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De captivitate Babylonica ecclesiae praeludium

„Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche, Vorspiel“. Luther antwortet in dieser Schrift, die als eine Reaktion auf die Bannandrohungsbulle vom Juni 1520 ein Vorspiel zum erwarteten Widerruf im römischen Prozess sein sollte, auf einige Gegner. 

Titelblatt des Urdrucks der Schrift „Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche“, Augsburg, 1520 
Titelblatt des Urdrucks der Schrift „Von der Babylonischen Gefangenschaft der Kirche“, Augsburg, 1520

Mehrfach wurde er von Theologen aufgrund seines Sermons vom Abendmahl und seines Sermons vom Neuen Testament in lateinischer Sprache öffentlich angegriffen. So antwortet er den Gelehrten ebenfalls in lateinischer Sprache. 

In dieser Schrift geht es ausschließlich um theologische Grundsatzfragen, so reduziert Luther die in der katholischen Kirche noch heute geltenden sieben Sakramente auf zwei, Taufe und Abendmahl, behält die Beichte aber als gute Ordnung bei. Die Ehe wird zum Teil der von Gott gestifteten weltlichen Ordnung.

Grundsätzlich plädiert Luther dafür, den Laien beim Abendmahl Brot und Wein zu reichen. Der Priester, der dem Laien den Wein vorenthält, macht sich selbst zum Sünder. Da jedoch der Laie den Anteil am Heil durch den Glauben und die Sehnsucht nach dem Sakrament erhält, kann Luther die vorübergehende Beibehaltung der alten Praxis tolerieren. 

Die Taufe bedeutet Verheißung, Zuspruch und Zusage Gottes. Nur Unglaube kann den Menschen hiervon scheiden. Im Zusammenhang mit der Taufe erneuert Luther seine in der Adelsschrift entwickelte Lehre vom allgemeinen Priestertum. Insgesamt führt gerade diese Schrift einen theologisch radikalen Angriff gegen die Macht des Papstes.

 
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