichen der Veranstaltung in der Jugendbücherei v.l. Margarete Naegele, Habibe Yamaner, Elisabeth Gransche, Dagmar Jäger-Weinbach
die Verantwortlichen der Veranstaltung in der Jugendbücherei v.l. Margarete Naegele, Habibe Yamaner, Elisabeth Gransche, Dagmar Jäger-Weinbach
 
 

Neuwahl des Beirats für Migration und Integration am 23. Nov. 2014

Kandidaten für den Beirat für Migration und Integration mit Oberbürgermeister Michael Kissel (Mitte), dem amtierenden Beiratsvorsitzenden Serdar Uzatmaz und der Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche (rechts)
Kandidaten für den Beirat für Migration und Integration mit Oberbürgermeister Michael Kissel (Mitte), dem amtierenden Beiratsvorsitzenden Serdar Uzatmaz und der Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche (rechts)

Kandidatenvielfalt in Worms

„Worms ist bunt“ und „Vielfalt hat eine lange Tradition in Worms“ betont Oberbürgermeister Kissel immer wieder mit Bezug auf die Völkermühle am Rhein. Diesmal ist der neu zu wählende Beirat für Migration und Integration auf bestem Weg ein Spiegel dieser Vielfalt zu werden. Die Kandidaten und Kandidatinnen, die sich zur Wahl stellen, repräsentieren ein breites Spektrum im Hinblick auf Herkunft, berufliche Qualifikation, Alter und Geschlecht. Auch der Erfahrungskontext ist vielfältig. Es sind sowohl „alte Hasen“ dabei, die die Beiratsarbeit kennen, als auch Leute, die im Beirat erste Erfahrungen mit politischem Bürgerengagement machen möchten. 
Die Integrationsbeauftragten begrüßen das Engagement der bunt gemischten Kandidaten und Kandidatinnen und wünschen sich innovative Impulse im Austausch mit dem neuen Beirat.

vgl. auch die städtische Pressemeldung und die

Liste der Kandidaten und Kandidatinnen    das Plakat  /   Plakat 2

 
 

Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten

3. Arbeitstreffen der LAG am 16. Oktober 2014 im Mainzer Rathaus

Die LAG der rheinland-pfälzischen Migrations- und Integrationsbeauftragten wurde im Dezember 2012 auf Initiative von Sabine Müller und Elisabeth Gransche in Worms gegründet. Sabine Müller leitete als Sprecherin der LAG das aktuelle Arbeitstreffen in Mainz. Da es im vergangenen Jahr eine große Fluktuation unter den vorwiegend kommunalen Integrationsbeauftragten gab und viele Kommunen neu dazu kamen, nutzte Sabine Müller das Treffen, um zusammen mit Georg Rieth, dem Geschäftsführer des rheinland-pfälzischen Städtetags, nochmals die Verankerung der LAG unter dem Dach der kommunalen Spitzenverbände zu erläutern. Die LAG versteht sich als Sprachrohr der Integrationsbeauftragten gegenüber dem Land, sie vertritt die integrationspolitischen Interessen der kommunalen Selbstverwaltung und definiert sich als neutrales Bindeglied zwischen Land und Kommunen.

Fachtagung zum Thema Sprache am 19. Januar 2015 in Worms

Im Rahmen ihrer leitenden Funktion als LAG-Sprecherin konnte Sabine Müller Verantwortliche der Landesregierung für eine Fachtagung in Worms gewinnen. Die beiden Ministerinnen Irene Alt (Integration) und Doris Ahnen (Bildung) werden sich mit der landesweiten Fachöffentlichkeit über das Thema „Spracherwerb in Kita und Schule“ austauschen. Einladung und Programm der Veranstaltung werden Anfang Dezember verschickt und dann als Link diesem Beitrag angefügt.

AGARP informiert über Beiratswahlen

Als Gäste der LAG informierten Nurhayat Canpolat und Carlos Wittmer von der Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte (AGARP - www.agarp.de) die Teilnehmenden des Arbeitstreffens über die anstehenden Neuwahlen der Beiräte für Migration und Integration. Die Beiräte sind als Interessenvertretung der Menschen mit Migrationshintergrund ein wichtiger Kooperationspartner der kommunalen Integrationsbeauftragten. Sie sind in Gemeinden mit mehr als 1000 und in Landkreisen mit mehr als 5000 Migranten und Migrantinnen als politisches Gremium vorgeschrieben. 

Integration & Meldewesen: Vorteile durch genaue Kenntnis der Zielgruppe

Ein weiterer Programmpunkt des LAG-Treffens war die Vorstellung des Angebots der Firma DEMOGRAPHIE KOMMUNAL GbR (www.demographie-kommunal.de) durch Markus Schöfer, der über die Auswertung von Daten im kommunalen Meldewesen einen statistisch exakten Überblick und wertvolle Details für die Sozialraumanalyse liefern kann. Eine Hilfe für die kommunale Integrations- und Sozialpolitik, von der die Stadt Worms bereits profitieren konnte.

v.l.n.r. Nurhayat Canpolat (Geschäftsführerin AGARP) im Gespräch mit Sabine Müller (Sprecherin der LAG Integration)
v.l.n.r. Nurhayat Canpolat (Geschäftsführerin AGARP) im Gespräch mit Sabine Müller (Sprecherin der LAG Integration)
 
 

Integration durch berufliche Weiterbildung und gelungene Berufswahl

Teilhabe an Versorgung im Bereich Gesundheit und Alter

Aufgrund der demografischen Entwicklung mit immer mehr älteren Menschen aller Nationalitäten ist es dringend erforderlich, in Pflege- und Gesundheitseinrichtungen zur Deckung des Fachkräftebedarfes auch gut ausgebildetes Fachpersonal mit Migrationshintergrund zu beschäftigen.

Zwar arbeiten bereits heute viele Migrantinnen und Migranten in der Pflege, oft jedoch ohne ausreichende Qualifikation für eine Berufsanerkennung und ohne genügend deutsche Sprachkenntnisse für eine Weiterqualifizierung. 
Um einen Beitrag zur Verbesserung der Arbeitsmarktchancen dieser ausländischen Pflegekräfte zu leisten, boten die Beauftragten für Migration und Integration im August 2013 eine Fachveranstaltung zur Anerkennung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen an. Außerdem initiierten sie zusammen mit Katja Meyer-Höra von der Wormser  VHS  und dem städtischen Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich, im Herbst 2013 ein Weiterbildungsangebot „Berufsbezogenes Deutsch für Pflegepersonal mit Migrationshintergrund“. Dieser Kurs, aus Mitteln der Beauftragten für Migration und Integration gefördert und von der VHS durchgeführt, fand ein Jahr lang einmal wöchentlich statt. 

Berufsbezogenes Deutsch für Pflegepersonal mit Migrationshintergrund

Nach einer Informationsveranstaltung für alle ortsansässigen Pflegeeinrichtungen Anfang Oktober 2013 konnte der Kurs aufgrund des großen Interesses gleich beginnen. Es musste sogar eine Warteliste eingerichtet werden, da die angestrebten Anmeldezahlen weit überschritten wurden. Viele Unternehmen der Pflegebranche reagierten begeistert auf das Angebot und meldeten zu dieser Fortbildung auch Mitarbeitende an, die zum Teil schon seit Jahren in Deutschland lebten und arbeiteten, aber immer noch nicht über ausreichende berufsbezogene Sprachkenntnisse verfügten.
Die Erwartungen der Pflegebetriebe, dass insbesondere die berufsbezogenen Deutschkenntnisse zur schriftlichen Dokumentationen der ärztlichen Diagnosen und das Führen von Fachgesprächen mit Ärzten und Kollegen verbessert werden sollten, flossen in Absprache mit der Dozentin in den Unterricht ein. Inhalte des Kurses waren deshalb neben der allgemeinen Verbesserung der Sprachkenntnisse, die Erhöhung der schriftlichen und mündlichen berufsbezogenen Kommunikationsfähigkeit sowie die Einübung der für die Pflege erforderlichen Dokumentationspflicht. 

Erfolgreicher Abschluss mit Zertifikatsübergabe

Die Teilnehmerinnen waren von den Lehrinhalten des Kurses so angetan, dass sie nach dem offiziellen Ende des Kurses noch freiwillig weitere Unterrichtsstunden belegten und die Prüfung „Deutsch-Pflege“ nach den Normen des TELC (= The European Language Certificate) absolvierten, um die erworbenen Kenntnisse nachweisen und beruflich verwenden zu können. 
Der Sozial- und Bildungsdezernent, Beigeordneter Waldemar Herder würdigte bei der Zertifikatsübergabe die außerordentliche Leistung der Teilnehmerinnen und zeigte sich beeindruckt von Engagement und Ausdauer parallel zum beruflichen Alltag diesen Kurs erfolgreich abgeschlossen zu haben. Auch die Inhaber der Pflegeeinrichtungen bestätigten, dass die Teilnehmerinnen nun nicht nur beruflich, sondern auch mit den Pflegebedürftigen besser kommunizieren könnten. Einen großen Anteil am Gelingen des Kurses hatte auch die Lehrerin, Malgorzata Giesecke, die den Kursinhalt in Absprache mit den Pflegeeinrichtungen eng an den Betriebsablauf konzipierte. 
Um dieses neue Angebot „Berufsbezogenes Deutsch für Pflegepersonal mit Migrationshintergrund“ weiter bekannt zu machen, wurde es mehrfach einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, unter anderem bei der Fachtagung „Ausbildung sichern- Potenziale von Menschen mit Migtationshintergrund nutzen“ im Mai 2014 und bei der Infomesse „Vielfalt für den Arbeitsmarkt“ anlässlich des zweiten Deutschen Diversity-Tages im Juni 2014. 

Sprachliche Grundlagen für Weiterqualifizierung in der Pflege gelegt

Dem Landesintegrationsbeauftragten Miguel Vicente wurde der Kursinhalt im Rahmen seiner Frühjahrstour im April 2014 als gutes Beispiel aus Worms vorgestellt. Er gegrüßte dieses neue Angebot zur Sicherung des Fachkräftebedarfes und der Weiterqualifikation der Pflegekräfte und betonte, dass mit der Verbesserung der beruflichen Sprachkompetenz die Chance für eine berufliche Weiterqualifikation der Pflegekräfte erhöht und eine langfristige Integration in den Arbeitsmarkt erleichtert wurde. 
Aufgrund ihrer berufsbezogenen Deutschkenntnisse können die Kursteilnehmerinnen, vermutlich mit einer Förderung durch die Arbeitagentur, die einjährige Ausbildung zur Pflegehelferin beginnen und damit ein weiteres Modul zur qualifizierten Pflegekraft absolvieren. Die Arbeitsagentur ist seit der Informationsveranstaltung im Herbst 2013 in den Entwicklungsprozess eingebunden und prüft entsprechende Maßnahmen.
Aufgrund der großen Resonanz konnte mittlerweile ein zweiter Kurs starten. 
Weitere Interessenten können sich direkt bei der VHS Worms anmelden. 

Lesen Sie dazu auch die   Pressemeldung   der   Wormser Zeitung  und des   Wormser Wochenblatts

 

Gesundheitswesen stärken durch Vielfalt der Fachkräfte – „GeVi“

v.l.n.r. Angelo Giacomucci (INBI), Nevin Urunc (Arbeit & Leben), Sabine Müller (Integrationsbeauftragte), Fabian Lindner (INBI)
v.l.n.r. Angelo Giacomucci (INBI), Nevin Urunc (Arbeit & Leben), Sabine Müller (Integrationsbeauftragte), Fabian Lindner (INBI)

Informationsveranstaltung in Worms

Im Juli 2014 fand in Worms eine Informationsveranstaltung zum Projekt „GeVi - Gesundheitswesen stärken durch Vielfalt der Fachkräfte“, die von der Wormser Integrationsbeauftragten Sabine Müller zusammen mit INBI (Institut zur Förderung von Bildung und Integration Mainz) und Arbeit & Leben gGmbH ausgerichtet wurde.
Zu der Veranstaltung waren Unternehmen aus der Gesundheits- und Pflegebranche eingeladen, die aktuell Fachkräfte aus dem Ausland eingestellt haben oder darüber nachdenken, dies in Zukunft zu tun. Für diese Betriebe gibt es durch das Projekt „GeVi“ nun Unterstützung bei der Eingliederung ausländischer Fachkräfte. 

Unterstützungsangebote durch das Projekt „GeVi“

• Begleitung der Unternehmen und Fachkräfte im Prozess der beruflichen und betrieblichen Integration
• Transparenz über die Rahmenbedingungen im Arbeitskontext für die Fachkräfte herstellen
• Vermittlung von Unterstützungs- und Förderangeboten zur Alltagsorientierung ( z.B.  Sprachkurse) 
• Nach Bedarf Beratung und Unterstützung bei der produktiven Gestaltung der Zusammenarbeit (z.B. Tandembildung, Einarbeitungsleitfäden, Problemlösungsstrategien, Teambildung)

Chance für Wormser Gesundheitsunternehmen

Da das Projekt aus Mitteln der Europäischen Union und des rheinland-pfälzischen Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie gefördert wird, ist das Angebot für die teilnehmenden Unternehmen kostenlos.
Damit ist das Projekt aus Sicht der Integrationsbeauftragten Sabine Müller eine echte Chance für Wormser Gesundheitsunternehmen, im Bereich der Pflege und des Gesundheitswesens Hemmschwellen abzubauen. Denn das deutsche Gesundheitssystem ist aufgrund der demografischen Entwicklung bei Beschäftigten in der Pflege auf Verstärkung durch ausländische Fachkräfte angewiesen. Bis zum Jahr 2025 zeichnet sich im Gesundheits- und Pflegebereich eine weiterhin auseinanderklaffende Lücke zwischen Angebot und Bedarf ab.
Deshalb soll das Projekt „GeVi“ das Dienstleistungsangebot von Unternehmen erweitern und gleichzeitig der Nachfrage zugewanderter Patienten und Pflegekräfte gerecht werden. 

Interessierte Betriebe finden hier die Kontaktdaten und weitere Informationen 

Hier finden Sie eine Pressemeldung der   Wormser Zeitung

 
 

Zweiter Deutscher Diversity-Tag in Worms

 

Vielfalt für den Arbeitsmarkt

Am zweiten Diversity-Tag, dem 03. Juni 2014, fand in Worms eine Infomesse rund um das Thema Migration und Beruf sowie Anerkennung ausländischer Bildungs- und Berufsabschlüsse statt. Das Jobcenter Worms hatte als Unterzeichner der Charta der Vielfalt diese Messe organisiert. Die städtische Integrationsbeauftragte Sabine Müller sprach in diesem Kontext zusammen mit Katja Meyer-Höra über das Wormser Pilotprojekt "Berufsbezogenes Deutsch in der Pflege", das von den Integrationsbeauftragten finanziert und von der Volkshochschule durchgeführt wird.

Veranstaltung zum 2. Dt. Diversity-Tag
Veranstaltung zum 2. Dt. Diversity-Tag
 
 

Fortsetzung der Reihe Integration durch Ausbildung

 

Fortsetzung der Reihe Integration durch Ausbildung Fachtagung in Worms am 15. Mai 2014 

Die Reihe Integration durch Ausbildung geht auf eine Initiative der städtischen Beauftragten für Migration und Integration Sabine Müller und des Beschäftigungsentwicklers Daniel Scheirich zurück. Unter dem Titel „Ausbildung sichern - Potenziale von Menschen mit Migrationshintergrund nutzen“ fand in Zusammenarbeit mit dem Kooperationspartner INBI (Institut zur Förderung von Bildung und Integration) und mit Unterstützung des Ministeriums für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie in RLP die zweite Fachtagung in Worms statt. Hierbei standen Themen wie „Wie mache ich meinen Betrieb fit für die Zukunft?“, Woher bekomme ich Unterstützung und geeignete MitarbeiterInnen?“ und „Wie kann ich mich mit anderen Betrieben vernetzen?“ zur Diskussion.

Eltern als Schullaufbahnbegleiter einbinden

Eltern müssten den Bildungserfolg ihrer Kinder begleiten und an der Vermittlung in Ausbildung beteiligt werden. Die Orientierung an Best Practice Modellen sei erlaubt, so der Bildungs- und Sozialdezernent Waldemar Herder in seinem Grußwort zur Eröffnung der sehr gut besuchten Veranstaltung. Ursula Fuchs vom Arbeitsministerium unterstrich in Vertretung von Doris Bartelmes (MSAGD) in ihren Ausführungen vor allem die Bedeutung der Ausbildungsbereitschaft von Betrieben als Basis der Wettbewerbsfähigkeit und als Instrument der Fachkräftegewinnung.
Auch die Referentin der Regionaldirektion RLP-Saarland Frau Fischer-Koprowski verwies auf die Notwendigkeit der Elternbegleitung bei der Berufswahl ihrer Kinder und der Relevanz der Soft-Skills als Ergänzung der Schulnoten für die erfolgreiche Integration in Ausbildung. Entscheidend sei darüber hinaus auch eine gelungene Berufswahl, um den Verbleib in Ausbildung und die spätere Übernahme in ein reguläres Beschäftigungsverhältnis zu erleichtern. Ein Aspekt, der auch im Wormser Integrationskonzept verankert ist.

Vernetzung der Unternehmen im Kontext Migration verbessern

Sabine Müller und Daniel Scheirich berichteten in ihrem Beitrag von Wormser Aktivitäten im Bereich Integration durch Ausbildung. Sie sprachen über den Stellenwert der Vernetzung der zugewanderten UnternehmerInnen, die Erhöhung der Ausbildungsbereitschaft durch Schulungen der Ausbildungsverantwortlichen (AdA-Schein) und über die Durchführung von berufsbezogenen Deutschkursen für potenzielle Pflege-Auszubildende mit Migrationshintergrund. Letzteres ein Pilotmodell der Stadt Worms in Zusammenarbeit mit der  VHS .

Erweiterung des Dualen Systems

Ein weiterer Teil der Veranstaltung konzentrierte sich auf das Thema Pflege. Nach einer lebhaften Diskussion mit den rund 70 Teilnehmenden zog der Moderator Hans Peter Frühauf vom Institut für Sozialpädagogische Forschung in Mainz folgendes Fazit: Die Pflege muss in das Duale System integriert werden, um die Ausbildungsqualität zu vereinheitlichen, die Ausbildungsquote zu erhöhen und die Ausbildungskapazitäten zu erweitern. Außerdem seien Nachqualifizierungen und Einstiegsmöglichkeiten (modulares System) zu verbessern und Informationen über durchaus vorhandene Fördermöglichkeiten besser zugänglich zu machen. Ein Aspekt, den auch der Referent Jochen Weimer vom Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben angesprochen hatte. Frank Best von der IHK plädierte für die Imageverbesserung des Dualen Systems allgemein und Peimaneh Nemazi-Lofink von INBI forderte die Verbesserung der Rahmenbedingungen des Pflegeberufs (Image, Entgelt), die weitere Vernetzung der Unternehmen und die Verlagerung des Fokus auf die Kompetenzen der MigrantInnen.

Lesen Sie dazu auch die Pressemeldung von INBI und den Programmflyer

Hier finden Sie die Folien der Vorträge von: Beate Fischer-KoprowskiSabine Müller und Daniel ScheirichBiA  und die Ausführungen zur Nachqualifizierung in der Altenpflege

 

Broschüre „Orientierungshilfe für Zugewanderte“

 

Broschüre „Orientierungshilfe für Zugewanderte“ veröffentlicht Ein neues Modul der Willkommenskultur

Die Herausgabe einer Orientierungshilfe für Zugewanderte ist ein weiterer Schritt der Stadt Worms in Richtung Willkommenskultur. Die Broschüre unterstützt Neubürger bei ihrer ersten Orientierung in Worms mit einem nach Lebensbereichen gegliederten Wegweiser. In einer vorangestellten Checkliste sind die entscheidenden Schritte der Erstorientierung kurz zusammengefasst. 

Willkommenes Nachschlagewerk für die Beratungspraxis

Die Zusammenstellung der wichtigsten Kontaktdaten ist außerdem eine praktische Handreichung für die Fachöffentlichkeit und leistet damit erneut einen Beitrag zur Vernetzung der Aktivitäten in der Integrationsberatung. Dies ist ein zentraler Aspekt der Tätigkeit der städtischen Beauftragten für Migration und Integration. Im Vorfeld der konzeptionellen Entwicklung und während der Realisierungsphase dieses Wegweisers fanden zahlreiche Konsultationen mit den in Worms ansässigen Migrationserstberatungsstellen, den Integrationskursträgern, der Abteilung Ausländerwesen und vielen anderen Akteuren im Kontext Migration – Integration statt. Durch diese Einbindung der Verantwortlichen konnte eine umfassende Auflistung der wichtigsten Schritte und eine zuständigkeitsübergreifende Vernetzung gewährleistet werden. 

Mehr als ein Adressbuch

Aufgrund der Gliederung der Broschüre nach Dringlichkeit der ersten Schritte in den verschiedenen Lebensbereichen und nicht in alphabetischer Reihenfolge hat die Orientierungshilfe einen ganzheitlichen Ansatz erhalten, der im Hinblick auf die Integration der Zugewanderten schlüssig ist. Trotz der Kürze der Broschüre werden Aspekte des ortsüblichen Alltags didaktisch so in die Faktensammlung aufgenommen, dass sie Verhaltensmuster nicht nur vorstellen, sondern auch zur aktiven Teilhabe motivieren.

Formale Kriterien der Broschüre

Diese Orientierungshilfe für Zugewanderte ist allen Interessierten an vielen offiziellen Stellen der Stadt, im Rathaus, in den Ortsverwaltungen, in Schulen und Kindertagesstätten, sowie über Multiplikatoren der Fachöffentlichkeit und im Internet als Download kostenlos zugänglich. Im Moment ist die Broschüre als Ganzes nur in Deutsch erhältlich. Über eine Neuauflage in englischer Sprache – mit entsprechender Beihilfe durch Sponsoren - wird nachgedacht. Die Checkliste mit den wichtigsten Schritten am Anfang des Heftes ist aufgrund einer freundlichen Unterstützung des EWR bereits in fünf Sprachen (englisch, französisch, türkisch, russisch und rumänisch) verfügbar. Vielen Dank dafür an das EWR.

Die Beauftragten für Migration und Integration bedanken sich bei dem Geographen Matthias Schrimpf für die redaktionelle Unterstützung, bei den Herren Philip Schäfer & Sebastian Bonk (Grafikbüro)  für die grafische Ausfertigung und bei Joachim Kramer  für die Finanzierung der Broschüre aus dem Budget des Bereichs Stadtentwicklung.

Lesen Sie dazu die Pressemeldung der Stadt und den Bericht vom Nibelungen Kurier

Hier finden Sie die Broschüre zum Download

Die Checklisten in 6 Sprachen:

deutschEnglischFranzösischRumänischRussischTürkisch;Arabisch

 

Wormser Bürger engagieren sich gegen Rechtsextremismus

 

Beteiligung am Bürgerfest „Worms ist bunt“

Am 12. April 2014 beteiligten sich die städtischen Integrationsbeauftragten an dem Bürgerfest der Stadt, das veranstaltet wurde, um den Parolen der Rechtsextremen mit einem Bekenntnis zur Vielfalt und Völkerverständigung entgegenzutreten. 

Veranstaltung im Vorfeld des 2. Dt. Diversity-Tages am 3. Juni 2014

Der Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche ist es gelungen, einen Großteil der Wormser Charta-Unterzeichner für die Organisation eines Informationsstandes der „Charta der Vielfalt“ beim Bürgerfest zu gewinnen. Die Bereitschaft der Institutionen und Unternehmen sich für die Vielfalt im Sinne des Charta-Leitbildes zu engagieren wurde damit erneut unter Beweis gestellt.

Hier finden Sie die Liste der Wormser   Chartaunterzeichner  und den Pressebericht vom   Wormser Wochenblatt

 

Überschrift

Fortsetzung der Reihe Integration durch Ausbildung Netzwerktreffen für Betriebsinhaber/innen mit Migrationshintergrund

Zum Thema Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund schaffen Ausbildungschancen wurde am 8. April 2014 im Wormser Rathaus die Reihe Integration durch Ausbildung fortgesetzt. Die Integrationsbeauftragte Sabine Müller und der Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich hatten in Kooperation mit dem Mainzer Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) zu einem weiteren Netzwerktreffen von Unternehmer/innen mit Migrationshintergrund eingeladen, das gut angenommen wurde.

Fachkräftegewinnung und Chancen für Auszubildende

Inhaltlich wurde das Treffen von zwei Impulsreferaten eingeleitet, die neue Modelle der Fachkräftegewinnung und der Chancenerweiterung für jugendliche Schulabgänger vorstellten. Nicole Corell, Personalverantwortliche vom EWR referierte über Strategien der professionellen Fachkräftegewinnung und zeigte, wie mit innovativen Ideen die Attraktivität als Ausbildungsbetrieb erhöht werden kann. Gerhard Willy vom Jobstarterprojekt der Stadt Worms informierte die Teilnehmenden über die projektimmanenten Unterstützungsmöglichkeiten bei der Vermittlung von Ausbildungsplätzen für Jugendliche mit geringeren Chancen. Ein Thema, das auch Bettina Rauschmayr von INBI aufgriff und die Hilfsangebote des Projekts BiA – Begleitung in Ausbildung erläuterte.

Ausweitung des Netzwerks geplant

Die Teilnehmenden, zum Teil auch von außerhalb zeigten großes Interesse an der Thematik und an einer Ausweitung des Netzwerks als Plattform für einen überregionalen Erfahrungsaustausch. Grund genug, die Gespräche in der bewährten Weise fortzusetzen und die Kontinuität der Veranstaltungsreihe zu garantieren.


Vergleichen Sie hierzu auch die Pressemeldung 

Die Vortragsfolien der Referenten finden sie   hier   und   da

 

Beauftragte für Migration und Integration 2009-2014

Fünf Jahre erfolgreiche Integrationsarbeit

Im Rahmen einer kleinen Pressekonferenz wurde am 8. April 2014 die Arbeit der beiden städtischen Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und Sabine Müller durch Oberbürgermeister Michael Kissel gewürdigt. Den beiden ist es gelungen, Institutionen und Personen in Worms, die sich mit dem Thema Migration befassen zu vernetzen. Sie erarbeiteten in Zusammenarbeit mit Verwaltung, Politik und Fachöffentlichkeit Konzepte und Maßnahmen zur Integrationsförderung, ohne dabei in Konkurrenz zu bestehenden Einrichtungen zu treten. Ziel war es vielmehr, die bestehenden Angebote zu ergänzen und die inhaltlichen Schwerpunkte der Landes- und Bundespolitik zu beachten.

Interkulturelle Schulungen 2012 - 2013

Aus ihren umfangreichen Tätigkeitsfeldern hatten die beiden Integrationsbeauftragten zwei Themenschwerpunkte ausgewählt, die sie exemplarisch vorstellten. Elisabeth Gransche berichtete von 140 Verwaltungsbeschäftigten, die mit Hilfe einer Landesförderung in den letzten beiden Jahren erfolgreich interkulturell geschult werden konnten. Darunter auch eine kleine Gruppe von ehemaligen Schulungsteilnehmenden aus dem Bereich Kindertagesstätte und Schulsozialarbeit, die anwesend waren und über die Umsetzung ihrer Schulungserkenntnisse im Berufalltag berichten konnten. Die interkulturelle Schulung der städtischen Auszubildenden läuft auch ohne Landesförderung weiter und soll langfristig die interkulturelle Sensibilität der städtischen Beschäftigten verbessern.

Integration durch Ausbildung 2012-2013

Sabine Müller, die zusammen mit dem städtischen Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich die Reihe „Integration durch Ausbildung“ initiiert hatte, stellte die aktuellen Projekte der Reihe vor. Dabei schilderte sie vor allem 3 Projekte, die sich gut etabliert haben und noch andauern. Neben der in Kooperation mit dem Institut zur Förderung von Bildung und Integration in Mainz (INBI) erfolgten Institutionalisierung eine Netzwerks für Wormser Unternehmen im Migrationskontext und der Ausbildung von Personalverantwortlichen (AdA-Schein) mit Migrationshintergrund, beschrieb Sabine Müller vor allem den erfolgreichen Kurs „Berufsbezogenes Deutsch in der Pflege“, der die berufliche Qualifizierung von ungelernten Pflegekräften mit Migrationshintergrund begünstigt und Pilotcharakter hat. Diese Maßnahme wurde von den Integrationsbeauftragten initiiert und finanziert und zusammen mit der Volkshochschule umgesetzt. 

Vergleichen Sie hierzu auch die   Pressemeldung  und den Bericht der   Wormser Zeitung

 

Frühjahrstour führte den Landesintegrationsbeauftragten nach Worms

Besuch des ehemaligen russisch-deutschen Kulturvereins KuBiS

Am 3. April 2014 empfing der Kultur-, Bildungs- und Sportvereins (KuBiS) den Landesintegrationsbeauftragten Miguel Vicente und seine Assistentin Carolina Orphanidou aus Mainz. Zusammen mit den Wormser Verwaltungsverantwortlichen, dem Beigeordneten Waldemar Herder und der Bereichsleiterin Christine Ripier-Kramer sowie den beiden Integrationsbeauftragten und dem Vorsitzenden des Beirats für Migration und Integration Serdar Uzatmaz erhielten die Besucher einen Einblick in die in Eigenarbeit ausgebauten Räumlichkeiten und das reichhaltige Bildungs- und Freizeitprogramm des Vereins. Die Stadt hatte KuBis als Vorbild für gelingende interkulturelle Integrationsarbeit als erste Station der Wormsreise ausgewählt. Miguel Vicente war ebenfalls sehr beeindruckt und versprach dem Verein, bei der Vermittlung von dringend benötigten Fördergeldern behilflich zu sein.

Treffen mit Asylsuchenden

Bei der folgenden Etappe der Tour konnten sich die Besucher mit einer armenischen Flüchtlingsfamilie unterhalten und sich ein Bild von ihrer Unterbringungssituation in Worms machen. Im Anschluss wurde im Austausch mit Verantwortlichen der Abteilung „Leistungen zum Lebensunterhalt und Wohnungswesen“ das neue Unterbringungskonzept der Stadt vorgestellt und der Umgang der Kommunen mit den neuen Asylbewerberkontingenten im Allgemeinen erörtert.

Projektvorstellung in der Volkshochschule

Der letzte Programmpunkt war ein Informationsbesuch bei der Wormser Volkshochschule und die Vorstellung von Sprachförderprojekten mit zum Teil innovativem Charakter. Frau Meyer-Höra, Verantwortliche der  VHS  für die Abteilung Sprachförderung, und die Integrationsbeauftragte Sabine Müller berichteten über die Feriensprachkurse für Schüler und das Projekt „Berufsbezogenes Deutsch in der Pflege“ das ungelernten Pflegehelferinnen mit Migrationshintergrund den Einstieg in eine berufliche Qualifizierung erleichtern soll. Letzteres ein bislang einzigartiges Vorhaben, das von den Integrationsbeauftragten initiiert und finanziert wurde und mit sehr gutem Feedback in die Verlängerung geht.

Abschlussrunde

In der Abschlussrunde unterstrich der Beigeordnete Waldemar Herder, dass man bewusst drei gut funktionierende Beispiele aus dem Bereich Migration und Integration präsentiert hätte, um zu zeigen, dass Worms in diesem Kontext einiges vorweisen könne. Selbstverständlich erwähnte er auch die Existenz von „Baustellen“, deren Herausforderungen sich die Stadt stelle und an Lösungen arbeite. Der Landesintegrationsbeauftragte betonte bei seiner Verabschiedung ausdrücklich, dass er von der stimmigen Programmauswahl und den Eindrücken aus Worms sehr angetan sei und bedankte sich bei der Delegation aus der Wormser Verwaltung. 

Lesen Sie hierzu auch die Pressemeldung des Nibelungen Kuriers und den Bericht der Wormser Zeitung

 

Hoher Besuch von der Mainzer Landesregierung

Integrationsministerin Irene Alt nahm an der Einbürgerungszeremonie in Worms teil

Seit Jahren ist es in Worms üblich, die Überreichung der Einbürgerungsurkunden in einem feierlichen Rahmen vorzunehmen. Die Ansprache des Oberbürgermeisters zu den Rechten und Pflichten der deutschen Staatsbürgerschaft und die persönliche Überreichung der Urkunden werden immer von Jugendlichen der städtischen Jugendmusikschule musikalisch begleitet. Diesmal war die Einbürgerungsveranstaltung am 24. März 2014 ein besonderer Termin. Ministerin Irene Alt begrüßte die frisch gebackenen deutschen Staatsbürger und Staatsbürgerinnen, ermunterte Sie, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen und sich an der kommenden Wahl zu beteiligen. Zusammen mit dem Oberbürgermeister stand sie anschließend für die Erinnerungsfotos zur Verfügung. 

Sehen Sie hierzu auch die   Pressemeldung

 

Gewusst > WO - Vernetzen in Worms Fachspezifischer

Netzwerk-Workshop im Wormser Tagungszentrum

Nach 5 Jahren Amtszeit verfügen die Migrations- und Integrationsbeauftragten über ein großes Netzwerk in der fachspezifischen Öffentlichkeit. Am 18. Februar 2014 veranstalteten sie deshalb einen Workshop für Wormser Fachkräfte im Bereich Migration und Integration, der die strategischen Vorteile von synergetischen Netzwerken zum Thema hatte.
Da viele Kooperationspartner, über die bilateralen Kontakte hinaus, das Netzwerk nur zum Teil kannten, sollte dieser Workshop zum Ausbau der Kontakte beitragen. In der Fachöffentlichkeit gab es außerdem einige personelle Wechsel, sodass der Workshop auch ein Forum zum Erfahrungsaustausch und zum gegenseitigen Kennenlernen sein sollte. Die Teilnehmenden erhielten die Möglichkeit, sich und ihre berufliche Einbettung vorzustellen und Anknüpfungsmöglichkeiten zur Nutzung von Synergien zu finden.
Mit Frau Dr. Monika Gonser, Sozialwissenschaftlerin aus Heidelberg, konnte eine professionelle Moderatorin für die ergebnisorientierte Durchführung des Workshops gewonnen werden. 

Vorstellungsrunde und Netzwerkanalyse

Nach einem Einstieg in die Netzwerkanalyse, um zu sehen, welche umfangreichen Netzwerke Worms zum Thema Migration bereits bot, leitete eine ausgiebige Vorstellungsrunde den themenspezifischen Austausch in zufällig zusammengestellten Kleingruppen ein. Vor diesem Hintergrund wurden die Wormser Strukturen zwischen Stadtverwaltung, Institutionen und gemeinnützigen Organisationen und Gesellschaften thematisiert, Chancen und Verbesserungsmöglichkeiten angesprochen. 
Frau Dr. Gonser verstand es methodisch hervorragend die anfängliche Zurückhaltung aufzulösen und eine offene Atmosphäre zu schaffen, was in den Pausen das Knüpfen von neuen Kontakten sehr erleichterte und einige bilaterale Projektideen auf den Weg brachte. 

Impulsreferat zum Thema Kooperation von Frau Dr. Monika Gonser

Am Nachmittag hielt Frau Dr. Gonser ein Impulsreferat zum Thema Kooperation, indem Sie über die theoretischen Grundlagen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit berichtete. Der Workshop endete mit vielen positiven Statements der zahlreichen Teilnehmenden. Sie unterstrichen sowohl die angenehme Atmosphäre als auch den inhaltlichen Gewinn im Rahmen des Workshops. 
Die Integrationsbeauftragten sahen sich mit diesem Workshop in ihrer strukturellen Ausrichtung bestätigt und werden weiterhin dem Thema „Vernetzen als Lernprozess und Unterstützungssystem“ einen hohen Stellenwert einräumen. Hatten sie doch vor 5 Jahren unter dem Postulat „vernetzen und ergänzen statt ersetzen“ ihre Arbeit aufgenommen.

Hier finden Sie die Folien zum Referat von Frau Dr. Monika Gonser 

Lesen Sie auch den Bericht in der Wormser Zeitung

Die Vernetzung der Integrationsbeauftragten sehen Sie in diesem   Schaubild

 

1. Demografiewoche in Rheinland-Pfalz 2013

Interkulturelle Öffnung als demografische Herausforderung Mehr Zuwanderung und Nachwuchs für die älter werdende Gesellschaft

Der demografische Wandel bedingt gesellschaftliche Verschiebungen. Die Bevölkerung wird nicht nur älter sondern auch vielfältiger. In diesem Kontext ist die Zuwanderung ein wichtiger Faktor in unserem Alltag geworden. In der jüngeren Generation sind Zugewanderte und Einheimische nahezu gleich verteilt. Sie sind mit ihrer vergleichsweisen hohen Geburtenrate ein Gegenpol zur Überalterung unserer Gesellschaft und ein zusätzlicher Fundus für dringend benötigte Fachkräfte zum Erhalt unserer Wirtschaftsleistung. Migranten und Migrantinnen müssen deshalb nicht nur gut ausgebildet sondern auch gesellschaftlich geschätzt und anerkannt werden, um sie für ein Engagement in unserer Mitte zu motivieren.
Aus diesem Grunde wurde durch die Wormser Stadtverwaltung 2010 die Charta der Vielfalt unterzeichnet und das Signal zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung gegeben, die im Rahmen eines städtischen Arbeitskreises bereichs- und ressortübergreifend vorbereitet und begleitet wurde. Die Integration der Zugewanderten ist für das Gleichgewicht unserer demografisch veränderten Gesellschaft eine Aufgabe, die mit der interkulturellen Öffnung von Institutionen und deren Beschäftigten beginnt. 

Mehr zugewanderte Fachkräfte für die einheimische Wirtschaft

Der demografische Wandel verändert die Arbeitswelt in Deutschland, die Zahl der potentiellen Arbeitnehmer nimmt ab und der Fachkräftemangel steigt. 
Aufgrund des hohen Fachkräftebedarfs spricht man bereits von einem Kampf um die Besten („War for Talents“). Gut ausgebildete Fachkräfte werden zu einer wichtigen und zugleich knappen Ressource und deren externe Rekrutierung für Arbeitgeber zunehmend schwieriger. Die Betriebe müssen deshalb zukünftig verstärkt selbst ausbilden, um ihren Fachkräftemangel zu decken und die hier lebenden Migranten langfristig an den Betrieb zu binden. Denn aktuelle Studien zeigen, dass bereits jedes zweite deutsche Großunternehmen Spitzenpersonal aus dem Ausland angeworben hat, diese Arbeitskräfte aber nicht auf Dauer hier in Deutschland gehalten werden können. Im Gegenteil, bereits 60 % dieser Spitzenkräfte haben spätestens nach drei Jahren Deutschland wieder verlassen.

Integration durch Ausbildung

Um sowohl die Arbeitgeber als auch die Migranten selbst auf dieses Thema aufmerksam zu machen und zu informieren, haben die Integrationsbeauftragten zusammen mit dem städtischen Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich die Reihe „Integration durch Ausbildung“ ins Leben gerufen. In dieser Reihe geht es zum einen darum, den hier lebenden Menschen mit Migrationshintergrund ihre Chancen und Möglichkeiten - gerade vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung - aufzuzeigen und zum anderen, die Arbeitgeber – ob mit oder ohne Migrationshintergrund - auf diese Potentiale aufmerksam zu machen und deren Ausbildungsbeteiligung zu erhöhen.

Lesen Sie dazu auch den Beitrag der Wormser Zeitung 

und die   städtische Nachricht  

 

Analyse des Migrationshintergrundes der Wormser Bevölkerung

Ergebnisse der Studie von DEMOGRAPHIEKOMMUNAL

Weit vor und unabhängig von der 1. Demografiewoche in Rheinland-Pfalz hatte die städtische Abteilung für Grundstücksmanagement und Stadtentwicklung unter der Leitung von Joachim Kramer eine Studie zum Migrationshintergrund der Wormser Bevölkerung in Auftrag gegeben. Zum Stichtag 31.12.2012 hat das Institut „DEMOGRAPHIEKOMMUNAL“ eine Erhebung und Analyse des Migrationshintergrundes durchgeführt und sich dabei auf die Daten des Einwohnermelderegisters und die Angaben des städtischen Statistikers Michael Born bezogen. Bisher beruhten die Zahlen der Wormser Personen mit Migrationshintergrund lediglich auf Schätzungen. Die Bandbreite reichte von 10 bis 25 Prozent. Um eine solide Arbeitsgrundlage für zukünftige Planungen, Entscheidungen und mögliche Entwicklungen zu erhalten, waren jedoch präzisere Zahlen notwendig, die jetzt vorliegen. 

Fast ein Drittel der Wormser Bevölkerung mit Migrationshintergrund

Im Jahre 2013 haben 30% der Wormser Bevölkerung einen Migrationshintergrund. Die Studie wurde von Markus Schöfer, dem Geschäftsführer des Instituts „DEMOGRAPHIEKOMMUNAL“ am 9. September 2013 im Rahmen einer Pressekonferenz mit Oberbürgermeister Michael Kissel, Joachim Kramer (Abteilungsleiter Grundstücksmanagement und Stadtentwicklung) und Sabine Müller (Migrations- und Integrationsbeauftragte) der Öffentlichkeit vorgestellt.

Hier finden Sie die Ergebnisse der Studie

Lesen Sie dazu auch den Bericht im   Nibelungenkurier  und in der   Wormser Zeitung

 

Erfolgreicher Abschluss des Ausbildungskurses von Personalverantwortlichen mit Migrationshintergrund

Mehr Unternehmer mit MIgrationshintergrund können ausbilden

Die 2010 von der Integrationsbeauftragten Sabine Müller und dem städtischen Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich gegründete Reihe „Integration durch Ausbildung“ verfolgt das Ziel, die Ausbildungsbeteiligung in Migrantenbetrieben und damit die Zahl der Auszubildenden mit Migrationshintergrund zu erhöhen. 
Erstmals fand in Worms für Migrantenbetriebe oder Personalverantwortliche mit Migrationshintergrund ein kostenloser Lehrgang „Ausbildung der Ausbilder (AdA)“ in Zusammenarbeit mit der Stadt Worms und dem Mainzer Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) statt. Mittlerweile haben die ersten sieben Teilnehmenden aus Worms die Prüfung bei den Kammern erfolgreich absolviert und können selbst ausbilden. 
Aufgrund des erfolgreichen AdA- Schein-Kurses für Migratenbetriebe und des anhaltenden Interesses findet bereits ein Folgekurs statt. Weitere Interessenten können aufgrund des Modularsystems jederzeit starten. 

informieren Sie sich auch über   INBI

 

Fortschreibung der Interkulturellen Öffnung der Stadtverwaltung Worms

Arbeitskreis Interkulturelle Öffnung der Verwaltung seit 2011 aktiv

Im Kontext der neuerlichen Würdigung von weiteren Unterzeichnern der Charta der Vielfalt am 1. Deutschen Diversity-Tag 2013, wurde der Arbeitskreis Interkulturelle Öffnung der Verwaltung als eine sichtbare Umsetzung der Leitlinien, zu denen sich die Stadtverwaltung als Unterzeichnerin der Charta der Vielfalt 2010 bekannt hat, beispielhaft erwähnt.
Auch die BereichsleiterInnen der Verwaltung unterstützen weiterhin ausdrücklich die Arbeit des Arbeitskreises und die damit verbundenen Schulungen der kommunalen Beschäftigten in kultursensiblem Verhalten. Sehr erfreulich ist es, dass inzwischen einige Erzieherinnen mit Zuwanderungsgeschichte eingestellt wurden und dadurch ein wertvoller Beitrag für die Vermittlung zwischen kommunaler Kindertagesstätte und Migrantenfamilien geleistet wird.

Erfolgreiche interkulturelle Schulungen 2012 Neuer Landeszuschuss für 2013

Die Interkulturellen Schulungen der Verwaltungsbeschäftigten 2012 waren, auch dank der Unterstützung durch das Land, erfolgreich. Insgesamt 70 Personen wurden geschult und viele weitere erhalten 2013 ebenfalls die Chance dazu, da der Stadt trotz der gestiegenen Förderanfragen erneut ein Landeszuschuss genehmigt wurde. 
Die Interkulturelle Schulung der Verwaltungsbeschäftigten, die der bereits geschulten Zielgruppe angehören, aber 2012 aus verschiedenen Gründen, wie Krankheit, Urlaub oder Dienstverpflichtung nicht teilnehmen konnten, fand Anfang Juni 2013 bereits statt. 

Interkulturelle Brückenbauer 

Als neue Zielgruppe werden Ende August 2013 die städtischen Schulsozialarbeiter, Jobfüxe und Joblotsen geschult, die, ähnlich der Erzieherinnen, eine wichtige Brücken- und Vermittlerfunktion zwischen Elternhaus, Bildungs- und Ausbildungssystem einnehmen und in direktem Kontakt mit den Zuwandererfamilien stehen. Im Oktober wird es dann neue Schulungen für die Mitarbeiterinnen und Leitungskräfte der kommunalen Kindertagesstätten geben, die sich explizit für eine Vertiefung und Ausweitung der Schulungsinhalte von 2012 ausgesprochen haben. Diese städtischen Beschäftigten wurden erneut in die Zielgruppe aufgenommen, da sie für die frühe Integration der Kinder und deren Familien eine Schlüsselfunktion einnehmen, durch die Beteiligung der Führungskräfte ihrer Vorbildfunktion gerecht werden und als Multiplikatorinnen Impulsgeber sind.

Wormser Integrationsbeauftragte überregional gefragt

Die Arbeit der Migrations- und Integrationsbeauftragten der Stadt Worms ist im Verwaltungsbereich über die kommunalen Grenzen hinaus anerkannt. 
Dies belegen Einladungen für Fachvorträge, die Federführung im Rahmen der Landesarbeitsgemeinschaft mit Unterstützung der kommunalen Spitzenverbände und die zahlreichen Kooperationsvereinbarungen landesweit.

Lesen Sie dazu auch folgende   Information

 

Landesarbeitsgemeinschaft der kommunalen Integrationsbeauftragten

Erstes Arbeitstreffen am 20.02.2013 in Mainz Wormser Integrationsbeauftragte Sabine Müller einstimmig zur LAG-Sprecherin gewählt

In Anwesenheit von Georg Rieth (Städtetag RLP) und Harald Pitzer (Landkreistag RLP) fand das erste Arbeitstreffen der Landesarbeitsgemeinschaft nach der Wormser Gründung Ende letzten Jahres, im Haus der kommunalen Spitzenverbände in Mainz statt. Die Wormser Integrationsbeauftragte Sabine Müller wurde einstimmig zur Sprecherin der LAG gewählt. Ihr Stellvertreter wurde Marcus Uhrmacher, Integrationsbeauftragter in Koblenz.

Formale Abgrenzung von thematisch ähnlichen Landesgremien

Formal ging es bei dem Arbeitstreffen aufgrund der nicht immer kompatiblen Interessen um eine Abgrenzung zu anderen Landesgremien im Migrationskontext. Selbstverständlich soll eine Kooperation und der Austausch über GremienvertreterInnen in jedem Fall möglich sein. So ist neben der personellen Verzahnung von LAG-Mitgliedern mit dem Landesintegrationsbeirat, die den Informationsfluss garantieren, eine Zusammenarbeit mit dem Landesintegrationsbeauftragten  im Rahmen der parallel zur LAG jährlich stattfindenden Netzwerktreffen und der Austausch mit der Arbeitsgemeinschaft der Beiräte für Migration und Integration (AGARP) gewünscht.

Aktuelle Handlungsanweisung für Schulen

Inhaltlich plädierten die Anwesenden vor allem für die verbesserte Regelung der Sprachprobleme von quer einsteigenden SchülerInnen durch die Landesregierung. Sabine Müller sprach sich dafür aus, den Schulen seitens der Landesregierung eine aktuelle komprimierte Handlungsanweisung über Problemlösungsmöglichkeiten vorzulegen. Dies wird zusammen mit dem Wunsch nach einer einheitlichen Tätigkeitsbeschreibung für kommunale Integrationsbeauftragte unter anderem ein Thema des nächsten Arbeitstreffens am 22. Oktober 2013 in Koblenz sein.

 

Antirassismuswoche 2013 Diskussion in den Schulen

Es ist gute Tradition, dass sich der Beirat für Migration und Integration in der Antirassismuswoche engagiert. Neben der Organisation einer thematisch passenden Filmvorführung mit verschiedenen Ansprachen entsprechender Funktionsträger, besuchten auch 2013 wieder einige Beiratsmitglieder Schulklassen, um über das Rassismusthema zu diskutieren. Diesmal war auch die Integrationsbeauftragte Sabine Müller mit im Einsatz und konnte sich vor Ort ein Bild davon machen, wie Jugendliche mit dem Thema Andersartigkeit umgehen. Sie diskutierte mit den SchülerInnen darüber, dass Ausgrenzung im Kontext der globalen Integration zurückzuweisen ist und dass das Thema Vielfalt als gesellschaftliche Bereicherung erfahren werden muss.

Lesung im Stadtrat

Im Rahmen der Antirassismuswoche fand zu Beginn einer Stadtratsitzung traditionsgemäß auch eine kurze Lesung einer Mitbürgerin mit Migrationshintergrund zum Thema Diskriminierung statt. Diesmal hatten die Integrationsbeauftragten Vorleserin und Text ausgewählt.
Die aus der Volksrepublik China stammende Wormser Bürgerin Xuemei Zhou-Wirth verlas einen Text der preisgekrönten Schriftstellerin Ágota Kristóf, die sich in ihrem Werk mit der sprachlichen Ausgrenzung und der Situation als Flüchtling auseinandersetzt. Speziell für eine Schriftstellerin ist die Sprache das Medium und die Heimat der Persönlichkeit und Restriktionen werden entsprechend schmerzlich erfahren

Lesen Sie auch den vorgetragenen   Text in Auszügen

 

Integrationsbeauftragte unterstützen Projekte für Jugendliche 2012 und 2013

Für die Integrationsbeauftragten der Stadt sind gute Beispiele der Integrationsförderung immer wieder ein Grund für finanzielle und ideelle Unterstützung. Neben der Gewährung von Honorarzuschüssen aus ihrem bescheidenen Budget, würdigen sie vor allem indirekt Projekte, indem Sie konzeptionell und öffentlichkeitswirksam die Projekte begleiten. Gute Beispiele sollten nicht nur bekannt gemacht werden, sie sollten in ihrer Vorbildfunktion auch Schule machen und zur Nachahmung anregen.

Mehrfach prämiertes LIVE-Projekt der Fachhochschule Worms

Allen voran ist das LIVE-Projekt der Fachhochschule Worms unter der Federführung von Annette Mayer-Möbius zu nennen. Hier engagieren sich ausländische Studierende als interkulturelle MentorInnen in der Hausaufgabenbetreuung von SchülerInnen mit Migrationshintergrund. Die Studierenden sind ihren Mentees nicht nur eine fachliche Hilfe sondern auch ein Vorbild, das zur Steigerung von Lernmotivation und Schulleistung beiträgt. Die Integrationsbeauftragten haben die Honorare der Studierenden bezuschusst und die Bewerbung der Fachhochschule mit dem LIVE-Projekt bei verschiedenen interkulturellen Prämierungen angeregt, was zweimal mit Erfolg gekrönt wurde. So wurde das Projekt beim bundesweiten Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ ausgezeichnet und erhielt zusätzlich den Ersten Preis bei der „Initiative für Integration 2013 von Radio bigFM“, was bei 112 teilnehmenden Projekten eine stolze Leistung ist.

Integrative Kunst-AG der Staudinger Grundschule Worms

Ein weiteres Beispiel ist die Staudinger-Grundschule. Als Schulleiterin einer Ganztagsschule in einem Stadtteil mit vielen Migrantenfamilien hat Ute Huck das Anliegen, die Nachmittagsbetreuung auch mit integrationsförderlichen Angeboten auszustatten. In Kooperation mit den Integrationsbeauftragten wurde die Schule in das LIVE-Programm der Fachhochschule aufgenommen und der Künstler Julian Strasser für die Kunst-AG „Art for All“ engagiert. Herr Strasser hat selbst Migrationserfahrung und war für die Stadt bereits 2011 mit einem interkulturellen Kunstprojekt für russischstämmige Kinder und Jugendliche aktiv. Die Kunst-AG in der Ganztagsgrundschule trug dazu bei, die SchülerInnen für eine Auseinandersetzung mit ihren interkulturellen Identitäten anzuregen und sich darüber auszutauschen. Auch hier haben sich die Integrationsbeauftragten konzeptionell eingebracht und an der Finanzierung des Künstler-Honorars beteiligt.

Mentorinnen unterstützen weibliche Teenager beim Einstieg in das Berufsleben  -  MuT-Projekt

Auch beim MuT-Projekt von Arbeit und Leben Worms, das die Betreuung von jungen Mädchen mit Migrationshintergrund durch berufserfahrene Mentorinnen  organisiert, wirken die Integrationsbeauftragten als konstruktive Begleiterinnen mit. Sie nehmen an den Treffen und am Erfahrungsaustausch der Projektmitarbeiterinnen teil und sammeln damit Detailinformationen über die Probleme von jugendlichen Migrantinnen beim Thema Schule und Ausbildungsplatz. Umgekehrt profitiert das MuT-Projekt von den Vermittlungstätigkeiten der Integrationsbeauftragten und von ihrer Mithilfe bei der Gewinnung von Mentorinnen. Das MuT-Projekt konnte im letzten Jahr den Dritten Platz bei der Preisverleihung der "Initiative für Integration 2012 von Radio BigFM" belegen; die Bewerbung ging auch in diesem Fall auf eine Anregung der Integrationsbeauftragten zurück.

Patenschaftsprojekt – im Rahmen der „Aktion zusammen wachsen“

Das Patenschaftsprojekt des Koordinierungsbüros für Jugendarbeit und Entwicklung bei der Stadtverwaltung Worms, wurde initiativ von den Integrationsbeauftragten angeregt. 
Ziel des Projektes ist die Förderung sprachlicher und sozialer Kompetenz, Lernförderung, und nachhaltige Integration in Ausbildung von Kindern und Jugendlichen, die überwiegend aus Zuwanderungsfamilien kommen. Das Projekt beinhaltet die Organisation gegenseitiger Hilfen unter Schülern (Mentor/Mentee), Patenschaften im Hinblick auf soziale und interkulturelle Integration, sowie Bildungs- und Lesepatenschaften. Die Integrationsbeauftragten stehen mit den Koordinierungsbüros im konstruktiven Austausch und unterstützen deren Arbeit  u.a.  durch Sachspenden.

Sprachförderkräfte erhalten musikpädagogische Fortbildung

Im Austausch mit Claudia Ernst-Offermann, in der Abteilung Kinder in Tageseinrichtungen / Kindertagespflege bei der Stadtverwaltung Worms verantwortlich für die Koordinierungsstelle Sprachförderung, haben sich die Integrationsbeauftragten schon wiederholt in der Fortbildung der Sprachförderkräfte engagiert. In der Vergangenheit wurden die Sprachförderkräfte, die sich um die sprachliche Entwicklung der Vorschulkinder in den Kindertageseinrichtungen kümmern, bereits interkulturell geschult und erhielten dieses Jahr eine musikpädagogische Fortbildung zur didaktischen Unterstützung. Der Spracherwerb wird durch den musikalischen Kontext nachweislich vereinfacht. Die Integrationsbeauftragten haben das Schulungshonorar des Musikpädagogen übernommen und weitere Lernhilfen und Lehrmaterialien beigesteuert.

Lesen Sie dazu auch folgende   Pressemeldung

 

Integration durch Partizipation

Interkulturelle Frühlingsharmonie - kleine Tänzerinnen
Interkulturelle Frühlingsharmonie - kleine Tänzerinnen

Vorbildliche integrative Freizeitgestaltung Wormser Kultur-, Bildungs- und Sportverein KuBiS

Erneut ist der Wormser Kultur-, Bildung- und Sportverein KuBiS ein gutes Beispiel für gesellschaftliche Teilhabe im Rahmen von Freizeitgestaltung und Vereinsleben. Die Integrationsbeauftragten würdigen ausdrücklich die Arbeit dieses ehemaligen russisch-deutschen Kulturvereins, der inzwischen unter neuem Namen und Adresse eine Attraktion für Kinder und Jugendliche aus aller Herren Länder ist. „KuBiS lebt die kulturelle Vielfalt sowohl in seinem Kursangebot als auch in seinen professionell arrangierten Veranstaltungen“, erklärt die städtische Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche und sieht in der Entwicklung der Vereinstätigkeit ein gutes Beispiel für ein offenes Freizeitangebot im Sinne der gesellschaftlichen Integration. 
Beim dreitägigen Bundeswettbewerb Jugendtanz 2013 in Paderborn mit mehr als 500 Kindern aus 9 Bundesländern haben die Kinder von KuBiS dreimal einen zweiten Platz erreicht. Im Juli 2013 belegte die Formation „Impuls“ von KuBiS unter der Leitung der Choreografin Olga Krjukov beim internationalen Tanzfestival Fidelitas in Karlsruhe viermal den ersten Platz. Dies ist wiederum eine außerordentliche Leistung, die eine Reihe von Erfolgen in der Vergangenheit ergänzt und von Oberbürgermeister Michael Kissel wiederholt anerkennend erwähnt wurde.

Interkulturelle Frühlingsharmonie - KuBiS beeindruckt mit Qualität und Vielfalt

Ende Mai 2013 fand in der Wormser Prinz-Carl-Anlage die traditionelle Jahresveranstaltung von KuBiS mit reichhaltigem und gut inszeniertem Programm statt. Unter dem Veranstaltungsmotto „Frühlingsharmonie“ stellten an diesem Abend 140 Teilnehmende mit russischen, sowjetischen, chinesischen, türkischen, bulgarischen, polnischen und deutschen Wurzeln im Alter zwischen drei und sechzig Jahren ihr Können unter Beweis. Für die meist ehrenamtliche qualitativ hochwertige Vereinsarbeit sind im Rahmen dieser Veranstaltung vor allem - Olga Krjukov (Choreografie), Ida Kupser (Dekoration), Irina Olenberger, Natalia Chornogolova (Poesie und Literatur), Dora Grytsenko und Larissa Belantzeva (Musik) zu nennen.
Die Darbietungen fanden nicht nur beim Publikum viel Beifall; Spaß und Freude herrschte vor allem bei den jüngsten Teilnehmenden des Vereins, die ihrem jeweiligen Auftritt publikumswirksam entgegen fieberten. Die Begeisterung seitens der Tänzer und Tänzerinnen jeden Alters, die sportliche wie künstlerische Qualität des Auftritts und das engagierte Miteinander hoben die erfolgreiche Vereinsarbeit eines ganzen Jahres hervor. Die Verantwortlichen des Vereins verstehen es, viele Mitwirkende aus aller Herren Länder zu integrieren und jeden seinen Neigungen entsprechend einzusetzen. Während der Hauptteil der Veranstaltung unter der bewährten Leitung der Choreografin Olga Krjukov stand, konnte der neue Choreograf Miroslav Stanev sein Können erstmals als Tänzer und als Tanzlehrer präsentieren. Mit der Gruppe „Fantasy“ und einem modernen Tanz mit Rhythmen des Balkans gelang ihm sein Einstieg. Der neue Tanzlehrer wird neben dem bekannten Tanzunterricht für Kinder auch Tanzgymnastik im Verein anbieten. Generell verfügt der Verein über 14 qualifizierte Lehrkräfte, die ein breit gefächertes Kursangebot für alle interessierten Wormser garantieren. KuBiS freut sich auf viele neue Interessenten unabhängig von Alter und ethnischer Zugehörigkeit. 

Infos unter www.kubis-worms.de im Internet.

 
 

Netzwerk für BetriebsinhaberInnen mit Migrationshintergrund in Worms

Fortsetzung der Reihe Integration durch Ausbildung im März 2013

Nach einer Vorbesprechung im November 2012 mit den Integrationsbeauftragten, dem Beschäftigungsentwickler, dem Vorsitzenden des Beirats für Migration und Integration, einer Vertreterin der IHK und Wormser Unternehmensverantwortlichen mit und ohne Migrationshintergrund, wurde die Etablierung eines Netzwerks für UnternehmerInnen vereinbart. 

Die Gründung fand in Kooperation mit dem Mainzer Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) und dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demographie (MSAGD) Rheinland-Pfalz am 05. März 2013 in Worms statt. Diese Veranstaltung, zu der auch der Leiter der Mainzer Agentur für Arbeit Jürgen Czupalla als Referent eingeladen war, war zugleich ein weiteres Modul der Wormser Reihe "Integration durch Ausbildung", die unter der Leitung der Wormser Integrationsbeauftragten Sabine Müller und dem Beschäftigungsentwickler der Stadt Worms Daniel Scheirich seit einigen Jahren durchgeführt wird.

Erfahrungsaustausch über gute Beispiele

Ziel des Netzwerks ist der Erfahrungsaustausch und die Einbindung der Unternehmen in das formelle und informelle Reglement der Wormser Geschäftswelt und der Informationsaustausch insbesondere im Hinblick auf die Bereiche Arbeitsmarkt, Ausbildungswesen, Personalqualifikation und andere betriebliche Anliegen. So lief parallel auch die Fortbildungsreihe zum Erwerb des AdA-Scheins, bei der speziell die Ausbildung der Ausbilder (AdA), die Gewinnung neuer Ausbildungsbetriebe in den Reihen der Migranten im Fokus stand und ebenfalls vom Land unterstützt wurde.
Die Netzwerktreffen finden in unregelmäßigen Abständen statt. Informationen dazu sind über die Integrationsbeauftragte Sabine Müller (06241-853-7102) und den Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich (06241-853-5003) erhältlich.

Lesen Sie dazu auch folgende   Pressemeldung

Im Kreis der Teilnehmenden: Jürgen Czupalla (Agentur für Arbeit Mainz) ganz links, Sabine Müller (Integrationsbeauftragte Worms) 4. von links
Im Kreis der Teilnehmenden: Jürgen Czupalla (Agentur für Arbeit Mainz) ganz links, Sabine Müller (Integrationsbeauftragte Worms) 4. von links
 
 

Frauen mit Migrationshintergrund als Elternlotsen zertifiziert

13 Frauen aus verschiedenen Nationen, davon zwölf aus der Türkei und eine aus Tunesien, dürfen sich die ersten „Elternlotsen“ in Rheinland-Pfalz nennen. Am 3. Juli 2013 überreichte Oberbürgermeister Michael Kissel im Rahmen einer kleinen Feierstunde den Kursteilnehmerinnen im Rathaus die Zertifikate für den abgeschlossenen Kurs.

Insgesamt 120 Unterrichtsstunden investierten die Frauen, oft neben ihrem Beruf. Schwerpunkte des von Projektleiter Otfried Niederauer erarbeiteten Curriculums waren unter anderem das Schulsystem, Gewaltprävention und Konfliktbearbeitung.

„In Worms leben viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen, die im Zusammenleben mit anderen darauf angewiesen sind, die deutsche Sprache zu beherrschen“, machte Kissel deutlich, denn aus Verständigung entstehe auch Toleranz. Außerdem gebe es nach wie vor zu viele Schulabgänger mit Migrationshintergrund ohne Abschluss, weshalb die Stadt alle Anstrengungen unternehmen müsse, um ein gutes Ausbildungssystem anbieten zu können. 

Interkulturelle Vermittlerinnen zwischen Schule und Elternhaus

Ziel der ehrenamtlichen Arbeit der Elternlotsen in Schulen ist es, andere Eltern mit Migrationshintergrund, die (noch) kein Deutsch können, zu unterstützen und ihnen mit Information, Rat und Aufklärung zur Seite zu stehen. Vor allem sollen die Eltern von den Lotsen sprachliche Hilfestellung in der Schule erhalten, wodurch gleichzeitig die Bildungseinrichtungen unterstützt werden. 
„Die Teilnehmerinnen haben den anspruchsvollen Kurs mit Ehrgeiz durchgestanden“, lobte der Oberbürgermeister die Teilnehmerinnen. Das Amt des Elternlotsen sei ein neues Element in den Schulen und schlage eine Brücke zwischen Schulen, Eltern und Kindern, was ein wichtiger Beitrag für die Zukunftsentwicklung der Stadt sei. 

Niederauer dankte den Frauen für ihren Fleiß und ihre Offenheit. „Ein neuer Kurs soll Mitte September beginnen“, stellte Niederauer in Aussicht. „Für die Teilnehmerinnen des abgeschlossenen Kurses wird eine Weiterbildung organisiert, der regelmäßige Erfahrungsaustausch wird gefördert.“ 
Sie habe mit ihren Mitstreiterinnen ein sehr schönes Jahr erlebt und viel gelernt, berichtete Kursteilnehmerin Hatice Çevik. Auch die seit 1980 in Deutschland lebende Teilnehmerin hat die Erfahrung gemacht, wie wichtig Sprache für die Integration ist. Deshalb hofft sie, dass nun vor allem die Kinder von dem Projekt profitieren. „Wir Kursteilnehmerinnen jedenfalls fühlen uns alle als Wormserinnen“, betonte sie. 


Integrationsbeauftragte engagieren sich für das Projekt Elternlotsen

Besonders hob der Projektleiter das Engagement der Integrationsbeauftragten der Stadtverwaltung, Sabine Müller und Elisabeth Gransche, hervor, die das Projekt im Vorfeld organisiert hatten. Das Projekt wurde in Worms als Pilotprojekt für das Land Rheinland-Pfalz umgesetzt und durch das Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen sowie die Bürgerstiftung Rheinhessen unterstützt. „Die Ministerin Irene Alt hat die Urkunden persönlich unterschrieben“, betonte Christina Heimlich, Vorsitzende des Wormser Sozial- und Bürgernetzwerkes.

 

Vielfalt anerkennen - Berufsanerkennungsgesetz Anerkennung der im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen

Am 26. August fand die dritte Fachtagung im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Vielfalt zum Thema machen“ im Ratssaal der Stadt Worms statt. Wie beim 1. Deutschen Diversity-Tag 2013 warben die Integrationsbeauftragten für mehr Vielfalt im Arbeitsalltag und thematisierten damit die Überwindung des Fachkräftemangels. 

Seit April 2012 vereinfacht ein Gesetz die Anerkennung der ausländischen Berufsabschlüsse. Es ermöglicht eine qualifikationsnahe Beschäftigung von Personen mit im Ausland erworbenen Berufsqualifikationen und garantiert Menschen mit Zuwanderungsgeschichte einen Rechtsanspruch darauf, dass ihre Qualifikationen mit den Voraussetzungen und Anforderungen des jeweiligen Referenzberufes in Deutschland verglichen werden. 

„Ziel dieser Veranstaltung zum Berufsanerkennungsgesetz ist es, den neuesten Informationsstand über das Gesetz und dessen Umsetzung herzustellen und die in den einjährigen Beratungen und der praktischen Umsetzung gewonnenen Erfahrungen auszutauschen“, erläuterte die Migrations- und Integrationsbeauftragte Sabine Müller die Intension der Veranstaltung, die sie federführend organisiert hatte. Als Referenten konnten die Experten Frank Ißleib vom Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz, Günter Jertz, Geschäftsführer IHK für Rheinhessen, Jürgen Czupalla, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Mainz und Hans- Peter Wilka, Schneider Organisationsberatung, Landesnetzwerk IQ Rheinland-Pfalz,  gewonnen werden. Moderiert wurde die Fachtagung von Hans-Peter Frühauf vom Institut für Sozialpädagogische Forschung Mainz und Landesnetzwerk IQ Rheinland-Pfalz.

Die Veranstaltung war sehr gut besucht. Die Auswahl der Referenten und die Aktualität der Thematik garantierte ein großes Interesse, vor allem in Kreisen der Fachöffentlichkeit.

 

Vielfalt unternehmen - 1. Deutscher Diversity-Tag 2013 Bekenntnis zum Leitbild der Charta der Vielfalt

Die zweite Veranstaltungsreihe „Vielfalt zum Thema machen“ fand am 11. Juni 2013, dem ersten Deutschen Diversity-Tag im Wormser Rathaus statt. Weitere Wormser Unternehmen und Institutionen haben sich öffentlich zum Leitbild der „Charta der Vielfalt“ bekannt und damit ihre Bereitschaft erklärt, sich an diesen Grundsätzen messen zu lassen. Die neuen Charta-Unterzeichner hatten während der offiziellen Würdigung im Wormser Ratssaal die Gelegenheit, ihr Unternehmensleitbild und die Motivation zur Unterzeichnung kurz vorzustellen, um damit ihre Vorbildfunktion zu unterstreichen.

Oberbürgermeister Michael Kissel ging in seiner ausführlichen Begrüßungsrede mit einem Verweis auf den Schriftsteller Carl Zuckmayer auf die rheinhessische Bedeutung des Themas Vielfalt ein und beschrieb die Wormser Aktivitäten, um dem Anspruch dieses Leitbildes gerecht zu werden. Vor drei Jahren hatte die Stadt zusammen mit weiteren Wormser Unternehmen und Institutionen die „Charta der Vielfalt“ bereits unterzeichnet. Zur Umsetzung des Leitbildes wurden in der Stadtverwaltung verschiedene Vorhaben realisiert. Die beiden Migrations- und Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und Sabine Müller engagieren sich für den interkulturellen Dialog und die kultursensible Ausrichtung der Stadtverwaltung. Sie unterstützen auch Einrichtungen wie den interkulturellen Chor der Jugendmusikschule und der Volkshochschule unter der Leitung von Ludmilla Der, indem sie ihm die Möglichkeit der öffentlichen Präsentation und damit weiterer Engagements einräumen. Als musikalische Begleitung dieses Abends fand der Chor mit seinem vielfältigen Arrangement und der Stimmgewalt von Ludmilla Der viel Anerkennung.

Unterzeichner mit Migrationshintergrund als Vorbild

Die beiden städtischen Integrationsbeauftragten freuten sich nicht nur über die acht neuen Unterzeichner der „Charta der Vielfalt“, sondern auch über die zahlreichen Wormser Bürgerinnen und Bürger, die durch ihre Teilnahme an der Veranstaltung ihr Interesse am Thema bekundeten. „Vor allem die Unterzeichner mit Migrationshintergrund sind in ihrer Vorbildfunktion außerordentlich wichtig für die Integration: Sie zeigen mit ihrem Engagement, dass sich beide Seiten aufeinander zubewegen müssen und dass es in unserer Stadt auch für zugewanderte Wormser möglich ist, ein erfolgreiches Unternehmen, das dem Leitbild der Charta verpflichtet ist, aufzubauen und zu leiten“, so Elisabeth Gransche abschließend.

Die Unterzeichner der Charta der Vielfalt:

  • Agentur für Arbeit Worms
  • Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Worms  e.V.
  • HSH Hammel-Oberdieck GmbH Worms
  • ISO-BASARAN GmbH Worms
  • Job-Center für Arbeitsmarktintegration Worms
  • Kobil Systems GmbH Worms
  • Polizeidirektion Worms
  • VfR Wormatia 08 Worms e.V.
 

Vielfalt wertschätzen - interkulturelle Öffnung in den Unternehmen

Die erste Veranstaltung in der Reihe „Vielfalt zum Thema machen“ am 9. April 2013 im Wormser Rathaus fand zahlreiche Interessenten aus der Wirtschaft und thematisch verbundenen Institutionen. Für die städtischen Integrationsbeauftragten als Ausrichter der Veranstaltungsreihe ein Indiz für das wachsende Interesse an interkultureller Öffnung. 

Interkulturelle Öffnung praxisnah umsetzen

Vielfalt im Interesse der Unternehmen war der Fokus des ersten Vortrags der interkulturellen Trainerin und Kulturanthropologin Alexandra von Bose. Sie ging der Frage nach, wie man interkulturelle Öffnung praxisnah umsetzen kann und warum eine solche Öffnung für Unternehmen und Institutionen generell zukunftsweisend, erfolgsversprechend und notwendig ist. 

Den Interessen der Handwerkerschaft, die bereits jetzt den Fachkräftemangel beklagt, widmete sich Leyla Cetintas von der Handwerkskammer der Pfalz. Sie sprach über das Projekt „Handwerk integriert Migranten“, das seit fünf Jahren im Koblenzer Raum erfolgreich läuft und jetzt auf alle Kammerbezirke in Rheinland-Pfalz ausgeweitet wurde. 

Den Beweis, dass es in Bezug auf Vielfalt in größeren Unternehmen bereits Best-Practice-Beispiele gibt und neue Wege der Unternehmenskultur eine wirtschaftlich erfolgreiche Unternehmensführung nicht konterkarieren, erbrachte abschließend Michael Suden, Regionaldirektor der Firma Fiege Logistik Stiftung & Co. KG und Unterzeichner der Charta der Vielfalt in seinem Beitrag. Die vielfältigen, zum Thema „Vielfalt“ durchgeführten Maßnahmen der Firma Fiege überraschten die Anwesenden positiv und bekräftigten die Einsicht, dass sich ein Engagement zugunsten der Vielfalt für Unternehmen durchaus lohnt und rechnet. 

Charta der Vielfalt als Unternehmensleitbild

Die Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche nahm in ihren abschließenden Ausführungen diese Erfolgsmeldungen zum Anlass, erneut für die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt als Unternehmensleitbild, das sich für die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt ausspricht, zu werben. Sie geht davon aus, bis zum ersten Deutschen Diversity-Tag 2013 weitere Charta-Unterzeichner gewinnen zu können, um dem Motto der Integration in Worms: „Vielfalt als Chance – gewusst WO“ weiterhin gerecht zu werden. Die Stadt Worms und sechs Wormser Unternehmen haben bereits 2010 die Charta der Vielfalt unterzeichnet.

Die Veranstaltungsreihe im Wormser Rathaus wird am 11. Juni 2013 am 1. Deutschen Diversity-Tag mit einer feierlichen Würdigung der neuen Charta-Unterzeichner fortgesetzt. Zum Abschluss der Reihe findet eine Informationsveranstaltung am 26. August 2013 zum neuen Berufsanerkennungsgesetz statt. Diese Veranstaltung informiert unter der Leitung der Integrationsbeauftragten Sabine Müller darüber, wie Migrantinnen und Migranten ihre im Herkunftsland erworbenen beruflichen Qualifikationen anerkennen bzw. nachqualifizieren lassen können. 

Lesen Sie dazu auch folgende   Pressemeldung

 

3 Jahre Integrationsbeauftragte in Worms

Migrations- und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche (li.) und Sabine Müller
Migrations- und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche (li.) und Sabine Müller

Die Umsetzung des Integrationskonzeptes 2009-2012

Die dreijährige städtische Migrations- und Integrationsarbeit von Elisabeth Gransche und Sabine Müller erhielt viel Lob und Anerkennung in der Stadtratssitzung am 28. März 2012.

Mit einem kurzen Überblick über die Inhalte ihrer dreijährigen Tätigkeit, die Umsetzung ihres Konzeptes, dem Hinweis auf die Bedeutung der interkulturellen Öffnung als Querschnittsthema und der Hervorhebung ihrer Kooperationsbereitschaft als Basis ihrer Arbeit, leiteten die beiden Integrationsbeauftragten die Thematik im Stadtrat ein.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Guth sah in der guten Arbeit der Integrationsbeauftragten die Entscheidung seiner Fraktion, sich für die Einrichtung dieser Stelle in Worms einzusetzen, bestätigt und unterstrich vor allem die Forderung seiner Partei nach weiteren Sprachfördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Auch Kurt Lauer (Grüne) würdigte die Leistung der Integrationsbeauftragten und verwies auf anhaltenden Handlungsbedarf in diesem Kontext. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus Karlin ergänzte in seiner Stellungnahme im Stadtrat, es sei eine wesentliche Grundlage für eine konstruktive Integrationsarbeit, dass die beiden Integrationsbeauftragten es in nur drei Jahren geschafft hätten, das Vertrauen vieler Migranten und Migrantinnen zu gewinnen. Oberbürgermeister Michael Kissel schloss sich in seiner abschließenden Stellungnahme dem Tenor seiner Vorredner an und betonte vor allem die hohe Motivations- und Einsatzbereitschaft der Integrationsbeauftragten, diesen Herausforderungen kompetent gerecht zu werden.

Lesen Sie hier den ganzen   Bericht  

 

2009 bis 2013

 

Landesarbeitsgemeinschaft gegründet 2012

Initiative von Worms

Am 10. Dezember 2012 gründeten die kommunalen Integrationsbeauftragten von Rheinland-Pfalz unter dem Dach der kommunalen Spitzenverbände eine Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) im Wormser Rathaus. Die Gründung dieser LAG geht auf eine Initiative der Integrationsbeauftragten der Stadt Worms, Elisabeth Gransche und Sabine Müller, zurück.

Integrationsministerin frühzeitig über Vorhaben informiert

Beigeordneter Hans-Joachim Kosubek hieß die Gäste in der Nibelungenstadt willkommen und begrüßte die Initiative ausdrücklich.

Bereits im Sommer 2011 hatte Oberbürgermeister Michael Kissel die neue Integrationsministerin Irene Alt von diesem Vorhaben in Kenntnis gesetzt. Nachdem der Landesintegrationsbeauftragte von den kommunalen Integrationsbeauftragten bei einem Treffen in Mainz informiert wurde und die kommunalen Spitzenverbände Unterstützung zusicherten, stand der Gründung der Landesarbeitsgemeinschaft nun nichts mehr im Wege.

An der kommunalen Basis mehr Gewicht erreichen

„Eine Landesarbeitsgemeinschaft wurde vor allem deshalb als notwendig erachtet, damit die Erfahrungen der Integrationsbeauftragten an der kommunalen Basis in der Landespolitik mehr Gewicht erhalten. Die Ähnlichkeit und Häufung der Bedarfe in den Kommunen verstärkt das Anliegen der Betroffenen, bei der Landesregierung politisches Gehör zu finden“, erläutert die Wormser Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche. Da eine gesetzliche Verankerung der kommunalen Migrations- und Integrationsbeauftragten, vergleichbar der der Gleichstellungsbeauftragten, noch ausstehe, sei es umso wichtiger, die Interessen der Integrationsbeauftragten auf Landesebene zu bündeln und kompetent zu vertreten, so Gransche.

Wahl der Funktionsträger im Februar 2013

Die Vertreter der kommunalen Spitzenverbände, Georg Rieth vom Städtetag Rheinland-Pfalz und Harald Pitzer vom Landkreistag Rheinland-Pfalz, haben die Gründung begleitet und ihre Bereitschaft für eine integrierte Zusammenarbeit unterstrichen. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse und krankheitsbedingt konnten nur wenige kommunale Repräsentanten an der Gründungsveranstaltung teilnehmen. Deshalb wurde die Wahl der Funktionsträger auf die erste Arbeitssitzung am 20. Februar 2013 verschoben. Selbstverständlich können die Gründungsbeteiligten auf einen breiten Konsens der rund 30 kommunalen Integrationsbeauftragten bauen, denn über die formalen und inhaltlichen Rahmenbedingungen einer LAG fand in den letzten anderthalb Jahren ein ausführlicher Austausch statt.

Die Gründungsmitglieder der LAG mit den kommunalen Spitzenvertretern, der Integrationsbeauftragten Frau Gransche (1.R.mitte) und dem Beigeordneten Herrn Kosubek (li.oben) von Worms
Die Gründungsmitglieder der LAG mit den kommunalen Spitzenvertretern, der Integrationsbeauftragten Frau Gransche (1.R.mitte) und dem Beigeordneten Herrn Kosubek (li.oben) von Worms
 
 

Interkulturelle Öffnung und Anonymisierte Bewerbungen

Umfrage während der Berufsinformationsmesse im Herbst 2012

Bei der Umfrage vom September 2012 konnten einige Wormser Unternehmen ihre Meinung zum Thema Interkulturelle Öffnung und Anonymisierte Bewerbungsverfahren äußern. Der überwiegende Teil der 22 Unternehmen, die einen ausgefüllten Fragebogen zurück gaben, hat mehr als 10 Auszubildende pro Jahr und gehört dem tertiären Sektor (Dienstleistung) an.

„Spielt die Interkulturelle Öffnung in Ihrem Unternehmen eine Rolle?“

Für diese Frage gab es fünf Antwortmöglichkeiten und es waren Mehrfachnennungen möglich. Dabei wurde deutlich, dass sich die Mehrzahl der Unternehmen mit dem Thema auseinandersetzt. Für 7 Unternehmen ist die Interkulturelle Öffnung im Hinblick auf die Vielfalt der Beschäftigten von Bedeutung. Für 10 Unternehmen ist sie von allgemeinem Unternehmensinteresse, und für 12 ist die interkulturelle Öffnung kundenrelevant. Vier Unternehmen schulen ihre Beschäftigten bereits interkulturell.
Eine weitere Frage nach der gezielten Beschäftigung von Personen mit Migrationshintergrund wurde dagegen von mehr als der Hälfte der Unternehmen mit Nein beantwortet. Für sie sei nur die Qualifikation entscheidend und eine Quote gäbe es nicht.

Anonymisierte Bewerbungsverfahren

Das anonymisierte Bewerbungsverfahren fand weniger die Zustimmung der Unternehmen. Während es von der Hälfte der Befragten bedingungslos abgelehnt wurde und ein Viertel das Verfahren prinzipiell, aber nicht für das eigene Unternehmen akzeptabel fand, hatte ein weiteres Viertel keine Meinung dazu. Bemerkenswert sind die ausführlichen Statements der Unternehmen zu den Chancen für Zugewanderte durch ein anonymisiertes Bewerbungsverfahren. Die ablehnende Haltung spiegelt die gesellschaftliche Diskussion über Quoten und Allgemeines Gleichstellungsgesetz (AGG).

Interesse der Unternehmen an Interkulturellen Schulungen

Die Umfrage hat bestätigt, dass die Unternehmen die Herausforderung der Zuwanderung ernst nehmen und sich damit auseinandersetzen, wie sie sowohl ihren Beschäftigten als auch ihren Kunden mit Migrationshintergrund gerecht werden können. Überrascht hat vor allem das vergleichsweise große Interesse der Unternehmen an Interkulturellen Schulungen. Acht von neun potenziell interessierten Unternehmen haben den Fragebogen namentlich gekennzeichnet und unterstreichen damit ihr konkretes Interesse an allgemeinen Informationsveranstaltungen zum Thema.

 

Kulturelle Unterschiede wertschätzen

Schulungsleiterin Alexandra von Bose (links) und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche mit den städtischen Azubis
Schulungsleiterin Alexandra von Bose (links) und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche mit den städtischen Azubis

Interkulturelle Sensibilisierung für kommunale Auszubildende und Erzieherinnen

Die Anregungen des städtischen Arbeitskreises "Interkulturelle Öffnung der Verwaltung" wurden im Herbst 2012 erneut umgesetzt. Mit der interkulturellen Schulung des städtischen Verwaltungsnachwuchses wurde ein Weiterbildungsmodul eingeführt, das für alle künftigen Jahrgänge der städtischen Auszubildenden Anwendung finden und ein Nachwachsen dieser Kompetenz in der kommunalen Verwaltung gewährleisten soll. Bei der ersten Schulung dieser Art verstand es die Kulturanthropologin Alexandra von Bose, die Azubis für dieses Thema zu sensibilisieren. Durch die fachlich kompetent angeleitete Auseinandersetzung mit kulturspezifischen Wertmaßstäben, die unreflektiert Klischees transportieren können, lernten die Jugendlichen, Menschen mit Migrationshintergrund zukünftig möglichst vorurteilsfrei und verständnisvoll zu begegnen.

Pädagogik der kulturellen Vielfalt

Die Fachtagung „Pädagogik der kulturellen Vielfalt“, ebenfalls unter der Leitung Alexandra von Boses, hatte die Erweiterung der interkulturellen Handlungskompetenz der städtischen Erzieherinnen zum Ziel. Die Beschäftigten der Kindertagesstätten mit hohem Anteil an Kindern aus Familien mit Migrationshintergrund haben eine Schlüsselrolle in der Vermittlung zwischen den Kulturen. Viele kommunale Kindertagesstätten haben auf diese Herausforderung bereits mit der Beschäftigung von Erzieherinnen mit Zuwanderungserfahrung reagiert. Diese konnten während der Fachtagung ihre Erfahrungen ergänzend einbringen und zusammen mit ihren einheimischen Kolleginnen weitere theoretische und praktische Aspekte des interkulturellen Austausches und Verständnisses kennenlernen. Das Seminar konnte einen Überblick über die Vielfalt der Erziehungsziele und Familienbilder in anderen Kulturen vermitteln und auf Synergieeffekte aufmerksam machen. Da die interkulturelle Öffnung einem Top-Down-Prinzip folgen und die Führungskräfte in ihrer Vorbildrolle mit einschließen sollte, ist auch für die Leitungskräfte der kommunalen Kindertagesstätten eine entsprechende Schulung vorgesehen.

Fördermittel vom Land Rheinland-Pfalz

Erneut sollte erwähnt werden, dass die interkulturellen Schulungen der kommunalen Beschäftigten durch eine finanzielle Unterstützung der Landesregierung ermöglicht wurden. Die Wormser Migrations- und Integrationsbeauftragten gehören zu den ersten kommunalen Vertreterinnen, die diese Landesmittel nachgefragt haben und bedanken sich für die Zuwendung.

Lesen sie dazu auch folgende Pressemeldung

und diesen Artikel der Wormser Zeitung

 
 

Willkommenskultur in Rheinland-Pfalz und in Worms

Vortrag von Prof. Dr. Karin Weiss vom Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen am 25. September im Wormser Rathaus

Anlässlich der Interkulturellen Wochen 2012 hatten die Migrations- und Integrationsbeauftragten der Stadt Worms, Elisabeth Gransche und Sabine Müller, zu einer Veranstaltung mit Prof. Dr. Karin Weiss ins Wormser Rathaus eingeladen. Die Leiterin der Abteilung Migration-Integration im Ministerium für Integration, Familie, Kinder, Jugend und Frauen in Rheinland-Pfalz griff mit ihrem Vortrag das Motto der Interkulturellen Wochen 2012 auf und sprach über unsere Willkommenskultur.

Interkultureller Chor – Integration durch Teilhabe an Freizeitaktivitäten

Wichtig war den Veranstalterinnen auch der Dialog mit dem Publikum. So konnten zum Beispiel Fragen zur Einbürgerung nicht nur an die Referentin, sondern auch an Fachfrau Regina Johannes, Abteilungsleiterin des Wormser Standesamtes, gerichtet werden. Die Standesbeamtin war an diesem Abend übrigens auch als Solistin im interkulturell besetzten Wormser Chor (Volkshochschule Worms und Lucie-Kölsch-Jugendmusikschule) unter der Leitung von Ludmilla Der im Rahmenprogramm dieser Veranstaltung zu hören. Sowohl die Chormitglieder und die Pianistin Faina Jahnina, als auch die ausgebildete Konzert- und Opernsängerin Ludmilla Der aus Kirgisistan, die ebenfalls als Solistin ihr Können unter Beweis stellte, sind ein gutes Beispiel dafür, wie Integration durch Partizipation gelingen kann. Die gesellschaftliche Teilhabe an Freizeitaktivitäten ist gerade im musischen wie im sportlichen Bereich ein einfacher, integrativer Weg in eine Gemeinschaft, die in jedem Fall von der Vielfalt profitiert. Ein Dankeschön an den interkulturell besetzten Chor für das ehrenamtliche Engagement.

Interkultureller Dialog

Die Veranstaltung war sehr gut besucht und die Diskussion mit der Referentin im Anschluss an ihren differenzierten Vortrag ein gelungenes Beispiel für interkulturellen Dialog. Da die Vortragsfolien von interessierten Zuhörern wiederholt angefordert wurden, werden sie an dieser Stelle als Link zur Verfügung gestellt. Ebenso die Presse, die sich intensiv mit der Thematik dieser Veranstaltung auseinander gesetzt hat.

siehe auch: Vortrag Prof. Dr. Weiss

siehe auch: Pressemeldung

siehe auch: weitere Pressemeldung

 

Kostenlose Schulung für Personaler mit Migrationshintergrund

Mainzer Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI), Beschäftigungsentwickler und Integrationsbeauftragte der Stadt Worms organisieren Weiterbildung für Personalverantwortliche mit Migrationshintergrund.

Die Ausbildungsbeteiligung von Migrantenbetrieben soll mittels einer kostenlosen Schulung der Ausbilder erhöht werden. Durch die Vermittlung des städtischen Beschäftigungsentwicklers Daniel Scheirich und der Integrationsbeauftragten Sabine Müller ist es mit Unterstützung von INBI in Worms gelungen, Personalverantwortliche in Migratenbetrieben und Selbständige mit Migrationshintergrund zur Teilnahme an der kostenlosen Ausbildungsschulung zu motivieren. In den Räumlichkeiten der Wormser Firma ISO-Basaran profitieren seit April 2012 dreizehn Lehrgangsteilnehmende, überwiegend Frauen, von dem Projekt „Begleitung in Ausbildung (BiA)“, das vom Mainzer Arbeitsministerium über den Europäischen Sozialfonds (EFS) finanziert und von INBI organisiert wird.

Ausbildung der Ausbilder mit ausländischen Wurzeln

In der Vergangenheit haben die städtischen Integrationsbeauftragten bereits einige Veranstaltungen dazu genutzt, für eine Ausweitung der Ausbildungsbeteiligung von Unternehmen aus Migrantenkreisen zu werben. Durch die Kooperation mit INBI und die Kostenübernahme durch das Land und den EFS, konnte die Ausbildung der Ausbilder (AdA) jetzt ein großes Stück vorangebracht werden. Die Teilnehmenden erhalten nach der Weiterbildungsmaßnahme den sog. Ada-Schein, der sie als Ausbilder qualifiziert.

Daniel Scheirich und Sabine Müller versprechen sich von dieser Maßnahme, dass zukünftig mehr Ausbildungsplätze für jugendliche Migranten und Migrantinnen in Worms angeboten werden. Zumindest könnte dieses Beispiel Schule machen.

 

Interkulturelle Öffnung – dem Leitbild der Charta der Vielfalt verpflichtet

Migrations- und Integrationsbeauftragte der Stadt organisieren professionell angeleitete Interkulturelle Diskurse mit Beschäftigten der Verwaltung und der Fachöffentlichkeit

Zur Verbesserung der Kundenorientierung und Serviceleistung der Verwaltung, vor allem in Abteilungen mit unmittelbaren Außenkontakten, fand am 14. Mai 2012 eine Interkulturelle Schulung für die Verwaltungsangestellten statt. Dabei ging es darum, den Umgang mit Migrantinnen und Migranten für beide Seiten zu erleichtern und die Dienstleistungsqualität Zeit und Ressourcen sparend zu verbessern. 
Erweiterung der interkulturellen Handlungskompetenz der Beschäftigten
Ziel war die Erweiterung der interkulturellen Handlungskompetenz der Beschäftigten, eine intensive Auseinandersetzung mit den interkulturellen Anforderungen im Berufsalltag und ein Erfahrungsaustausch mit den in ähnlichem Umfeld tätigen Kollegen und Kolleginnen. Die Veranstaltung trug dazu bei, ein besseres Verständnis für die Orientierungsschwierigkeiten der Zugewanderten zu erlangen. Dies reichte von der Kenntnis und professionellen Handhabung sprachlicher und kultureller Missverständnisse bis zum Stellenwert von Einfühlungsvermögen und Sensibilität in der zwischenmenschlichen Begegnung.

Fachöffentlichkeit Migration  - Erweiterung der Fachkompetenz

Nachdem aufgrund der Erfahrung mit dem Workshop „Fachöffentlichkeit Migration und Integration in Worms“ vor zwei Jahren, vielfach der Wunsch nach einer Wiederholung des Erfahrungsaustauschs von Fachkräften im Migrationskontext geäußert wurde, fand am 15.Mai 2012 eine weitere Tagung für diese Zielgruppe statt. Die Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und Sabine Müller hatten für diese, wie auch für die verwaltungsinterne Fachtagung, zwei gut qualifizierte Referentinnen, Ilona Christl und Andrea Kaliner von InkuTra (AWO Nürnberg) verpflichtet. Diese konnten den Migrationsfachkräften, trotz der Fülle von berufsbedingten interkulturellen Erfahrungen, eine Erweiterung ihrer Fachkompetenz bieten.

Förderung der Veranstaltungen durch das Land Rheinland-Pfalz

Beide Veranstaltungen wurden von den Teilnehmenden sehr positiv als persönliche und berufliche Bereicherung aufgenommen. Eine Erweiterung dieser migrationsspezifischen Auseinandersetzung mit dem Berufsalltag wurde von vielen Teilnehmenden am Ende der Veranstaltung angesprochen. Da die Rheinland-Pfälzische Landesregierung die Interkulturelle Öffnung zum Schwerpunktthema gemacht hat, war es möglich, für diese Veranstaltungen eine finanzielle Förderung des Landes zu erhalten. Für diese Unterstützung bedanken sich die Migrations- und Integrationsbeauftragten ausdrücklich. Eine Ausweitung der interkulturellen Schulungen auf andere Zielgruppen (kommunale Auszubildende und Erzieherinnen) ist vorgesehen.

Mehr dazu: Pressebericht

v.l.n.r. Andrea Kaliner, Sabine Müller, Elisabeth Gransche, Ilona Christl
v.l.n.r. Andrea Kaliner, Sabine Müller, Elisabeth Gransche, Ilona Christl
 
 

3 Jahre Integrationsbeauftragte in Worms – die Umsetzung des Integrationskonzeptes 2009-2012

Lob und Anerkennung vom Stadtrat

Die dreijährige städtische Migrations- und Integrationsarbeit von Elisabeth Gransche und Sabine Müller erhielt viel Lob und Anerkennung in der Stadtratssitzung am 28. März 2012.
Mit einem kurzen Überblick über die Inhalte ihrer dreijährigen Tätigkeit, die Umsetzung ihres Konzeptes, dem Hinweis auf die Bedeutung der interkulturellen Öffnung als Querschnittsthema und der Hervorhebung ihrer Kooperationsbereitschaft als Basis ihrer Arbeit, leiteten die beiden Integrationsbeauftragten die Thematik im Stadtrat ein.

Hohe Motivations- und Einsatzbereitschaft der Integrationsbeauftragten

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jens Guth sah in der guten Arbeit der Integrationsbeauftragten die Entscheidung seiner Fraktion, sich für die Einrichtung dieser Stelle in Worms einzusetzen, bestätigt und unterstrich vor allem die Forderung seiner Partei nach weiteren Sprachfördermaßnahmen für Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund. Auch Kurt Lauer (Grüne) würdigte die Leistung der Integrationsbeauftragten und verwies auf anhaltenden Handlungsbedarf in diesem Kontext. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Klaus Karlin ergänzte in seiner Stellungnahme im Stadtrat, es sei eine wesentliche Grundlage für eine konstruktive Integrationsarbeit, dass die beiden Integrationsbeauftragten es in nur drei Jahren geschafft hätten, das Vertrauen vieler Migranten und Migrantinnen zu gewinnen. Oberbürgermeister Michael Kissel schloss sich in seiner abschließenden Stellungnahme dem Tenor seiner Vorredner an und betonte vor allem die hohe Motivations- und Einsatzbereitschaft der Integrationsbeauftragten, diesen Herausforderungen kompetent gerecht zu werden.

Lesen Sie hier den ganzen Bericht 

 

Väterchen Frost und Schneemädchen

Wormser Kultur-, Bildungs- und Sportverein feierte russisch-orthodoxe Weihnachts- und Silvesterfeier

In der russischen Tradition wird Weihnachten am 7. Januar, der im Julianischen Kalender dem 25. Dezember entspricht, gefeiert. Väterchen Frost bringt zusammen mit seiner Enkelin, dem Schneemädchen, die Weihnachtsgeschenke.

Der Kultur-, Bildungs- und Sportverein Worms e.V. hat mit den originellen Tanz- und Schauspieldarbietungen anlässlich der Weihnachts- und Silvesterfeier am Samstag, 7. Januar 2012 im Leiselheimer Saalbau erneut unter Beweis gestellt, wie sehr sich der ehemals russisch-deutsche Kulturverein sowohl in Tanzsport und Choreografie als auch in der russischen Brauchtumspflege engagiert.

Beitrag zum interkulturellen Austausch

Die Migrations- und Integrationsbeauftragte der Stadt, Elisabeth Gransche, würdigte in ihrer Begrüßung dieses Engagement und freute sich besonders über die Präsentation der Aufführung in deutscher Sprache, was die Kinder und Jugendlichen des Vereins mühelos leisteten. Elisabeth Gransche sieht darin einen entscheidenden Schritt in Richtung Integration, eine Öffnung des Vereins gegenüber Einheimischen und einen Beitrag zum interkulturellen Austausch.

Auch von städtischer Seite wurde der interkulturelle Austausch dahingehend aufgegriffen, dass Beigeordneter Hans-Joachim Kosubek eine Begrüßungsrede in Russisch hielt, die großen Beifall erntete. Für das nächste Jahr bleibt dem Verein zu wünschen, dass noch mehr Einheimische an dieser mit viel Kreativität und Enthusiasmus dargebotenen Veranstaltung teilnehmen.

Anerkennung der Integrationsleistung

Den Vereinsverantwortlichen, Waldemar Scherer und Michael Krjukov, ist die Öffnung des Vereins auch für interessierte Wormser Mitbürgerinnen und Mitbürger ein großes Anliegen. In Anerkennung der Integrationsleistung wurde der Ausbau der neuen Vereinsräume in der Bahnhofstraße 24 von Oberbürgermeister Michael Kissel finanziell unterstützt. 

 

Fortbildung für Sprachförderkräfte

Sprachförderkräfte mit Dozentin Alexandra von Bose (5.v.r.)
Sprachförderkräfte mit Dozentin Alexandra von Bose (5.v.r.)

Integrationsbeauftragte finanzieren interkulturelle Schulung

Seit 2006 wird in Worms das Landesprogramm „Zukunftschancen Kinder - Bildung von Anfang an“ mit der Sprachförderung in Wormser Kindertagesstätten umgesetzt. Mittlerweile werden 55 Kurse in 32 Kindertagesstätten angeboten. Der Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund liegt bei 90%. 25 Sprachförderkräfte, die allesamt an mehreren Qualifizierungslehrgängen teilgenommen haben, bieten den Kindern in den Sprachförderkursen eine Möglichkeit, den Spracherwerb zu beschleunigen, damit der bevorstehende Start in die Schule auch wirklich gelingt. Um für den Unterricht gerüstet zu sein, sind fortlaufende Weiterbildungen für die Sprachförderkräfte unumgänglich. Das Gesamtangebot der Sprachförderkurse wird in Worms durch Claudia Ernst-Offermann, Koordinierungsstelle Sprachförderung der Arbeitsförderbetrieb gGmbH, betreut, die im Auftrag der Abteilung Kindertagesstätten des Bereichs Soziales, Jugend und Wohnen der Stadt Worms aktiv wird.

Verschiedene kulturelle Standards und Kommunikationsformen

Dank der Unterstützung von Sabine Müller und Elisabeth Gransche, den Beauftragten für Migration und Integration der Stadt Worms, konnte eine qualifizierte Dozentin für eine Fortbildung mit dem Thema „interkulturelle Kompetenzen“ gefunden werden. Die Wormser Sprachförderkräfte wurden an zwei Abenden durch die Kulturanthropologin und Islamwissenschaftlerin Alexandra von Bose zu diesem Thema informiert. Kurzweilig stellte von Bose die verschiedenen kulturellen Standards und Kommunikationsformen vor. Immer wieder wurden Brücken zum Arbeitsalltag der Sprachförderkräfte geschlagen und Lösungen für Konfliktformen erörtert. Am Ende stimmten die Teilnehmerinnen überein, dass diese Informationsgespräche im nächsten Jahr weitergeführt werden sollten.

 
 

Integration durch Ausbildung in Rheinland-Pfalz

Fachtagung mit Gästen aus Wirtschaft und Politik

Die Migrations- und Integrationsbeauftragte der Stadt Worms, Sabine Müller und der städtische Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich hatten zu diesem Thema am 7. Dezember 2011 in Worms eine Fachtagung mit Gästen aus Wirtschaft und Politik veranstaltet und damit einen regionalen Erfahrungsaustausch ermöglicht, der auf großes Interesse stieß.
Im rheinland-pfälzischen Integrationskonzept ist als ein Kernziel der Arbeitsmarktpolitik des Landes die berufliche Integration von Menschen mit Migrationshintergrund aufgeführt. Angesichts der demografischen Entwicklung und dem drohenden Fachkräftemangel ist es wichtig, durch transparente Information und Beratung den Anteil der Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die eine duale Ausbildung aufnehmen und erfolgreich abschließen, zu erhöhen.

Zielvereinbarung „Transparenz schaffen, Transfer guter Beispiele und Lücken identifizieren“

Zur Realisierung des Landesintegrationskonzeptes wurde von der Arbeitsgruppe „Berufliche Ausbildung und Arbeitsmarkt“ die Zielvereinbarung „Transparenz schaffen, Transfer guter Beispiele und Lücken identifizieren“ erarbeitet. Zentraler Bestandteil dieser Zielvereinbarung, die von Vertreterinnen und Vertretern aus Verwaltung, Verbänden, Bildungsarbeit, Wissenschaft und Politik unterzeichnet wurde, ist die Durchführung und Dokumentation arbeitsmarktpolitischer Fachkonferenzen.
Mit dieser regionalen Veranstaltung in Worms werde ein Beitrag zur Umsetzung dieser Zielvereinbarung geleistet, betonte Oberbürgermeister Michael Kissel bei der Veranstaltung am Mittwoch, 07. Dezember 2011, im WORMSER. Die Stadt betreibe seit Jahren eine aktive Integrationspolitik. Als Beispiele nannte er den Beirat für Migration und Integration – früher Ausländerbeirat – der sich für die Belange der Bürgerinnen und Bürger mit Migrationshintergrund einsetzt, sowie die beiden Migrations- und Integrationsbeauftragten Sabine Müller und Elisabeth Gransche. Der demografische Wandel forciere den globalen Wettbewerb um Fachkräfte, weshalb man auf interkulturelle Kompetenzen angewiesen sei.
Doris Bartelmes, Abteilungsleiterin der Abteilung Arbeit im Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie unterstrich, dass Worms bei der Integration einen vorbildlichen Weg, auch mit dieser Veranstaltung gehe. Künftig seien Jugendliche mit Migrationshintergrund die stärkere Gruppe unter den jungen Menschen.
Die Integrationsbeauftragte Sabine Müller erwähnte mit direktem Bezug zu Worms, dass Unternehmen mit Inhabern ausländischer Herkunft in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen Teil der deutschen Wirtschaft geworden seien, wie erfolgreiche Unternehmer wie Ismet Koyun von Kobil Systems und Murat Basaran von ISO Basaran zeigten.

Unternehmer ausländischer Herkunft haben Vorbildfunktion

Unternehmer ausländischer Herkunft haben eine besondere Vorbildfunktion für die jeweilige Migrantengruppe. Diese Vorbildfunktion gilt es zu nutzen, um gezielt Jugendliche und ihre Familien für die Teilnahme an der Berufsausbildung zu gewinnen, um so der mangelnden Ausbildungsbeteiligung ausländischer Jugendlicher wirkungsvoll zu begegnen.

Das Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) unterstützt bereits seit 2007 im Raum Ludwigshafen und seit 2010 in der Region Rheinhessen und Worms Migrantenbetriebe bei der Schaffung neuer Ausbildungsplätze. INBI und die Stadt Worms sind seit einiger Zeit offizielle Kooperationspartner im Kontext Migration-Integration.

 

50 Jahre Anwerbeabkommen Deutschland / Türkei

Interkulturelle Veranstaltungswoche in Worms

Die Beauftragten für Migration und Integration der Stadt Worms Elisabeth Gransche und Sabine Müller hatten anlässlich des 50. Jahrestages des deutsch-türkischen Anwerbeabkommens mit einem interkulturell besetzten Interessiertenteam eine Jubiläumswoche zusammengestellt. Vom 20. bis 26. November 2011 gab es in Worms eine Veranstaltungsreihe, die sich mit den türkischstämmigen Migrantinnen und Migranten befasste. Das Programm umfasste drei Filmvorführungen, ein Theaterstück, eine Lesung mit Rahmenprogramm, eine Performance mit Jugendlichen, ein Erzählcafé und eine Ausstellung mit Dokumentationen und Karikaturen. 

Broschüre mit Zeitzeugenberichten

Parallel erschien eine Broschüre im Wormsverlag, die mit Zeitzeugenberichten und einem geschichtlichen Abriss die Thematik aufgriff. Oberbürgermeister Michael Kissel begrüßte diese Veranstaltungswoche und betonte, dass die Stadt Worms auf einem guten Weg sei, eine Anerkennungs- und Willkommenskultur gegenüber ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern mit ausländischen Wurzeln zu schaffen, die der Vielfalt eine Chance gibt. Dafür war diese mit interkulturellen Ereignissen prall gefüllte Jubiläumswoche ein gutes Beispiel.

Ausstellung im Rathaus mit Karikaturen von Hüseyin Kaya

Die Ausstellung im Rathaus mit Karikaturen von Hüseyin Kaya und Dokumentationen von Zeitzeugen wurde in Anwesenheit des türkischen Generalkonsuls Aslan Alper Yüksel aus Mainz von Oberbürgermeister Kissel mit einer Rede eröffnet, die bei den zahlreichen Anwesenden mit türkischem Migrationshintergrund Zustimmung fand. Der Oberbürgermeister bedankte sich bei den Gastarbeitern der ersten Stunde für deren Beitrag zur wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands. 

 

Frauen zwischen den Kulturen: Migrantinnen und Erziehung

Veranstaltungsreihe der Gleichstellungsstelle und der Beauftragten für Migration und Integration in Worms – dritte Fachtagung

Im September 2011 fand die dritte Fachtagung dieser Reihe im Wormser Rathaus statt. Nach den Themen Migrantinnen und Gesundheit (Februar 2011) und Migrantinnen und Gewalt (Mai 2011) stand diesmal das Thema Migrantinnen und Erziehung zur Debatte. 
Erziehung sei meist Frauensache, Erziehende seien immer auch Erzogene, Erziehungsmuster würden innerfamiliär und innerkulturell weitergegeben, sagte die Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche in ihrer Einleitung zum Thema.
Jasmine Olbort erläuterte die Prioritäten der Gleichstellungsstelle in ihrer Begrüßung und betonte, dass der geschlechtsspezifische Aspekt im Migrantenkontext noch zusätzlich verstärkt werde und Migrantinnen ganz besonders betroffen seien. Die Diplompädagogin und Kinder- und Jugendlichentherapeutin Dr. Stefanie Kirchhart vom Mainzer Mädchen Haus beschrieb in ihrem Vortrag die kulturell unterschiedliche Wertevermittlung in der Erziehung, die im außerfamiliären Umfeld Schwierigkeiten bereiten könne.

Restriktive Erziehung der Jugendlichen

Jugendliche in traditionell orientierten Migrantenfamilien würden sehr restriktiv erzogen und hätten oft Probleme, mit der Freiheit außerhalb der familiären Kontrolle umzugehen. Vor allem die Doppelsozialisation der Kinder und Jugendlichen mit Migrationshintergrund verursache Orientierungsprobleme, so Dr. Stefanie Kirchhart. Nach einem weiteren Referat der Diplompädagogin Saideh Morabbi zum theoretischen Kontext der Migration, ergänzte die Diplompsychologin Arife Faßnacht mit ihrem Erfahrungsbericht aus der Praxis der interkulturellen Erziehungsberatung in Mannheim die Thematik und leitete damit über zur anschließenden Diskussion.

 

Goethe und Schiller treffen Tschaikowsky und Klitschko

Ausstellung im Wormser Rathaus

Im Wormser Rathaus wurde im August 2011 die Ausstellung „Kulturmosaiken“ gezeigt, die von Bürgermeister Georg Büttler in Vertretung von OB Michael Kissel eröffnet wurde und viel Anerkennung und Lob erhielt.

Auseinandersetzung mit russischer Zuwanderungsgeschichte

Im Kunstunterricht des Russisch-Deutschen Kulturvereins haben sich die Kinder und Jugendlichen mit ihrer russischen Zuwanderungsgeschichte und ihrem Platz in beiden Kulturen beschäftigt und dies in Collagen bildnerisch zum Ausdruck gebracht. Darstellerisch veranschaulichten die Kinder und Jugendlichen ihre subjektive Wahrnehmung durch Abbildungen von Symbolen, Personen, Gegenständen, landestypischen Attraktionen in Sport, Kultur und Technik, Land- und Stadtansichten, kulinarischen Spezialitäten und Festen von Herkunftsland und neuer Heimat.

Austausch zwischen den Kulturen - Anerkennung interkultureller Besonderheiten

Bürgermeister Georg Büttler ging in seiner Begrüßungsrede auf die Vielfalt der Verständigungsmöglichkeiten ein und betonte, dass die Darstellung von Bildern eine Urform der Kommunikation sei, die grenzenlos und völkerübergreifend verstanden wird. Das Projekt „Kulturmosaiken“ wurde von der Migrations- und Integrationsbeauftragten der Stadt, Elisabeth Gransche angeregt und organisatorisch betreut. In ihrer Ansprache nahm sie Bezug auf das Wormser Integrationskonzept, das der Anerkennung interkultureller Besonderheiten und dem Austausch zwischen den Kulturen besondere Aufmerksamkeit widmet. Mit dieser Ausstellung wurde der Vielfalt eine Chance gegeben, sich mitzuteilen und viele Interessierte zu erreichen. Elisabeth Gransche bedankte sich bei den beiden Kunstlehrenden Angelina Munin und Julian Strasser für die Federführung und die Ausdauer bei der Umsetzung der Projektidee. Julian Strasser ergänzte, wie intensiv sich die Schüler und Schülerinnen mit der Thematik auseinander gesetzt hätten, wie der Motivationsprozess nach anfänglichem Zögern plötzlich Feuer gefangen und der Kreativität der Kinder und Jugendlichen freien Lauf gelassen hätte. Das Ergebnis sind kleine Kunstwerke, die grafisch tadellos umgesetzt viel Aussagekraft, witzige Details und Anspielungen auf die gängigen Klischees transportieren.

 

Ausbildung in Migrantenbetrieben

Vierte Veranstaltung der Reihe "Integration durch Ausbildung"

Im Juni 2011 fand die vierte Veranstaltung der Reihe "Integration durch Ausbildung" statt, die von der Migrations- und Integrationsbeauftragten Sabine Müller und dem städtischen Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich organisiert wurde.

Darf ich ausbilden? Diese Frage stellt sich so mancher Firmeninhaber, vor allem jene mit Migrationshintergrund. Dabei liegen oftmals die Voraussetzungen vor. Lediglich ein Ausbilderschein muss gemacht werden. Zur Vorbereitung auf eine solche Eignungsprüfung werden kostenlose Workshops angeboten. Bei genügend Anmeldunge

n eventuell auch in Worms. Nähere Auskünfte geben der Beschäftigungsentwickler und die Integrationsbeauftragte der Stadt.

Wann darf ein Betrieb ausbilden?

Die Ausbildungsbeteiligung in Migrantenbetrieben zu erhöhen und damit bisher unversorgten Jugendlichen eine berufliche Perspektive zu eröffnen, ist das Ziel einer zwischen dem Mainzer „Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI)“ und der Stadt Worms geschlossenen Kooperationsvereinbarung. Im Rahmen des Projektes „Begleitung in Ausbildung (BiA) sind dabei nicht nur gemeinsame Veranstaltungen zu ausbildungsrelevanten Themen geplant, sondern es werden auf Wunsch auch Betriebe in Worms direkt vor Ort beraten und unterstützt.
Bei seinen Firmenbesuchen wird der städtische Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich insbesondere von Migrantenbetrieben häufig darauf angesprochen, ob sie in ihrem Betrieb ausbilden dürfen. Ein Betrieb darf ausbilden, wenn er die formalen Voraussetzungen dazu erfüllt. Neben der Eignung der Ausbildungsstätte nach Art und Einrichtung muss im Betrieb eine Person vorhanden sein, die die persönlichen und fachlichen Voraussetzungen zur Ausbildung erfüllt. Die berufliche und arbeitspädagogische Eignung kann mit dem AdA-Schein nachgewiesen werden.
Insbesondere in Unternehmern mit Migrationshintergrund ist es kaum bekannt, dass sie die Voraussetzungen zur Ablegung der Ausbildereignung besitzen und sie nach dessen Erwerb zukünftig in ihrem eigenem Betrieb zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses selbst Jugendliche ausbilden dürfen.

Aufklärung der Betriebe

Zur Aufklärung der Betriebe besuchten deshalb aktuell die INBI-Mitarbeiter Markus Stasch und Christoph Feick sowie die Integrationsbeauftragte Sabine Müller und der städtische Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich mehrere Firmen in Worms. Ein Thema der Gespräche mit Herrn Bülent Ünlüer von der „Bün Dienstleistungsgruppe GmbH“ sowie Herrn Serdar Uzatmaz, ortsansässiger AWD-Handelsvertreter, war der Erwerb des Ausbilderscheins.
INBI bietet den Unternehmen die Möglichkeit, sich im Rahmen eines Workshops kostenlos auf die Eignungsprüfung bei der Kammer vorzubereiten. Bülent Ünlüer und Serdar Uzatmaz waren von diesem Angebot begeistert und meldeten sich daraufhin spontan mit je zwei Mitarbeitern für den AdA-Lehrgang an. Darüber hinaus boten sich beide Unternehmer an, dieses Angebot bei weiteren Migrantenunternehmen bekannt zu machen, da sie beide über sehr gute Kontakte zu anderen Betrieben und Migranten-Vereinen haben.
Weitere Gesprächsthemen waren die Unterstützung von Auszubildenden während der Ausbildung – sowohl fachlich, pädagogisch und organisatorisch - und die Unterstützung der Betriebe bei der Schaffung neuer oder zusätzlicher Ausbildungsplätze. Durch die fortlaufende Ausbildungsbetreuung und fachliche Betreuung durch INBI wird das Ziel verfolgt, Ausbildungsabbrüche zu verhindern und Betriebe allgemein bei der Durchführung einer Ausbildung zu entlasten.

Die umfassende Unterstützung von Migrantenfirmen kann INBI durch das Projekt BIA deshalb leisten, da dieses Projekt – ebenso wie der Beschäftigungsentwickler- durch das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Demografie (MSAGD) aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds und des Landes gefördert wird.

Ausbilderschein - Interessenten können sich melden

Bei genügend Anmeldungen könnten die Kurse zur Ablegung des AdA-Scheins hier in Worms angeboten werden, was für Firmeninhaber einen Zeitvorteil bietet, da diese Ausbildung neben der normalen Berufsausübung absolviert wird. Anmeldungen nehmen Sabine Müller, Daniel Scheirich und INBI entgegen.


 institut@inbi-mainz.de 

 

Frauen zwischen den Kulturen: Zwangsheirat

Veranstaltungsreihe der Gleichstellungsstelle und der Beauftragten für Migration und Integration in Worms.


Die zweite Fachtagung dieser Reihe im Wormser Rathaus hatte im Mai 2011 den Themenschwerpunkt Zwangsheirat.
Frauen und Mädchen, die von Zwangsverheiratung bedroht sind oder bereits in einer Zwangsehe leben, sind meist massivem psychischen Druck seitens ihrer Familie ausgesetzt. Viele erleiden jahrelang schwere körperliche Gewalt, ohne Außenstehenden von ihrer Situation zu erzählen.
„Gerade weil es den Betroffenen so schwer fällt, sich Hilfe zu holen, ist es wichtig, für das Thema sensibilisiert zu sein und mögliche Anzeichen einer drohenden Zwangsverheiratung erkennen zu können“, erläutert Jasmine Olbort, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Worms.

Sensibilisierung für das Thema Zwangsheirat durch Buchautorin Serap Cileli

Zu dieser Sensibilisierung wollte die Fachtagung im Wormser Rathaus beitragen. Sie richtete sich an alle Personen, die in ihrem beruflichen Umfeld mit der Thematik konfrontiert werden könnten, vor allem an MitarbeiterInnen von Beratungsstellen und Behörden sowie an Lehrerinnen und Lehrer.
Als Referentin konnte die Buchautorin Serap Cileli gewonnen werden. Sie wurde selbst im Alter von 15 Jahren zwangsverheiratet und hilft nun mit ihrem Verein peri e.V. betroffenen Frauen und Mädchen. Sie informierte bei der Fachtagung über Ursachen und Hintergründe von Zwangsverheiratung und Gewalt im Namen der sogenannten Ehre. Regine Noll von der Frauenberatungsstelle Solwodi Mainz ging im Anschluss auf Unterstützungsmöglichkeiten der Betroffenen ein und stellte die Hilfsangebote und –strukturen in Rheinland-Pfalz vor.
Für eine interessierte Öffentlichkeit gab es am Abend im Heylsschlösschen eine Lesung mit Serap Cileli zum gleichen Thema.

Die nächste Fachtagung dieser Reihe findet am 14. September 2011 mit dem Themenschwerpunkt Erziehung statt. 

 

Filmprojekt zum Girls’ und Boys’ Day 2011 in Worms

Katharina Juneman (3.v.l.) und Elisabeth Gransche (r.) mit dem weiblichen Filmteam vom Wormser Girls' Day
Katharina Juneman (3.v.l.) und Elisabeth Gransche (r.) mit dem weiblichen Filmteam vom Wormser Girls' Day

Migrationskontext im Fokus

Der klassische Girls´Day, an dem Mädchen seit Jahren die Gelegenheit haben, geschlechtsuntypische Berufe kennen zu lernen, wurde in diesem Jahr in Worms durch zwei Komponenten erweitert.

Fachkraft für Jugendarbeit und Medienpädagogin im Einsatz

Dieses Jahr gab es zusätzlich den Boys’Day, der zum ersten Mal bundesweit veranstaltet wurde und in Worms zudem durch die Zusammenarbeit von Jasmine Olbort (Gleichstellungsstelle) und Elisabeth Gransche (Migrations- und Integrationsbeauftragte) einen besonderen Schwerpunkt im Migrationskontext hatte. Es gelang, mit Katharina Junemann vom Koordinierungsbüro für Jugendarbeit und Entwicklung und Gisela Witt, Medienpädagogin der mobilen Kunst- und Kulturakademie (moKKa), zwei Fachkräfte mit einzubinden und ein Filmprojekt zu realisieren, das die geschlechtsuntypische Berufswahl medienadäquat dokumentiert.
Es gab ein weibliches und ein männliches Filmteam mit jeweils vier Jugendlichen mit Migrationshintergrund, die nach einer kurzen Einweisung in die Filmtechnik ihre Geschlechtsgenossinnen und -genossen am Schnuppertag in den jeweiligen Einrichtungen filmten und interviewten. Im Anschluss wurden die beiden Kurzfilme unter Anleitung der Medienpädagogin von den Jugendlichen fertig gestellt und während einer Abschlussveranstaltung mit allen Mitwirkenden im Rathaus gezeigt.

Filmaufnahmen als Dokumentation, Anreiz und Multiplikator

Die Filme stehen als Dokumentation dieses außergewöhnlichen Girls’ und Boys’ Days den Jugendlichen zur Verfügung. Eine Verbreitung in Schule und Internet ist erwünscht und soll zur Nachahmung motivieren.
Die beteiligten Einrichtungen waren die Stadtverwaltung, Abteilung Stadtvermessung und Geoinformation, die unter der Regie der Abteilungsleiterin Alice Lange zwei Mädchen den Beruf der Vermessungstechnikerin vorstellte und das Altenheim Johannes Centrum in Osthofen, das unter Mithilfe eines Auszubildenden mit Migrationshintergrund zwei Jungs den Beruf des Altenpflegers näher brachte.

So wie Mädchen in den technischen und gewerblichen Branchen unterrepräsentiert sind, werden in den Erziehungs-, Dienstleistungs- und Pflegeberufen dringend männliche Auszubildende gesucht. „Sinn dieses Projektes war es außerdem, das eingeschränkte Berufswahlverhalten der Jugendlichen, vor allem auch derer mit Migrationshintergrund, dahin gehend zu erweitern, dass Berufe vorgestellt wurden, die sowohl Ausbildungs- als auch sichere Arbeitsplätze im Anschluss garantieren. Dazu sollte dieses Filmprojekt einen Beitrag leisten“, so Oberbürgermeister Michael Kissel. 

 
 

Februar 2011 - zwei Jahre Migrations- und Integrationsbeauftragte im Amt

Integrationskonzept vorgelegt

Mit der Vorlage ihres Integrationskonzeptes bereits im ersten Jahr ihrer Amtszeit haben die städtischen Migrations- und Integrationsbeauftragten eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass es richtig war, der kommunalen Integrationsarbeit ein strukturelles Gerüst zu geben, die Ziele und Unterstützungsvorhaben zu benennen und die verschiedenen Gremien am Einführungsprozess zu beteiligen. Inhaltlich geht es im Konzept hauptsächlich um die drei Bereiche Bildung, Partizipation und Arbeit, die die Grundlage für eine Erfolgs versprechende Integration in unsere Gesellschaft darstellen.

Oberbürgermeister Kissel nimmt bei allen migrations- und integrationspolitischen Veranstaltungen gerne Bezug auf dieses städtische Konzept und unterstreicht neben den inhaltlichen Prioritäten vor allem den Auftrag zur Kooperation mit anderen städtischen Institutionen und gesellschaftlichen Gruppierungen. „Ergänzen und Vernetzen statt Ersetzen ist unser städtisches Anliegen. Das haben die beiden Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und Sabine Müller erfolgreich umgesetzt, in dem sie bereichsübergreifend Projektreihen initiiert, andere Akteure mit eingebunden oder sich in bestehende Arbeitskreise eingebracht haben“ so Michael Kissel.

Zwei integrative Projektreihen werden fortgesetzt

Die Integrationsbeauftragten betonen die Nachhaltigkeit ihrer Arbeit. Vor allem zwei integrative Projektreihen vom letzten Jahr werden fortgesetzt. Sie sind sehr vielversprechend, und haben inzwischen überregional Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Dies ist zum einen die Reihe Integration durch Ausbildung, die konzeptionell den Übergang Schule - Beruf von Jugendlichen mit Migrationshintergrund thematisiert, ein Schwerpunkt der Integrationsarbeit von Sabine Müller ist und in Zusammenarbeit mit dem städtischen Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich durchgeführt wird. Der zweite Fokus ist der interkulturelle Austausch, der durch die Vermittlung von kultursensiblen Schulungen voran gebracht wird. Die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt durch die Stadt Worms und Wormser Unternehmen war im vergangenen Jahr ein Höhepunkt, der für die weitere Arbeit richtungweisend ist. Um die interkulturelle Öffnung der Verwaltung kümmert sich unter anderem Elisabeth Gransche, die mit dem verwaltungsinternen Arbeitskreis Interkulturelle Öffnung die Leitlinien der Charta, die kulturelle Vielfalt und das tolerante Miteinander aller Beteiligten umsetzen möchte.

Synergien im Bereich Stadtentwicklung

Die unterschiedlichen Dimensionen des Querschnittthemas Migration-Integration unterstrich Bereichsleiter Volker Roth mit dem Hinweis auf die Synergien im Bereich Stadtentwicklung. Dies bewiesen gemeinsame Veranstaltungen, wie die Durchführung eines Wormser Wirtschaftstages mit dem Motto „Migration“ durch die Wirtschaftsförderung und die gemeinsame Fachtagungsreihe von Gleichstellungs- und Integrationsstelle zum Thema „Frauen zwischen den Kulturen“.

 

Frauen zwischen den Kulturen: Migrantinnen und Gesundheit

Veranstaltungsreihe der Gleichstellungsstelle und der Beauftragten für Migration und Integration in Worms

Die erste Fachtagung dieser Reihe im Februar 2011 im Wormser Rathaus informierte und sensibilisierte Fachkräfte über die Auswirkungen der Migration auf Seele und Gesundheit speziell bei Frauen.
Die Teilnehmenden aus diesen Berufsgruppen garantieren im Umgang mit Migrantinnen eine nachhaltige Umsetzung dieser Fachinformationen und sind ein wichtiges Bindeglied in der interkulturellen Kommunikation.

Landesleitprojekt ein interkulturelles Präventionsnetzwerk

Oberbürgermeister Michael Kissel unterstrich in seiner Einführung den Auftrag zur Vernetzung der Akteure, der sich aus dem Integrationskonzept der Stadt ableiten lässt. Er begrüßte außerdem die Kooperation der Integrationsbeauftragten mit Herrn Behrouz Asadi von der Landeszentrale für Gesundheitsförderung, der mit dem neuen Landesleitprojekt ein interkulturelles Präventionsnetzwerk zur Vermittlung zwischen Vertretern und Vertreterinnen des Gesundheitswesens und den Menschen mit Migrationshintergrund aufbauen möchte und gerne die Gelegenheit nutzte, das Fachpublikum darüber zu informieren.

Externe Referenten über migrationsspezifische Gesundheitsrisiken und kultursensible Pflege

Die weiteren Referentinnen, Dr. phil. Magdalena Stülb, Krankenschwester und Ethnologin (M.A.), und Alexandra von Bose, Ethnologin (M.A.), Kulturanthropologin und Islamwissenschaftlerin, berichteten in ihren Vorträgen über die migrationsspezifischen Gesundheitsrisiken und über die Chancen der kultursensiblen Pflege.

Psychosomatische Hintergründe des Phänomens Kulturschock

Während Magdalena Stülb vor allem über die kulturellen Besonderheiten in der Konzeption seelischer Erkrankungen und deren Relevanz für eine erfolgreiche Behandlung sprach, veranschaulichte Alexandra von Bose unter anderem anhand ihrer eigenen Erfahrungen bei langjährigen Aufenthalten in anderen Kulturen die Schattenseiten der Migration und die psychosomatischen Hintergründe des Phänomens Kulturschock. Sie referierte aber auch über die Chancen der Migrationserfahrung, über mögliche Lösungsstrategien, gezielte Präventionen und die Perspektiven für einen kulturkompetenten Klinikalltag.

Plädoyer für Empathie und kultursensibles Verständnis

Beide Referentinnen appellierten an die medizinischen und pflegenden Fachkräfte, (neu)zugewanderten Patientinnen mit Empathie und kultursensiblem Verständnis zu begegnen, um ihre Angst und Verunsicherung abzubauen und damit bereits einen Beitrag zum Heilungsprozess zu leisten.

Der Migrations- und Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und der Gleichstellungsbeauftragten Jasmine Olbort vom Bereich Stadtentwicklung ist es mit dem Auftakt dieser Veranstaltungsreihe gelungen, ein interessiertes Fachpublikum zu mobilisieren und zu vernetzen.

Weitere Veranstaltungen dieser Reihe folgen im Mai 2011 (Thema Gewalt/Zwangsheirat) und im September 2011 (Erziehung). 

 

Zukunftschancen für Jugendliche mit Migrationshintergrund

Kooperationsvereinbarung mit INBI unterzeichnet

Mit einer aktuell unterzeichneten Kooperationsvereinbarung haben die Stadt Worms und das Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI) in Mainz eine Partnerschaft besiegelt, um Jugendlichen mit Migrationshintergrund durch Ausbildung bessere Zukunftschancen zu ermöglichen.
Gegenstand der Kooperationsvereinbarung ist das Landesprojekt “Begleitung in Ausbildung (BiA)“, das gefördert wird durch das Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Familie und Frauen Rheinland-Pfalz aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds. Aufmerksam auf INBI wurde man durch die von der städtischen Integrationsbeauftragten Sabine Müller zusammen mit Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich im vergangenen Jahr initiierte Veranstaltungsreihe „Integration durch Ausbildung“.

Reihe Integration durch Ausbildung

Durch diese Reihe sollte das Bewusstsein geschaffen werden, dass, unter Berücksichtigung des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und einer sich zunehmend global vernetzenden Wirtschaft, Auszubildende mit Migrationshintergrund eine Chance für Unternehmen bieten. Auf besonders positive Resonanz stieß der im letzten Jahr gehaltene Vortrag von Christoph Feick und Markus Stasch, die ihr „Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI)“ und das Projekt „Begleitung in Ausbildung (BiA)“vorstellten, mit dem eine Steigerung der Ausbildungsbeteiligung von Migrantenbetrieben erreicht werden sollte.

Steigerung der Ausbildungsbeteiligung von Migrantenbetrieben

Auffallend ist die Tatsache, dass die Ausbildungsbeteiligung von Migrantenbetrieben mit 14 Prozent immer noch deutlich geringer ist als von deutschen Unternehmen, von denen immerhin knapp ein Viertel selbst ausbildet. Viele Migrantenbetriebe sind zwar ausbildungswillig, jedoch bestehen häufig Unsicherheiten, ob man ausbilden kann, sowie Unklarheiten über die Rechte und Pflichten eines Ausbildungsbetriebs und bürokratische Hürden.
Daneben bietet das Projekt „BiA“ für die Arbeitgeber sowohl eine Unterstützung zur Erlangung der Ausbildungseignung als auch eine Vermittlung von Auszubildenden an. Da dieses Projekt damals auf so großes Interesse stieß, bemühte sich die Stadt mit Erfolg um eine Zusammenarbeit mit INBI. 

Schaffung zusätzlicher Ausbildungsplätze

„Mit dem Institut zur Förderung von Bildung und Integration haben wir einen Partner gefunden, der sich seit 10 Jahren erfolgreich in den Bereichen Migration und Integration sowie in der (beruflichen) Qualifizierung und Unterstützung sozial Benachteiligter engagiert.
Mit dieser zwischen INBI und der Stadt Worms geschlossenen Allianz verfolgen wir das gemeinsame Ziel, die Ausbildungsbeteiligung von Migrantenbetrieben zu erhöhen. Neben der Schaffung neuer oder zusätzlicher Ausbildungsplätze sollen auch Betriebe, die bereits ausbilden, gefördert werden“, erläutert Oberbürgermeister Michael Kissel. Mit dem Abschluss des Kooperationsvertrages sei der Grundstein dafür gelegt worden, dieses erfolgreiche Projekt auch auf Worms zu übertragen, so Kissel.
„Wir freuen uns sehr über das Engagement der Stadt Worms und sind der Überzeugung, durch die Zusammenarbeit noch besser Betriebe erreichen zu können. Über die konkrete Unterstützung hinaus, wollen wir vor allem eine nachhaltige Wirkung erzielen und Potenziale aufzeigen, die ein wichtiger Faktor für die Wirtschaft sind und bislang viel zu wenig genutzt werden“, so Peimaneh Nemazi-Lofink, Leiterin des INBI-Instituts.

Auf institutioneller Ebene wird die Kooperationsvereinbarung von Seiten der Stadt durch die Beauftragte für Migration und Integration, Sabine Müller, und Beschäftigungsentwickler Daniel Scheirich in Zusammenarbeit mit Christoph Feick und Markus Stasch von INBI umgesetzt, insbesondere durch gemeinsame Veranstaltungen und eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit.

 

Leitlinien der "Charta der Vielfalt" werden umgesetzt

Arbeitskreis „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“ konstituiert

Auf Einladung von Oberbürgermeister Michael Kissel trafen sich am 26. November 2010 Bereichsleiterinnen und Bereichsleiter sowie weitere Verantwortliche der Stadtverwaltung zur Auftaktveranstaltung des Arbeitskreises „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“.
Innerhalb der Stadtverwaltung wird sich ein Arbeitskreis mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten und wechselnden Teilnehmenden der Aufgabe einer interkulturellen Öffnung annehmen und die vom Stadtrat beschlossenen Leitlinien der „Charta der Vielfalt“ umsetzen.

Bestandsaufnahme und Vernetzung

Es ist vorgesehen, die bereits erfolgten Anstrengungen von städtischen Bereichen und Abteilungen zu sammeln, zu vernetzen und im Rahmen eines Erfahrungsaustausches in ein Gesamtkonzept „Interkulturelle Öffnung der Verwaltung“ als gutes Beispiel einzubringen. Der Arbeitskreis soll dazu beitragen, die Erfahrungen der Kommune im Umgang mit sozialer und ethnischer Vielfalt zu bündeln und auszuwerten, neue Impulse aufzunehmen, die interkulturelle Öffnung durch eine Koordinierung von Beteiligten und Maßnahmen weiter zu entwickeln und geeignete Rahmenbedingungen dafür zu schaffen.

Externe Referenten zum Thema

Die städtische Migrations- und Integrationsbeauftragte Elisabeth Gransche skizzierte den Teilnehmenden der Veranstaltung das Konzept dieses Arbeitskreises und moderierte die Diskussion im Anschluss an die beiden Vorträge der externen Referentinnen. Claudia Vortmann von der Schneider Organisationsberatung, federführend im Landesprojekt „Vorsprung durch Vielfalt“ und Kulturanthropologin und Islamwissenschaftlerin Alexandra von Bose, interkulturelle Trainerin von Fachhochschule und Wormser Klinikum, gaben einen professionellen Überblick über die Notwendigkeit einer interkulturellen Öffnung.

Interkulturelle Öffnung erfordert bereichsübergreifende Zusammenarbeit

Interkulturelle Öffnung ist als Prozess und Querschnittsaufgabe zu verstehen und erfordert eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit ebenso, wie den themenbezogenen Austausch mit ausgewählten internen und externen Fachkräften. Konkret kann sich der Wille zur interkulturellen Öffnung bereits in kleinen Gesten ausdrücken, wie etwa in dem Zusatz einer aktuellen Stellenausschreibung der Landesregierung „Wir freuen uns auf Bewerbungen von Menschen mit Migrationshintergrund“ den Elisabeth Gransche als gutes Beispiel anführte.

Mehr Zugewanderte im Öffentlichen Dienst

In Deutschland hat ein Fünftel der Bevölkerung Migrationshintergrund, deshalb wird in der Politik der Wunsch nach mehr Zugewanderten im öffentlichen Dienst immer lauter. Während Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, die Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Anfang des Jahres noch nicht konkret von einer Quote bei der Beschäftigung von Zugewanderten sprechen wollte, werde jetzt diese Zielvorgabe auf bundespolitischer Ebene nicht mehr ausgeschlossen, berichtete Elisabeth Gransche von einer neuerlichen Fachtagung mit der Staatsministerin in Ludwigshafen. Außerdem würden auch in der Privatwirtschaft bereits Pilotprojekte mit anonymen Bewerbungen getestet, um dieZugangschancen für Bewerber und Bewerberinnen mit ausländischen Herkunftsmerkmalen zu erhöhen.

„Der Wunsch nach Vielfalt ist in der Personalpolitik angekommen. Die Stadtverwaltung wird sich dieser Herausforderung stellen und mit diesem Arbeitskreis einen Teil dazu beitragen. Die Teilnehmenden der Auftaktveranstaltung haben ihre Unterstützung signalisiert“, fasste Oberbürgermeister Michael Kissel zusammen und: „Wir sehen uns der Charta der Vielfalt verpflichtet. Die Stadt möchte hier Vorbild sein!“ 

 

Zahl der Ausbildungsstellen in Migrantenbetrieben soll steigen!

3. Informationsveranstaltung der Reihe „Integration durch Ausbildung“

Alle Referenten der dritten Informationsveranstaltung vom 09.11.2010 in der Reihe „Integration durch Ausbildung“ kamen zu demselben Ergebnis: Auszubildende mit Migrationshintergrund bieten unter Berücksichtigung der Prognosen des demografischen Wandels und dem Fachkräftemangel sowie einer Wirtschaft, die sich zunehmend global vernetzt, eine Chance für Unternehmen. Durch institutionelle Unterstützung sollen nun die Voraussetzungen zur Schaffung zusätzlicher Ausbildungsstellen, vor allem in Migrantenbetrieben ermöglicht werden.

Veranstaltung informiert Arbeitgeber über Ausbildungsförderprogramme

Oberbürgermeister Michael Kissel unterstrich in seinem Grußwort die Bedeutung einer erfolgreichen Integration in das Arbeitsleben von Menschen mit Migrationshintergrund. Die Phase der Ausbildung sei ein wichtiger Bestandteil des Integrationskonzeptes der Stadt Worms. Profitieren würden davon beide Seiten. Der Auszubildende mit einer gelungenen Berufswahl und einem stabilen Ausbildungsplatz erhalte mehr Sicherheit in seinem Alltag und die Unternehmen erweiterten ihre interkulturelle Kompetenz. Die Thematik der Veranstaltung fand auch großes Interesse von offizieller Seite. So konnte unter anderem der Attaché für Arbeit und Soziales des türkischen Generalskonsuls zu Mainz, Herr Yüksel Al, als Teilnehmer begrüßt werden. Aber auch die Unternehmer, davon viele mit Migrationshintergrund, nutzten die Veranstaltung, um sich zu erkundigen, wie sich ihre dringend benötigte zusätzliche Ausbildungsstelle fördern ließe. Sie kamen beim anschließenden „Get together“ mit den Referenten sowie den institutionellen Vertretern ins Gespräch.

Gute Erfahrungen der EWR AG mit Migranten in Ausbildung

Bevor in der Informationsveranstaltung „Integration durch Ausbildung“ konkrete Projekte zur Ausbildungsförderung angesprochen wurden, berichtete der Vorstandsvorsitzende der EWR AG, Helmut Antz, über die positiven Erfahrungen seiner Gesellschaft mit der Beschäftigung von Auszubildenden mit Migrationshintergrund. Das Unternehmen hatte in den letzten fünf Jahren bereits viele Jugendliche mit Migrationshintergrund erfolgreich ausgebildet. Wichtig für die EWR AG sei ein starker Teamzusammenhalt. Letztendlich würden die unterschiedlichen kulturellen Hintergründe der Auszubildenden in ihrem gegenseitigen Kontakt keine Rolle mehr spielen. Das Unternehmen dagegen profitiert von der kulturellen Vielfalt, beispielsweise im Vertrieb. 

INBI und Projekt BiA vorgestellt

Im Anschluss daran stellten Christoph Feick und Markus Stasch das „Institut zur Förderung von Bildung und Integration (INBI)“ vor. Die sozialen Projekte des INBI beschäftigen sich hauptsächlich mit dem Übergang von der Schule zum Beruf, so auch das Projekt „Begleitung in Ausbildung (BiA)“. Dieses wurde von 2007 bis 2010 in Zusammenarbeit des Trägers „Integration durch Ausbildung GmbH (IDA)“ in Ludwigshafen sehr erfolgreich erprobt. Beide Projekte - BiA und IDA – zielen auf eine Steigerung der Ausbildungsbeteiligung von Migrantenbetrieben ab. Studien belegen, dass nur 14,2 Prozent der Betriebe von Unternehmern mit Migrationshintergrund ausbilden. Im Vergleich dazu beträgt der Wert bei Ausbildungsbetrieben von Unternehmern ohne Migrationshintergrund 24,4 %. Das Projekt besitzt eine Vermittlungsfunktion zwischen Betrieb und Lehrling. So betreuen die Träger beider Projekte neben den Betrieben auch die Auszubildenden. Durch die Projekte „IDA“ und „BiA“ soll die Zahl der Ausbildungsabbrecher verringert werden. Ender Önder, Geschäftsführer der IDA gGmbH, kann für die ersten vier Jahre eine sehr positive Bilanz vorweisen: Es konnten 121 neue Ausbildungsstellen geschaffen werden, obwohl für die ersten zwei Jahre die Zielgröße zusätzlicher Lehrstellen von den Finanzträgern nur auf 25 neue Plätze festgelegt wurde! 

Verschiedene Ausbildungsförderprogramme

Jetzt wird das Projekt mittels des INBI auf die Region Worms/Rheinhessen übertragen. Im ersten Schritt müssen ausbildungsfähige Migrantenbetriebe gefunden und der Kontakt zu diesen hergestellt werden. Spontan erklärte sich die Integrationsbeauftragte Sabine Müller zur Herstellung dieser Kontakte unter Mithilfe der Wirtschaftsförderung der Stadt Worms bereit. Daneben bietet das Projekt „BiA“ für die Arbeitgeber sowohl eine Unterstützung zur Erlangung der Ausbildungseignung als auch eine Vermittlung von Auszubildenden an. Im letzten Vortrag des Nachmittags referierte der Beschäftigungsentwickler der Stadt Worms, Herr Daniel Scheirich, über verschiedene Ausbildungsförderprogramme, die für klein- und mittelständige Unternehmen zur Verfügung stehen. Auch Herr Scheirich verhilft den Unternehmern durch seine Tätigkeit zu passgenauen Auszubildenden. In seinem Vortrag stellte er verschiedene, von der EU und dem Land Rheinland-Pfalz finanzierte, Fördermöglichkeiten vor.

Die Informationsveranstaltung fand großen Anklang. Die Beauftragte für Integration der Stadt Worms, Sabine Müller, freute sich über diese gelungene Fortsetzung der Veranstaltungsreihe „Integration durch Ausbildung“. Die Veranstaltung diente der Information, aber auch der Vernetzung von Unternehmern mit Institutionen, die Fördermöglichkeiten anbieten. Dies sei mit der aktuellen Veranstaltung gelungen, so dass auch im nächsten Jahr die Reihe fortgesetzt werden könne. Die Integrationsbeauftragte bot sich zudem als Ansprechpartnerin für interessierte Betriebe an. Sie könne dann den Kontakt zu den Förderinstitutionen herstellen. 

 

Stadtrat beschließt Unterzeichnung der "Charta der Vielfalt"

Im September 2010 befürwortet der Stadtrat die Unterzeichnung der Charta der Vielfalt durch Oberbürgermeister Michael Kissel für die Stadtverwaltung Worms.

Die Charta der Vielfalt ist eine Unternehmensinitiative und hat die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland zum Ziel. Durch die Unterzeichnung der Charta verpflichten sich die Unternehmen oder Institutionen, ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen gleichermaßen respektiert werden – unabhängig von Geschlecht, Rasse, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.

Die Unternehmensinitiative Charta der Vielfalt wird von der Bundesregierung befürwortet und von der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer, unterstützt.

Das Bekenntnis zur Charta der Vielfalt verlangt der Stadtverwaltung in erster Linie eine Ausrichtung ihres Leitbildes und die ausdrückliche Stellungnahme zugunsten von Migrantinnen und Migranten ab. Sie ist ein Anfang und ein Grund, die Thematik ausdrücklich in den Verwaltungskontext einzubringen.

 

Beauftragte der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration in Worms

Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer würdigt Wormser Unterzeichner der "Charta der Vielfalt"

Am 20. September 2010 besuchte Frau Staatsministerin Prof. Dr. Maria Böhmer im Rahmen der interkulturellen Woche die Stadt Worms und überreichte die Urkunden an die Unterzeichner der Charta der Vielfalt.

Die Beigeordnete Petra Graen begrüßte stellvertretend für den Oberbürgermeister Michael Kissel die Staatsministerin und nahm die Urkunde für die Stadt Worms entgegen.

Neben der Stadt Worms haben die EWR AG Worms, die Fachhochschule Worms, das Klinikum Worms, die Wohnungsbau Gmbh Worms und das Unternehmen VSK Technik-Kübler Worms die Charta unterzeichnet.

Die Stadt Worms wird sich in einem Arbeitskreis der interkulturellen Öffnung der Verwaltung annehmen und das Leitbild der Charta der Vielfalt umsetzen.

Die städtischen Migrations- und Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und Sabine Müller begrüßen die breite Zustimmung des Stadtrates und die Bereitschaft der Verwaltung, sich explizit dieses Themas anzunehmen.

 

Landestreffen der Integrationsbeauftragten in Worms

Am 21. April 2010 fand auf Einladung von Maria Weber, der Beauftragten der Landesregierung für Migration und Integration, das Landestreffen der kirchlichen und kommunalen Integrationsbeauftragten in Worms statt.

Das Land Rheinland-Pfalz veranstaltet einmal im Jahr eine Tagung zum allgemeinen Informationsaustausch und zum Kennenlernen der neu hinzugekommenen Integrationsbeauftragten.

Gute Zusammenarbeit mit der Landesintegrationsbeauftragten

Der diesjährige Gastgeber, Oberbürgermeister Kissel unterstrich in seiner Begrüßung die gute Zusammenarbeit mit der Landesintegrationsbeauftragten und bedankte sich für die Unterstützung auf Projektebene. Frau Weber lobte die vielfältigen Angebote der Integrationsarbeit in Worms, für die jetzt durch die beiden Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und Sabine Müller eine Koordinierungsstelle geschaffen wurde. Als Gastgeber hatte die Stadt Worms die Möglichkeit, einen Überblick über die Projektarbeit für Migranten zu geben und vor allem das vom Land unterstütze Projekt Wormser Westen vorzustellen. Frau Ripier-Kramer, die Bereichsleiterin für Jugend und Soziales, präsentierte einführend einige Ergebnisse der aktuellen Wormser Sozialraumanalyse, die eine Problemhäufung in den Stadtteilen mit hohem Migrantenanteil ausweist und die Dringlichkeit der nachhaltigen Projektarbeit in den sozialen Brennpunkten unterstreicht. Frau Weber versprach sich für die Wormser Interessen auf Landesebene einzusetzen.

Vorstellung und Diskussion des Wormser Integrationskonzepts

Weitere Programmpunkte waren die Vorstellung und Diskussion des Wormser Integrationskonzepts, das von der Mainzer Delegation sehr positiv bewertet wurde, und die aktuellen Aktivitäten der Wormser Integrationsbeauftragten, wie die Durchführung eines Ferienkurses für Deutsch in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule und Einrichtung einer Praktikumsbörse. Auch das Vorhaben der Wormser Integrationsbeauftragten, einen Arbeitskreis für interkulturelle Öffnung innerhalb der Verwaltung zu gründen und die Vermittlung von interkulturellen Schulungen (Klinikum Worms) fortzusetzen, fand viel Anerkennung durch die Landesintegrationsbeauftragte und unter den Kolleginnen und Kollegen aus den anderen Kommunen in Rheinland-Pfalz.

 

Thesen und Leitlinien der städtischen Integrationsarbeit

Seit dem 1. Februar 2009 sind die Diplom-Soziologin Elisabeth Gransche und die Juristin Sabine Müller bei der Stadt Worms als Migrations- und Integrationsbeauftragte beschäftigt. Zugeordnet ist die Stelle dem Bereich 7 – Stadtentwicklung, im Dezernat von Oberbürgermeister Michael Kissel. Elisabeth Gransche und Sabine Müller teilen sich die Vollzeitstelle hälftig.

Interkulturellen Dialog durch Netzwerkarbeit unterstützen

„Ziel der Migrations- und Integrationsstelle ist es, die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund zu fördern und das Zusammenleben der Bürgerinnen und Bürger mit und ohne deutschen Pass in Worms zu verbessern. Sie ist Anlaufstelle für alle Institutionen und Personen in Worms, die sich mit dem Thema „Migration“ und dem interkulturellen Dialog befassen. Zum Aufgabengebiet gehört es, in Zusammenarbeit mit Verwaltung, Politik und Verbänden, Konzepte und Maßnahmen zur Integrationsförderung zu erarbeiten und umzusetzen“, beschreibt OB Michael Kissel das vielseitige und auch schwierige Aufgabengebiet der beiden Mitarbeiterinnen.

Mit den Gegebenheiten in Worms vertraut gemacht

Nach erfolgter Einarbeitungszeit haben sich die beiden Migrations- und Integrationsbeauftragten mit den Gegebenheiten in Worms vertraut gemacht, in den vergangenen Monaten zahlreiche Gespräche mit relevanten Zielgruppen geführt und aus den gewonnenen Erkenntnissen und Erfahrungen heraus Thesen und Leitlinien für eine erfolgreiche Migrations- und Integrationsarbeit formuliert, die jetzt zur Diskussion gestellt und sukzessive umgesetzt werden sollen.

Der Ausländeranteil in Worms liegt bei 19,7%. Mit den Spätaussiedlern (ca. 3000 Migranten) und den Aussiedlern vor dem Jahre 2004 (ca.1100 Migranten) liegt der Anteil bei ca. 25%.

Integration durch Arbeit und Ausbildung voranbringen

Nimmt man die Migranten im Alter zwischen 25 und 40 Jahren, liegt deren Anteil an der Wormser Bevölkerung bei 48,3%, davon sind in diesem Alter 39% nicht genügend qualifiziert für das Berufsleben. Nach Aussage der beiden Integrationsbeauftragten liegt der Schwerpunkt hier, eine höhere Qualifizierung dieser Migranten zu erzielen. Diese Arbeitskräfte würden auch in Worms dringend benötigt.


hier: das Konzept 

 

Workshop Integrationskonzept am 23.02.2010 im Rathaus

Im August 2009 hatten die beiden städtischen Integrationsbeauftragten Elisabeth Gransche und Sabine Müller ihre Schwerpunkte für ein Integrationskonzept der Öffentlichkeit vorgestellt. Seitdem bestand für alle Interessierten die Gelegenheit, den Konzeptentwurf auf den städtischen Internetseiten nachzulesen und zu kommentieren.

Fachöffentlichkeit diskutiert Integrationskonzept

Bevor das Konzept den zuständigen Fachausschüssen und dem Stadtrat zur Beratung und Beschlussfassung vorgelegt wird, erhielt jetzt die Fachöffentlichkeit, bestehend aus Beauftragten der kirchlichen und freien Wohlfahrtsverbände, Fachdienststellen und einschlägig tätigen Institutionen, noch einmal die Möglichkeit, die konzeptionellen Grundlagen der städtischen Integrationsarbeit im Rathaus zu diskutieren.

Impulsgeberinnen und Vermittlerinnen auf konzeptioneller Ebene

Bei der Begrüßung der Anwesenden unterstrich Oberbürgermeister Michael Kissel noch einmal den strukturellen Ansatz des Konzepts, das auf die drei Säulen „Integration durch Bildung, Arbeit und Teilhabe“ setzt. Kissel betonte, dass es sowohl um eine Unterstützung und Vernetzung der bereits etablierten Aktivitäten, als auch um die Anregung neuer Initiativen gehe. Die städtischen Integrationsbeauftragten seien keine Streetworker oder Sozialarbeiterinnen, die sich primär um Einzelfallberatung kümmerten, sondern vorrangig Impulsgeberinnen und Vermittlerinnen auf konzeptioneller Ebene, so der Oberbürgermeister weiter.

Bezug nehmend auf die aus der demografischen Entwicklung und der Sozialraumanalyse gewonnene aktuelle Datenlage, machte er auch deutlich, dass der Anteil der Mitbürger mit Migrationshintergrund bei den unter 25-jährigen ständig wachse und in Zusammenhang mit schulischen Defiziten, mangelnder Sprachkompetenz und Arbeitslosigkeit in manchen Stadtteilen zu verstärkten sozialen Problemlagen führe. Deshalb gewinne die zielgruppenorientierte Jugend- und Stadtteilarbeit, die passgenaue Förderung in Kindertagesstätten und Schulen, die Berufsberatung und gezielte Angebote zur Beteiligung am gesellschaftlichen und kulturellen Leben eine besondere Bedeutung, wenn die Zukunftsfähigkeit der Stadt nachhaltig gesichert werden solle. Das vorgelegte Integrationskonzept setze deshalb bewusst auf die Elemente Bildung, Arbeit und Teilhabe.

Workshop bestätigte die Prioritäten des Konzepts

Der sich anschließende fachspezifische Dialog im Workshop bestätigte die Prioritäten des Konzepts mit den ineinander greifenden Themenfeldern Bildung, Partizipation und Arbeit als Basis einer gelingenden gesellschaftlichen Integration. Die beiden Integrationsbeauftragten freuten sich, dass das Votum der teilnehmenden Fachkräfte so eindeutig und zustimmend ausfiel.
Auch das Anliegen, die interkulturelle Öffnung sowohl auf Seiten der einheimischen Bevölkerung als auch auf Seiten der Menschen mit Migrationshintergrund voranzubringen und zum gegenseitigen Austausch anzuregen, fand nach Meinung der beiden Integrationsbeauftragten während des Arbeitstreffens ungeteilte Zustimmung. Die interkulturelle Öffnung, die Schulung aller Beteiligten und das Werben für niederschwellige Zugänge sei von Anfang an ein Teil ihres Tätigkeitsfeldes.

Oberbürgermeister Michael Kissel unterstrich, dass das Integrationskonzept auch nach der Verabschiedung im Stadtrat den sich verändernden Bedingungen angepasst werden könne, da die Integrationsarbeit ein dynamischer Prozess sei. 

 

Unterrichtsmaterial zur Sprachförderung

Landesprogramm „Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an“

Die beiden Beauftragten für Migration und Integration setzen sich seit ihrem Amtseintritt unter anderem für die Integration durch Bildung ein. Denn Bildung ist die entscheidende Voraussetzung für eine gelungene Integration und den Start ins Berufsleben.
Erfolgreiche Bildung muss möglichst früh beginnen. Deshalb setzt in Rheinland-Pfalz das Landesprogramm „ Zukunftschance Kinder - Bildung von Anfang an“ darauf, alle Kinder bereits im Vorschulalter zu fördern. Das Land stellt hierfür ein spezielles Acht-Millionen- Euro-Programm als landesweite Maßnahme zur Verfügung.
Bei Kindern mit Migrationshintergrund oder mit sprachlichen Defiziten ist es besonders wichtig, dass sie die deutsche Sprache gut und richtig erlernen.
Auch in Worms wird das Landesprogramm “ Zusätzliche Sprachförderung für Kinder im Kindergartenalter ohne hinreichende Sprachkenntnisse“ erfolgreich überwiegend für Vorschulkinder in den Kindertagesstätten angeboten.
Die eingesetzten qualifizierten Sprachförderkräfte werden dabei von Frau Susanne Wunsch, Koordinierungsstelle für Sprachförderung beim AFB gGmbH, betreut.
Neben der Sprachförderung im Kindergartenalter findet eine zusätzliche Sprachförderung für Grundschulkinder des 1. + 2. Schuljahres statt. Dieses Sprachförderprogramm mit zusätzlicher Hausaufgabenhilfe im Grundschulbereich wird von der VHS Worms angeboten und ebenfalls durch das Programm der Landesregierung „Zukunftschance Kinder- Bildung von Anfang an“ finanziert.
Darüber hinaus bietet die VHS Worms die Weiterbildung von Erzieherinnen und Erziehern im Kindertagesstättenbereich, sowie die Kurse „Mama lernt Deutsch“ als Spezialisierung ihres weit gefächerten Angebots an Deutschkursen für Zugewanderte.

Integrationsbeauftragte spenden Sprachfördermaterialien für Fachkräfte in Kita und Grundschule

Da zum Spracherwerb aber nicht nur die fachlich kompetenten und engagierten Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, sondern auch das entsprechende Material notwendig sind, haben die beiden Beauftragten für Migration und Integration, Elisabeth Gransche und Sabine Müller, aus ihrem Etat für die Sprachförderkräfte im Kindertagesstättenbereich und die VHS Materialien angeschafft.
Deshalb kann jetzt die Sprachkoordinatorin, Frau Susanne Wunsch, eine Auswahl von interessanten und spannenden Sprachfördermaterialien, ergänzt durch Finger- und Handpuppen, entgegen nehmen.

Lernspiele, Hörprogramme und Lernpuppen

Vor allen die DaZ- Box (Deutsch als Zweitsprache-Box), die Lernspiele „Erzähl mir was!“ und das Hörprogramm „ Hör- Fink“ wurden extra zur Sprachförderung von Vorschulkindern entwickelt. Hinzu kommen einige Bildkartensets, die vielfältige Sprachanregungen bieten. Die Materialien bieten effektive, abwechslungsreiche und altersgerechte Lernmöglichkeiten, die von den Kindern gerne angenommen werden. Die Kurseinheiten enthalten sehr vielseitiges Material zur Förderung aller Kinder mit unterschiedlichen Deutschkenntnissen und unzureichender Sprachkompetenz. Deshalb können sie bei allen Kindern, unabhängig von der Herkunftssprache eingesetzt werden. Die Erfahrung zeigte, dass die Kinder vor allem die Handpuppe „Finki“ und die dazugehörigen Fingerpuppen lieben, die neben Handbüchern und Bildkarten eingesetzt werden können.

 

Unterstützung der Vielfalts-Koch-AG der Pestalozzischule

Anlässlich der Einweihung des neugestalteten Schulspielplatzes an der Pestalozzischule Worms nahm sich Oberbürgermeister Kissel die Zeit, die Kinder der „Multi- Kulti- Koch- AG“ persönlich kennen zulernen, welche durch die Integrationsbeauftragten finanziell unterstützt wurde. Der Oberbürgermeister freute sich mit den kleinen Köchen über diese gelungene Initiative und bedankte sich bei der der kommissarischen Schulleiterin, Frau Sandra Gehrig für das vielfältige Engagement der Schule, insbesondere im Bereich der Integration.

Klassenübergreifendes, interkulturelles, geschlechtsspezifisches und soziales Projekt

Im Vorfeld hatte sich die Initiatorin des Projektes, Frau Kübra Yildirim, eine Erzieherin im Anerkennungsjahr, an die beiden Integrationsbeauftragten, Elisabeth Gransche und Sabine Müller gewandt, und um Unterstützung dieses multikulturellen Kochprojektes für Jungen gebeten, da es sich um ein klassenübergreifendes, interkulturelles, geschlechtsspezifisches und soziales Projekt handelt.
Um sich persönlich einen Eindruck von der Koch- AG zu verschaffen, besuchte die Integrationsbeauftragte Sabine Müller die Jungen in ihrem Kurs.
Sie war begeistert, mit welchem Elan die sieben Jungen aus verschiedenen Klassen und Kulturen sich der Essenszubereitung widmeten. Jeden Donnerstagnachmittag zeigen die Jungen, dass Kochen auch Männersache ist. Dann schälen und schnippeln sie mit Begeisterung Gemüse und rühren Soßen, zumal sie am Besuchstag ihr Leibgericht „Döner“ zubereiteten und diesen anschließend mit großem Appetit verspeisten. Jedes Mal wird ein anderes internationales Gericht zubereitet.

Frau Müller hatte sich für die finanzielle Unterstützung des Projekts eingesetzt und betonte, dass es gerade für Jungen wichtig sei, ein Bewusstsein für gute und gesunde Ernährung zu entwickeln. Außerdem werde durch die sachgerechte Vorbereitung der Zutaten die Feinmotorik verbessert und durch die interkulturelle Gemeinschaft der kleinen Köche die sprachliche und soziale Kompetenz gefördert. Beides sei wichtig für eine gelungene Integration.“