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LUTHER

Der Augustinermönch Dr. Martin Luther (1483 bis 1545) stellte 1517 in 95 Thesen Missstände der Kirche zur Diskussion. In den folgenden Jahren veröffentlichte er mehrere als ketzerisch empfundene Schriften. Darin verwarf er die vom Evangelium abweichenden Lehrsätze und Praktiken der Kirche und forderte eine Reform. Rom verhängte den Bann über ihn. 

Kaiser Karl V. ließ Luther 1521 nach Worms auf den Reichstag laden. Er sollte seine Schriften widerrufen. Diese Forderung wies er zurück, weil man ihn nicht aus der Bibel zu widerlegen vermochte. Die daraufhin vom Kaiser verhängte Reichsacht erwies sich als unwirksam. Kurfürst Friedrich von Sachsen, Luthers Landesherr, stellte sich schützend vor ihn. 

Aktuell:

Begleitende Tagung zur Landesausstellung "Worms 2021" vom 16. bis 18.09.2019

"Hier stehe ich. Gewissen und Freiheit – Worms 1521"

16. September bis 18. September 2019 in Worms (Konferenzzentrum „Das Wormser“)

Anlässlich des großen Jubiläums von 500 Jahren Auftritt und Widerrufsverweigerung Martin Luthers auf dem Reichstag zu Worms 1521 findet im Museum der Stadt Worms im Andreasstift eine Landesausstellung statt, deren Vorbereitungen in vollem Gange sind.

Im vergangenen Dezember konnte bereits der zweiflügelige Museumsanbau im historischen Kreuzgang sein Richtfest begehen. Die hinzugewonnenen Arkaden müssen nun noch verglast und innen ausgebaut werden, um somit den Kreuzgang auf allen vier Seiten zu schließen und die Sonderausstellungsfläche für 2021 und darüber hinaus zu erweitern. 

Nachdem zum Ausklang der „Lutherdekade“ bereits 2017 ein prominent besetzter wissenschaftlicher Beirat unter dem Vorsitz von Professor Dr. Thomas Kaufmann, Universität Göttingen, berufen worden war und tagte, wurde im Folgejahr von der wissenschaftlichen Beraterin der Sonderschau, Dr. habil. Katharina Kunter, aus Frankfurt am Main, ein umfangreiches schriftliches Konzept vorgelegt, das den inhaltlichen Rahmen des Projektes absteckt. Die Besonderheit des Ausstellungsvorhabens liegt darin, dass es einerseits beabsichtigt, Luthers folgenreichen Auftritt auf dem Wormser Reichstag im April des Jahres 1521 eindrucksvoll zu präsentieren, zu erläutern und zu würdigen, jedoch im folgenden zweiten Themenbereich dazu übergeht, den Aspekt der Gewissensfreiheit in der Nachfolge Luthers und weit darüber hinaus bis in die Gegenwart zu verfolgen. Der Akzent liegt hier allerdings bei dem hochaktuellen und brisanten Phänomen der „Gewissensfreiheit“ und weniger auf der Berufung auf Martin Luther, wiewohl dieser wiederholt ins Bewusstsein tritt. Besonderes Augenmerk gilt auch der Fragestellung der Berufung auf die Gewissensfreiheit in Demokratie und Diktatur, nicht selten mit einem imponierenden Anteil an Zivilcourage. Das Ausstellungskonzept zielt darauf ab, sowohl den historischen Impuls zu würdigen als auch seine Bedeutung bis in die Gegenwart zu thematisieren und zu befragen.

Zur inhaltlichen Vorbereitung der Ausstellung selbst, aber auch der interessierten Öffentlichkeit und des Fachpublikums, findet eine dreitägige wissenschaftliche Tagung im Konferenzzentrum „Das Wormser“ vom 16. bis 18. September 2019 statt. Die Vorbereitungen erfolgten in Zusammenarbeit Katharina Kunters mit Thomas Kaufmann und dem Ausstellungsteam des Museums. Inhaltlich wird das zentrale Thema der „Gewissensfreiheit“, ausgehend von Martin Luther und seiner Zeit, aus den verschiedensten Blickwinkeln und Forschungsperspektiven beleuchtet. Vertreter aus dem international besetzten wissenschaftlichen Ausstellungsbeirat, Experten aus Worms, aber auch aus weiteren Fachkreisen werden als Referenten und Diskutanten erwartet. Die Erkenntnisse und Beiträge sollen zu einem nicht geringen Teil in die Sonderausstellung 2021 sowie in den begleitenden Ausstellungskatalog einfließen. 

Tagungsprogramm, Referenten und Anmeldungsmodalitäten

 
Wormser Reichstag 1521

Worms 1521

Am 18. April 1521 verweigerte Martin Luther auf dem Wormser Reichstag den Widerruf seiner Schriften. Trotz des Kirchenbanns hatten die Reichsfürsten eine Anhörung durchgesetzt. Auf Grund der Weigerung kündigte Karl V. einen Tag später die Reichsacht an. 

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Luther-Rundgang 3D

Luther-Rundgang

An fünf Orten in der Innenstadt erinnern Informationsstelen an die Ereignisse des Reichstags von 1521 und deren Folgen. Über QR-Codes kommt man zu vertiefenden Texten und Bildern. Im Bereich des Rundgangs liegen auch die Stadtbibliothek und das Städtische Museum. 

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Bildungs- und Erlebnisparcours

Bildungs- und Erlebnisparcours

Der Bischofshof als historischer Ort der Widerrufsverweigerung wurde 1689 zerstört. Von Mai bis Oktober vermitteln künstlerisch gestaltete und interaktive Stationen zwischen Heylshofpark und Stadtbibliothek das Geschehen auf dem Reichstag 1521. 

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Stadtführungen

Stadtführungen

Öffentliche Führungen an jedem 2. Sonntag im Monat zwischen April und Oktober sowie buchbare Gruppenführungen zu Luther in Worms sowie thematische Kostümführungen vermittelt die Tourist-Information der Stadt Worms. 

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Luther Schriften

Lutherschriften

Mehr als 650 Druckschriften aus der Reformationszeit sind in der Stadtbibliothek Worms gesammelt. Als UNESCO-Weltdokumentenerbe anerkannt wurde Luthers  Ratsherrenschrift von 1524. Frühe Reformationsdrucke stammen aus der Wormser Werkstatt von Peter Schöffer. 

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Luther heute

Luther heute

Auf Anregung aus Worms verleiht der „Bund der Lutherstädte“ seit 1996 alle zwei Jahre den Preis „Das unerschrockene Wort“. Seit 2013 laden die Stadt und die Evang. Kirche in Hessen und Nassau  alle drei Jahre zu den „Wormser Religionsgesprächen“ ein. 

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Veranstaltungen

Veranstaltungen

Seit 2011 geben die Stadt Worms und das Evang. Dekanat Worms-Wonnegau einen Jahreskalender mit Terminen und Veranstaltungen zu historischen und gegenwärtigen Themen des Reformationsprofils auf Stadtebene heraus. 

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Luther Weg

Lutherweg

Der etwa 400 Kilometer lange „Lutherweg 1521“ zeichnet die Reise Martin Luthers zum Wormser Reichstag nach. Von Worms aus beginnt er an der Magnuskirche und führt durch die Innenstadt bis nach Oppenheim. 

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